Bürgerinitiativen gegen Gasbohren rufen zur Demonstration in Hamm auf

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Mrz 042016
 

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Am Samstag, den 12.3. beginnt um 11.00 Uhr in Hamm eine Demonstration gegen die geplanten Gasbohrungen in Nordick, im Ortsteil Ascheberg.

Nordick liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu Drensteinfurt, Ascheberg und Hamm.

Zu dieser Demonstration rufen die Bürgerinitiativen gegen Gasbohren aus Hamm, Herbern, Drensteinfurt und Werne alle Bürger auf. Anlass ist die Sitzung des Stadtrates am kommenden Mittwoch den 15.3., in der dieser darüber einen Beschluss fassen will, sich an den geplanten Bohrungen der Firma HammGas zu unterstützen. Die Stadt Hamm ist über die Stadtwerke Hamm mit 30 % an der Firma HammGas beteiligt.

Die Bürgerinitiativen zeigen damit deutlich Ihre Abwehr gegen die geplanten Bohrungen. Sie fordern die Stadt Hamm auf, die befürchteten Nachteile für Umwelt und anliegende Bürger, die durch ein nicht reformiertes Bergrecht entstehen, endlich ernst zu nehmen und von dem Vorhaben zurück zu treten.

Mögliche Erdbeben mit Schäden an Gebäuden, unsichere Schadenshaftungen, ungeklärte Aufbereitung des kontaminierten Abwassers, hoher Flächenverbrauch, weitere Zerstörung des ländlichen Raumes, Industrialisierung der Münsterländischen Parklandschaft auf Kosten des Tourismus, – das alles sind mögliche Folgen der Gasbohrungen, die in jedem Fall über die Ortschaft Nordick hinaus spürbar sein werden. Die Erkundungsbohrung in Nordick wird hingegen den Auftakt darstellen, das Münsterland in eine Bergbauregion umzuwandeln, um den fossilen Energieträger Erdgas abzubauen. Schon jetzt plant HammGas zusammen mit dem Unternehmen PVG GmbH bis zu 30 Förderstellen im Münsterland.

Um 11.00 Uhr beginnt die Demonstration auf dem Willy – Brandt – Platz vor dem Bahnhof in Hamm. Darauf zieht der Demonstrationszug in Richtung Martin – Luther – Platz. Dort findet um 11.30 Uhr eine Kundgebung statt. Im Anschluss daran wird um 12.00 Uhr eine Andacht in der Martin- Luther -Kirche gefeiert.

 Veröffentlicht von am 4. März 2016
Mai 142015
 

Am 5. Mai 2015 hat die Firma HammGas Gmbh &Co. KG einen Antrag auf Probebohrungen bei der Bezirksregierung Arnsberg eingereicht. Ohne das Frackingverfahren anwenden zu wollen. Aber mit allen anderen bekannten Risiken und schädlichen Auswirkungen. Auch ohne Fracking ist die Aufsuchung von Erdgas in unkonventionellen Lagerstätten mit einem sehr hohen Flächenverbrauch verbunden. Viele Bohrplätze in dichten Abstand und Zuwegungen müssen gebaut werden. Auch ohne Fracking muss Lagerstättenwasser in großen Mengen abtransportiert und endgelagert werden. Auch ohne Fracking ist ein erhöhtes Erdbebenrisiko zu befürchten. Und das Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten ist und bleibt ein klimaschädlicher fossiler Brennstoff!

Am 6. Mai 2015 hat die Bundesregierung in erster Lesung über die umstritten Gesetzesänderungen beraten. Umweltministerin Hendricks und Wirtschaftsminister Gabriel haben diese Änderungen auf den Weg gebracht. Diese geplanten Gesetzesänderungen lehnen wir ab und fordern ein ausnahmsloses Verbot von Fracking.

 

Gegen die Pläne von HammGas und gegen die geplanten Gesetzesänderungen der Bundesregierung wehren sich die Menschen im Münsterland. Seit dem 5. Mai 2015 steht in Drensteinfurt jeden Mittwoch eine Mahnwache. Die Menschen im Münsterland sind in großer Sorge und wehren sich! Wir hoffen das sich viele Menschen unserem Protest anschließen . Wir sind jeden Mittwoch da!

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Mai 152013
 

Da lese ich heute abend einem Artikel der WA mit der Überschrift

Rat der Stadt Hamm klar gegen „Fracking“

und denke: Klasse, da hat ein Umdenken stattgefunden. Hatte sich die Stadt Hamm doch erst noch vor ca. 1,5 Jahren an einen Konsortium Names „HammGas“ beteiligt. Und das mit einstimmigem Ratsbeschluss!

Aber, liest man weiter, dann steht da auch:

„Zugleich wurde bekannt, dass die HammGas GmbH & Co. KG, die in Hamm Flözgas fördern und verkaufen will, am 8. April einen Vertrag mit der GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH geschlossen hat. Demnach wird eine mögliche Probebohrung in Hamm von der Firma mit Sitz in Lingen an der Ems durchgeführt. Öffentlich bekannt wurde dieser Vertrag erst am Dienstag – durch eine Anfrage der Ratsfraktion der Linken, zu der es im Rat eine schriftliche Stellungnahme der Stadtwerke Hamm gab.“

Also hat sich die Stadt Hamm zwar gegen ein Fracking entschlossen, ABER FÜR

  • ein ungelöstes Entsorgungsproblem. Wohin mit dem Lagerstättenwasser? Wieder in Abwasserbäche? Der Bohrschlamm wieder auf eine Halde ? Alles wieder vorbei an den Bürgern. Alles schon da gewesen. 1995 im Kreis Warendorf! – Ahlen, einer Hammer Nachbarstadt.  Benzol, Quecksilber und Radioaktivität inclusive.
  • ein erhöhtes Erdbebenrisiko. Da dürfen die Bürger mit Rissen in den Häusern wieder überlegen wen Sie verklagen wollen. HammGas wird behaupten das kommt vom Steinkohleabbau. Die RAG wird sagen das kommt durch die Probebohrungen. Die Gebäudeversicherung für Elementarschäden wird sagen, das kommt durch die Bergschäden. Die Politiker werden sagen: Haftungsfragen? Kein Problem: Verursacherprinzip.
  • die Möglichkeit künftig viele viele viele viele Bohrlöcher auf engen Raum in dicht besideltem Gebiet zu haben. Mit hohem Flächenverbrauch und viel Schwerlastverkehr.

HammGas hat sich das „Donar Feld“ als Aufsuchungsgebiet gesichert. Dieses Gebiet liegt zum Teil im Stadtgebiet von Drensteinfurt. Hier gibt es auch einen einstimmigen Ratsbeschluss. Und zwar:

  keine städtischen Grundstücke für die Förderung von unkonventionellem Erdgas zur Verfügung zu stellen!

Gut so!

Bleibt zu hoffen, das die Politiker endlich die richtigen Entscheidungen treffen. Sich klar für die Energiewende und gegen die Förderung von fossilen Brennstoffen aussprechen und endlich klare gesetzlicher Regelungen schaffen. Die Forderungen der Bürgerinitiativen wurden in der „Korbacher Resolution“ klar formuliert.

Bis dahin kann jeder nur dem Beschluss der Stadt Drensteinfurt – und vielen anderen Deutschen Städten auch – folgen und sein Grundstück NICHT für Probebohrungen zur Verfügung stellen.

Weder hier noch anderswo!!!

 

 

Jun 182012
 

Die Stadt Drensteinfurt bleibt bei ihrem Nein zu möglichen Gasbohrungen der Firma ExxonMobil auf ihrem Gebiet. Im Bau- und Umweltausschuß wurde jetzt das Ergebnis eines Dialogprozesses der Firma vorgestellt. Dieser Dialogprozess habe die Zweifel der Ratsfraktionen nicht beseitigt, sagte uns Bürgermeister Paul Berlage. Die Risiken und Gefahren seien zu groß, der Nutzen hingegen gering. Die Stadt werde diese Position auch weiter bei den zuständigen Genehmigungsbehörden vertreten. Der Energiekonzern ExxonMobil will Erdgasvorkommen bei Drensteinfurt erschließen. Dabei könnte auch das umstrittene Fracking-Verfahren zum Einsatz kommen.

Quelle:
Drensteinfurt sagt weiter Nein zu Gasbohrungen : Radio WAF.

Mai 052012
 

Im Februar 2012 hat der Vorsitzende der BIGG – Drensteinfurt, Stefan Henrichs, einen Bürgerantrag an die Stadt Drensteinfurt gerichtet. In diesem hat er angeregt, der Rat der Stadt Drensteinfurt möge formell beschließen, keine städtischen Grundstücke für die Förderung von unkonventionellem Erdgas zur Verfügung zu stellen. Der Rat hat den Bürgerantrag an den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen, welcher ihn in seiner Sitzung am Montag den 30.04.2012 beraten und erfreulicherweise einstimmig angenommen hat.

Damit stellt sich die Stadt Drensteinfurt nach vielen anderen Städten wie z. B. Hagen oder zuletzt Nordwalde klar gegen die Pläne von ExxonMobil und HammGas, auf deren Terrain unkonventionelles Erdgas zu fördern. Dabei spiele es keine Rolle, ob das umstrittene Fracking-Verfahren angewendet werden soll oder nicht!

Jeder kann so einen Bürgerantrag stellen!

 

Unkonventionelles Erdgas? Weder hier noch anderswo!

Apr 022012
 

Am vergangenen Wochenende traf Ratsfrau Raphaela Blümer auf dem Parteitag der Grünen in Essen Wibke Brems, die Expertin für Klimaschutz und Energiewende im Landtag. Beide Grünen-Frauen diskutierten über die Auswirkungen der Landtagswahl auf die umweltgefährdende Förderung von unkonventionellem Erdgas in NRW. Mit der Bürgerbeteiligung beim Erdgasgutachten über den Genehmigungsstopp aller Bohrungen bis hin zur Initiative zur Änderung des Bergrechts im Bund haben die Grünen in der Landesregierung wichtige Schritte unternommen. „Die Fortsetzung dieser für Drensteinfurt positiven Entwicklung kann nur mit einer starken Grünen Regierungsbeteiligung fortgesetzt werden“ erläutert Ratsfrau Raphaela Blümer. Bei dieser Gelegenheit schenkte sie der Landtagsabgeordneten Wibke Brems eine rote Hand der BIGG. Diese steht für die Aktion „Weder hier noch anderswo“, zu der auch der Bürgerantrag an die Stadt Drensteinfurt gehört, keine Grundstücke zum Gasbohren zur Verfügung zu stellen. Zusammen präsentierten Brems und Blümer diese Bürgeraktion dem anwesenden Bundesvorsitzenden der Grünen, Cem Özdemir (Foto). Auf Bundesebene unterstützt er das Ziel der Grünen in NRW, sich dieser gefährlichen Technologie entgegenzustellen, die unsere Natur und unser Grundwasser gefährdet.