Okt 232014
 

Am Donnerstag, 30. Oktober, 18 Uhr laden Herbert Behrens und Hubertus Zdebel (MdB, DIE LINKE) zum Thema „Fracking stoppen! Wege des Widerstandes“ ins Foyer der Lüneburger Volkshochschule (Haagestraße 4) ein. Referent ist Oliver Kalusch vom Bundesverband der Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU).

Behrens und Zdebel waren im Sommer in den Landkreisen Rotenburg und Verden unterwegs, um sich ein Bild von den Aktivitäten der Gasindustrie zu machen. „Bereits ohne den Einsatz von Fracking gibt es zahlreiche Probleme im Bereich der Gasförderung“, sagt Herbert Behrens. „Immer wieder kommt es zu Unfällen, bei denen toxisches Lagerstättenwasser austritt. Auch durch das Abfackeln von Gas und erhöhte seismische Aktivitäten sind die Menschen enormen Belastungen ausgesetzt. Aktuell beschäftigt uns in Rotenburg die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen der Gasförderung und der erhöhten Zahl von Leukämiefällen gibt.“

Zdebel warnt vor einer Irreführung der Bevölkerung durch die Bundesregierung: „Umweltministerin Hendricks und Wirtschaftsminister Gabriel behaupten, dass sie in ihrem geplanten Gesetzesentwurf Fracking verbieten. In Wahrheit wollen sie nur die Förderung von Schiefergas vorläufig verbieten, Fracking in Sandsteinformationen soll erlaubt bleiben.“ Das sogenannte Tight-Gas soll entgegen der sprachlichen Regelung in allen bisherigen Gutachten plötzlich in den Bereich der konventionellen Gasförderung fallen und erlaubt bleiben. „Wir lassen uns auf dieses Verwirrspiel nicht ein und fordern ein Frackingverbot in sämtlichen geologischen Formationen. Wir brauchen außerdem schärfere Auflagen für die konventionelle Gasförderung, vor allem bei der Entsorgung des Lagerstättenwassers. Ein entsprechender Antrag von uns kommt noch in diesem Jahr auf den Tisch“, kündigt Zdebel an.

 Veröffentlicht von am 23. Oktober 2014
Mrz 012012
 

Die Piratenpartei in Braunschweig fordert eine Aussetzung aller Anträge auf Fracking, eine obligatorische Umweltverträglichkeitsprüfung und Einvernehmen zwischen Wasserversorgern, betroffenen Gemeinden, Bürgern und Bergbaubehörde.

„Alle Verfahren und Genehmigungen sollen bis zu einer transparenten und flächendeckenden Aufklärung und einem ausreichenden Nachweis, dass keine nachhaltigen Schäden auftreten, ausgesetzt werden“, verlangt Claudia Jonda, Ratsfrau der Piratenpartei in Braunschweig.“

Das Verfahren zur sogenannten nicht-konventionellen Erdgasförderung ist umstritten. Besonders der Einsatz von Chemikalien und die bei der Förderung zutage kommenden giftigen Nebenprodukte wie Benzol und Toluol sowie radioaktive Stoffe bergen einige Risiken.

Speziell aufgrund negativer Erfahrungen in den USA, wo das „Fracking“-Verfahren mittlerweile weite Verbreitung findet, wachsen die Sorgen, dass es auch in Deutschland zu einem breit angelegten Einsatz kommt. Nachdem nun laut Unterlagen des Petrolunternehmens „BNK Petroleum Inc.“ auch in der Region nach geeigneten Förderstätten gesucht werden soll, wollen wir uns näher mit dem Thema auseinandersetzen und gegebenenfalls dagegen vorgehen. Ausführlichere Informationen (Studien, Artikel, Dokumentationen und Fragestellungen) haben wir in einen Pad zusammengetragen:

Quellen:
„Fracking“: Unkonventionelle Gasförderung in der Region « Piratenpartei Braunschweig.

Landtag NRW: CDU nur für ernste Gespräche zu haben – nicht für Klaumauk

 Bundestag, NRW-Landtag, Pressemitteilungen, Sonstige Parteien  Kommentare deaktiviert für Landtag NRW: CDU nur für ernste Gespräche zu haben – nicht für Klaumauk
Jul 122011
 

Christina Schulze Föcking, MdL, CDU

Pressemeldung:

Kreis Steinfurt/Düsseldorf. Die CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking MdL weist energisch Kritik zurück, die CDU im Düsseldorfer Landtag verweigere Kompromissgespräche in Sachen Erdgasbohrungen (vgl. WN vom 09./10. Juli).

„Unser Antrag zu den Probebohrungen ist datiert auf Ende Januar. Wir waren es, die das Thema als erste parlamentarisch aufgenommen haben. Wir hatten bereits im Januar von der rot-grünen Landesregierung gefordert, dass Trinkwasser oberste Priorität haben muss. Es hätte über Monate hinweg die Chance bestanden, mit uns zu reden. Aber erst Stunden vor der Sitzung wurde Rot-Grün aktiv. Diese Aktivitäten mündeten in einem Antrag, der uns als Entwurf in der Sitzung überreicht wurde. Wir aber wollten mit der Abstimmung über unsern lange bekannten Antrag ein Zeichen setzen, das deutlich macht, dass wir das Fracking mit den uns jetzt bekannten Methoden ablehnen. Mit Erstaunen haben wir zur Kenntnis genommen, dass Rot-Grün unseren Vorschlag verweigert hat.

Nach den Ereignissen um die gebrochene Pairing-Vereinbarung durch die SPD wurde seitens der Regierungskoalition viel davon gesprochen, zu einer guten parlamentarischen Zusammenarbeit zurückzukehren. Wenn SPD und Grünen dies ernst meinen, hätten sie auch dem Antrag der Opposition zustimmen können. Die Argumente mit der sie die Abstimmung verweigerten, sind vorgeschoben.

Wir als CDU nehmen unsere Aufgabe ernst. Das erwarten wir auch von den anderen Fraktionen. Wir als CDU stehen für seriöse Sachpolitik für die Menschen. Für parlamentarischen Klamauk stehen wir nicht zur Verfügung“.

Quelle: http://www.schulze-foecking.de/pressem/2011/07/pm110711.pdf

 

Pressemitteilung der SPD MdB Frau Arndt-Brauer

 IG "Gegen Gasbohren" Nordwalde, IG Borken, Pressemitteilungen, Sonstige Parteien  Kommentare deaktiviert für Pressemitteilung der SPD MdB Frau Arndt-Brauer
Mai 042011
 

Folgende Pressemitteilung haben wir soeben erhalten:

Arndt-Brauer gegen Exxon Mobil – Gasbohrungen im Münsterland

Kreis Borken. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer traf
sich in den Osterferien in ihrem Betreuungswahlkreis mit Vertretern der
Bürgerinitiative gegen die Förderung von unkonventionellem Erdgas in
Borken-Wirthe. Weitere interessierte Teilnehmer des
Informationsgespräches waren die SPD-Vorsitzende der Kreistagsfraktion
Ursula Schulte sowie der Borkener SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Bunse.
Arndt-Brauer teilt die Bedenken der Bürgerinitiative gegen das
sogenannte „Fracking“ (Gasbohrungen mit großem Druck und u.U. mit
Chemikalien) mit den unbekannten Wirkungen auf das hiesige Grundwasser.
Als sehr unerfreulich empfindet sie die Tatsache, das vom Fracking
betroffene Kommunen nicht in das Gasnutzungs-Verfahren eingebunden werden.
Nach Recherchen in Berlin hält es Arndt-Brauer allerdings für
unrealistisch kurzfristig auf eine Reform des Bergrechts zu hoffen. Für
die Bürgerinitiative wäre eine Umweltverträglichkeitsprüfung mit
Beteiligung aller Betroffenen wünschenswert. Hierzu existieren bei der
schwarz-gelben Bundesregierung aktuell jedoch keine entsprechenden
Bemühungen. Inwieweit eine in Aussicht gestellte und begrüßenswerte
Bundesratsinitiative der NRW-Landesregierung Erfolg hat ist bei den
fehlenden politischen Mehrheiten fraglich.

Grundsätzlich bevorzugt Arndt-Brauer heimische Energien gegenüber
Importen. Die energiepolitische Abhängigkeit von sog. „Schurkenstaaten“
ist keine attraktive Zukunftsvorstellung. Da momentan jedoch hierzulande
kein Energienotstand besteht, sollten die unkonventionellen
Erdgasvorkommen in der heimischen Erde für die nachfolgenden
Generationen erhalten werden. „Ich bin optimistisch, dass unsere Kinder
in der Zukunft Verfahren entwickeln werden, die eine gefahrlose
Förderung ermöglichen“ ist sich Arndt-Brauer auch als
Fraktionssprecherin für Nachhaltigkeit sicher.

Bitte beachten: Ab sofort neue Postanschrift

MdB Ingrid Arndt-Brauer
Wahlkreisbüro Ochtrup
Postfach 1156
48600 Ochtrup

Telefon: 0 25 53 – 977 1053
Fax: 0 25 53 – 977 1054
E-Mail: buero.ochtrup@arndt-brauer.de
E-mail: ingrid.arndt-brauer@wk.bundestag.de
http: www.arndt-brauer.de

SPD MÜNSTER: Gasbohrung vor Münsters Toren. Eine Gefahr für unser Trinkwasser?

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Apr 292011
 

Am 5.5.2011 findet in Münster auf Einladung der SPD Münster eine Diskussionsveranstaltung zu den geplanten Probebohrungen nach unkonventionellen Erdgas statt.

Die Veranstaltung beginnt um 18. 00 Uhr im Stadtweinhaus, Hauptausschusszimmer (1.Etage), Prinzipalmarkt 8/9

Es informieren und diskutieren

  • Prof. Dr Klostermann (Geologischer Dienst NRW)
  • Martin Böddecker (Wasserwirtschaft/ Umweltmanegment der Gelsenwasser AG)
  • Wolfgang Heuer  Heuer Fraktionsvorsitzender der SPD Fraktion in Münster
  • Moderation: Henning Klare

Näheres unter: www.spd-fraktion-muenster.de

Oder in diesem Flyer:

Berlin: Informationsveranstaltung zur unkonventionellen Gasförderung im Bundestag

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Apr 172011
 

Im Raum E 700 des Paul Löbe Hauses des Bundestages in Berlin fand am 15. April eine Informationsverstaltung zur unkonventionellen Gasförderung statt. Im gleichen Raum fand 10 Tage zuvor die Sitzung des Umweltausschusses statt, bei dem Umwelt- und Wirtschaftsministerium die Lobby-Blätter der Öl- und Gasindustrie als wissenschaftlich aktuelle Informationen anpriesen.

Mehrere Bundestagsabgeordnete, unter anderem Kathrin Vogler (MdB, Partei „Die Linke“) aus dem Nordwalde benachbarten Emsdetten, nahmen an der auf Einladung von Johanna Voß (MdB, Partei „Die Linke“) organisierten Veranstaltung teil. Aus dem Europaparlament war Sabine Wils (MdEP, „Die Linke“) zu Gast. Als Diplom-Chemikerin und ehemalige Mitarbeiterin der Hamburger Umweltbehörde war sie über die Beschreibung des Hydraulic Fracturing Verfahrens entsetzt.

Mit der Beschreibung des Hydraulic Fracturings in den USA und einem Vergleich mit der aktuellen Situation in Deutschland begann auch die Veranstaltung. Neben zahlreichen Berichten über konkrete Folgen in Australien, Kanada, den USA, aber auch Deutschland wurden die momentan laufenden oder in Vorbereitung stehenden Moratorien gegen das weltweit umstrittene Hydraulic Fracturing Verfahren vorgestellt.

Christa Hecht, Geschäftsführerin der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW) machte deutlich wie gefährlich der Einsatz von hochgiftigen Chemikalien in der Nähe von Grund- und Trinkwasser ist. „Wasser ist unsere wichtigste Resource“. Der Mensch stirbt in wenigen Tagen, wenn er kein Wasser mehr hat. Ganz Deutschland verfüge momentan über ausreichend Trinkwasser aus Oberflächen- und Grundwasservorräten. Doch durch das Hydraulic Fracturing sind diese Vorräte akut gefährdet. Selbst wenn die Bohrungen in großen Tiefen stattfänden, könnte nicht ausgeschlossen werden, dass durch natürliche und künstliche Rissbildung belastetes Wasser und unerwünschte Stoffe in Trinkwasser gelängen. Auch die Verdünnung und Entsorgung von Frackwasser, wie in Nordrhein-Westfalen bereits geschehen, sieht sie kritisch.

Die Disposalbohrungen, also die Verpressung der mit Salzen, radioaktiven Isotopen und Chemikalien belasteteten Abwässer im Untergrund, hält sie für extrem gefährlich. Sie verwies auf ähnliche Aktivitäten in Thüringen aus dem letzten Jahrhundert. Dort entsorgte die Kali-Industrie ihre Abwässer in 400 bis 500 Meter Tiefe. Die Abwässer treten seit dem an allem möglichen Stellen wieder aus und belasten das Grund- und Trinkwasser bis zu Unbenutzbarkeit.

Auch für das Hydraulic Fracturing und die Gasindustrie gilt das Vorsorge- und Nachhaltigkeitsprinzip beim Wasserschutz.

„Maßnahmen sind zu unterlassen, die potentiell gravierende Schäden hervorrufen können, selbst wenn die Wahrscheinlichkeit des Schadenseintritts niedrig und das Risikopotential noch unbekannt ist.“

Die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft vertritt die öffentlich- rechtlichen Einrichtungen und Unternehmen der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, der Wasser- und Bodenverbände sowie des Flussgebietsmanagements vor der Politik in Berlin. Nach dem oben zitierten Vorsorgepotential haben diese Verbände bereits nach dem geltendem Recht die Möglichkeit gegen die Anwendung des Hydraulic Fracturings einzuschreiten.

Auch Rechtsanwalt Dirk Teßmer sah das im letzten Teil des Vortrages ähnlich. Auch wenn das Bergrecht in seiner geltenden Form keine Umweltverträglichkeit vorsieht: Wenn das Risiko nicht abschätzbar ist, dass durch die Einleitung von Chemikalien, die nachfolgende Entsorgung der Abfälle, die Ewigkeitsschäden im Untergrund und die Folgeschäden durch austretendes Methan und Lagerstättenwasser in Trinkwasser führende Schichten entsteht, können die unteren Wasserbehörden ihre Zustimmung verweigern.

Stefan Henrichs von der IG „Gegen Gasbohren“ in Drensteinfurt berichtete dann noch über die Arbeit der Interessengemeinschaften vor Ort. Deutlich beschrieb er, wie wichtig den Menschen vor Ort der Schutz ihres Trinkwassers ist und das die Interessengemeinschaften ihre Arbeit weiter fortsetzen werden. Von den Teilnehmenden der Veranstaltung bekamen die Westfalen einen Sonder-Applaus für ihre Motivation bei den Protesten „Gemeinsam stoppen wir Fracking“ am 7. April 2011.

Deutlich wurde auch, dass in Berlin noch viel Aufklärungsarbeit über die Risiken und möglichen Folgen der unkonventionellen Gasförderung notwendig ist. Minister Brüderle vom Wirtschaftsministerium und Minister Röttgen vom Umweltministerium blieben der Veranstaltung fern oder gaben sich nicht zu erkennen.