Apr 262012
 

Von Elmar Ries

Ein „Ja, aber“ im Ergebnis, das war vorhersehbar. „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ – auch wenn der Expertenkreis eine größtmögliche Unabhängigkeit vom Auftraggeber Exxonmobil gesucht und vielleicht auch gefunden hat: Nie konnte er sich vom Vorwurf befreien, am langen Arm des Konzerns zu laufen.Der Energieriese hatte das Gremium als Antwort auf die massiven Proteste ins Leben gerufen, denen er sich beim Expansionsversuch nach NRW gegenüber sah. Wie sich auch gestern wieder herausstellte, war das ein kluger PR-Schachzug.Was für Exxon letztlich zählt, ist das Ja der Wissenschaftler zum Fracking. Für die Entscheidung pro oder kontra Erdgas-Suche in NRW spielen die Expertise sowieso keine Rolle. Das hat die Landesregierung wiederholt deutlich gemacht. Die Ergebnisse der Exxon-Experten müssen im Zweifel letztlich sich selbst genügen.

Quelle:
Gutachten zum Fracking : Erdgas-Experten gegen Verbot – Wissenschaftler knüpfen Zustimmung an Bedingungen – Münsterland – Westfälische Nachrichten.

Mrz 022012
 

Kommentar von Elmar Ries aus den Westfälischen Nachrichten vom 02.03.2012

Weltkonzern kontra Landeswirtschaftsministerium? Oder: Wie sehr sieht sich Exxonmobil mit der NRW-Regierung auf Augenhöhe? Bisher drängt sich folgender, folgenschwerer Eindruck auf: Der US-Energie-Riese nimmt Düsseldorf nicht wirklich wahr, geschweige denn ernst.

Geld bedeutet Einfluss und ist für den global aufgestellten Wirtschaftsgiganten darum auch eine politische Währung. In Niedersachsen, wo der Konzern schon seit Jahren Erdgas fördert, hat das dank üppiger Steuer- und Abgabenzahlungen über viele Jahre prächtig funktioniert.

Nun stellt sich NRW quer. Fordert nach Protesten vor allem aus dem Münsterland Gutachten, Sicherheit – und letztlich auch Respekt. Mit solchem Widerspruch kann Exxonmobil offensichtlich nicht umgehen. Erst werden die Gefahren der Erdgas-Förderung un­tersucht, dann wird entschieden, ob nach Gas gesucht werden darf.

So will es Nordrhein-Westfalen. Exxonmobil muss das nicht gutheißen. Wohl aber respektieren. Denn das ist nicht nur der rechte Weg. Das ist Recht!

Quelle:
Kommentar : Recht und richtig – Münsterland – Westfälische Nachrichten.

Mrz 022012
 

Von Achim Giersberg

Auch ohne Fracking besteht der Kreis Steinfurt auf einer wasserrechtlichen Erlaubnis für Erdgas-Probebohrungen in Nordwalde.

Der Kreis Steinfurt besteht nach wie vor auf einer wasserrechtlichen Erlaubnis für Erdgas-Probebohrungen der Firma Exxon in Nordwalde. Das sagte Dezernent Franz Niederau vor dem Umweltausschuss. Exxon sei davon ausgegangen, dass die wasserrechtliche Erlaubnis überflüssig sei, nachdem die Firma einen neuen Hauptbetriebsplan für die Erkundungsbohrung in Nordwalde eingereicht hat, der Fracking-Maßnahmen ausdrücklich ausschließt. Niederau sagte, der Kreis halte eine bloße Anzeige dieses Vorhabens nach § 49 des Wasserhaushaltsgesetzes für nicht ausreichend und habe das Exxon bereits mitgeteilt. Exxon sehe das jedoch anders und stelle sich auf den Standpunkt, die Anzeige reiche aus. Niederau sagte, Exxon wolle den Standpunkt des Kreises anfechten, womit es wohl zu einem Gerichtsverfahren kommen werde. Für den Kreis sei die wasserrechtliche Erlaubnis, die er „sehr eng auslegen“ werde, eine Art Veto-Recht.

Quelle:
Exxon erwägt Klage : Erdgas: Kreis pocht auf wasserrechtliche Erlaubnis – Kreis Steinfurt – Westfälische Nachrichten.

Feb 272012
 

Eine weitere Gemeinde prüft, ob eigene Flächen für die Gasförderung überhaupt zur Verfügung gestellt werden sollten. Die Initiativen haben dafür die Initiative „Weder-hier-noch-anderswo.de“ ins Leben gerufen.

Stefan Henrichs, Vorsitzender der Drensteinfurter Bürgerinitiative gegen Gasbohren, fordert, dass der Rat am kommenden Montag beschließen soll, dass keine städtischen Grundstücke zur Verfügung gestellt werden sollten, die für unkonventionelle Erdgasgewinnung genutzt werden könnten. Drensteinfurt sollte damit dem Vorbild der Stadt Hagen folgen, deren Stadtrat einen gleichlautenden Beschluss bereits gefasst hat.

Quelle:
Gasbohren : Keine städtischen Flächen für Erdgasgewinnung – Drensteinfurt – Westfälische Nachrichte

 

Bürgerantrag als Vorlage zum Nachmachen empfohlen!!

Feb 252012
 

So, nun ist der Artikel der WN auch online zu finden! Der Info-Dialog-Prozess von Exxon wird vermutlich Fracking erlauben!

Zwei Experten-Runden befassen sich in NRW mit dem Erdgas-Thema. Die eine wurde von der Landesregierung bestellt, das andere Gremi­um hat Exxonmobil ins Leben gerufen – als eine von mehreren Reaktionen auf die unerwartet heftigen Proteste und vielen kritischen Fragen. Der sogenannte „unabhängige Expertenkreis“ tagt und untersucht und diskutiert seit Monaten; im April will er seine Ergebnisse vorstellen und „mit einer Wertung“ versehen, sagte dessen Leiter Prof. Dietrich Borchardt vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung gestern am Rande einer Veranstaltung in Münster.
Eher Daumen hoch oder mehr Daumen runter in Sachen Erdgas-Suche in NRW? „Ich glaube, es wird ein ,Ja, aber‘, erklärte einer der Experten. „Einen Persilschein gibt es jedenfalls nicht“, sagte Borchardt.

Quelle:
Ein zögerndes „Ja, aber“ – Münsterland – Ibbenbürener Volkszeitung.

Feb 032012
 

Am Montag waren wir von der IG-gegen Gasbohren zu der Mitglieder-Versammlung der SPD Nordwalde eingeladen. Im Pressebericht heißt es:

Demnach wird derzeit auch ein Antrag vorbereitet, in dem die Verwaltung aufgefordert wird, keinen gemeindeeigenen Boden für Bohrungen zur Verfügung gestellt. Matthias Elshoff und Susanne Grünberg erläuterten als Vertreter der IGGG die Befürchtungen der Gemeinschaft, dass trotz der Erfolge der vergangenen Monate die Bohrer nun doch bald anrücken.Das Engagement der Interessengemeinschaft stieß bei der SPD auf große Anerkennung, heißt es weiter. „Man muss unumwunden zugeben, dass die politischen Parteien erst langsam auf das Problem reagiert haben. Ohne die große Sachkenntnis, die sich die IGGG in kurzer Zeit angeeignet hat, würde der Scheddebrock heute wohl anders aussehen“, sagte Bösert. Es sei beeindruckend, dass innerhalb eines Jahres aus der Nordwalder Initiative ein bundesweit vernetztes Bündnis wurde.

Quelle:
„Gegen unkonventionelle Gasförderung“ | Nordwalde – Ahlener Zeitung.

 

Demnächst starten wir mit einer neuen Aktion:

Weder hier noch anderswo!

Infos findet Ihr hier:

https://www.facebook.com/pages/Weder-hier-noch-anderswo/101486759980902