Mrz 152016
 

 

 

 

 

 

BBU-Pressemitteilung

14.03.2016

BBU fordert vom Hammer Stadtrat: Beteiligung der Stadtwerke an der 
HammGas beenden

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU e.V.) hat vom Rat 
der Stadt Hamm gefordert, die Verwaltungsvorlage zur HammGas GmbH Co KG 
abzulehnen. Sie soll am Dienstag im Stadtrat abgestimmt werden. Die 
Vorlage beinhaltet die Fortsetzung der Beteiligung der Stadtwerke Hamm 
GmbH an der HammGas und die Kenntnisnahme einer ersten 
Aufsuchungsbohrung der HammGas in Ascheberg Herbern für Kohleflözgas. 
Dabei sind weder die Funktionsweise der Aufsuchungsmethode 
„Tektomechanik“ klar noch der Einstieg in eine Grauzone zur Anwendung 
der Fracking-Technik ausgeschlossen.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt hierzu: 
„Die Verwaltung will den Stadtrat auf einen verhängnisvollen Pfad 
locken. Mit der Aussage, die Fracking-Technik würde nicht zur Anwendung 
kommen, will sie der Politik Sicherheit vorgaukeln. Doch dabei 
verstrickt sie sich in Widersprüche. Wenn sie darstellt, dass 
‚Tektomechanik‘ eine Methode nicht nur zur Aufsuchung, sondern auch zur 
Gewinnung von Kohleflözgas sei, steht das in klarem Widerspruch zu der 
allgemeinen Auffassung, dass hiermit nur Ort und Größe von Gasvorkommen 
ermittelt werden können. Für eine industrielle Förderung müsste dann ein 
anderes Verfahren gewählt werden, beispielsweise Fracking. Wie die 
Methode ‚Tektomechanik‘ genau funktionieren soll, bleibt daher im 
Betriebsplan für die Aufsuchungsbohrung im Wesentlichen verborgen. Und 
zentrale Teile des Betriebsplans wie der Brand- und Explosionsschutzplan 
wurden zum Geschäfts- und Betriebsgeheimnis erklärt und der 
Öffentlichkeit vorenthalten. Damit ist es der Bevölkerung und den 
Ratsmitgliedern unmöglich, die vom Vorhaben ausgehenden Gefahren zu 
erkennen. Damit wird ein unkalkulierbares Risiko eingegangen.“

Selbst wenn bei diesem ersten Schritt, der Erkundung, nicht gefrackt 
würde, könnte dies in einem weiteren Schritt erfolgen. Mit dem Argument 
bereits erfolgter Investitionen könnte der Gesellschaftervertrag schnell 
geändert werden und Druck auf die Landesregierung und die Bergbehörde 
ausgeübt werden. Dies ist auch deshalb wahrscheinlich, da Kohleflözgas 
im Gegensatz zu Grubengas in der Regel nicht ohne Fracking gewonnen 
werden kann.

Oliver Kalusch erklärt abschließend: „Ganz offensichtlich plant die 
Stadtverwaltung einen Einstieg in eine unkalkulierbare Methode der 
Gasgewinnung. Darauf sollte sich die Politik nicht einlassen. Statt 
Risiken für Mensch und Umwelt in Kauf zu nehmen, sollte sie vermehrt in 
die Nutzung regenerativer Energiequellen investieren. Daher muss die 
Beteiligung der Stadtwerke an der HammGas jetzt beendet werden.“

Weitere Informationen des BBU zum Thema Fracking unter www.bbu-online.de/html/bereiche.htm
 Veröffentlicht von am 15. März 2016

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