Apr 042012
 

… und genau deshalb haben wir uns dem von Exxon initierten Dialogprozess verschlossen. Der Tagesspiegel berichtet, dass die von Exxon bezahlten Wissenschaftler keine nennenswerten Gefährdungen durch die Frackingtechnologie erwarten, im gleichen Atemzug betonen sie aber immer wieder:  Wenn als richtig gemacht wird und die Aufsichtsbehörden richtig kontrollieren. Das darf man in Deutschland wohl nicht viel erwarten, wie es es sonst zu erklären, dass seit über 20 Jahren bekannt ist, dass PE Rohre nicht für die Durchleitung von Kohlenwasserstoffen geeignet sind, diese aber trotzdem Verwendung gefunden haben und nun kilometerlange Leitungen ausgetauscht werden müssen!

Eine offizielle Stellungnahme, ob Fracking eine beherrschbare Technik ist oder nicht, will der Expertenkreis am 25. April präsentieren. In Gesprächen zeichnet sich bereits eine Tendenz ab: Sofern die Anlagen nach dem heutigen Stand der Wissenschaft eingerichtet und betrieben werden, seien die Risiken vertretbar.„Die Gasfirmen werden alles tun, um Pannen zu vermeiden“, sagt der Toxikologe Ewers. „Andernfalls wäre das ohnehin geringe Vertrauen verspielt und die Technik erledigt

Quelle:
Shale Gas: Gefährliches Gemisch – Wissen – Tagesspiegel.

Mai 302011
 

Wie Jörn Krüger jetzt herausgefunden hat , wurde bisher in Niedersachsen ein prozentual viel größerer Anteil an Chemie beim Fracking eingesetzt, wie bisher von der Firma Exxon immer behauptet.

Auf seiner Internetseite www.unkonventionelle-gasförderung.de hat er die genauen Zahlen veröffentlicht.

Hat man uns und der Politik doch immer erzählt, dass der Anteil an chemischen Stoffen beim Fracken maximal bei 2 % liegt, so kann man dann doch selbst auf der Seite des Landesministeriums Niedersachsen lesen, dass der Wert in einem  Drittel der Fälle sogar bei über 10% eingesetzte Chemikalien liegt !

In über der Hälfte aller Frackmaßnahmen in Söhlingen lag der Wert an beigemischter Chemie bei über 5 Prozent !!

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Halten die Gesteinsschichten dicht?

 Fernsehbeiträge, Risiko: Deckgebirge zertrümmert, Risiko: Einpressung CO2  Kommentare deaktiviert für Halten die Gesteinsschichten dicht?
Mrz 292011
 

Erschreckend: Bei dem u. a. Fernsehbericht von RBB ist in fast allen Punkten eine frappierende Ähnlichkeit zu unserem „Gasbohrproblem“ im Münsterland zu erkennen. Die Gefahren beim Fracking dürften jedoch noch größer sein. (1000 bar Druck plus Frackingvorgang  anstelle von 80 bar wie bei der C02-Verpressung)

Geologische Verhältnisse werden hier anschaulich erklärt. Jeder Politiker, Entscheidungsträger, Behördenmitarbeiter und auch Bürger sollte sich den Beitrag unbedingt ansehen.

Die Dichtigkeit des Deckgebirges wird mit stichhaltigen und einleuchtenden Argumenten angezweifelt. Die Angaben decken sich mit den Befürchtungen der Geologen, dass im Münsterland, und auch anderswo in Deutschland, bereits vorhandene Klüfte und Spalten im Untergrund durch den erzeugten Überdruck im Boden vergrößert werden.

Wie kann man diesen Wahnsinn kurz umschreiben?  Mit sehr viel Glück bleibt es im Untergrund einigermaßen dicht.

Wenn der breiten Bevölkerung das ganze Ausmaß des Risikos beim Fracking erst einmal richtig klar wird, könnte es ähnliche Auswirkungen wie bei dem Atomkraftproblem geben (Wahldebakel, Massendemos usw.). Die Ablehnung zu Fracking liegt bereits jetzt schon bei 89% (Online-Umfrage-Ruhrnachrichten-290311, ganz unten). Wie viel Bestätigung braucht die Politik noch?

Hier sehen Sie den am 28.3.11 ausgestrahlten Beitrag von RBB: CO2 versenken – Endlager Brandenburg?

Vielen Dank an Michael Otto für den Hinweis.

Feb 252011
 

Hier eine Sammlung verschiedener Informationen:

WN 18.2.11: Herr Echelmeyer von den Stadtwerken Steinfurt wartet noch auf Antworten von Exxon.

WN 21.2.11 : Steinfurter Kreistag: Die Skepsis wächst.

WN 25.2.11: Die Stadt Drensteinfurt lehnt Gasförderung ab.

WA.de 24.2.11: Drensteinfurt: Keine Kompromisse beim Thema Erdgasbohrungen

Ruhr Nachrichten: Eine Sammlung von Berichten über die Gasförderung

NOZ 24.2.11: Bohrfeld in Lünne: Arbeitskreis soll Vertrauen schaffen.

Süddeutsche.de 24.2.11: Von Risiken war nie die Rede

NDR Fernsehbeitrag 24.2.11: Angst vor Fracking (Bilder aus Lünne und von Gernot Kalkoffen) Aussage von Herrn Kalkoffen (Exxon) sinngemäß: Unseres Wissens gibt es noch keinen dokumentierten Fall, bei dem Grundwasser durch Fracking geschädigt wurde.

Ruhr Nachrichten 24.2.11: Erdgasförderung in Witten

Der Westen 23.2.11: Infoveranstaltung der Grünen in Hagen

Niederlausitz aktuell 24.2.11: CO2 bald aus dem Wasserhahn? Unbedingt lesenswert!!

Zitate:

Oft werden Sicherheitsbedenken mit dem Verweis auf die bestehenden Gaslager (z.b. unter dem Grunewald in Berlin) abgetan und den Menschen suggeriert, dass diese Gasspeicher für etwaige CO2-Endlager dienen könnten. Dabei wird schon hierbei von diesen Protagonisten übersehen, dass nur wenige Kilometer vom Grunewald entfernt zu DDR-Zeiten das Dorf Knoblauch über einem „absolut sicherem Lager für Erdgas“ stand. Diese Ortschaft ist nicht mehr in den Landkarten verzeichnet, weil sie wegen des ausströmenden Gases evakuiert werden musste.

Zum Beispiel in den Karbonlagerstätten im Raum Südoldenburg wird beim Fracking CO2 eingesetzt. Bislang habe der Konzern Exxon die Methode 26 Mal angewandt, erklärte der Sprecher Norbert Stahlhut. Der CO2-Anteil an der Frac-Flüssigkeit schwankt nach den Angaben Stahlhuts zwischen 30 und 70 Prozent. Bei einem Gesamtvolumen des Gemischs von etwa 400 Kubikmeter in den Karbonlagerstätten fließen also bis zu 280 Tonnen CO2. Hochgerechnet hat Exxon demnach tausende Tonnen zur Gasförderung in Deutschland injiziert. Wieviel insgesamt, verrät der Konzern nicht.

„Bei einer Laufzeit der Verdichter Anlage von beispielsweise 10 Jahren wird so eine Arbeit von 24 000 kW∙ 87 600 h = 2,1 Mrd. kWh geleistet, äquivalent der Sprengkraft von 1810 Kilotonnen TNT. Diese Energie würde einem Erdbeben der Magnitude 6,2 auf der Richterskala entsprechen und würde daher ausreichen, größere seismische Ereignisse auszulösen.“

Feb 232011
 

Der Fernsehbeitrag „Demokratische Mitbestimmung als Farce“ von RBB (ARD) über die geplante Verpressung von CO2 zeigt eine frappierende Ähnlichkeit zu den geplanten Erdgasprobebohrungen im Münsterland.

Zitat aus dem 7-minütigen Fernsehbeitrag vom 16.02.2011:

Was macht man als Politker, wenn man ein Großbauprojekt gegen den Willen der Bevölkerung durchsetzen möchte? Man nehme aufgebrachte Bürger, setze sie in einen Beirat, tue so, als ob man ihre Sorgen ernst nehme und ziehe ansonsten sein Projekt wie geplant durch.

Folgende Fragen fallen mir dabei spontan ein:

  • Werden wir Münsterländer von Politik und Verwaltung genauso verschaukelt?
  • Werden die Probebohrungen vielleicht doch dazu genutzt, CO2 einzupressen?
  • Gibt es von Exxon für die Münsterländer eine eindeutige schriftliche Haftungserklärung?
  • Gelten bei uns nicht die gleichen von Dr. Krupp aufgezeigten Argumente zur Durchlässigkeit des Deckgebirges?

Den kompletten Beitrag sehen Sie hier.

Zum Thema Einpressung CO2:

Wir erinnern nochmal an unseren Artikel „Ich fühle mich von Exxon verar….t“!

Zitat aus der Zeitschrift Waterkant:

Inwieweit die ausgebeuteten Tight- und Shale-Gas-Vorkommen auch nach der Förderung zur CO2-Speicherung dienen können, wird bereits diskutiert. Letztendlich könnte auf diese Weise jeder Ort, in dem heute eine Probebohrung nach unkonventionellem Erdgas durchgeführt wird, zu einer CO2-Endlagerstätte werden.

In diesem Zusammenhang erhalten die Nachrichten über die CO2-Verpressung eine ganz andere Bedeutung: Focus online und Spiegel online. Auch wenn das Münsterland hier nicht aufgeführt wurde, heißt es nicht gleich „Entwarnung“.

Zitate aus Focus online:

Die hohen Drücke, die zur Verpressung des CO2 in die Tiefe erforderlich sind, können außerdem Leckagen oder sogar Erdbeben verursachen. Weiter könnte entweichendes Kohlendioxid, das sich in Senken oder Tälern ansammelt, zur Gefahr für die Bevölkerung werden.

In einer 2003 ausgehobenen Kiesgrube, berichten beide, trete jenes CO2 aus, das in das Ölfeld verpresst wird. Als Beleg führen sie Erdausbrüche, Gasblasen und Algenwuchs in Tümpeln am Grund der Kiesgrube sowie aus unerfindlichen Gründen verendete Tiere an. Mittlerweile gab das Paar seine Farm auf.

Das Deckgebirge, so die Schlussfolgerung, sei nicht dicht, vielmehr gebe es Mikrorisse darin, durch die das Gas zur Oberfläche steigt. In Bodennähe beträgt die CO2-Konzentration laut Petro-Find Geochem bis zu elf Prozent, bereits acht bis zehn Prozent sind für einen Menschen tödlich.

Insgesamt sollen fast 100 000 Tonnen CO2 in ein in der Altmark im Norden von Sachsen-Anhalt an der Grenze zu Niedersachsen gelegenes Gasfeld in eine Tiefe von über 3000 m eingebracht werden.

Hier eine Übersicht von Greenpeace.

Seit wenigen Tagen kursiert ein neuer CCS-Gesetzentwurf, der angeblich Anfang März im Bundeskabinett verabschiedet werden soll. Danach folgt das parlamentarische Verfahren in Bundestag und Bundesrat. Eckpunkte des neuen Gesetzentwurfs sowie eine grüne Bewertung finden Sie im Anhang. Den kompletten Gesetzentwurf können Sie unter http://oliver-krischer.eu/fileadmin/user_upload/gruene_btf_krischer/2011/GesetzentwurfCCS14022011.pdf abrufen.

Hier die Bewertung der Grünen

Zitate:

Die im Referentenentwurf der Bundesregierung vorgesehene Übertragung der Haftung vom Betreiber an die zuständige Behörde darf nicht – wie vorgesehen – bereits nach 30 Jahren geschehen. Es gilt das Verursacherprinzip, nach dem der Betreiber des CO2-Speichers für auftretende Schäden vollständig haftbar gemacht werden kann.

Die Speicherung von CO2 in ausgedienten Erdöl- und Erdgasspeichern – wie von der Bundesregierung vorgesehen – lehnen wir ab, da diese Speicherstätten als potentielle Druckluft- und/oder Erdgasspeicher zu wertvoll sind und nicht als Müllkippe für CO2 verschwendet werden dürfen.

Feb 232011
 

Täglich hört man Nachrichten aus Orten, wo demnächst unkonventionelle Gasförderungen stattfinden sollen! Vielfach gründen sich gleich BI. So wie es in Nordwalde, Borken, Drensteinfurt, Hamm, Hagen, Herbern, Märkischen Kreis oder Lünne. In Damme macht die SPD ebenfalls mächtig Dampf!

Doch was ist eigentlich in Cappeln los?

Hier will man  eine bereits bestehende Gasbohrung mit Hilfe von einer Co2 Einpressung und Fracking wieder wirtschaftlich betreiben. Haben die Anwohner und Politiker dort gar keine Bedenken?