Politik verhindert Transparenz beim Gasbohren

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Jun 092016
 

Pressemitteilung vom Klimabündnis Hamm und den BIs „Gegen Gasbohren“, 8. Juni 2016

Bei der gestrigen Informations-Veranstaltung (7. Juni 2016, die Redaktion) zum Gasbohren-Projekt in Hamm-Lohauserholz war insbesondere die Transparenz ein stark diskutiertes Thema. Rund 200 Menschen waren der Einladung der Gasbohren-Gegner gefolgt, um sich kritisch über das Projekt der Stadtwerke Hamm und HammGas zu informieren.

Im Laufe des Abends wurde rasch klar, dass das Transparentversprechen vom Hammer Oberbürgermeister Hunsteger-Petermann nicht haltbar ist. Die Experten auf dem Podium berichteten von geschwärzten Akten und fehlenden Unterlagen. Anfragen zu den Bohrungen von HammGas über Daten von Trinkwasserproben und Bohrschlamm werden von der Bezirksregierung abgewiesen.

„Der Politik ist bekannt, dass wesentliche Daten aus Planung und Betrieb von Gasbohren nicht veröffentlicht werden“, bewertet Landschaftspate Jürgen Blümer die Aussagen von Hunsteger-Petermann zur Transparenz beim Bohrprojekt. „Hier werden von der Politik bewusst Nebelkerzen geworfen, um den katastrophalen Zustand der Bürgerbeteiligung beim Gasbohren zu verschleiern.“

Verantwortlich für diesen Rechtszustand sind aus Sicht von Blümer insbesondere CDU, CSU und SPD. „Seit Jahrzehnten wird eine Modernisierung des Bergrechts im Bundestag durch Sozialdemokraten und Union blockiert“, fasst Blümer die Situation zusammen. „Kein Wunder also, dass sich die verantwortlichen Abgeordneten hinter Presseerklärungen und Schreibtischen verstecken, statt sich der öffentlichen Debatte mit Bürgerinnen und Bürgern zu stellen.“

Nach inoffiziellen Angaben sollen bei der ersten Bohrung von HammGas und Stadtwerke Hamm in Nordick 1000 bis 1500 Kubikmeter Bohrschlamm anfallen, die mangels Kapazitäten in NRW auf einer Deponie in Ostdeutschland entsorgt werden sollen. Mit einer ähnlichen Menge an Giftmüll ist auch bei der zweiten Bohrung auf Hammer Stadtgebiet zu rechnen.

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Bürgerinitiativen gegen Gasbohren rufen zur Demonstration in Hamm auf

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Mrz 042016
 

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Am Samstag, den 12.3. beginnt um 11.00 Uhr in Hamm eine Demonstration gegen die geplanten Gasbohrungen in Nordick, im Ortsteil Ascheberg.

Nordick liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu Drensteinfurt, Ascheberg und Hamm.

Zu dieser Demonstration rufen die Bürgerinitiativen gegen Gasbohren aus Hamm, Herbern, Drensteinfurt und Werne alle Bürger auf. Anlass ist die Sitzung des Stadtrates am kommenden Mittwoch den 15.3., in der dieser darüber einen Beschluss fassen will, sich an den geplanten Bohrungen der Firma HammGas zu unterstützen. Die Stadt Hamm ist über die Stadtwerke Hamm mit 30 % an der Firma HammGas beteiligt.

Die Bürgerinitiativen zeigen damit deutlich Ihre Abwehr gegen die geplanten Bohrungen. Sie fordern die Stadt Hamm auf, die befürchteten Nachteile für Umwelt und anliegende Bürger, die durch ein nicht reformiertes Bergrecht entstehen, endlich ernst zu nehmen und von dem Vorhaben zurück zu treten.

Mögliche Erdbeben mit Schäden an Gebäuden, unsichere Schadenshaftungen, ungeklärte Aufbereitung des kontaminierten Abwassers, hoher Flächenverbrauch, weitere Zerstörung des ländlichen Raumes, Industrialisierung der Münsterländischen Parklandschaft auf Kosten des Tourismus, – das alles sind mögliche Folgen der Gasbohrungen, die in jedem Fall über die Ortschaft Nordick hinaus spürbar sein werden. Die Erkundungsbohrung in Nordick wird hingegen den Auftakt darstellen, das Münsterland in eine Bergbauregion umzuwandeln, um den fossilen Energieträger Erdgas abzubauen. Schon jetzt plant HammGas zusammen mit dem Unternehmen PVG GmbH bis zu 30 Förderstellen im Münsterland.

Um 11.00 Uhr beginnt die Demonstration auf dem Willy – Brandt – Platz vor dem Bahnhof in Hamm. Darauf zieht der Demonstrationszug in Richtung Martin – Luther – Platz. Dort findet um 11.30 Uhr eine Kundgebung statt. Im Anschluss daran wird um 12.00 Uhr eine Andacht in der Martin- Luther -Kirche gefeiert.

 Veröffentlicht von am 4. März 2016
Aug 242015
 

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Am Mittwoch, den 26.08., wird zwischen 18:00 und 18:30 am Hammer Bahnhof eine weitere Mahnwache gegen das HammGas-Projekt stattfinden. Dort werden auch Unterschriften gegen das Gasbohren-Projekt gesammelt.

https://www.openpetition.de/petition/online/fossilfreie-zukunft-fuer-hamm-buergeranregung-fuer-klimaschutz-und-gegen-gasbohren-unterstuetzen

 

 Veröffentlicht von am 24. August 2015
Aug 242015
 

Pressemitteilung

Landschaftspaten fordern Stopp des Genehmigungsverfahren

2. Bohrplatzbesetzung durch 'Landschaftspaten'

2. Bohrplatzbesetzung durch ‚Landschaftspaten‘

Die Aktionsgruppe ‚Landschaftspaten‘ fordert von der Bezirksregierung Arnsberg den Stopp des Genehmigungsverfahren für die Bohrungen in Herbern. Ihre Forderung begründen die Umweltschützer mit der fehlenden Transparenz bei der projektbegleitenden Messung von Umweltdaten und geologischen Parametern.

Die Auflage, ein sogenanntes Monitoring bei Bohrprojekten durchzuführen,ist ein Ergebnis der Expertengruppe, die sich im Auftrag des Landes NRW im Jahr 2012 mit der Förderung von unkonventionellem Erdgas beschäftigt hat. In dem Forderungskatalog der Bergbauexperten heißt es, dass ein Monitoring weit vor dem eigentlichen Bohrbeginn einsetzen sollte. Ferner seien alle Akteure einschließlich Kommunen und Umweltverbände einzubinden.

„Hier hat HammGas bisher nichts geliefert und deswegen muss von der Bezirksregierung das Stopp-Signal kommen“, so die Schlussfolgerung des Landschaftspaten Jürgen Blümer. „Notfalls müsse hier die Landesregierung einschreiten, um sich nicht unglaubwürdig zu machen“.

Mit Druckmessungen allein während des Bohrvorgangs lassen sich Auswirkungen, die im Umland oder nach Fertigstellung der Bohrung auftreten, gar nicht erkennen. Hier verschließt man bewusst die Augen, um das Projekt nicht zu gefährden.

Auch hat die Stadt Hamm bisher kein Ausstiegsszenario vorgelegt. So bleibt unklar, bei welcher geologischen Veränderung, bei welchen Giftwerten in den Trinkwasserbrunnen der Anwohner oder bei welcher Erdbebenstärke z.B. auf dem Hammer Willy-Brandt-Platz die Gasförderung eingestellt wird. Für
Landschaftspate Blümer ein skandalöses Versagen der Politik in Hamm. „Hier fahren Piraten, Grüne, SPD und CDU mit Vollgas in Richtung Betonwand – ohne Bremspedal, dafür mit Augenbinde.“

Die Landschaftspaten unterstützen die Petition für den Ausstieg der Stadt Hamm aus dem Gasbohren-Projekt:

Diese Petition wurde von der BIGG Hamm initiiert.
http://www.energiewende-jetzt.org/petition.php

 Veröffentlicht von am 24. August 2015

Pressemitteilung zum Gasbohren-Projekt von HammGas im Münsterland

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Jul 142015
 

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14. Juli 2015

Bürgerinitiativen wollen Druck auf Rat der Stadt Hamm erhöhen – Online-Petition gegen Gasbohren veröffentlicht

Seit vergangenem Dienstag ist sie öffentlich – die Petition ‚fossilfreie Zukunft für Hamm – Bürgeranregung für Klimaschutz und gegen Gasbohren unterstützen‘, die zur Mitzeichnung der Bürgeranregung von Dirk Hanke aus Hamm aufruft. Mit dieser Aktion wollen die Bürgerinitiativen gegen Gasbohren aus Hamm, Werne, Herbern und Drensteinfurt den Druck auf den Rat der Stadt Hamm erhöhen, um das Projekt politisch zu stoppen.

In der Bürgeranregung und der Petition wird nicht nur auf die gesundheitlichen und ökologischen Risiken der Gasförderung hingewiesen. Auch ökonomisch, so die Bürgerinitiativen, befindet sich die Stadt Hamm auf einem Irrweg. Denn mit dem von der Bundesregierung beschlossenen Ausstieg aus Kohle, Gas und Öl machen Investitionen in diese Energieträger keinen Sinn mehr. Stattdessen muß in Energieeinsparung und erneuerbare Energien investiert werden. Daher fordert die Bürgeranregung von der Stadt Hamm die Erstellung eines Energie-Management-Plans mit konkreten C02-Einsparzielen sowie den Ausstieg aus HammGas und der Gasförderung.

Die Bürgerinitiativen wollen nun diesen Bürgeranregung mit mindestens 10.000 Zeichnungen aus Hamm, dem Münsterland und dem Ruhrgebiet unterstützen. Ziel ist es, der Stadt Hamm deutlich zu machen, dass das Zeitalter der fossilen Energieträger auch in der Lippestadt endgültig vorbei ist. Stattdessen muss nun auch der Rat der Stadt Hamm anfangen, die Zukunft nachhaltig zu gestalten.

Die Petition ist zu finden unter

https://www.openpetition.de/petition/online/fossilfreie-zukunft-fuer-hamm-buergeranregung-fuer-klimaschutz-und-gegen-gasbohren-unterstuetzen

 Veröffentlicht von am 14. Juli 2015