Mrz 302012
 

Foto: Photographer: Walter J. Pilsak, Waldsassen, Germany *GFDL

Wenn dort etwas hineinkommt, was von Natur aus nicht reingehört, dreht man uns den Schlüssel um!“, mahnt Dirk Lütvogt, Inhaber der Auburg-Quelle in Wagenfeld 120 Mitarbeiter, 80 Millionen Liter Jahresumsatz an Mineralwasser und Erfrischungsgetränken. Seine Quelle ist direkt betroffen, weil das Unternehmen Exxon Mobile unter dem Wagenfelder Ortsteil Ströhen per Fracking nach Erdgas suchen will. Das alarmiert in höchstem Maße auch die Verantwortlichen des Weyher Mineralbrunnens 73 Kilometer von Wagenfeld entfernt und Vilsa-Brunnen 50 Kilometer. Die drei Mineralwasser-Unternehmen beschäftigen zusammengerechnet 560 Mitarbeiter und vermarkten unter dem Strich pro Jahr 670 Millionen Liter Mineralwasser und Erfrischungsgetränke – eine beachtliche wirtschaftliche Größe im Landkreis Diepholz.

Quelle:
Mineralbrunnen-Betreiber in großer Sorge – Landkreis Diepholz – Lkr. Diepholz – Lokales – Kreiszeitung.

Mrz 292012
 

Diese Überschrift hätte man nicht unbedingt von der WELT erwartet, aber recht haben sie.

Während E.on oder RWE anfangen, die Energiewende mitzugehen, bleiben Ölkonzerne in der Vergangenheit stehen. Sie nutzen Gewinne zu immer neuen Förderinvestitionen. Die Zukunft sieht aber anders aus. Das schottische Dorf Elgin wird wohl zu trauriger Berühmtheit gelangen. Nach ihm ist die Bohrinsel des französischen Konzerns Total benannt, auf der Erdgas in nicht bekannten Mengen ausströmt.Niemand weiß, ob der Schaden rasch behoben werden kann oder ob die Welt über Wochen Zuschauer einer Umweltkatastrophe sein wird wie zuletzt bei der BP-Plattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko.

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Den Firmen scheint ihr Ansehen egal zu sein. Anstatt die Rekordgewinne aus dem Ölgeschäft in die Erforschung erneuerbarer Energien zu stecken, gehen sie einen anderen Weg. Exxon etwa macht keinen Hehl daraus, dass der größte Ölkonzern der Welt nur in der Förderung seine Aufgabe sieht. BP versuchte zwar, sich ein grünes Image zu geben – ist aber in Deutschland aus der Solarenergie ausgestiegen.

Quelle:
„Bohrloch der Hölle“: Den großen Ölkonzernen ist ihr Ansehen egal – Nachrichten Debatte – Kommentare – WELT ONLINE.

Mrz 292012
 
Das ist auch mal wieder typisch. Nachdem Anfang 2011 festgestellt wurde, dass es durch undichte Polyethylenrohre aromatische Kohlenwasserstoffe entweichen konnten, hat man Exxon erst 1 Jahr später die Verwendung dieser Rohre untersagt. Aber wir Bürger müssen uns keine Gedanken machen, angeblich  hat zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden. Fragen stellen wir uns aber wohl!
  • Warum darf sich die Industrie hier wieder selbst kontrollieren?
  • Warum werden die Sanierungsmaßnahmen nicht von staatlicher Stelle geleitet und die Kosten der Firma übertragen?

Hier ein Auszug aus der NW-Zeitung.

Im Bereich der Erdgasförderstellen von Exxon Mobil im Raum Hengstlage/Westerburg/Charlottendorf werden in den kommenden Wochen vorbereitende Arbeiten zur Räumung des im Februar außer Betrieb genommenen Lagerstättenwasserleitungssystems vorgenommen. Zugleich werden die im vergangenen Jahr festgestellten Verunreinigungen des Erdreichs eingegrenzt und die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen in Abstimmung mit den zuständigen Behörden festgelegt. Es geht um die Beseitigung der „Altschäden“, die Anfang 2011 im Zuge der Leitungsüberprüfung festgestellt wurden. Wie die NWZ  berichtete, waren lokal begrenzte Verunreinigungen durch aromatische Kohlenwasserstoffe festgestellt worden. „Eine Gefährdung für das Umfeld besteht und bestand nicht“, so Exxon-Sprecher Hans-Hermann Nack. Deshalb wurde der Betrieb der problematischen Leitungen noch für ein Jahr von den Behörden genehmigt. Jetzt aber ist Schluss.

Quelle:
Umwelt Hengstlage: Exxon gräbt alte Leitungen aus – NWZonline.de.

Mrz 282012
 

Dienstsiegel der Stadt Salzkotten

Da es in Salzkotten mehrere Wasserschutzzonen gibt und die Stadtfläche zu zwei Dritteln aus Schutzgebieten besteht, ist eine Realisierung aufgrund des großen Flächenverbrauchs weder in der Sälzerstadt noch in im gesamten Land vorstellbar, so die einmütige Meinung im Betriebsausschuss.

Werner Osterholz (FBI) sagte: „Das ist mit gesundenem Menschenverstand nicht zu machen“. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass eine solche Gasgewinnung die Gasabhängigkeit in Deutschland nur um fünf Prozent reduzieren würde. Bernhard Heber (SPD) sieht die Gefahren als viel zu groß an, und Heinrich Niggemeier (CDU) forderte, alles Erdenkliche zu tun, die Pläne zu verhindern. Ludwig Bewermeier sekundierte: „Notfalls muss man auch auf die Straße gehen.“ Bürgermeister Michael Dreier betonte, viele Bürger hätten sich bereits in den vergangenen Wochen im Rathaus gemeldet und von ihren großen Sorgen berichtet.

Quelle:
SALZKOTTEN: „Notfalls muss man auf die Straße gehen“ | Neue Westfälische: Zeitung, Tageszeitung für Paderborn, Hövelhof, Delbrück, Altenbeken, Salzkotten, Büren, Bad Wünnenberg, Bad Lippspringe, Borchen, Schloß Neuhaus, Elsen, Sande, Dahl, Neuenbeken, Lichtenau – Neue Westfälische – Kreis Paderborn.

Mrz 282012
 

Foto: Dietrich Janicki

Gregor Jeken, Geschäftsführer der Stadtwerke Erkrath, will kein Risiko bei der Erdgas-Förderung eingehen. „Wasser ist unser höchstes Gut. Wir müssen wissen, welche Chemikalien ins Erdreich gepumpt werden“, sagt er.

Anlagenmechaniker Jan Böhmer von den Erkrather Stadtwerken zeigt den neuen Trinkwasserbrunnen Sedental. Foto: Dietrich Janicki
Gregor Jeken, Chef der Stadtwerke Erkrath, bezieht Stellung zum Fracking: „Es gibt für mich keine Kompromisse. Die Wasserversorgung steht im Mittelpunkt. Wasser ist unser höchstes Gut und unser Lebensmittel Nummer 1. Das darf auf keinen Fall gefährdet werden.“

Quelle:
Erkrath: Fracking: Wasserschutz geht vor | RP ONLINE.

Mrz 272012
 

Ungeklärte Risiken, bislang noch keine Erfahrung mit dieser Art der Fördermethode und berechtige Sorgen seitens der Bevölkerung: Einstimmig hat jetzt auch der Hilteraner Rat eine Resolution gegen die umstrittene Erdgasförderung nach dem Fracking-Verfahren verabschiedet.„Die Gemeinde Hilter unterstützt das Bestreben der Gemeinden und des Landkreises Osnabrück, diese gefährliche Fracking-Methode zur Erdgasgewinnung nicht zuzulassen“, heißt in der Resolution, deren Verabschiedung die UWG/Grünen-Gruppe beantragt hatte.Die Gemeinde Hilter liegt mitten zwischen den bisher beprobten Gemeinden Bad Laer und Bissendorf, heißt es in der Resolution weiter. Es müsse angestrebt werden, das Bergrecht dahin gehend zu ändern, dass den Kommunen ein Mitspracherecht eingeräumt wird. Zudem müsse eine Umweltverträglichkeitsprüfung für diese Vorhaben vorgeschrieben werden

Quelle:
Auch Hilter verabschiedet Resolution – Lokale Nachrichten, Bilder und mehr aus und für Hilter | noz.de.