Flözkohlegas aus Hamm? – Stadtwerke ziehen endlich die Bremse!

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Dez 132016
 
Gasbohrgegner informierten immer wieder über die Risiken der Gasförderung und dass sich der Ertrag nicht lohnt! – Die Stadt Hamm und die Stadtwerke setzten sich darüber hinweg und investierten Steuergelder.
Ergebnis: Die erste Bohrung in Herbern war ein Misserfolg. – Nun endlich wird der Unsinn gestoppt
 

Stadtwerke-Geschäftsführer Jörg Hegemann am Donnerstagabend gegenüber dem WA: „Die erste Bohrung in Herbern war ein Misserfolg. Für die zweite Bohrung in Lohauserholz stellen wir kein Geld mehr zur Verfügung“

 

Quelle:
https://www.wa.de/hamm/gasbohren-hamm-gestoppt-stadtwerke-steigen-keine-zweite-probebohrung-hammgas-herbern-misserfolg-7081162.html

 

 

Pressemitteilung: BBU legt Einwendung gegen die Reststoffbehandlungsanlage der ExxonMobil auf dem Betriebsplatz Söhlingen ein

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Okt 252016
 
BBU-Pressemitteilung
24.10.2016
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BBU legt Einwendung gegen die Reststoffbehandlungsanlage der ExxonMobil
auf dem Betriebsplatz Söhlingen ein

(Söhlingen, Hannover, Bonn, 24.10.2016) Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU e.V.) hat fristgerecht Einspruch gegen den Antrag der ExxonMobil Production Deutschland GmbH eingelegt.
Der Konzern will auf dem Betriebsplatz Söhlingen im niedersächsischen Bellen eine neue Reststoffbehandlungsanlage errichten und betreiben. Der klageberechtigte Umweltverband BBU kritisiert insbesondere die unterbliebene Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), den fehlenden
Nachweis der Erfüllung der Pflichten der Störfall-Verordnung und fehlende Angaben zu den Emissionen der Anlage. Der BBU fordert das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) als zuständige Genehmigungsbehörde auf, den geplanten Erörterungstermin abzusagen. Sollten die Antragsunterlagen nicht grundlegend überarbeitet werden, ist die beantragte Genehmigung bereits aus diesem Grund zu versagen.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt hierzu: „Die geplante neue Anlage ist anscheinend eine zentrale Drehscheibe für die Anlieferung, die Behandlung und den Weitertransport von Abfällen aus der Gewinnung und Aufbereitung von Erdgas. Der großen Umweltrelevanz werden Qualität und Aussagekraft der vorgelegten Unterlagen jedoch nicht gerecht. So handelt es sich um eine Anlage, die der Störfall-Verordnung unterfällt und damit im nicht bestimmungsgemäßen Betrieb in erheblichem Maße zu Gefahren für die Menschen und die Umwelt führen kann. Obwohl das Unfallrisiko ein zentrales Kriterium für eine UVP-Pflicht ist, hat das LBEG im Rahmen der Vorprüfung keine UVP verlangt. Das ist schlichtweg unverständlich. Doch dies ist nicht das einzige Defizit. Die Erfüllung der Grundpflichten der Störfall-Verordnung ist genauso wenig dargelegt wie Art und Ausmaß der Emissionen, die von der Anlage ausgehen. Pauschal zu behaupten, die Anlage würde die Grenzwerte der TA Luft unterschreiten, reicht für eine Genehmigung nicht aus. Auch beim Brand- und Explosionsschutz gibt es erhebliche Defizite. Und beim geplanten Umgang mit radioaktiven Stoffen, ist nicht zu erkennen, wie die gesetzlichen Vorschriften erfüllt werden können.“

Der BBU zieht daraus den folgenden Schluss: „Anscheinend hat ExxonMobil die Vorstellung, die in immissionsschutzrechtlichen Verfahren üblichen Anforderungen gelten nicht für sie. Angesichts des grob unvollständigen Antrags kann das Verfahren jedoch so nicht weiter geführt werden. Als erster Schritt muss der für den 7.12.2016 vorgesehene Erörterungstermin abgesagt werden. Dann muss Exxon Mobil grundlegend überarbeitete Unterlagen vorlegen. Geschieht dies nicht, muss das LBEG zügig einen Versagensbescheid erlassen.“

Die Einwendung des BBU auf der  Website.
Die Einwendung zum Download als pdf

Kontaktdaten:
BBU, Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn
Telefon: 0228-214032
Website: http://bbu-online.de
Facebook: http://www.facebook.com/BBU72

BBU fordert vom Hammer Stadtrat: Beteiligung der Stadtwerke an der HammGas beenden

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Mrz 152016
 

 

 

 

 

 

BBU-Pressemitteilung

14.03.2016

BBU fordert vom Hammer Stadtrat: Beteiligung der Stadtwerke an der 
HammGas beenden

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU e.V.) hat vom Rat 
der Stadt Hamm gefordert, die Verwaltungsvorlage zur HammGas GmbH Co KG 
abzulehnen. Sie soll am Dienstag im Stadtrat abgestimmt werden. Die 
Vorlage beinhaltet die Fortsetzung der Beteiligung der Stadtwerke Hamm 
GmbH an der HammGas und die Kenntnisnahme einer ersten 
Aufsuchungsbohrung der HammGas in Ascheberg Herbern für Kohleflözgas. 
Dabei sind weder die Funktionsweise der Aufsuchungsmethode 
„Tektomechanik“ klar noch der Einstieg in eine Grauzone zur Anwendung 
der Fracking-Technik ausgeschlossen.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt hierzu: 
„Die Verwaltung will den Stadtrat auf einen verhängnisvollen Pfad 
locken. Mit der Aussage, die Fracking-Technik würde nicht zur Anwendung 
kommen, will sie der Politik Sicherheit vorgaukeln. Doch dabei 
verstrickt sie sich in Widersprüche. Wenn sie darstellt, dass 
‚Tektomechanik‘ eine Methode nicht nur zur Aufsuchung, sondern auch zur 
Gewinnung von Kohleflözgas sei, steht das in klarem Widerspruch zu der 
allgemeinen Auffassung, dass hiermit nur Ort und Größe von Gasvorkommen 
ermittelt werden können. Für eine industrielle Förderung müsste dann ein 
anderes Verfahren gewählt werden, beispielsweise Fracking. Wie die 
Methode ‚Tektomechanik‘ genau funktionieren soll, bleibt daher im 
Betriebsplan für die Aufsuchungsbohrung im Wesentlichen verborgen. Und 
zentrale Teile des Betriebsplans wie der Brand- und Explosionsschutzplan 
wurden zum Geschäfts- und Betriebsgeheimnis erklärt und der 
Öffentlichkeit vorenthalten. Damit ist es der Bevölkerung und den 
Ratsmitgliedern unmöglich, die vom Vorhaben ausgehenden Gefahren zu 
erkennen. Damit wird ein unkalkulierbares Risiko eingegangen.“

Selbst wenn bei diesem ersten Schritt, der Erkundung, nicht gefrackt 
würde, könnte dies in einem weiteren Schritt erfolgen. Mit dem Argument 
bereits erfolgter Investitionen könnte der Gesellschaftervertrag schnell 
geändert werden und Druck auf die Landesregierung und die Bergbehörde 
ausgeübt werden. Dies ist auch deshalb wahrscheinlich, da Kohleflözgas 
im Gegensatz zu Grubengas in der Regel nicht ohne Fracking gewonnen 
werden kann.

Oliver Kalusch erklärt abschließend: „Ganz offensichtlich plant die 
Stadtverwaltung einen Einstieg in eine unkalkulierbare Methode der 
Gasgewinnung. Darauf sollte sich die Politik nicht einlassen. Statt 
Risiken für Mensch und Umwelt in Kauf zu nehmen, sollte sie vermehrt in 
die Nutzung regenerativer Energiequellen investieren. Daher muss die 
Beteiligung der Stadtwerke an der HammGas jetzt beendet werden.“

Weitere Informationen des BBU zum Thema Fracking unter www.bbu-online.de/html/bereiche.htm
 Veröffentlicht von am 15. März 2016

Flözgassuchungsbohrung „Herbern 58“

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Jan 142016
 

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Die Bezirsregierung Arnsberg teilte in einer Presse-Info vom 6.1.2016 mit, dass der Haupbetriebsplan für Flözgassuchbohrungen „Herbern 58“ in Ascheberg genehmigt worden ist. Ein strenges Übrwachungskonzept für den Gundwasserschutz sei erstellt worden.

Die Förderfirma hat bis jetzt noch keinen Antrag für den Einsatz von Fracking gestellt.

Damit ist leider der Suche nach CBM-Gas (Coal Bed Methan Gas, Kohleflözgas) stattgegeben worden.

Die Ziele des Klimagipfels in Paris scheinen auf dem Weg zu einer deutlich mit Risiken behafteten und verzichtbaren Förderung von CBM in den Hintergrund getreten zu sein. Ein Zeichen in Richtung Energiewende ist hier nicht zu erkennen.

 Veröffentlicht von am 14. Januar 2016
Sep 072015
 

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10.08.15 in der Provinz Queensland wurde die Förderung von Flözkohlegas nach drei fehlgeschlagegen Versuchen von Linc Energy mit ihrer Anlage in Chinchilla verboten. Es wurden bereits irreversible Schäden an guten Anbauflächen durch das toxische Gemisch aus Chemikalien und explosiven Gasen angerichtet.

Hunderte von Quadratkilometern guten Ackerlandes stehen vor dem Risiko, durch das toxische Gemisch geschädigt zu werden.

Linc Energy wurde zu einer Strafzahlung von 6,5 Mio Austral Dollar verurteilt.

Die Aufzeichnungen zu den Prozeßabläufen in der Tiefe von Linc selbst lassen erkennen, dass die Vorgänge sich unkontrolliert ausbreiten konnten und somit weit außerhalb der eigentlich beabsichtigten Förderzone Wirkungen entfalten.

http://www.abc.net.au/news/2015-08-10/linc-energy-secret-report-reveals-toxic-chemical-risk/6681740

Quelle: Nachricht von Mariann Lloyd-Smith von biomap@oztoxics.org vom 10.08.2015