Apr 042012
 

… und genau deshalb haben wir uns dem von Exxon initierten Dialogprozess verschlossen. Der Tagesspiegel berichtet, dass die von Exxon bezahlten Wissenschaftler keine nennenswerten Gefährdungen durch die Frackingtechnologie erwarten, im gleichen Atemzug betonen sie aber immer wieder:  Wenn als richtig gemacht wird und die Aufsichtsbehörden richtig kontrollieren. Das darf man in Deutschland wohl nicht viel erwarten, wie es es sonst zu erklären, dass seit über 20 Jahren bekannt ist, dass PE Rohre nicht für die Durchleitung von Kohlenwasserstoffen geeignet sind, diese aber trotzdem Verwendung gefunden haben und nun kilometerlange Leitungen ausgetauscht werden müssen!

Eine offizielle Stellungnahme, ob Fracking eine beherrschbare Technik ist oder nicht, will der Expertenkreis am 25. April präsentieren. In Gesprächen zeichnet sich bereits eine Tendenz ab: Sofern die Anlagen nach dem heutigen Stand der Wissenschaft eingerichtet und betrieben werden, seien die Risiken vertretbar.„Die Gasfirmen werden alles tun, um Pannen zu vermeiden“, sagt der Toxikologe Ewers. „Andernfalls wäre das ohnehin geringe Vertrauen verspielt und die Technik erledigt

Quelle:
Shale Gas: Gefährliches Gemisch – Wissen – Tagesspiegel.

Mrz 282012
 

Dienstsiegel der Stadt Salzkotten

Da es in Salzkotten mehrere Wasserschutzzonen gibt und die Stadtfläche zu zwei Dritteln aus Schutzgebieten besteht, ist eine Realisierung aufgrund des großen Flächenverbrauchs weder in der Sälzerstadt noch in im gesamten Land vorstellbar, so die einmütige Meinung im Betriebsausschuss.

Werner Osterholz (FBI) sagte: „Das ist mit gesundenem Menschenverstand nicht zu machen“. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass eine solche Gasgewinnung die Gasabhängigkeit in Deutschland nur um fünf Prozent reduzieren würde. Bernhard Heber (SPD) sieht die Gefahren als viel zu groß an, und Heinrich Niggemeier (CDU) forderte, alles Erdenkliche zu tun, die Pläne zu verhindern. Ludwig Bewermeier sekundierte: „Notfalls muss man auch auf die Straße gehen.“ Bürgermeister Michael Dreier betonte, viele Bürger hätten sich bereits in den vergangenen Wochen im Rathaus gemeldet und von ihren großen Sorgen berichtet.

Quelle:
SALZKOTTEN: „Notfalls muss man auf die Straße gehen“ | Neue Westfälische: Zeitung, Tageszeitung für Paderborn, Hövelhof, Delbrück, Altenbeken, Salzkotten, Büren, Bad Wünnenberg, Bad Lippspringe, Borchen, Schloß Neuhaus, Elsen, Sande, Dahl, Neuenbeken, Lichtenau – Neue Westfälische – Kreis Paderborn.

Mrz 142012
 

Die CDU in Schwerte diskutierte im Rahmen eines Diskussionsforums über die Gefahren der Frackingtechnologie.

Auf Fracking in Trinkwasserschutzgebieten zu verzichten ist eine Position, die der Bund der Energiewirtschaft vertritt, dem 1800 Unternehmen angehören. Bislang liegt aber noch kein Gesetz vor, dass dieses Verfahren untersagt, ging aus den Erläuterungen von Ulrich Peterwitz hervor. Erst Mitte des Jahres werde die Landesregierung das von ihr in Auftrag gegebene Gutachten vorstellen, das sich mit Fracking befasst. Man gehe davon aus, dass die Ergebnisse maßgeblich die Haltung des Landes zum künftigen Umgang mit Fracking bedingen werde, meinte der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft.Bei der Diskussionsrunde gehörte allerdings nicht ein Vertreter von Wintershall, sondern Manager Klaus Angerer von BNK. Dieser in Kanada beheimatete Konzern will vornehmlich im Sauerland forschen, ob es dort Lagerstätten von Gas in Schiefergestein gibt und sich eine Förderung auch wirklich rechnet.Angerer erklärte, dass – anders als in den USA – die Zahl der Fördertürme sehr gering gehalten werde. Die chemischen Substanzen seien unbedenklich und das Abwasser werde den Vorschriften nach entsorgt.Peterwitz bezweifelte die Aussagen von Angerer, die er in ähnlicher Form auch von anderen Konzernen schon gehört habe. Vor allem der Vergleich, wonach die chemischen Mittel Küchenreiniger ähneln würden, bezweifelte er doch sehr. Um das Gestein, das in 1500 oder 2000 Meter Tiefe liege, aufzubrechen, könne man auf „gewisse Zusätze nicht verzichten“. Solche Beigaben könnten dann durchaus gesundheitsgefährdend sein.Große Fragezeichen setzt Peterwitz auch hinter die Entsorgung des Abwassers, das beim Fracking entsteht. Es sei schwermetallhaltig und unter Umständen auch radioaktiv belastet. Bedenklich stimme auch die Eile, die manche Konzerne geboten sehen, meinte Peterwitz. Die Gasvorräte reichen nach seinen Worten noch über 100 Jahre, von Knappheit könne aktuell keine Rede sein.

Quelle:
Chemie-Cocktail beunruhigt die Bürger | DerWesten.

Mrz 052012
 

Bad Laer - WappenDer Gemeinderat Bad Laer hat einstimmig beschlossen, dass in im Kurort kein Fracking stattfinden darf.

„Kein Fracking in Bad Laer.“ Dafür tritt der Gemeinderat in Bad Laer geschlossen ein. Eine entsprechende von der BBL Bürger für Bad Laer beantragte Resolution wurde jetzt einstimmig verabschiedet. Exxon-Probebohrung nach Erdgas in Bad Laer im vergangenen Jahr. 2010 hatte Exxon Mobil Probebohrungen in Bad Laer vorgenommen, um zu testen, ob aus unterirdischen Gesteinsschichten Gas gewonnen werden kann.Unterstützung erhielten die Ratsmitglieder durch die Schilderungen eines Besuchers in der Bürgerfragestunde. Er habe erfahren, dass in Bad Laer die allgemein übliche Schutzschicht zwischen den Kohleflözen und dem Grundwasser fehle. Es sei lediglich eine Kalkschicht vorhanden. Dadurch erhöhe sich das Risiko, dass die teils giftigen Chemikalien, die bei der Förderung des Erdgases nach der Fracking-Methode eingesetzt würden, in das Grundwasser gelangten. Außerdem befänden sich die Kohleflöze bereits in 500 Meter Tiefe. Dadurch wachse auch die Gefahr von Erdbeben mit Auswirkungen auf die Gebäude.

Quelle:
Bad Laer sieht im Fracking Gefahr für Heilquellen – Lokale Nachrichten, Bilder und mehr aus und für Bad Laer | noz.de.

Feb 292012
 

Vorsichtiger ist Borchardt: „Von Bohrungen in Trinkwasserreservoiren oder Schutzgebieten ist abzuraten. Wichtig ist es, differenziert vorzugehen und die Risiken durch Einhaltung der Vorschriften und hohe technische Standards zu minimieren.“ Umweltschützer teilen die Meinung der beiden Wissenschaftler nicht. „Es existiert bisher keine fundierte Langfristuntersuchung“, sagt Christoph von Lieven, Energieexperte bei Greenpeace. Jedes Eindringen ins Erdreich mit Chemikalien sei riskant. „Es wird zwar behauptet, die toxischen Stoffe könnten aus den tieferen Schichten nicht ins Grundwasser hochsteigen, tragfähige Beweise dafür fehlen aber“, so von Lieven. Zudem sei noch völlig ungeklärt, wie viel Methan beim Fracking in die Atmosphäre gelange. Das Gas steht im Verdacht, den Treibhauseffekt erheblich zu verstärken.

Quelle:
Erdgas Der große Run auf Schiefergas – Die Profiteure 29.02.2012 | Nachricht | finanzen.net.

Feb 292012
 

In den zurückliegenden Tagen wurde über die Medien kommuniziert, dass für Thüringen, so auch für Teile der Landkreise Nordhausen, Eichsfeld und für den Kyffhäuserkreis Aufsuchungserlaubnisse durch das Landesbergamt erteilt worden sind. Dazu erklären John Dauert, Landratskandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Christian Darr, OB-Kandidat selbiger Partei…

Die Darstellungen zum Fracking der letzten Woche, u.a. von Umweltminister Reinholz, haben wenig zur Klarheit über die Gefahren der Ausbeutung von unkonventionellen Erdgaslagerstätten beigetragen. Es wurde der Eindruck vermittelt als wäre das Fracking in Deutschland aufgrund strenger Umweltauflagen sicher.

Es ist aber Realität, dass die Politik der Industrie in diesem Fall deutlich hinterherhinkt. Denn für das Fracking ist bisher keine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgeschrieben. Mit einem solchen gesetzlich vorgeschriebenen Prüfverfahren werden die Auswirkungen eines größeren Vorhabens auf Mensch und Natur bereits im Vorfeld der Entscheidung beschrieben und bewertet.

Im Falle des Frackings kommt gerade dieser hohe Standard der deutschen Umweltgesetzgebung nicht zur Anwendung. Das heißt, dass man bisher mit einem nur den erdgasfördernden Firmen bekannten Chemiecocktail unter Tage Gesteinschichten aufbricht, um an bisher nicht erkundete und abgebaute Erdgaslagerstätten heranzukommen. Mit welchen Risiken dies behaftet ist, zeigt beispielsweise Report München vom 29.11.2011 mit Erfahrungen aus Niedersachsen. Dort wurde an verschiedenen Orten regionales Brunnenwasser durch benzolhaltiges Lagerstättenwasser verseucht.

Quelle:
Wenig Klarheit : 29.02.2012, 13.01 Uhr.