Apr 142016
 

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Vorstandsmitglieder der IG Fracking-freies Artland e.V. trafen sich mit grünen Kreistagsabgeordneten des Landkreises Osnabrück zum Fachgespräch, erläuterten die Fracking-Problematik anhand einer Präsentation und baten den Landkreis als untere Wasserbehörde und untere Bodenschutzbehörde um Unterstützung in folgenden Punkten:
 
1.Die Erlaubnis für das Feld Bramsche-Erweiterung wurde im März 2014 vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) stillschweigend um drei Jahre bis 31.03.2017 verlängert, obwohl der Nds. Wirtschaftsminister Lies der Interessengemeinschaft gegenüber mit Schreiben vom 13. Aug. 2013 ausdrücklich erklärt hatte, „… Im Erlaubnisverfahren beteiligt das LBEG generell die betroffenen Landkreise, die in der Praxis vor der Abgabe einer Stellungnahme ihre Gemeinden einbeziehen können. …“ Der Landkreis ist aber zuletzt im Jahre 2009 gehört worden, als das Erlaubnisfeld „Bramsche“ zu „Bramsche Erweiterung“ erweitert wurde. Die Interessengemeinschaft regt an, der Landkreis möge sich als untere Wasserbehörde aktiv an das LBEG wenden und ausdrücklich darauf hinweisen, dass er im Falle eines abermaligen Verlängerungsantrages explizit gehört werden möchte.

2.Im Auftrag des Umweltministerium Niedersachsens erfasst das LBEG seit einiger Zeit Öl- und Bohrschlammgruben, die in der Vergangenheit unkontrolliert und undokumentiert von der erdöl- und erdgasfördernden Industrie in Umgebung von Altbohrungen oder auch weiter entfernt angelegt wurden. Im Zuge der Erhebung kommt es zu einer formalen Erstbewertung, die festlegt, ob und wie dringlich weitere Maßnahmen durchzuführen sind. Die Gefährdungseinschätzung wird anhand eines Punktesystems ermittelt. Nach Kenntnis der Interessengemeinschaft wurden im Bereich der Samtgemeinde Artland inzwischen neun Gruben lokalisiert. Im Hinlick auf jede einzelne Grube ergeben sich viele Fragen an den Landkreis als unterer Bodenschutz-behörde.

Die Kreistagsabgeordneten der Grünen sagten der Interessengemeinschaft Unterstützung in beiden Punkten zu, insbesondere wird im Hinblick auf die Bohrschlammgruben eine Anfrage an das Umweltreferat als untere Bodenschutzbehörde gestellt werden. Hierzu wird die Interessengemeinschaft eine Liste mit den Standorten und den sich ergebenden Fragestellungen übermitteln.

08. April 2016 – Entrup-Henemann
www.fracking-freies-artland.de

 Veröffentlicht von am 14. April 2016

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