Dez 062012
 

Hoher Besuch in Lünne/ Niedersachsen!

Lünne. Die Energiewende in Deutschland ist auch ohne den umstrittenen Einsatz von Fracking bei der Förderung von Erdgas in tieferen Gesteinsschichten zu schaffen. Das hat die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Renate Künast, am Mittwoch in Lünne unterstrichen. Künast sprach dort mit Vertretern der „Interessengemeinschaft Schönes Lünne“, die sich gegen einen möglichen Fracking-Einsatz im Ort durch das amerikanische Energieunternehmen Exxon zur Wehr setzt.

 

Quelle: Foto Pertz

Renate Künast (Mitte), Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, sprach am Mittwoch mit Vertretern der Bürgerinitiative „schönes Lünne“ über das Thema Fracking Links BI-Sprecher Markus Rolink, rechts Birgit Kemmer aus Lingen, Landtagskandidatin der Grünen im Wahlkreis 80. Foto: PertzQuelle:

Quelle:

Grünen-Politikerin Künast in Lünne: Energiewende ohne Fracking | noz.de.

Jun 162012
 

Frau Hammerbacher stellt die Studie gesamt vor und übernimmt den Part von Prof. Dr. Borchardt, der nicht anwesend ist. Gleich zu Anfang stellt sie klar, dass es für ein generelles Verbot von Fracking keine Grundlage und Notwendigkeit gebe. Nur war dies auch nie Inhalt der Fragestellung, mit der sich der sogenannte „neutrale Expertenkreis“ auseinandersetzen wollte. Nach der ersten Einladung, die „Bürgerinitiativen gegen, Fracking“ per Mail von Frau Hammerbacher erhalten haben, sollte es quasi nur darum gehen „wie Fracking“ sicherer gemacht werden könnte. Auch die Überschrift der Risikostudie „Sicherheitund Umweltverträglichkeit der Fracking-Technologie für die Erdgasgewinnung aus unkonventionellen Quellen“ suggeriert nicht, dass es um eine prinzipielle Bewertung des Frackings zur Ausbeutung unkonventioneller Gaslagerstätten und dessen Sinnhaftigkeit auch im Hinblick auf die Energiewende zu regenerativen Energien und Klimaschutz geht. Trotzdem wird eingeräumt, dass es beim Fracking im Gefahrenbereich um neue Dimensionen geht.

Sollte man dann nicht wenigsten eine ernsthafte Risiko-/ Nutzenanalyse für Deutschland betrachten?

Von Frau Hammerbacher werden die Ergebnisse der Experten als Empfehlungen hervorgehoben, z. B. den Ausschluss von Bohrplätzen in den Wasserschutzzonen I u II, auf den Einwand dort dürften sowieso keine Flächen versiegelt werden, was in Deutschland ja Vorschrift für einen Bohrplatz ist, sind das plötzlich keine Empfehlungen mehr, sondern Wiedergabe der Faktenlage. Mit solchen aufeinander folgenden widersprechenden Aussagen gewinnt man wohl keine Glaubwürdigkeit bei den Betroffenen.

Beim Landschaftsverbrauch wird in der Risikostudie von einem Bohrplatz alle 9 km² ausgegangen, dass ist aber das obere Ende. Auf Nachfrage kann eventuell auch alle 2 km² ein Bohrplatz nötig sein. Warum dann in der Studie nicht wenigsten ein Mittelwert von ca. 5 km² angenommen wird, darauf gibt es keine wirkliche Antwort, sondern lediglich den Verweis, dass es sich bei Bohrungen um zeitlich begrenzte Auswirkungen handeln würde.

Das Chemikaliengemisch wird von den Ökotoxikologen als höchst toxisch eingestuft. Warum der Humantoxikologe nur aufgrund der Verdünnung keine Gefährdung für den Menschen sieht, wird nicht wirklich klar. Er geht wohl von einem in sich geschlossenen System aus, aber ist das wirklich so? Außerdem ist nichts über möglich neue chemische Verbindung aufgrund des Druckes und der Temperatur unter den Erdschichten bekannt. Wie der Humantoxikologe dies dann alles als unbedenklich einstuft, ist unverständlich und auch erschreckend.

Das sind hier nur einige wenige Punkte, um den Rahmen dieser kurzen Eindrücke von dieser Veranstaltung nicht zu sprengen. Interessant und bezeichnend im Nachhinein war auch, dass die örtliche Presse in ihrer Berichterstattung von Experten gesprochen hat und nicht mehr vom „Neutralem Expertenkreis“, die Nähe zu Exxon war anscheinend dann doch wohl zu offensichtlich und viele konkrete Fragen in Bezug zu Lünne konnten oder wollten von den Experten nicht beantwortet werden.

Weitere Informationen:
– http://www.noz.de/lokales/64487072/fracking-in-luenne-buergerversammlung-an-
diesem-mittwoch
– http://www.noz.de/lokales/64510366/gasfoerderung-exxon-legt-sich-in-luenne-
noch-nicht-fest
– TV-Beitrag: http://www.ev1.tv/talk (ev1.tv Talk Fracking in Lünne)

Dietmar Le Calvez, Lünne

Apr 162012
 

Lünne. Die „Interessengemeinschaft IG Schönes Lünne“ lädt am Freitag, 20. April, um 19.30 Uhr zur öffentlichen Vorführung des Filmes „Gasrausch“ in das Gemeindehaus der Evangelischen Kirche am Calvins-platz ein. Der Eintritt ist frei.– Wie mehrfach berichtet, spricht sich die IG gegen eine Förderung von Gaslagerstätten in der Kommune aus. Kritikpunkt ist insbesondere die „Fracking-Methode“, bei der große Mengen Wasser unter Zusatz von Chemikalien ins Erdreich gepumpt werden, um das Gas aus den Gesteinsschichten zu lösen.„Lünne ist der Anfang und nicht das Ende der Förderung von unkonventionellen Gaslagerstätten im Schiefergestein in Niedersachsen“, heißt es in einer Mitteilung der IG. Der Film vermittle einen Eindruck davon, was es für einen Landstrich bedeute, wenn dort mit der Erschließung unkonventioneller Gaslagerstätten begonnen werde

Quelle:
Gegen „Gasrauschen“ in Lünne – Lokale Nachrichten, Bilder und mehr aus und für Spelle | noz.de.

Mrz 232012
 

Deutschland wagt die Energiewende. Neue Gasvorkommen im Land versprechen ein großes Geschäft. Doch die Bürger widersetzen sich und bringen die Konzerne unter Druc

Quelle:
Ausbeutung neuer Gasvorkommen: Bürger rebellieren gegen die Konzerne – Wirtschaft – FAZ.

Feb 142012
 

„Wir sind nicht grundsätzlich gegen Erdgas, sondern für eine umweltfreundliche Förderung“, sagte Markus Rolink von der Interessengemeinschaft Schönes Lünne. Derzeit würden aber die Gesetze fehlen, die dies garantieren. Das bislang für die Förderung geltende Bergrecht müsse deshalb ins Umweltrecht integriert werden. Eine öffentliche Beteiligung ist aber bei Projekten unter Tage schwierig, so Rechtsanwalt Hartmut Gaßner. Es sei im Vorfeld kaum möglich, die Ausmaße der Vorhaben zu benennen. Zum Schutz des Grundwassers fordert der Wasserverbandstag zudem ein unterirdisches Raumordnungsverfahren. Es bestehe prinzipiell bei jeder Bohrung eine potenzielle Gefahr, sagte Geschäftsführer Godehard Hennies. Da die Bohrer die Grundwasserspeicher durchstoßen müssten und nicht klar sei, wie die eingebrachten Chemikalien in der Folgezeit mit dem Grundwasser reagierten.Doch es sind nicht nur die Bohrungen, die auf Kritik stoßen. Auch die unterirdische Lagerung wie etwa im Kavernenfeld Etzel Kreis Wittmund ist umstritten. Auch hier fordern Anwohner, Parteien und Verbände umfassendere Tests zu den Konsequenzen. „Was wir brauchen sind neue Lagerstätten“, sagte dazu Pick.

Quelle:
Gasbohrungen Etzel: Kein Verzicht auf Chemikalien – NWZonline.de.

Feb 032012
 

Die IG Schönes Lünne reagiert wie folgt auf ein Pressegespräch von Exxon Chef Kalkhoffen.

Verwundert gezeigt hat sich die Interessengemeinschaft „Schönes Lünne“ IG über Aussagen von Gernot Kalkoffen, Europa-Chef des Konzerns Exxon Mobil, in einem Interview mit unserer Zeitung. Kalkoffen hatte darin betont, dass Exxon in Lünne gerne testen würde, ob dort unkonventionelles Gas mittels der umstrittenen Fracking-Methode zu fördern sei. „Wir wollen keine Forschungin Lünne‘“, sagte IG-Sprecher Markus Rolink auf Anfrage unserer Zeitung. Bei einer Demonstration im April protestierten rund 200 Lünner gegen den Einsatz von Fracking. Die Äußerungen würden die Befürchtungen bestätigen, die die IG hege, so Rolink. „Wir sind verwundert über diesen Vorstoß, da bislang von Exxon betont wurde, dass die Ergebnisse des Arbeitskreises abgewartet werden sollen“, sagte der Sprecher. Die Ergebnisse sollen in einer Konferenz am 6. und 7. März in Berlin und während einer Expertensitzung am 25. April in Osnabrück vorgestellt werden. An dem Dialogprozess nimmt die IG trotz Einladung nicht teil, weil dieser nicht ergebnisoffen geführt werde. In dieser Einschätzung sehe man sich nun durch Kalkoffen bestätigt, so Rolink.

Quelle:
Bürger gegen Fracking-Testfeld in Lünne – Lokale Nachrichten, Bilder und mehr aus und für Spelle | noz.de.