Erdgasbohrung der RAG Austria am Langbürgner See ruht

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Dez 012011
 

Die Proteste gegen die geplanten Erdgasbohrungen der RAG Austria nahe des Naturschutzgebietes Eggstätt-Hemhofer-Seenplatte zeigen einen ersten kleinen Erfolg. So wurde das Genehmigungsverfahren für die Bohrung vorerst verschoben. Die RAG sucht den Dialog mit der Bürgerinitiative und möchte über alternative Standorte diskutieren. *Das heiße aber nicht, dass die Bürgerinitiative der Bitte der RAG nachkäme, sich an der Suche nach einem alternativen Bohrstandort zu beteiligen. „Wir lassen uns nicht vor den Karren der RAG spannen“, kommentiert Sepp Unterhauser, ebenfalls Sprecher der Bürgerinitiative, den Wunsch der RAG.

Die BI reichte zudem eine Petition im Bayerischen Landtag ein und ergriff die Gelegenheit, den CSU-Abgeordneten Klaus Stöttner und Ministerpräsident Horst Seehofer persönlich über das geplante Unterfangen und die Sorgen sowie den Widerstand der Bürger zu informieren. Herr Stöttner zeigte sich verständnisvoll: *„Ich habe mich bereits an Wirtschaftsminister Zeil und den RAG Austria Vorstand gewandt und nochmals klargemacht, wie schützenswert die Eggstätt-Hemhofer-Seeplatte ist.“ Daher müssten Gespräche über einen Alternativstandort geführt werden. Schließlich sei es erklärtes Ziel der bayerischen Staatsregierung, die Energiewende zusammen mit den Bürgern und nicht gegen diese umzusetzen.

*Quelle: http://www.chiemgau24.de/news/rosenheim-land/breitbrunn/erdgas-bohrung-genehmigungsverfahren-ausgesetzt-ro24-1511270.html

 Veröffentlicht von am 1. Dezember 2011

Rag Austria gesteht Bohrschlämme-Unfall in Assing

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Nov 302011
 

Bei der Versammlung am Montag der BI Breitbrunn im Gasthof zur Post, erläuterten die Sprecher der BI erneut Ihre Bedenken gegen die geplante Erdgasbohrung am Langbürgner See. Abgesehen von dem zu erwartenden Rückgang des Tourismus in der hoch frequentierten Eggstätter-Hemhofer Seenplatte, die Lebenseinschränkung für Mensch und Tier, habe man vor allem Angst vor möglichen Unfällen, die das einzigartige Naturschutzgebiet nachhaltig und irreparabel zerstören könnten.

Dabei griff die BI erneut den Bohrschlämme-Unfall bei Assing auf. Die BI hatte vor einigen Wochen herausgefunden, dass es bei dem von der RAG (Rohöl-Aufsuchungsgesellschaft) durchgeführten Bohrprojekt im nahegelegenen Assing zu einem Unfall gekommen war. Dabei war ein LKW mit toxischer Bohrschlämme auf der Straße ausgelaufen. Hatte die RAG Austria am 16.11.2011 in ihrer eigenen Informationsveranstaltung angeblich noch nichts von diesem Vorfall gewusst, gestand RAG-Vertreter Johannes Süss nun den Unfall: „Ja, es gab einen Vorfall in Assing.“

Während der Bohrung fallen große Mengen Bohrschlämme an. Der Bohrkopf muss fortlaufend mit einem häufig auf Petroleum basierenden Gemisch geschmiert werden. Zum Abtransport des zermahlenen Gesteins, wird mit großen Mengen Wasser gespült. An die Oberfläche gelangt dadurch ein Schlammgemisch, das je nach geologischer Situation mit Quecksilber, Arsen und anderen Schwermetallen verunreinigt sein kann. Uran ist fast überall im Boden zu finden. Ein Zerfallsprodukt aus Uran – Radium-226 – ist gut wasserlöslich und kommt ebenfalls mit der Bohrschlämme an die Oberfläche. Radium-226 ist ein Alphastrahler, ähnlich giftig wie Plutonium, welcher sich im menschlichen Körper anreichert. Die Halbwertzeit liegt bei 1600 Jahren.

 Veröffentlicht von am 30. November 2011

Große Demonstration gegen RAG Austria am Langbürgner See

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Nov 222011
 

Gestern Abend versammelten sich mehrere hundert Bürger aus Breitbrunn und Umgebung zu einer friedlichen Demonstration gegen die geplanten Erdgasbohrungen am Langbürgner See, die die österreichische Firma RAG Austria im Februar 2012 durchführen will. „Wir wollen, dass unsere Natur erhalten bleibt“, fordern die Breitbrunner, Eggstätter und andere Anwohner.*

Vertreten waren neben der BI Breitbrunn auch der Vorstand der RAG Austria Kurt Sonnleitner. Dieser versicherte den Bürgern in einer schriftlichen Bestätigung, dass bei dieser Bohrung nicht das umstrittene und gefährliche Fracking angewendet wird.

Doch das reicht den Bürgern aus Breitbrunn nicht! Denn nicht nur das Fracking gefährde das Grundwasser, auch kontaminiertes Lagerstättenwasser, welches bei jeder konventionellen Bohrung an die Oberfläche gefördert wird, könne das Grundwasser, das anliegende Naturschutzgebiet und die Menschen nachhaltig gefährden, wie jüngste Beispiele aus den Gemeinden Söhlingen und Verden aufzeigen.

Sowohl die RAG als auch die BI sind zu Gesprächen bereit. Bleibt abzuwarten, ob sich eine Einigung erzielen lässt.

*Quelle: http://www.rosenheim24.de/news/rosenheim-land/breitbrunn/breitbrunn-demonstriert-gegen-bohrungen-ro24-1499737.html

 Veröffentlicht von am 22. November 2011

Enormer Widerstand gegen RAG Austria am Langbürgner See

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Nov 202011
 

Die Info-Veranstaltung der RAG Austria am 16.11.11 geriet den Vertretern der RAG erstmals total außer Kontrolle. Über 300 Bürger/innen, inkl. 3 Bürgermeistern, bekundeten in dem überfüllten Saal in Eggstätt unmissverständlich ihre Ablehnung gegen die geplante Gasbohrung unter den Langbürgner See.

Wie Rosenheim24.de berichtete, musste Henrik Mosser (RAG) am Mittwochabend in Eggstätt zugeben: „Eine solche Veranstaltung hatten wir noch nie“!

Noch will sich die RAG nicht davon abbringen lassen im Februar mit dem Bohren zu beginnen, ist aber zu Gesprächen mit der BI bereit.

Morgen, Montag, 21.11. (bereits) um 17.00 Uhr findet an der Kreisstrasse RO10 zwischen Rimsting/Stetten und Natzig eine Demonstration mit Liveschaltung in die Abendschau gegen das geplante Unterfangen statt. Die BI Breitbrunn hofft auf zahlreiches Erscheinen Gleichgesinnter.

http://www.chiemgau24.de/news/rosenheim-land/breitbrunn/wir-wollen-euch-hier-nicht-ro24-1493419.html

 

 

 Veröffentlicht von am 20. November 2011

Bürger errichten Bohrturm am Langbürgner See (Chiemsee)

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Nov 062011
 

Bürger errichten Protest-Bohrturm am Langbürgner SeeAn der geplanten Bohrung unter dem Langbürgner See hat die IG Breitbrunn einen Protestbohrturm errichtet. Der Bohrturm soll darauf hinweisen, dass hier demnächst nicht nur für Monate ein großer Bohrplatz eingerichtet werden soll, sondern auch im Anschluss auf Dauer mit den Risiken der konventionellen Gasförderung mitten im Naturschutzgebiet Hemhofer Seenplatte / Chiemsee, einem der ältesten Naturschutzgebiete von Bayern, gelebt werden muss.

 

Bei der konventionellen Gasförderung fallen bereits große Mengen an Bohrschlämmen und Lagerstättenwasser an. Diese sind mit teils krebserregenden Kohlenwasserstoffen, giftigen Schwermetallen wie Arsen und Quecksilber und radioaktiven Isotopen belastet. Beides wird durch Grundwasser führende Schichten gefördert, oberirdisch bearbeitet und teils unterirdisch transportiert und anschließend in Versenkbohrstellen oder Disposalbohrungen entsorgt, wobei es wieder die Grundwasser führende Schicht passiert. Dabei kann es zu Problemen kommen: undichte Rohrleitungen, Unfälle und Fehler beim Transport sowie die Verbindung ursprünglich getrennter Grundwasserschichten.

Bei der recht neuen Bohrung im benachbarten Assing, wird das Lagerstättenwasser noch mit dem LKW transportiert. Dabei soll es beim Beladen eines LKWs mit der ätzenden Lauge erst kürzlich zu einem Unfall gekommen sein. In Niedersachsen gibt es dafür unterirdische Leitungen, welche in letzter Zeit durch ihre fehlende Dichtigkeit auffallen.

Den Bürgern geht es mit ihrem Protest unter anderem um die völlig unzureichende Informationspolitik. Erst vor wenigen Wochen erfuhren sie aus der Zeitung von den geplanten Bohrungen. Das Unternehmen RAG Austria zeigt sich diskussionsbereit und will über alternative Standorte nachdenken. Anträge auf Bohrungen beim zuständigen Bergamt in München liegen noch nicht vor, so dass der Einspruch der Bürger noch rechtzeitig kam.

Quelle:
IG Breitbrunn