Mai 222012
 

Nordwalde – Da die Gemeinde nicht der große Landeigentümer ist, hat diese Entscheidung wohl eher Symbolcharakter: Sollten Energiekonzerne in Nordwalde nach Erdgas bohren wollen, werden sie auf gemeindeeigenen Flächen keine Bohrplätze errichten dürfen. Das hat der Rat auf Antrag der SPD einstimmig in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Wörtlich heißt es: „Die Gemeinde Nordwalde verpflichtet sich – soweit nicht gesetzliche, vertragliche oder ähnliche Bestimmungen entgegenstehen –, keine gemeindlichen Grundstücke zur Verfügung zu stellen, die im Zusammenhang mit einer unkonventionellen Förderung von Erdgas stehen.“

Quelle:
Kein Grund und Boden für Exxon : Rat beschließt – Nordwalde – Westfälische Nachrichten.

Apr 282012
 

Folgender Antrag der SPD Nordwalde wurde einstimmig vom Nordwalder Rat verabschiedet!

Der Rat der Gemeinde Nordwalde verpflichtet sich, keinen gemeindeeigenen Grund für Maßnahmen zur Verfügung zu stellen, die im Zusammenhang mit der Exploration und Erschließung unkonventioneller Gasvorkommen stehen. Ferner fordert der Rat der Gemeinde alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich diesem Beschluss anzuschließen.

Begründung:
Die Firma Exxon Mobil hat am 19.12. 2011 einen neuen Antrag und Hauptbetriebsplan für die Erkundungsbohrung in Nordwalde eingereicht. Dieser Antrag befindet sich zur Zeit in der notwendigen Vorprüfung bei der Bezirksregierung Arnsberg.

Nach geltendem Recht, hätte die Gemeinde Nordwalde keine unmittelbaren Möglichkeiten, Einfluss auf Explorations- und Fördermaßnahmen bei der Erdgassuche im Gemeindegebiet  zu nehmen.
Da rechtliche Handlungsmöglichkeiten seitens der Gemeinde nur sehr beschränkt bestehen, sollte die Eigentümerposition genutzt werden, um Einfluss auf potentielle Fracking-Verfahren im Bereich der Gemeinde Nordwalde zu nehmen.

Apr 252012
 

Auch eine neue Studie im Auftrag des Energiekonzerns Exxon Mobil kommt zu dem Ergebnis, dass das umstrittene Fracking-Verfahren zur Erdgassuche Risiken birgt. Ein Expertenkreis sieht in dem am Mittwoch in Osnabrück vorgestellten Papier aber keinen Grund für ein grundsätzliches Verbot der Technik. Zunächst sollten einzelne Vorhaben zugelassen und wissenschaftlich begleitet werden, empfehlen die Wissenschaftler. Unter hohen Auflagen sei ein sicheres Fracking möglich. Gegner zweifeln an der Unabhängigkeit der Studie, weil der Auftraggeber Exxon Mobil selbst die Erdgassuche per Fracking vorantreiben will.“Mit diesen Ergebnissen haben wir gerechnet“, sagte Mathias Elshoff von der Bürgerinitiative gegen Gasbohren im münsterländischen Nordwalde der Nachrichtenagentur dpa. „Wir warten lieber auf das Gutachten der nordrhein-westfälischen Landesregierung.“ Das soll in diesem Sommer vorliegen und ebenfalls Fracking-Risiken beschreiben.

Quelle:
Studie sieht Fracking-Risiken – Gegner zweifeln an Unabhängigkeit – Handelsblatt Financial Informer.

Mrz 302012
 

Die WN berichten heute über unsere neue Kampagne. WEDER HIER NOCH ANDERSWO. Lesenswert.

Wäre der Scheddebrock ein Fußballfeld, könnte sich der Energiekonzern Exxon Mobil schon davonschleichen, bevor er den Platz überhaupt betreten hat. Anders jedenfalls sind die roten Hände nicht zu deuten, die die „Interessengemeinschaft gegen Gasbohren“ IGGG dem Konzern zeigen will. Die Initiatoren hoffen, dass bald möglichst viele dieser dekorativen Symbole aus Metall Gärten in Nordwalde und Umgebung zieren.Mit dieser Kampagne reagiert die IGGG auf Exxons im Januar geänderten Antrag zur Entnahme von Bohrkernen, den das Unternehmen bei der Bezirksregierung in Arnsberg gestellt hat. Anders als der Konzern selbst gehen die Genehmigungsbehörde in Arnsberg und auch der Kreis Steinfurt als Untere Wasserbehörde laut IGGG davon aus, dass hierzu zusätzlich eine wasserrechtliche Erlaubnis erteilt werden muss.

Quelle:
Rote Hände für Exxon : „Interessengemeinschaft gegen Gasbohren“ IGGG startet neue Kampagne – Nordwalde – Westfälische Nachrichten.

Mrz 282012
 

Der Stand der Dinge

Die Firma ExxonMobil hat im Januar 2012 einen geänderten Antrag  zur Entnahme von Bohrkernen für Nordwalde/NRW  bei der Bezirksregierung in Arnsberg gestellt. Anders als der Konzern selber, geht die Genehmigungsbehörde in Arnsberg- aber auch der Kreis Steinfurt als untere Wasserbehörde davon aus, dass hierzu zusätzlich eine wasserrechtliche Erlaubnis erteilt werden muss.

Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass bis zum Vorliegen des Gutachtens der NRW Landesregierung keine Bohrungen erlaubt werden, wenn bei der späteren Förderung Fracking nicht ausgeschlossen wird.

In der nachfolgenden Grafik haben wir mal an Hand eines Kartenausschnitts versucht, die Folgen einer möglichen Erdgasförderung aufzuzeichnen.

Quellen: Google Maps/ Exxon Mobil

 

 

Anmerkung: Die Kästchen entsprechen der unterirdischen Reichweite der Bohrplätze von 2  km. Im Zentrum jedes Quadrates stünde ein Bohrturm. Bei 4 km Reichweite würde sich die Zahl der oberirdischen Bohrplätze zwar reduzieren, aber an der unterirdischen Zerstörung würde das nichts ändern. 14 Monate würde pro Bohrplatz rund um die Uhr gebohrt. Sobald  eine Bohrung fertig gestellt ist, geht es zum nächsten Bohrplatz.

 

 

 

Mittlerweile haben sich bundesweit über 25 Interessengemeinschaften  unserer Initiative angeschlossen. Sobald durchsickert, dass irgendwo neue Aufsuchungsgebiete beantragt werden, entsteht in der Region eine BI/IG. Niemand kann verstehen, dass es erlaubt sein kann, tonnenweise giftige Chemikalien in den Untergrund zu pumpen und so die Qualität des Grundwassers zu gefährden.

Aber nicht nur die Bürger bewegt das Thema. Wir haben es geschafft das Bundesumweltamt, viele Interessenverbände, Gewerkschaften, Wasserwerke, Kirchen, Parteien, Gemeinden und Umweltschutzorganisationen für unseren Standpunkt zu gewinnen. Eine Liste findet man unter:  http://www.gegen-gasbohren.de/aktionen-forderungen-und-ziele/breites-gesellschaftliches-buendnis-gegen-unkontrollierte-gasfoerderung/

Wann hat es je ein so starkes, quer durch die Gesellschaft gehende Bündnis gegen eine Risikotechnologie gegeben?

Neue Kampagne: Die rote Hand!

Viele Mitbürger beglückwünschen uns zu dem bisher Erreichten und fragen, wie sie uns unterstützen können. Auch hier haben wir eine Lösung gefunden. Die Initiativen “Gegen Gasbohren” regen an, dass jeder der Grundeigentum hat, deutlich erklärt, dass er seinen Grund nicht für die Erschließung unkonventioneller Gasvorkommen zur Verfügung stellt. Das können städtische oder kirchliche Grundstücke sein. Aber auch Firmen, Institutionen und private Grundeigentümer können sich so gegen die Gasförderung stemmen. Hierzu haben wir die Aktion “Weder hier noch anderswo” unter dem Symbol der roten Hand gestartet. Sie soll zum Ausdruck bringen:  STOPP- hier ist die unkonventionelle Erdgasförderung nicht erwünscht. So kann jeder Bürger zeigen, dass er die Zerstörung der wunderschönen Parklandschaft “Münsterland” nicht hinnehmen wird. Viele Städte, Gemeinden, Bürgerinnen und Bürger haben sich  angeschlossen und machen bereits mit.

Das Schild mit der “roten Hand” kann zum Selbstkostenpreis von 9,50 € (groß mit Metallständer) oder 4,50 € (klein, ohne Metallständer)  in allen Filialen der Landbäckerei Elshoff erworben werden. Hier liegen auch Bestelllisten aus, falls gerade keine roten Hände vorrätig sind.

Schablonen zum Selbermachen und  weitere Informationen findet man auch unter www.wederhiernochanderswo.de/ oder unter Facebook: https://www.facebook.com/weder.hier.noch.anderswo

Gemeinsam stoppen wir Fracking!

 

Mrz 232012
 

Deutschland wagt die Energiewende. Neue Gasvorkommen im Land versprechen ein großes Geschäft. Doch die Bürger widersetzen sich und bringen die Konzerne unter Druc

Quelle:
Ausbeutung neuer Gasvorkommen: Bürger rebellieren gegen die Konzerne – Wirtschaft – FAZ.