Stefan Henrichs

Mai 142015
 

Am 5. Mai 2015 hat die Firma HammGas Gmbh &Co. KG einen Antrag auf Probebohrungen bei der Bezirksregierung Arnsberg eingereicht. Ohne das Frackingverfahren anwenden zu wollen. Aber mit allen anderen bekannten Risiken und schädlichen Auswirkungen. Auch ohne Fracking ist die Aufsuchung von Erdgas in unkonventionellen Lagerstätten mit einem sehr hohen Flächenverbrauch verbunden. Viele Bohrplätze in dichten Abstand und Zuwegungen müssen gebaut werden. Auch ohne Fracking muss Lagerstättenwasser in großen Mengen abtransportiert und endgelagert werden. Auch ohne Fracking ist ein erhöhtes Erdbebenrisiko zu befürchten. Und das Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten ist und bleibt ein klimaschädlicher fossiler Brennstoff!

Am 6. Mai 2015 hat die Bundesregierung in erster Lesung über die umstritten Gesetzesänderungen beraten. Umweltministerin Hendricks und Wirtschaftsminister Gabriel haben diese Änderungen auf den Weg gebracht. Diese geplanten Gesetzesänderungen lehnen wir ab und fordern ein ausnahmsloses Verbot von Fracking.

 

Gegen die Pläne von HammGas und gegen die geplanten Gesetzesänderungen der Bundesregierung wehren sich die Menschen im Münsterland. Seit dem 5. Mai 2015 steht in Drensteinfurt jeden Mittwoch eine Mahnwache. Die Menschen im Münsterland sind in großer Sorge und wehren sich! Wir hoffen das sich viele Menschen unserem Protest anschließen . Wir sind jeden Mittwoch da!

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Nov 202014
 
Pressemitteilung - Bergrecht ändern statt BürgerInnen entrechten

HammGas Geschäftsführer Ralf Presse unterstützt Forderung der Bürgerinitiativen nach Änderung des Bergrechts

Auf der Podiumsdiskussion in Ascheberg am 12.11.2014 hat sich der Geschäftsführer von
HammGas, Ralf Presse, persönlich für eine Änderung des Bergrechts bzgl. der Beweislastumkehr
ausgesprochen. Damit sehen sich die Bürgerinitiativen gegen Gasbohren
aus Drensteinfurt, Hamm, Herbern und Werne in ihrer Forderung nach einer Reform des Bergrechts
bestätigt. Sie fordern nun eine rasche Umsetzung der vorliegenden Änderungsvorschläge und ein Stopp
aller weiteren Genehmigungsverfahren der Bergbehörde, bis der Rechtsrahmen neu gefasst ist.

Bereits vor über drei Jahren hat die Bezirksregierung Arnsberg als zuständige
Genehmigungsbehörde darauf hingewiesen, dass das Bergrecht dringend reformiert werden müsse.
Zu den Verbesserungsvorschlägen (siehe Anhang) gehört neben einer verpflichtenden
Sicherungsrücklage der antragstellenden Unternehmen auch die Beweislastumkehr. Leider sind
bisher alle Bemühungen, das Bundesberggesetz fit für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts
zu machen, an den jeweiligen CDU-geführten Bundesregierungen gescheitert.

Die Bürgerinitiativen sind nun sehr erfreut, dass Herr Presse persönlich nicht bereit ist, diesen
skandalösen Missstand länger hinzunehmen. Es ist ja auch schwer vorstellbar, dass in Deutschland
eine Behörde auf einer Grundlage genehmigen muss, die von dieser Behörde selber als völlig
unzureichend gebrandmarkt wurde. Eine solche rechtliche Grundlage wäre z.B. im öffentlichen
Straßenverkehr schlichtweg nicht vorstellbar. Und da es sich bei der Förderung von Erdgas um
wesentlich riskantere Vorhaben handelt als den Betrieb eines PKWs, sollten entsprechend die
gesetzlichen Rahmenbedingungen den in Deutschland üblichen Mindeststandards genügen.

Aus diesem Grunde werden die Bürgerinitiativen versuchen, bei den zuständigen Ministerien in
Düsseldorf ein Stopp aller weiterer Genehmigungen zu erwirken, bis es zu einer Änderung des
Bergrechts gekommen ist. Gleichzeitig wurden die Kommunen, die von den Plänen von HammGas
betroffen sind, und die Fraktionen im Düsseldorfer Landtag ebenfalls aufgefordert, auf eine
Änderung des Bergrechts hinzuwirken. In offenen Briefen wurden die Geschäftsführer von
HammGas, der Stadtwerke Hamm und der PVG GmbH – Resources Services & Management
aufgefordert, jede weitere Planung zurückzustellen, bis ein modernes Bergrecht einen faire
Verteilung von Risiken und Lasten rechtssicher gewährleistet.

Die offenen Briefe sind auf der Website 'energiewende-jetzt.org/bergrecht.php' dokumentiert. Die
Antworten der jeweils angeschriebenen Adressaten werden dort zeitnah nach Eingang
veröffentlicht.

Ansprechpartner für die Aktion 'Bergrecht ändern statt BürgerInnen
entrechten':

Jürgen Blümer, Drensteinfurt
Email: kontakt@energiewende-jetzt.org

Unterstützer:
BIGG Drensteinfurt e.V.
BIGG Hamm
BIST e.V. Herbern
BIGG Werne
Jul 022014
 

Während in NRW alle gucken was Exxon Mobil macht, bereitet die HammGas GmbH & Co. KG einen Antrag auf Probebohrungen vor. Wieder einmal nur auf Anfrage der Medien wurde das jetzt bekannt. Auffallend ist, dass erst kürzlich ein Gesellschafter aus dem Konsortium seine Anteile an der HammGas an die PVG verkauft hat. Dieser Ex-Gesellschafter, Dr. Gaschnitz, ist in „Gasbohrkreisen“ kein Unbekannter. In dem betroffenen Gebiet geht es um Kohleflözgas, das vor ca. 20 Jahren schon durch Probebohrungen (Conoco) untersucht wurde. Die Probe lässt schon den Schluss zu, dass eine Förderung des Gases ohne Fracking sehr unwahrscheinlich sein wird. So äußerte sich jedenfalls eben dieser Dr. Gaschnitz in einem TV-Beitrag der Lokalzeit Dortmund (WDR).Die kürzlich von HammGas engagierten Fachleute für Krisenkommunikation, Public affairs ( lt. Wikipedia Politikkontaktarbeit!) und Unternehmenskommunikation behauptet in diesem Beitrag „…wir verwenden hier nur Wasser. Hier werden keine zusätzlichen Stoff eingeführt… Fracking würde die natürlichen Gasmigrationswege zerstören…“.

Was soll nun dieser Unsinn wieder? Hier sollen wir doch schon wieder für dumm verkauft werden. Plötzlich soll Fracking die natürlichen Gasmigrationswege zerstören? Und außerdem Fracking steht für „Hydraulic Fracturing“. Nicht für „Nutzen von Chemikalien“! Nur mit Wasser fracken ist auch fracken. Und Lagerstättenwasser kommt auch mit hoch. Und Benzol, Quecksilber und Radioaktive Stoffe auch.  Und das Erdbebenrisiko steigt auch. Und eine ausreichende Haftungsregelung für Schäden durch die Erdbeben gibt es immer noch nicht. Und die Flächen müssen für die Bohrung (dafür braucht man auch Chemiekalien) auch versiegelt werden. Und der Schwerlastverkehr wird auch mehr. Und im Flächennutzungsplan steht immer noch nichts davon. Und Störfallmanagement gibt es immer noch nicht. Und ein Monitoring auch nicht. Und…. Und…. Und….

Wir sind gespannt in welchem Aufsuchungsfeld die Probebohrung stattfinden soll. Donar vielleicht? Sicher ist auf jeden Fall. Wir Bürgerinnen und Bürger wollen das nicht. Weder von Exxon Mobil oder von HammGas oder sonstwem. Weder mit noch ohne Chemie. Weder hier noch anderswo!

WDR-Lokalzeit

Artikel der WA

Drensteinfurt einstimmig für Korbacher Resolution

 Petitionen und Unterschriftenlisten  Kommentare deaktiviert für Drensteinfurt einstimmig für Korbacher Resolution
Jul 082013
 

Heute  hat der Rat der Stadt Drensteinfurt nach kurzer Diskussion einstimmig dem Bürgerantrag zugestimmt, der der Stadt empfohlen hat, der Korbacher Resolution zuzustimmen.

Die anschließende Abstimmung hatte zum Ergebnis, dass ohne Enthaltung und Gegenstimme die Fraktionen von CDU, Bündnis 90 / Die Grünen, SPD und FDP der Korbacher Resolution zugestimmt haben.

Nach Nordwalde ist Drensteinfurt damit schon die 2.Stadt, die sich der Korbacher Resolution anschließt. Toll – und zum nachahmen empfohlen!!

Wer noch nicht unterschrieben hat: Hier geht es zur Petition.

Mai 152013
 

Da lese ich heute abend einem Artikel der WA mit der Überschrift

Rat der Stadt Hamm klar gegen „Fracking“

und denke: Klasse, da hat ein Umdenken stattgefunden. Hatte sich die Stadt Hamm doch erst noch vor ca. 1,5 Jahren an einen Konsortium Names „HammGas“ beteiligt. Und das mit einstimmigem Ratsbeschluss!

Aber, liest man weiter, dann steht da auch:

„Zugleich wurde bekannt, dass die HammGas GmbH & Co. KG, die in Hamm Flözgas fördern und verkaufen will, am 8. April einen Vertrag mit der GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH geschlossen hat. Demnach wird eine mögliche Probebohrung in Hamm von der Firma mit Sitz in Lingen an der Ems durchgeführt. Öffentlich bekannt wurde dieser Vertrag erst am Dienstag – durch eine Anfrage der Ratsfraktion der Linken, zu der es im Rat eine schriftliche Stellungnahme der Stadtwerke Hamm gab.“

Also hat sich die Stadt Hamm zwar gegen ein Fracking entschlossen, ABER FÜR

  • ein ungelöstes Entsorgungsproblem. Wohin mit dem Lagerstättenwasser? Wieder in Abwasserbäche? Der Bohrschlamm wieder auf eine Halde ? Alles wieder vorbei an den Bürgern. Alles schon da gewesen. 1995 im Kreis Warendorf! – Ahlen, einer Hammer Nachbarstadt.  Benzol, Quecksilber und Radioaktivität inclusive.
  • ein erhöhtes Erdbebenrisiko. Da dürfen die Bürger mit Rissen in den Häusern wieder überlegen wen Sie verklagen wollen. HammGas wird behaupten das kommt vom Steinkohleabbau. Die RAG wird sagen das kommt durch die Probebohrungen. Die Gebäudeversicherung für Elementarschäden wird sagen, das kommt durch die Bergschäden. Die Politiker werden sagen: Haftungsfragen? Kein Problem: Verursacherprinzip.
  • die Möglichkeit künftig viele viele viele viele Bohrlöcher auf engen Raum in dicht besideltem Gebiet zu haben. Mit hohem Flächenverbrauch und viel Schwerlastverkehr.

HammGas hat sich das „Donar Feld“ als Aufsuchungsgebiet gesichert. Dieses Gebiet liegt zum Teil im Stadtgebiet von Drensteinfurt. Hier gibt es auch einen einstimmigen Ratsbeschluss. Und zwar:

  keine städtischen Grundstücke für die Förderung von unkonventionellem Erdgas zur Verfügung zu stellen!

Gut so!

Bleibt zu hoffen, das die Politiker endlich die richtigen Entscheidungen treffen. Sich klar für die Energiewende und gegen die Förderung von fossilen Brennstoffen aussprechen und endlich klare gesetzlicher Regelungen schaffen. Die Forderungen der Bürgerinitiativen wurden in der „Korbacher Resolution“ klar formuliert.

Bis dahin kann jeder nur dem Beschluss der Stadt Drensteinfurt – und vielen anderen Deutschen Städten auch – folgen und sein Grundstück NICHT für Probebohrungen zur Verfügung stellen.

Weder hier noch anderswo!!!

 

 

Mai 052012
 

Im Februar 2012 hat der Vorsitzende der BIGG – Drensteinfurt, Stefan Henrichs, einen Bürgerantrag an die Stadt Drensteinfurt gerichtet. In diesem hat er angeregt, der Rat der Stadt Drensteinfurt möge formell beschließen, keine städtischen Grundstücke für die Förderung von unkonventionellem Erdgas zur Verfügung zu stellen. Der Rat hat den Bürgerantrag an den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen, welcher ihn in seiner Sitzung am Montag den 30.04.2012 beraten und erfreulicherweise einstimmig angenommen hat.

Damit stellt sich die Stadt Drensteinfurt nach vielen anderen Städten wie z. B. Hagen oder zuletzt Nordwalde klar gegen die Pläne von ExxonMobil und HammGas, auf deren Terrain unkonventionelles Erdgas zu fördern. Dabei spiele es keine Rolle, ob das umstrittene Fracking-Verfahren angewendet werden soll oder nicht!

Jeder kann so einen Bürgerantrag stellen!

 

Unkonventionelles Erdgas? Weder hier noch anderswo!