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Bericht zum März 2019: Bohrtürme im Einsatz für die Öl- und Erdgasförderung in Nordamerika

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Apr 242019
 

Berichtszeitraum 16. März 2019 bis 12. April 2019

Foto: pixabay.com

Im Berichtszeitraum nahm die Zahl der im Einsatz befindlichen Bohrtürme weiter drastisch ab.
Nach insgesamt 88 stillgelegten Bohrtürmen im Februar wurden im März weitere 99 Türme stillgelegt gemeldet, davon entfielen 80 Stück auf Ölförderung und 19 Stück auf die Erdgasförderung.

Die größte Abnahme erfolgte in Kanada mit 95 Türmen, davon 80 für Öl- und 15 für Erdgasförderung.

In Summe fiel damit das Einsatzvolumen in Nordamerika wieder deutlich unter die bereits im Februar 2018 erreichte Zahl von 1.293 Türmen auf 1.088 Stück.

Die Rohölpreise auf WTI-Basis notierten am 14. Dezember 2018 bei 51,20, sackten dann bis zum Jahreswechsel auf 46,32 USD/barrel ab und stiegen danach wieder kontinuierlich bis auf 53,34 USD/barrel an und bis Ende Frbruar auf 58,34 USD/barrel. Zur Zeit werden 64,47 USD/barrel gehandelt. Damit liegen die erzielbaren Marktpreise für US-Fracking-Öl wieder über der Rentabilitätsschwelle von circa 60 USD/barrel für US-Fracking-Öl.

Meine Kommentare zu den möglichen Markthintergründen sind dem Bericht zum Jahreswechsel vom 18 Januar 2019 zu entnehmen.

Die Entwicklung in den USA und in Kanada verlief im Januar wieder nicht gleichsinnig. In den USA nahm die Zahl der im Einsatz befindlichen Bohrtürme nur gering um vier Türme ab, in Kanada dagegen um 95 Türme. So ergab sich eine Gesamtabnahme in den vier Wochen um 99 Türme.

Nachfolgend noch einmal die Entwicklung, nachdem es in den Monaten vor Juli 2017 eine stete Zunahme der im Einsatz befindlichen Bohrtürme gegeben hatte und im Juli Stillstand und danach einen Rückgang – mit erneuter Belebung zum Jahresbeginn:

Monat
gesamt im Einsatz USA
Kanada
USA Rohölpreis WTI USD/barrel
Ende 71.17895822046,00
Ende 8
1.15794021746,81
Ende 91.15593522052,13
Ende 10
1.11591320251,94
Mitte 11
1.09088919254,27
3. Wo 11
1.11090720357,03
4. Wo 111.12391520856,18
15.12.17
1.16893023856,64
19.01.18
1.26193632563,72
16.02.18
1.29397531860,74
16.03.18
1.20999021960,85
13.04.18
1.1101.00811766,74
18.05.18
1.1291.0468371,50
15.06.18
1.1981.05913966,60
13.07.18
1.2511.05419770,60
17.08.18
1.2691.05721265,00
14.09.18
1.2811.05522670,30
12.10.18
1.2581.06319571,31
09.11.18
1.2771.08119661,59
14.12.18
1.2451.07117451,20
18.01.191.2591.05020952,32
15.02.19
1.2751.05122453,34
15.03.191.1871.02618158,34
12.04.191.0881.02266
64,47

Insgesamt sind jetzt in Nordamerika 851 Bohrtürme und 237 Gasbohrtürme aktiv.

Die Gebiete der Hauptaktivitäten sind in USA: Texas (502), Oklahoma (104), New Mexico (105), Louisia (65), North Dakota (61), Pennsylvania (44), Wyoming (36), Colorado (32), West Virginia (21) und Ohio (15).

Den mehr als 20-prozentigen Rückgang der Rohölpreise seit Mitte Oktober 2018 führen die Länder der OPEC-Gruppe auf das erhöhte Angebot in den Monaten ab Juli 2018 zurück. Auch die Entwicklung der Erdgaspreise auf der Basis Henry Hub spiegelt diese Entwicklung wider. Der Henry Hub Gaspreis ist nach zwischenzeitlich mehr als 4,60 USD/mmBtu und 2,811 USD/mmBtu Mitte Mai auf 2,94 USD/mmBtu stabil auf niedrigem Niveau, Mitte Juli Stand 2,88 USD/mmBtu. Seit Oktober stieg der Preis dann schrittweise bis 4,40 USD und fiel dann ab Mitte Dezember deutlich bis auf unter 3,00 USD. Zur Zeit liegt er bei 2,664 USD/mmBtu.

Die internationalen Bohraktivitäten veränderten sich kaum. 1.039 Bohrtürme werden weltweit im Einsatz außerhalb Nordamerika gemeldet.

Meine Kommentare zur gesamten politisch/strategischen Lage rund um die weltweite Kohlenwasserstoff-Förderung aus dem vorherigen Bericht vom 18. Januar 2019 haben weiter Bestand.



Volker Fritz
im AK Fracking Braunschweiger Land

Gegen Gasbohren beschließt Loccumer Resolution für Klimaschutz und das Ende der Erdgasförderung

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Apr 182019
 
Teilnehmer*innen des Bundestreffens der Initiativen „Gegen Gasbohren“

Pressemitteilung


Gegen Gasbohren beschließt Loccumer Resolution für Klimaschutz und das Ende der Erdgasförderung

(Loccum, Hannover, Berlin, 18.04.2019) Auf seinem Bundestreffen am letzten Wochenende hat Gegen Gasbohren, der Zusammenschluss der bundesdeutschen Initiativen gegen Fracking, die Loccumer Resolution beschlossen. Die Initiativen betonen in dieser Resolution, dass Deutschland seine Verpflichtungen zum Klimaschutz, die aus dem Pariser Abkommen resultieren, bisher nicht in entsprechende Maßnahmen umgesetzt hat. Insbesondere wegen der äußerst hohen Klimaschädlichkeit von LNG (Liquefied Natural Gas) aus Fracking-Erdgas fordern die Initiativen, keine LNG-Projekte sowie die hierzu gehörende Infrastruktur in Deutschland zu verwirklichen und auch nicht anderswo zu unterstützen. Zudem fordert Gegen Gasbohren ein Ende der Erdgasförderung in Deutschland. Neue Aufsuchungserlaubnisse und Bewilligungen dürfen nicht mehr erteilt werden. Bestehende Erlaubnisse und Bewilligungen dürfen nicht mehr verlängert werden und müssen spätestens 2025 auslaufen. Alle existierenden Bohrungen sowie Altbohrungen müssen insbesondere auf die Emissionen des klimaschädlichen Methans überprüft werden. Die Kosten hierfür sind von den Erdgasförderunternehmen zu tragen.

Zum Thema „Klimaschutz“ ist Gegen Gasbohren auch in einen Gedankenaustausch mit „Fridays for Future“ eingetreten. Zwei Vertreterinnen der Schulstreikbewegung diskutierten mit den Initiativen in Loccum. Gegen Gasbohren beschloss in der Loccumer Resolution, die Ziele der neuen Bewegung für eine wirksame Dekarbonisierung zu unterstützen.

Auch lokale Aspekte wurden auf dem Treffen erörtert. So stieß das Verhalten des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) auf massive Kritik, einen Mini-Frac an der Bohrstelle Düste Z10 im niedersächsischen Barnstorf zuzulassen, ohne hierfür eine Umweltverträglichkeitsprüfung mit Öffentlichkeitsbeteiligung durchzuführen und auch auf eine wasserrechtliche Erlaubnis zu verzichten. Bei diesem beschönigend als ‚Drucktest“ bezeichneten Vorgang wurde nach Auffassung der Initiativen das Fracking-Recht des Bundes missachtet.

Auch an anderer Stelle war ein Demokratiedefizit festzustellen. So hatte der niedersächsische Wirtschaftsminister Althusmann vor wenigen Wochen lediglich einen ausgewählten Kreis niedersächsischer Bürgerinitiativen zum Thema Erdgasförderung in sein Ministerium eingeladen. Gegen Gasbohren fordert, dass diese Runde bei ihren nächsten Treffen für alle Bürgerinitiativen in Niedersachsen geöffnet wird, die sich schwerpunktmäßig mit den Gefahren der Erdgasförderung und der daraus resultierenden Folgen beschäftigen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens in Loccum war die niedersächsische Abstandsstudie zu hämatologischen Krebserkrankungen im Umfeld von Erdöl- und Erdgasförderanlagen sowie Bohrschlammgruben. Hier waren sich die Initiativen einig, dass diese Studie nur ein Anfang sein kann. Es sind weitere und gerade im Studiendesign weitergehende Studien erforderlich.

Für das nächste Jahr ist das Folgetreffen geplant, falls keine dringenden Vorkommnisse einen früheren Termin erfordern.



Text der Loccumer Resolution und die unterstützenden Organisationen: siehe Anhang


 Veröffentlicht von am 18. April 2019

Hubertus Zdebel fordert Klarstellung des Fracking-Rechts und zentrale Meldestelle des Bundes

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Apr 132019
 

MdB Hubertus Zdebel, Fraktion DIE LINKE im Bundestag, Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, fordert eine zentrale Meldestelle des Bundes für Fracking-Maßnahmen, vorausgegangen war eine vor kurzem erfolgte Maßnahme der Wintershall Holding GmbH bei der Bohrung Düste Z10 im niedersächsischen Barnstorf. Bei dem verharmlosend als ‚Drucktest‘ bezeichneten Vorgang handelte es sich, seiner Meinung nach, eindeutig um Fracking. Hubertus Zdebel findet, dass Kontrolle und Bewertung von Fracking-Maßnahmen durch die Behörden äußerst unzureichend sind.

Hubertus Zdebel fordert Klarstellung des Fracking-Rechts und zentrale Meldestelle des Bundes

Der Bundestagsabgeordnete der LINKEN und Mitglied im Umweltausschuss, Hubertus Zdebel, zieht eine klare Schlussfolgerung aus der von ihm initiierten Berichterstattung des Bundesumweltministeriums am 10. April im Umweltausschuss über die Fracking-Maßnahme der Wintershall Holding GmbH bei der Bohrung Düste Z10 im niedersächsischen Barnstorf:

„Es bedarf einer deutlichen Klarstellung des Fracking-Rechts des Bundes, insbesondere durch eine Änderung der UVP-Verordnung Bergbau. Den Bundesländern muss es unmöglich gemacht werden, Schlupflöcher zu erfinden, um bei Fracking-Maßnahmen die vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) mit Öffentlichkeitsbeteiligung zu umgehen. Vorgänge wie bei dieser Wintershall-Bohrung dürfen sich nicht wiederholen.
Bei dem verharmlosend als ‚Drucktest‘ bezeichneten Vorgang handelte es sich eindeutig um Fracking. Selbst Haliburton, eines der weltweit größten Unternehmen im Bereich Gas- und Ölindustrie, spricht bei dieser Technik von ‘Mikro-Fracs’. Vollmundig hatten CDU, CSU und SPD versprochen, dass mit der Verabschiedung ihres Fracking-Rechts 2016 Fracking nur noch mit Umweltverträglichkeitsprüfung und Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgen könne. So sollte die aufgebrachte Bevölkerung in den potentiellen Fördergebieten beruhigt werden. Doch nachdem in Niedersachsen Anfang 2019 mit Deckung des Wirtschaftsministeriums des Landes durch eine mehr als fragwürdige Auslegung des Bergrechts für den Frac bei Düste Z10 UVP und Öffentlichkeitsbeteiligung wegfielen, legt die Große Koalition die Hände in den Schoß und sieht keinen Handlungsbedarf mehr. Damit hat sie die Öffentlichkeit getäuscht. Ich fordere CDU, CSU und SPD auf, ihre Versprechen der Vergangenheit ohne Wenn und Aber einzuhalten.“

Zdebel weiter: „Es zeigt sich, dass Kontrolle und Bewertung von Fracking-Maßnahmen durch die Behörden äußerst unzureichend sind. Ich fordere daher eine zentrale Meldestelle des Bundes für Fracking-Maßnahmen, unabhängig davon, ob sie der Aufsuchung oder Gewinnung zugeordnet werden oder in sonstiger Weise definiert werden. Zu den Daten dieser Meldestelle muss die Öffentlichkeit uneingeschränkten Zugang haben. Wie bei Störfällen im Bereich des Immissionsschutzes könnte die Meldestelle beim Umweltbundesamt angesiedelt sein. Die Betroffenen vor Ort dürfen nicht lediglich durch Zufall erfahren, dass das gefährliche Gasbohren bei ihnen vor Ort erfolgt.“

Pressemitteilung: Hubertus Zdebel, Die Linke im Bundestag.

 Veröffentlicht von am 13. April 2019

BBU verurteilt Wintershall-Frac bei der Bohrung Düste Z10 und fordert Konsequenzen

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Apr 132019
 

BBU-Pressemitteilung, 09.04.2019
Auf scharfe Kritik des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU e.V.) ist der Mitte Januar dieses Jahres durchgeführte Frac der Wintershall Holding GmbH in Barnstorf im niedersächsischen Landkreis Diepholz gestoßen. Ohne wasserrechtliches Verfahren, vorherige Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und Öffentlichkeitsbeteiligung hatte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) den Betriebsplan für die Frac-Maßnahme bei der Bohrstelle Düste Z10 zugelassen. Für den BBU stellt dies einen klar rechtswidrigen Vorgang dar. Als besonders empörend findet der Umweltverband, dass die niedersächsische Landesregierung versucht hat, diese Praxis in einer Antwort auf Fragen von zwei Landtagsabgeordneten mit einer absurden Begründung zu legitimieren. Der BBU fordert daher Konsequenzen.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt hierzu: „Es ist unfassbar. Jahrelang haben uns die Fracking-Befürworter in Niedersachsen erzählt, dass mit der neuen Fracking-Gesetzgebung des Bundes völlige Transparenz und beste Bürgerbeteiligung geschaffen würden. Dazu sollten für alle Fracking-Maßnahmen Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung und Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt werden. Jetzt zeigt sich, wie die Praxis in Niedersachsen wirklich aussieht. Für die Fracking-Maßnahme bei Düste 10, die als Drucktest bezeichnet wird, wird zwar festgestellt,
dass er Risse im Gestein erzeugt. Aber er soll weder der Aufsuchung noch Gewinnung zuzurechnen sein, so dass keine UVP und Öffentlichkeitsbeteiligung erforderlich seien. Damit stellen die Landesregierung und das in dieser Angelegenheit federführende Wirtschaftsministerium das Bundesberggesetz auf den Kopf und begeben sich in Widerspruch zur jahrzehntelangen Praxis.“

Für den BBU drängt sich der Eindruck auf, dass das LBEG, das Wirtschaftsministerium und die Landesregierung so einen Präzedenzfall schaffen wollen, um ein Einfallstor für Fracking ohne öffentliche Kontrolle zu schaffen. Es ist davon auszugehen, dass weitere Frac-Maßnahmen aus der Systematik des Bergrechts herausgenommen werden sollen, um den Gaskonzernen ein ungestörtes Fracking zu ermöglichen.

Der BBU fordert den niedersächsischen Wirtschaftsminister Althusmann auf, dafür zu sorgen, dass diese Praxis sofort beendet wird und rechtskonforme Zustände geschaffen werden. Der Umweltverband fordert auch, den Skandal um Düste Z10 lückenlos aufzuklären und alle Verantwortlichen zu ermitteln.

BBU lehnt Verordnung zur Subventionierung von LNG-Terminals ab

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Mrz 212019
 

BBU-Pressemitteilung

(Bonn, Berlin, Hannover, Kiel, 19.03.2019)

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU e.V.) hat sich im Rahmen der Verbändeanhörung des Bundes-Wirtschaftsministeriums klar gegen die „Verordnung zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Aufbau der LNG-Infrastruktur in Deutschland“ ausgesprochen. Der Umweltverband kritisiert dabei, dass die gesetzte Frist von nur wenigen Tagen zur Stellungnahme ein Affront gegenüber den beteiligten Kreisen ist.In inhaltlicher Hinsicht lehnt der BBU die Verordnung ab, da hiermit LNG-Terminals subventioniert werden, mit deren Hilfe US-Präsident Donald Trump sein dreckiges Fracking-Gas nach Deutschland und in die EU exportieren kann.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt hierzu: „Es ist ein Skandal, wie die Bundesregierung Terminals für die Einfuhr von dreckigem US-amerikanischen Fracking-Gas ohne Rücksicht auf Verluste durchdrücken will. Dessen Gewinnung führt zu Grundwasserkontaminationen und Erdbeben. Und während in Deutschland die Förderung von Erdgas im Schiefergestein mit der Fracking-Methode vorläufig verboten ist, erweckt das Bundes-Wirtschaftsministerium den Eindruck, dessen Einfuhr aus den USA wäre ein Beitrag zur Energiewende. Doch das genaue Gegenteil ist der Fall. Nicht nur wird statt auf regenerative Energien weiter auf einen fossilen Energieträger gesetzt. Hinzu kommt, dass gefracktes US-Gas so klimaschädlich ist wie Kohle.“

Weiter erklärt Oliver Kalusch: „Die ins Auge gefassten Terminals von verflüssigtem Erdgas (LNG) in Brunsbüttel, Stade, und Wilhelmshaven sind dabei überflüssig wie ein Kropf. Angesichts der bereits jetzt nicht ausgelasteten LNG-Terminals in anderen europäischen Staaten drohen drei Investitionsruinen, die nur mit staatlichen Geldern aufrecht erhalten werden können. Daher will Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier den Terminalbetreibern ein Geschenk überreichen und die Fernleitungsnetzbetreiber die Leitungen zwischen den LNG-Terminals sowie den Anschluss ans Gasnetz bezahlen lassen. Da die Netzbetreiber die Kosten weitergeben werden, zahlt am Ende der Verbraucher.“

Der BBU fordert daher, auf den Import von gefracktem Erdgas, die drei möglichen LNG-Terminals und deren Subventionierung sowie den Entwurf der vorgelegten Verordnung zu verzichten.

(Zur Erläuterung: Bei LNG handelt es sich um Flüssigerdgas, liquefied natural gas).

Die BBU-Stellungnahme ist abrufbar unter https://bbu-online.de

(Stellungnahmen). Direktlink: https://bbu-online.de/Stellungnahmen/BBU%20Stellungnahme%20LNG.pdf

 Veröffentlicht von am 21. März 2019

Der bundesweite Zusammenschluss „Gegen Gasbohren“ hat jetzt 80 Mitglieder!

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Mrz 202019
 

Volker Fritz berichtet:

Der bundesweite Zusammenschluss „Gegen Gasbohren“ hat jetzt 80 Mitglieder!

Durch einen lebhaften Zugang an neuen Mitgliedern ist „Gegen Gasbohren“ gewachsen und besteht nunmehr aus 80 Mitgliedern in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Sachsen, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern.

 Veröffentlicht von am 20. März 2019