Matthias Eschmann

Okt 012012
 

Wir möchten hier auf eine vor kurzem erschienene Veröffentlichung zur Geschichte des Wasserwerks Ahlintel aufmerksam machen. Im vorletzten Kapitel wird auch auf die geologische und hydrogeologische Situation des Wasserwerks und des Münsterländer Kiessandzuges eingegangen. Das Wasserwerk Ahlintel liegt in unmittelbarer Nähe zu der von Exxon geplanten Bohrung in Nordwalde.

Titel: Das Wasserwerk Ahlintel

Autor: Dr. Eckhard Speetzen

ISBN 978-3-86991-643-9

Beschreibung: Neuerscheinung Wasserwerk Ahlintel

Vollständiges Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis

Mai 112012
 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

gestern Abend hat der Bundestag über den Antrag der Grünen ‚Transparenz und Kontrolle bei der Förderung von unkonventionellem Erdgas in Deutschland‘ (http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/055/1705573.pdf) mit der Forderung nach einem Moratorium von mindestens zwei Jahren sowie über die Anträge der anderen beiden Oppositionsparteien namentlich abgestimmt. Damit musste jeder Bundestagsabgeordnete Farbe bekennen, wie er zum Thema Fracking steht.

Im Anhang findet sich eine Übersicht über das Abstimmungsverhalten der einzelnen Abgeordneten. Dabei wird deutlich, dass Union und FDP dem grünen Antrag für ein Moratorium mehrheitlich abgelehnt haben. Das „Ja“ auf der angehängten Beschlussempfehlung gilt der Beschlussempfehlung der Ausschüsse, wo unser Antrag ja bereits abgelehnt wurde. Damit wird deutlich, dass die Koalitions-Abgeordneten zwar am Wochenende in ihren Wahlkreisen sich bei ihren WählerInnen gegen Fracking aussprechen, unter der Woche in Berlin aber ganz anders abstimmen. Eine Übersicht über die Bundestagsabgeordneten in ihren/euren Wahlkreisen findet sich unter http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/index.jsp

Im Laufe der Debatte zeigte sich einmal mehr, dass Schwarz-Gelb nicht in der Lage ist, den Risiken der Fracking-Technologie adäquat zu begegnen. Obwohl die Grünen seit zwei Jahren die Bundesregierung zum Handeln auffordern, haben es Union und FDP bisher nicht geschafft, einen eigenen Gesetzesvorschlag vorzulegen. Stattdessen knickt man lieber vor den Interessen der Lobby ein.

Nun, drei Tage vor der NRW-Wahl, hat Bundesumweltminister und NRW-Spitzenkandidat Norbert Röttgen offenbar realisiert, dass ihm die Bürgerinnen und Bürger seine Tatenlosigkeit in NRW übel nehmen. Im Laufe der Debatte gab Röttgen den verantwortungsvollen Umweltminister und betonte, wie wichtig Sicherheitsstandards und eine ausreichende Bürgerbeteiligungen seien. Doch wieder beließ er es bei bloßen Ankündigungen. Niemand nimmt ihm das noch ab, nachdem er zwei Jahre lang die Hände in den Schoß gelegt hat.

Im Anschluss an die Debatte gaben mehrere Bundestagsabgeordnete der Koalition eine persönliche Erklärung ab. Damit können Sie neben der Abstimmung ihre Beweggründe für das Abstimmungsverhalten offenlegen. Schwarz-Gelb hatte jahrelang Zeit, das Bergrecht entsprechend zu ändern, blieb aber untätig. Dass in NRW derzeit nicht gefract wird, ist einzig und allein der rot-grünen Landesregierung zu verdanken. Sie hat auf wackeliger Gesetzesgrundlage bis auf Weiteres ein Verbot verhängt. Unter der Vorgängerregierung von Schwarz-Gelb wurde einst halb NRW in potentielle Fracking-Fördergebiete abgesteckt.

Besonders zynisch ist, dass Bundesminister Röttgen eine persönliche Erklärung abgibt. Als Bundesumweltminister hätte er eigentlich die Kompetenz, das Berggesetz entsprechend zu ändern und ein Moratorium für die Fracking-Technologie zu beschließen. Doch anscheinend durchwandelt er weiterhin eine Metamorphose im Flugzeug, in deren Verlauf er sich vom Fracking-Gegner in NRW zum Fracking-Befürworter in Berlin verwandelt.

Meine gestrige Rede findet sich unter http://oliver-krischer.eu/detail/nachricht/bundestagsrede-zur-foerderung-von-unkonventionellem-erdgas-fracking.html

Mit herzlichen Grüßen
Oliver Krischer

Oliver Krischer, MdB
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon: 030-227-72058
Fax: 030-227-76056
http://www.oliver-krischer.eu

Anhang, Liste der einzelnen Abgeordneten: Gesamt 3. Nam.Abst. 10.05.12pdf

Pressespiegel 52. KW 2011

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Dez 312011
 

http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_coesfeld/nottuln/1834952_Karl_Schiewerling_Immer_das_Ohr_an_der_Basis.html

http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/emsland/fracking179.html

http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/ueberlingen/Aktivist-gegen-Gasfoerderung;art372495,5299409

23.12.2011 – Neuer Antrag für Gasexplorationsbohrung Nordwalde im Kreis Steinfurt: http://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/bekanntmachungen/2011/12/005_erdgas/index.php

Aktuelle Stunde – Jörn Krüger als Studiogast: http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2011/12/29/lokalzeit-muensterland-erdgas.xml

http://www.borkenerzeitung.de/homepage_artikel,-Fracking-spaltet-die-CDU-_arid,26335.html

Zitat:

-Hilmar Riemenschneider- In der CDU zeichnet sich ein Machtkampf um die Haltung zum Fracking ab. Wirtschafts- ge­gen Umweltpolitiker, Nordrhein-Westfalen gegen Niedersachsen.

 

Pressespiegel 51. KW 2011

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Dez 252011
 

Das verstopfte Bohrloch – Geothermieprojekt GeneSys endet im Fiasko: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1633561/

Zitat:

Geothermie sollte dem Sitz der „Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe“ in Hannover neue Wärme bringen. Um das Verwaltungsgebäude zu beheizen, wurde auf dem Betriebsgelände 3900 Meter tief gebohrt. Womit die Geologen allerdings nicht rechneten, war das Salz, das nun das Bohrloch verstopfte.

http://www.franz-hitze-haus.de/index.php?cat_id=10844&myELEMENT=Kursanzeige&seminarnummer=12-804+FaF&title=%C2%B4Fracking%C2%B4+im+M%C3%BCnsterland

http://www.n-tv.de/leute/musikundfilm/Gasland-Was-kostet-die-Natur-article5012491.html

http://www.westfaelische-nachrichten.de/aktuelles/muensterland/1830154_Exxonmobil_verzichtet_auf_Fracking.html

http://www.bbv-net.de/aktuelles/muensterland/1830358_Exxon_verzichtet_auf_Fracking_in_Nordwalde_Geschickter_Schachzug.html

http://www.ahlener-zeitung.de/lokales/kreis_steinfurt/nordwalde/1830341_Fracking_Plaene_vom_Tisch.html

http://www.derwesten.de/region/westfalen/exxon-mobil-will-ohne-fracking-erkunden-id6180918.html

http://www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/159333/index.html

http://www.weinviertelstattgasviertel.at/Weinviertelstattgasviertel/home.html 

Bundestag – Bündnis 90/Die Grünen wollen ein neues Bergrecht – Wirtschaft und Technologie/Antrag – 21.12.2011: http://www.bundestag.de/presse/hib/2011_12/2011_533/01.html 

Zitat:

Dem Bergbau dürfe nicht per se der höhere Rang eingeräumt werden, sondern es müsse eine sorgfältige Abwägung aller Interessen vorgenommen werden.

Neben Veränderungen an den Eigentumsrechten von Bodenschätzen verlangt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Einführung einer generellen Bergschadensvermutung mit Beweislastumkehr. „Das heißt, im gesamten potenziellen Einwirkungsbereich bergbaulicher Tätigkeiten ist bei typischen Schadensmerkmalen von Bergschäden auszugehen“, schreibt die Fraktion.

http://www.3sat.de/mediathek/mediathek.php?obj=28656&mode=play

http://www.greenpeace.org/austria/Global/austria/dokumente/Factsheets/klima_Schiefergasbohrung_2011.pdf

Umweltbundesamt: Stellungnahme Stand Dezember 2011

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Dez 202011
 

Hier die aktuelle Stellungnahme des Umweltbundesamtes: Einschätzung der Schiefergasförderung in Deutschland:

http://www.umweltbundesamt.de/chemikalien/publikationen/stellungnahme_fracking.pdf

Schlussfolgerung – Zitat:

In den USA findet die Gewinnung unkonventioneller Gasvorkommen seit einigen Jahren bereits statt. Verschiedene Berichte weisen auf erhebliche Beeinträchtigungen der Grundwasservorkommen hin, die amerikanische Umweltbehör-de (Environmental Protection Agency – EPA) hat hierzu Untersuchungen aufgenommen. Eine direkte Übertragung der amerikanischen auf deutsche Gegebenheiten ist aufgrund unterschiedlicher gesetzlicher Regelungen, ungleicher geo-grafischer (z.B. Besiedlungsdichte) und geologischer Verhältnisse nur bedingt möglich. Dessen ungeachtet sollten die in den USA erlangten Erkenntnisse bei der Schiefergasgewinnung in eine kritische Überprüfung der Explorationsver-fahren in Deutschland fließen.

Zum Schutz von Mensch und Umwelt, insbesondere zum Schutz des Grundwassers sind an jede Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten folgende Mindestanforderungen zu stellen:

• Kein Fracking zur Gewinnung von Erdgas in sensiblen Gebieten (z.B. Trinkwassergewinnungsgebiete, Heilquel-len, Mineralwasservorkommen) :
• Obligatorische Umweltverträglichkeitsprüfung (für jeden einzelnen Frack sowie das gesamte Gasgewinnungs-feld)
• Grundsätzlich Beteiligung der zuständigen Wasserbehörden zur Bewertung der Auswirkungen auf das Grund-wasser
• Vollständige Offenlegung der verwendeten Additive und der exakten Zusammensetzung der Fracturing Fluide für jeden einzelnen Frac
• Registrierung der Fracking-Chemikalien für diese Verwendung gemäß REACH-Verordnung
• Überwachung der Frack-Flüssigkeiten und des Flowbacks (zurückgefördertes Frack- und Lagerstättenwasser) sowie Nachweis über die ordnungsgemäße Entsorgung in einem Kataster
• Erstellung eines Notfallplans und Störfallvorsorge
• Gefährdungsanalyse und begleitendes Monitoring durch die Förderunternehmen

Um all diese Aspekte im Rahmen eines umfassenden Verfahrens seriös prüfen und eine breite Behörden- und Bürger-beteiligung sicherstellen zu können, ist als erster Schritt eine Änderung/Anpassung der „UVP-Verordnung Bergbau“ aus Sicht des Umweltschutzes dringend erforderlich, was zur Folge hätte, dass für künftige Gasschieferexplorationen ein Planfeststellungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt werden müsste.

Zur Erinnerung und zum Vergleich hier der Entwurf dieser Stellungnahme: http://www.gegen-gasbohren.de/2011/09/04/umweltbundesamt-ausfuehrliche-stellungnahme/

Pressespiegel 50. KW 2011

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Dez 172011
 

Verden wehrt sich gegen Fracking: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/oldenburg/fracking163.html

http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/bodenseekreis/Kritischer-Blick-auf-Erdgas;art410936,5276800

http://www.derwesten-recherche.org/2011/12/us-behoerde-fracking-schuld-an-schmutzigem-wasser/

http://www.klimaretter.info/energie/nachricht/10111-epa-raeumt-erstmals-fracking-schaeden-ein

Fracking: „Wir wollen euch hier nicht!“ – 330 bei Infoabend in Dudensen: http://www.neustaedter-zeitung.de/newsdetails.aspx?ArticleID=2308

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Region/An-der-Leine/Neustadt/Fracking-Protest-fuellt-Beermanns-Saal

http://www.weser-kurier.de/Artikel/Region/Landkreis-Rotenburg/499051/Buerger-protestieren-gegen-Erdgasfoerderung.html

In Mülheim wurde jetzt das erste Aktionsbündnis des Ruhrgebiets gegen das umstrittene Erdgas-Fracking aktiv: http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2011/12/12/lokalzeit-ruhr-fracking.xml

http://www.kreiszeitung.de/nachrichten/landkreis-verden/langwedel/nabu-fordert-sofortigen-fracking-stopp-flecken-1529053.html

SPD-Ortsverein Verden – SPD-Antrag zum Thema Fracking: http://www.spd-verden.de/aktuell/2011/349898.php

http://www.mk-nachrichten.de/maerkischer-kreis-trinkwasserschutz-hat-oberste-prioritaet-20111213.html

http://www.noz.de/lokales/59425539/buendnis-fordert-kein-fracking-in-bad-laer

EPA gibt zu: Fracking verseucht das Trinkwasser: http://www.globalmagazin.com/index.php?id=333 

Landkreis Rotenburg: Fracking ist indirekt genehmigungspflichtig: http://www.rotenburger-rundschau.de/redaktion/redaktion/aktuell/data_anzeigen.php?dataid=90261 

Kann man Diesel wirklich rückstandlos aus dem Boden zurückholen? http://www.kreiszeitung.de/nachrichten/landkreis-minden/rahden/exxon-mobil-will-dieseloel-abpumpen-1524338.html

http://www.weser-kurier.de/Artikel/Region/Landkreis-Rotenburg/499051/%22Frack-los%22-auf-den-Barrikaden.html

http://www.mv-online.de/lokales/kreis_warendorf/drensteinfurt/1815110_Risikofaktor_Sauergas.html –„Die Folge könnte eine kilometerweite Vergiftung der Bevölkerung mit Schwefelwasserstoff sein.“

http://www.kreiszeitung.de/nachrichten/landkreis-rotenburg/sottrum/umwelt-nicht-gefaehrdet-1525884.html

http://www.noz.de/lokales/59492224/bad-laerer-rat-geschlossen-gegen-fracking

Völkersen:  http://www.kreiszeitung.de/nachrichten/landkreis-verden/langwedel/schutz-grundwassers-oberste-prioritaet-1533381.html