Feb 182012
 

12000 Mikrogramm ist der höchste je im Zusammenhang mit der hiesigen Erdgasförderung genannte Wert.

„Wir bestätigen diese Werte“, sagte gestern Abend RWE-Sprecher Derek Bösche auf Anfrage. Sie seien in Holtebüttel an zwei Stellen in 1,20 bis 1,50 Meter Tiefe festgestellt worden.

Quelle:
Neuer Rekordwert bei Benzol | WESER-KURIER.

Feb 162012
 

Andreas Mattfeldt ist CDU Bundestagsabgeordneter aus dem Kreis Verden. Dort kam es in letzter Zeit gleich zu mehreren Kontaminierungen großer Flächen mit Benzol aus Lagerstättenwasser. Nun setzt er sich für Regulierung und strengere Überwachung ein.

„Auf Bundesebene befindet sich derzeit ein Gesetzentwurf in der Ressortabstimmung, mit dem durch die Änderung des Bergrechtes eine Umweltverträglichkeitsprüfung für alle Fracing-Vorhaben eingeführt werden soll. Ich habe mich bei Umweltminister Dr. Röttgen dafür eingesetzt, dass nicht nur das Fracing so gestaltet werden muss, dass Mensch, Tier und Umwelt geschützt werden, sondern auch die konventionelle Erdgasförderung – denn darum handelt es sich bei uns auch wenn das Fracing bei uns hinzukommt. Ich habe ihm mitgeteilt, dass der Bund bei allen im Zusammenhang mit Erdgasförderung stehenden Genehmigungsverfahren ein Vetorecht für Wasserbehörden vorsehen muss – vor allem beim Leitungsbau und der Genehmigung für Gebiete zur Verpressung des Lagerstättenwassers sowie der Genehmigung neuer Verpressungsgebiete.“

Quelle:
www.andreas-mattfeldt.de – Weblog.

Feb 032012
 

Nun berichtet auch die Taz wie folgt über die undichten Leitungen in Niedersachsen.

Die Erdgasförderung in Niedersachsen ist offenbar mit einer unangenehmen Nebenwirkung verbunden. Schon zum zweiten Mal ist Benzol im Erdreich neben der Abwasserleitung einer Förderstätte gefunden worden. Das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) vermutet, dass die Plastik-Rohre, durch die das Abwasser fließt, benzoldurchlässig sind. Derzeit wird entlang des gesamten Leitungsnetzes in Niedersachsen nach Benzol gespürt.
Benzol gilt als stark Krebs erregend. Dass es im Abwasser auftaucht, hat nichts mit der umstrittenen Fördertechnik des Fracking zu tun, wie verschiedene Stellen versichern. Vielmehr gelangt es mit dem sogenannten Lagerstättenwasser an die Erdoberfläche. Wie Derek Mösche, ein Sprecher des Energiekonzerns RWE-Dea, sagt, steht in den Erdgaslagerstätten in mehreren tausend Metern Tiefe stark salzhaltiges Wasser. Wegen des hohen Drucks und der hohen Temperaturen, löst sich das Benzol aus dem Gas im Wasser.

Quelle:
Gefahr für die Umwelt: Gasförderung nicht ganz dicht – taz.de.

Jan 302012
 

Am 31. Januar 2012 ab 21:45 berichtet Report München über die Kontaminierung großer Flächen mit krebserregenden Benzol in Niedersachsen. Technisch sind es undichte Lagerstättenwasserleitungen, doch hinter dem „größten Umweltskandal durch Erdgasförderung“ in Deutschland, stecken auch Fehler der Industrie in Verbindung mit offensichtlich fehlende Kontrolle durch das Landesbergamt Niedersachsen und das zuständige Wirtschaftsministerium unter Jörg Bode (FDP).

In Niedersachsen befindet sich das größte Erdgasförderfeld Deutschlands. Doch in unmittelbarer Nähe zu den Förderstellen sind tausendfach überhöhte Benzolwerte im Grundwasser gemessen worden. Benzol ist krebserregend und gehört zu den giftigsten chemischen Verbindungen. Die Anwohner sind besorgt. Wie kommt das Benzol ins Wasser? report MÜNCHEN über einen der größten Umweltskandale durch Erdgasförderung in Deutschland.

Nach ersten Meldungen über Benzol- und Quecksilberkontaminierungen im ExxonMobil Erdgasfeld bei Söhlingen aus dem Jahr 2007, dauerte es mehr als 4 Jahre, bis das Landesbergamt im Januar 2011 eine Überprüfung aller Leitungen anordnete. Dabei wurden weitere Kontaminierungen in Hengstlage gefunden. Verantwortlich waren Leitungen aus dem Kunststoff PE 80. Für eine weitere Kontaminierung mit Benzol in Völkersen aus dem August 2011, wurde ein PE Kunststoff-Ventil ermittelt. Im November 2011 verkündete Wirtschaftsminister Jörg Bode dann, die Unternehmen hätten mit Hilfe externer Gutachter alle Leitungen kontrolliert.

Doch im Januar 2012 wurde dann bekannt, dass Benzol auch entlang der 20 km langen Lagerstättenwasserleitung bei Völkersen durch Leitungen vom Typ PE 100 in das Erdreich gelangt. Ein Teil des Netzes wurde darauf hin bereits still gelegt. Potentiell sind von den 800 km Rohrleitungen in Niedersachsen alle Flächen betroffen, bei denen Rohre aus PE verwendet wurden. Diese müssen jetzt systematisch auf ausgelaufenes Benzol und weitere Schadstoffe wie Quecksilber kontrolliert werden.

Erste Landwirte bereiten bereits Klagen vor. Die Dekontaminierung der betroffenen Flächen kann mehrere Jahre dauern.

Update: Der Bericht ist jetzt als Video und Transkript beim Bayerischen Rundfunk verfügbar.
http://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/videos-und-manuskripte/umweltskandal-durch-erdgasfoerderung100.html

Quelle:
report MÜNCHEN: Die Sendung am 31.01.2012 | report MÜNCHEN | Das Erste | Fernsehen | BR.de.

Jan 242012
 

 

Programmhinweis: NDR 3, Heute 21.15 UHr

Erdgasförderung: Gift-Alarm in Niedersachsen Benzolfunde im Umfeld einer Erdgasförderstätte im Kreis Verden alarmieren seit einigen Tagen Bürger, Unternehmen und Behörden. Der Gasförderer RWE Dea lässt die Ursache untersuchen. Die festgestellten Werte des als krebserregend geltenden Benzols seien zum Teil bedenklich hoch, bestätigte ein Unternehmenssprecher.

.Das Unternehmen hat sein Leitungsnetz für Lagerstättenwasser in Völkersen vorläufig geschlossen. Die Verunreinigung bei Völkersen war nach Angaben des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Hannover kurz vor Weihnachten entdeckt worden. Die Behörde hatte RWE Dea zu einer Überprüfung angewiesen. Continue reading »

Bürgerinitiative mit TV und eigener Geologin in Völkersen unterwegs!

 Allgemein, BI "No Fracking" Völkersen, Pressespiegel, Risiko: Lagerstättenwasser, Risiko: Rohre undicht  Kommentare deaktiviert für Bürgerinitiative mit TV und eigener Geologin in Völkersen unterwegs!
Jan 202012
 

Bereits am Dienstag war die Bürgerninitiative (BI) „No Fracking“ aus Völkersen den ganzen Tag in Sachen Lagerstättenwasser unterwegs. Im Schlepptau befand sich Petra Laußat, eine Fachfrau in Sachen Geologie und Sanierung von kontaminierten Flächen aus Berlin, die die BI auf eigene Kosten hinzugezogen hatte. Nach dem Motto „Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser“, sollte sie alle getroffenen Aussagen neutral beurteilen.

Quelle:
Bürgerinitiative mit TV und eigener Geologin unterwegs – Langwedel – Lkr. Verden – Lokales – Kreiszeitung.