Jun 072012
 

In der Nachbarschaft ist man schon weiter. Die Bürgerinitiative Fahner Höhe wehrt sich gegen den möglichen Einsatz der Fracking-Technologie in ihrer Region. Ihr Vertreter Fred Lindner war es auch, der Dienstagabend zur Informationsveranstaltung des Nachhaltigkeitszentrums Thüringen erst einmal erklärte, warum es sich dabei eigentlich handelt: „Es ist die unkonventionelle Erdgasgewinnung.“ Anders als bei der herkömmlichen Fördermethode, wo Gasblasen angestoßen werden, sprengt man hier tiefergelegene Gesteinsschichten auf, um das Gas freizusetzen. „Dabei wird die Trinkwasser führende Schicht komplett durchbohrt“, so Lindner. Da der Fracking-Flüssigkeit, die verwendet wird, um das Gestein mit enormen Druck zu sprengen, Chemikalien beigesetzt werden, ist die Angst vor Verunreinigung des Wassers eine der Sorgen der Fracking-Gegner. Ein Teil der Chemikalien, so erklärte Lindner, sei als gesundheitsgefährdend, ja gar krebserregend und hormonverändernd eingestuft. Auch der Transport biete Risiken. Zudem sei die Endlagerung der wieder abgepumpten Flüssigkeit nicht geklärt, diese durch radioaktive Stoffe in tieferen Gesteinsschichten womöglich kontaminiert. Weitere Risiken könnten in geologischen Verwerfungen liegen, die durch den enormen Druck, von bis zu 1000 Bar war die Rede, ausgelöst werden.

Quelle:
In Südthüringen | Unkonventionelle Erdgasförderung im Ilm-Kreis?.

Jun 012012
 

In Thüringen hat sich der Gasinvestor BNK Petroleum große Gebiete für die Erschließung von Schiefergasvorkommen  gesichert. Die Vorkommen können nur mit dem weltweit umstrittenen, teils verbotenen Fracking Verfahren erschlossen werden.

Der Landtag in Thüringen will sich jetzt dem faktischen Moratorium von Nordrhein-Westfalen anschließen. Erst soll untersucht werden, ob und wie eine Gewinnung ohne Risiken für Mensch und Natur überhaupt möglich wäre.

Das Gutachten aus NRW soll im September 2012 veröffentlicht werden. Bislang sieht es so aus, als ob sich daraus kein abschließendes Urteil ergeben wird. Unternehmen wie Wintershall und RWE DEA erschweren außerdem die Faktensammlung, da sie keine Informationen über die beim Fracking eingesetzten Chemikalien veröffentlichen wollen.

Dass der Landtag mit breiter Mehrheit Fracking ablehnt, ist ziemlich sicher Linke und Grüne hatten bereits vorher gegen diese Erdgas-Gewinnung Stellung bezogen.Allerdings lassen CDU und SPD den Erdgas-Suchern in Thüringen ist es der kanadische Konzern BNK eine Hintertür offen. Sie binden ihre endgültige Position an Studien des Umweltbundesamts und des Landes Nordrhein-Westfalen zu den Risiken für Mensch und Umwelt aus der Gasgewinnung per Fracking. Solange diese Studien nicht hinreichend ausgewertet seien, soll es in Thüringen keine Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten geben, sagte Egon Primas , umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.

Quelle:
CDU und SPD gegen Fracking als Erdgas-Gewinnung in Thüringen | OTZ.

Apr 182012
 

Das kanadische Unternehmen BNK Petroleum plant in der Region Nordthüringen mit einem riskanten Verfahren (Fracking) Erdgas zu gewinnen. Die Bürgerinitiative Fahner Höhe wehrt sich dagegen.

In der BI-Versammlung am 10.04.2012 waren die Landratskandidaten Uwe Walther, SPD, Ottokahr Luhn, Die Linke und Steffen Fuchs, Bündnis 90/Die Grünen zu Gast. Des weiteren konnten wir unseren Abgeordneten im Landtag, Jörg Kellner, CDU, und den Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft Tonna, Stephan Müller, sowie zahlreiche interessierte Bürger begrüßen. Zum Thema „Fracking“ waren sich alle Anwesenden einig: „Wir wollen es nicht und wir brauchen es auch nicht.“ Diese Botschaft muss unserer Landesregierung und BNK wiederholt und eindringlich nahe gebracht werden.