Mai 112016
 

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Branchenexperten raten den Öl-Multis, sich schnellstens aus den fossilen Brennstoffen zu verabschieden und auf umweltfreundliche Energieerzeugungen umzustellen, bei denen kein Kohlenstoff-Dioxid mehr entsteht

 

Zum wiederholten Male wird von Expertenseite jetzt vorgetragen, dass das „Weiter so“ der Ölgiganten sie in den Untergang führen wird, da der Klimawandel eine Änderung der Energiepolitik erfordert.

Am 04.05.16 war es Paul Stephens , Mitglied der Denkfabrik Chatham House, der in einer Ausarbeitung festgestellt hatte, dass die Großen Ölkonzerne nicht mehr auf den aktuellen Bedarf vorbereitet sind.

In der neuen Welt ohne Kohlenstoffverbrennung ist die einzige verbleibende Option: Restrukturierung und viele der bisherigen Anlagenwerte verkaufen, um noch Cash für die Anteilseigner zu generieren. –

The Guardian berichtet darüber.

Die Chance der Öl-Multis wäre es, jetzt alle mobilisierbaren Mittel in alternative Energiegewinnungen zu stecken und so den Wandel mit zu gestalten, anstatt weiter Widerstand zu leisten und den Versuch zu machen, die bisherigen Verhältnisse zu zementieren.

Sollten die Unternehmen die nächsten 10 Jahre nicht aktiv nutzen, um aus den fossilen Brennstoffen auszusteigen und ihre Strategie grundsätzlich zu ändern, droht ein kurzes und bestialisches Ende, meint Paul Stephens.

Am 03.05.16 hatte bereits die Carbon Tracker Initiative eine Auf-forderung an die Öl-Multis veröffentlicht, den Versuch zu machen, ihre Geschäftsgrundlagen auf die Bedingungen der Klimaerwärmung aus-zurichten.

 

Kommentar Volker Fritz:

Hier bietet sich uns wieder ein exzellentes Tool, dessen Verwertung wir auf allen politischen Ebenen konsequent betreiben sollten!

Die Message ist: in 10 Jahren (oder evtl. 15 Jahren) ist es sowieso Aus mit der Kohlenwasserstoff-Verwertung zur Verbrennung und Energiegewinnung! Warum sollten wir in Deutschland da jetzt noch in die großflächige Fracking-Förderung einsteigen?

Tun wir doch lieber gleich mit aller Kraft das, was künftig ohnehin unabwendbar erforderlich sein wird!

Und es gibt noch viel zu tun – einschließlich massiver Deicherhöhungen an allen unseren Küsten und auch entlang der Fließgewässer, die in Nord- und Ostsee münden. Meeresspiegelerhöhungen von 6 bis 7 m bis zum Jahr 2100 werden heute prognostiziert, ausgelöst durch erwärmungsbedingte Schmelzprozesse.

Volker Fritz
im AK Fracking Braunschweiger Land
 

Quelle:

=> Oil firms have 10 years to change strategy or face ’short, brutish end‘

 

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