Nachrichten aus USA

Größte Anti-Fracking Demonstration in Philadelphia/USA am 24.07.2016 unter dem Slogan: „Clean Energy Revolution!“

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Aug 062016
 
Grafik: pixabay

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Weit über 10.000 Teilnehmer trafen sich in Philadelphia zur bisher größten Demonstration gegen Fracking in den USA, trotz der großen Hitze dort. Food & Water Watch hatte zusammen mit Americans Against Fracking und Pennsylvanians Against Fracking die Organisation übernommen. Über 900 Initiativen aus 50 US-Bundesstaaten unterstützten diese Aktion.

Die Demonstranten forderten ihre politischen Führer auf, jetzt schnell zu reagieren und Fracking zu verbieten, die fossilen Brennstoffe im Boden zu lassen, die schmutzige Energie zu stoppen und auf 100% erneuerbare Energien zu wechseln und für Umweltgerechtigkeit für alle zu sorgen. Auch auf die Möglichkeit der Schaffung vieler neuer Arbeitsplätze bei Aufbau und Betrieb der Erneuerbaren wiesen sie hin.

Die Medienreaktion war nach dem Bericht von Wenonah Hauter, der U.S. Bundesvorsitzenden von Food & Water Watch hervorragend! The New York Times, The Philadelphia Inquirer, MSNBC und Reuters berichteten ausführlich.

Wenonah Haunter glaubt, dass sie das Thema „Clean Energy“ jetzt im U.S.-Wahlkampf fest etablieren konnten und sie werden weiter daran arbeiten die Präsidentschaftsbewerber in ihrem Sinne zu beeinflussen.

Eine sehr interessante Bilderstrecke kann unter dem Link betrachtet werden:

http://act.foodandwaterwatch.org/site/R?i=LXXR2b-PzV4xJCNrBAzyZq

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Offener Brief an die Bundestagsabgordneten – Gesundheitliche Gefahren durch Fracking Förderung

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Jun 132016
 

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Schon wieder neue Enthüllungen zu gesundheitlichen Gefahren durch die Fracking-Förderung aus den USA:

Bisher unbekannte Reaktionen im Frack-Bereich der Bohrungen ergeben neue Umwandlungs-produkte, die mit dem Gasstrom nach oben gespült werden.

Die Bundestagsabgeordneten wurden über diese erhöhten Gefahrenpotentiale durch Offenen Brief persönlich informiert:

Link zum versendeten Brief

Okt 132013
 

20131010_Tesoro_NDakotaFast zwei Wochen ließen sich die zuständigen Behörden in North Dakota Zeit, bevor sie die Öffentlichkeit informierten: Im Nordwesten des Landes war am 29. September „eine der schlimmeren Öl-Verschmutzungen des Landes“ entdeckt worden — vom Landwirt Jensen. Schon tageland hatte er auf seinem Weizenfeld Ölgeruch wahrgenommen, bis dann das Öl an den Rädern seines Traktors klebte. 20.600 Barrel Rohöl, das sind rund 3,28 Millionen Liter, seien ausgelaufen, wie die staatliche Gesundheitsbehörde 11 Tage nach der Entdeckung und auch nur auf Nachfrage von AP mitteilte.

Damit ist hier jetzt rund viermal so viel Öl ausgelaufen wie letztes Jahr in Mayflower, Arkansas, wo die Pegasus Pipeline von ExxonMobil leck schlug, und etwa halb so viel, wie bei der Flut im letzten Monat in Colorado offiziell in die Umwelt gelangt sei.

Weit über 3 Mio Liter Rohöl auf einem Acker in North Dakota (Oktober 2013; Bildquelle: Desmogblog)

Weit über 3 Mio Liter Rohöl auf einem Acker in North Dakota (Oktober 2013; Bildquelle: Desmogblog)

Dies sei eine der schlimmeren Unfälle mit Öl, sagte der staatliche Geologe Kris Roberts. Menschen und Tiere seien nicht zu Schaden gekommen, auch das Grundwasser sei nicht in Gefahr. Die defekte Leitung läge rund 1,80 Meter tief in einer Lehmschicht. Die gut 12 Meter dicke Lehmschicht würde verhindern, dass das Öl ins Wasser gelangen kann, bekräftigten Behörden und Unternehmen.

Das Leck sei eine durchgerostete Stelle mit weniger als einem Zentimeter Durchmesser, sagte Eric Haugstad von Tesoro. Der betroffene Streckenabschnitt der Pipeline war erst vor Kurzem gewartet und wiedereröffnet worden. „Wir machen hier sauber, 4 Millionen Dollar sind dafür veranschlagt“, sagte Haugstad.

Landwirt Jensen verglich sein einst schönes Weizenfeld mit einem Schlachtfeld. Die nächsten Jahre wird er hier nichts anbauen können, sagte er.

Siehe auch: Desmogblog: Over 865,200 Gallons of Fracked Oil Spill in ND, Public In Dark For Days Due to Government Shutdown

 Veröffentlicht von am 13. Oktober 2013
Jul 042012
 

Bericht aus den USA.

Energiekonzernen ist nicht zu trauen, das ahnte Ralph Kisberg schon früh. Und zwar als er selbst für sie arbeitete. 1980 war das, da kehrte er seinem Job an der Wall Street den Rücken und heuerte auf einer Bohrinsel im Golf von Mexiko an, „nur um mal zu sehen, wie das ist.Wie das war, merkte er schon am ersten Tag. Da habe er ein chemisches Reinigungsmittel in die Hand gedrückt bekommen: „Wir hatten letzte Nacht ein Ölleck“, habe sein Boss gesagt. „Schütt das da drauf, damit das Öl versinkt, bevor die Inspektoren kommen.

Quelle:
Roadtrip USA: In Williamsport spielt sich ein Energie-Goldrausch ab – SPIEGEL ONLINE.

Apr 242012
 

Diese Nachricht kann gegensätzlicher nicht sein und passt so gar nicht zu den Erkenntnissen der UNABHÄNGIGEN Exxon-Expertenkommision. Der Energiekonzern Chesapeake hat eine mögliche Luftverschmutzung durch Fracking ebenfalls ausgeschlossen und von harmlosen Dampf gesprochen, der die Anwohner nicht gesundheitlich belasten würde. In Wirklichkeit wurden aber 26 Chemikalien entdeckt, u.a. Schwefelkohlenstoff, ein Nervengift, Benzol, Naphthalin, Carbonylsulfid, Dimethyldisulfid und Pyridin.

“We paid for tests because we can’t depend on the city or the fracking industry,” said Colleyville resident Kim Davis.  She continued, “The tests confirmed our worst fears, while Colleyville ignored their own tests to let fracking continue. Apparently the city represents Titan and the gas industry instead of local residents.”Colleyville City ordinances expressly prohibit the release of any gases: “No person shall allow, cause or permit gases to be vented into the atmosphere or to be burned by open flame.”The community-funded test results, which detected twenty-six chemicals, also showed carbon disulfide, a neurotoxin at twice the state level for short-term exposure. Benzene, a known carcinogen, and Naphthalene, a suspected carcinogen, were both over state long-term exposure levels by more than 9 times and more than 7 times, respectively. Carbonyl sulfide, dimethyl disulfide and Pyridine were all detected above safe limits for long-term exposure.

Quelle:
EARTHWORKS | Independent test results show fracking flowback emissions are dangerous toxics, not steam.

Apr 042012
 

Gillingham aber verkauft nicht. Zwar könnte er das Geld gut gebrauchen, schließlich musste der Farmer nach zwei Rekordfluten innerhalb von fünf Jahren seinen biodynamischen Gemüseanbau aufgeben. Aber er will die Energiekonzerne am liebsten ganz aus den Catskills vertreiben. Gillingham arbeitet heute als Naturschützer für eine lokale Umweltorganisation. Das nehmen ihm einige Freunde übel. Seit die Ölleute mit den Schecks bei den Farmern anklopfen, geht ein Riss durch die Dorfgemeinschaften.

Die größte Sorge der Umweltschützer gilt dem Trinkwasser, das durch die Fracking-Chemikalien verschmutzt werden könnte. Dass die Bohrunternehmen nicht sagen wollen, was genau sie in den Boden spritzen, macht sie umso nervöser. Die Rezepte müssten aus Wettbewerbsgründen geheim bleiben, sagen die Firmensprecher. Doch zu den Substanzen gehören laut Studien Benzole, Formaldehyd und Methanol – allesamt krebsverdächtig.

Das Gesetz schützt da kaum. Für das Fracking gibt es bisher gar keine einheitlichen Regeln. Der ehemalige Vizepräsident Dick Cheney, zuvor Chef des Energiekonzerns Halliburton, sorgte dafür, dass die Methode von den US-Bundesvorschriften für den Wasserschutz ausgenommen wurde.

Wenn es nur das Wasser wäre: In Ohio hat Fracking nach Ansicht der Behörden mehrfach Erdbeben ausgelöst. Fördertürme, Pipelines und Schmutzwasserpools würden Gegenden wie die Catskills in eine Industrielandschaft verwandeln, und neue Wirtschaftszweige wie nachhaltige Landwirtschaft und Tourismus, die sich in den vergangenen Jahren entwickelt haben, würden geopfert.

Die Anti-Fracking-Bewegung findet neuerdings Anhänger im ganzen Land, die zuständige Behörde wurde mit über 61.000 Bürgereingaben überschwemmt. Der Bundesstaat New York genehmigt erst einmal keine neuen Anträge mehr. »Das ist ein großer Erfolg«, sagt Wes Gillingham.

Die Energiefrage wird zur Grundsatzfrage: Wie viel ist Amerika bereit zu zahlen? »Wir müssen buchstäblich die Erde aufbrechen, um noch an diese fossilen Brennstoffe zu kommen«, sagt der Umweltaktivist Bill McKibben.

Quelle:
Energiepolitik: Grün wird Obama kaum mehr werden | Wirtschaft | ZEIT ONLINE.