Apr 042012
 

… und genau deshalb haben wir uns dem von Exxon initierten Dialogprozess verschlossen. Der Tagesspiegel berichtet, dass die von Exxon bezahlten Wissenschaftler keine nennenswerten Gefährdungen durch die Frackingtechnologie erwarten, im gleichen Atemzug betonen sie aber immer wieder:  Wenn als richtig gemacht wird und die Aufsichtsbehörden richtig kontrollieren. Das darf man in Deutschland wohl nicht viel erwarten, wie es es sonst zu erklären, dass seit über 20 Jahren bekannt ist, dass PE Rohre nicht für die Durchleitung von Kohlenwasserstoffen geeignet sind, diese aber trotzdem Verwendung gefunden haben und nun kilometerlange Leitungen ausgetauscht werden müssen!

Eine offizielle Stellungnahme, ob Fracking eine beherrschbare Technik ist oder nicht, will der Expertenkreis am 25. April präsentieren. In Gesprächen zeichnet sich bereits eine Tendenz ab: Sofern die Anlagen nach dem heutigen Stand der Wissenschaft eingerichtet und betrieben werden, seien die Risiken vertretbar.„Die Gasfirmen werden alles tun, um Pannen zu vermeiden“, sagt der Toxikologe Ewers. „Andernfalls wäre das ohnehin geringe Vertrauen verspielt und die Technik erledigt

Quelle:
Shale Gas: Gefährliches Gemisch – Wissen – Tagesspiegel.

Feb 292012
 

Vorsichtiger ist Borchardt: „Von Bohrungen in Trinkwasserreservoiren oder Schutzgebieten ist abzuraten. Wichtig ist es, differenziert vorzugehen und die Risiken durch Einhaltung der Vorschriften und hohe technische Standards zu minimieren.“ Umweltschützer teilen die Meinung der beiden Wissenschaftler nicht. „Es existiert bisher keine fundierte Langfristuntersuchung“, sagt Christoph von Lieven, Energieexperte bei Greenpeace. Jedes Eindringen ins Erdreich mit Chemikalien sei riskant. „Es wird zwar behauptet, die toxischen Stoffe könnten aus den tieferen Schichten nicht ins Grundwasser hochsteigen, tragfähige Beweise dafür fehlen aber“, so von Lieven. Zudem sei noch völlig ungeklärt, wie viel Methan beim Fracking in die Atmosphäre gelange. Das Gas steht im Verdacht, den Treibhauseffekt erheblich zu verstärken.

Quelle:
Erdgas Der große Run auf Schiefergas – Die Profiteure 29.02.2012 | Nachricht | finanzen.net.

Gesundheitliche Folgen durch Strahlenbelastung über Radium 226

 Radioaktivität, Risiko: Down-Winders-Syndrom  Kommentare deaktiviert für Gesundheitliche Folgen durch Strahlenbelastung über Radium 226
Mrz 312011
 

Die Ärztin Frau Heike Wentland (BI für sauberes Trinkwasser in Herbern – BIST Herbern) hat darüber berichtet, wie gefährlich das bei der unkonventionellen Gasförderung mitgeförderte Radium-226 für den menschlichen Körper ist.

Zitat:

Fazit: Natürlicherweise sind wir über unsere intakte Haut ausreichend vor Alpha-Strahlung geschützt. Gelangen jedoch Alpha-Strahler über die Aufnahme von stark kontaminiertem Wasser  in unseren Körper, so ist deren  Aggressivität im biologischen Gewebe eine der höchsten unter allen bekannten Radionukliden. Besonders Knochen- Brust- und Leberkrebs sowie Leukämie würden enorm in der Bevölkerung ansteigen.

Hier das ungekürzte Dokument

Vielen Dank an Frau Heike Wentland für die Ausarbeitung.

Mrz 112011
 

Foto:Oliver Krischer

Wie versprochen greifen wir den Artikel der NY-Times nochmal auf. Der Bundestagsabgeordete der Grünen, OliverKrischer hat den Artikel ins Deutsche übersetzen lassen. Vielen Dank dafür! Ich hätte auch die kompletten 9 Seiten hier einstellen können. Unbedingt lesen.

Hier ein paar Zitate:

Auch wenn die Existenz giftiger Abfälle bekannt ist, belegen tausende von internen Dokumenten,die die New York Times von der US-Umweltbehörde EPA (Environmental ProtectionAgency), staatlichen Aufsichtsbehörden und Bohrunternehmen erhalten hat, dass die Gefahren für Umwelt und Gesundheit größer sind als bisher angenommen.
Andere Unterlagen und Interviews zeigen, dass viele Wissenschaftler der EPA beunruhigt
sind und warnen, dass die Bohrabfälle eine Gefahr für das Trinkwasser in Pennsylvania
darstellen.
Die Times hat auch unveröffentlichte Studien der EPA und eine vertrauliche Studie der
Bohrindustrie gefunden, die alle zu dem Schluss kamen, dass die Radioaktivität in den
Bohrabfällen in Flüssen und anderen Gewässern nicht vollständig verdünnt werden kann…
Mit anderen Worten, es gibt keine Möglichkeit, zu garantieren, dass das von all diesen Anlagen
entnommene Trinkwasser unbedenklich ist.
Gas ist in die unterirdischen Trinkwasservorräte von mindestens fünf Bundesstaaten gelangt,
unter anderem in Colorado, Ohio, Pennsylvania, Texas und West Virginia, und die
Einwohner machen die Erdgasbohrungen dafür verantwortlich.
In Texas, wo es heute rund 93.000 Erdgasbohrungen gibt, verglichen mit rund 58.000 vor
einem Dutzend Jahren, hat ein Krankenhausbetreiber in sechs Counties mit den angeblich
höchsten Bohraktivitäten 2010 eine Asthma-Rate von 25 Prozent bei jungen Kindern festgestellt
– mehr als das Dreifache der Rate von ca. 7 Prozent für den gesamten Bundesstaat
Feb 232011
 

Die Familie Schoon erwägt den Konzern Exxon zu verklagen, das berichtet die Kreiszeitung Rotenburg. Was ist geschehen? Das NDR Magazin Markt hatte im Januar 2011 von 9  Lecks in einer Lagerstättenleitung berichtet, auch das Grundwasser ist verseucht worden. Deshalb mussten 2500 m³ Erdreich getauscht werden. Der Anwohner Schoon hatte deshalb vorsorglich sein Blut und das seiner Frau auf Quecksilber und Benzol untersuchen lassen. Nun liegen die Ergebnisse vor. Zitat Herr Schoon:

„Nach drei Wochen kam das Ergebnis, dass mein Blut auffallend hohe Benzol- und Quecksilberbelastungen enthält. Das war schon ein Schock.“

Und weiter heißt es:

„Das kann nur mit den Anlagen der Exxon zusammenhängen.“

Nun erwägt der betroffene Anwohner eine Klage gegen Exxon. Ob das Gift in seinem Blut durch das Grundwasser in seinen Körper gelangen konnte, ist nicht sicher. Das Landesbergamt glaubt eher, dass die Schadstoffe über die Luft gekommen sind.

Auch wenn Politiker stets behaupten, dass man die Berichte aus den USA nicht nach Deutschland übertragen kann, zeigen uns diese Vorkommnisse zum wiederholtem Male, das Gasland schon mitten unter uns ist. Denn auch dort berichten Anwohner immer wieder von Schadstoffen, die sie über die Luft einatmen. Untersuchungen zeigen, dass sich die Belastungen der Luft an Erdgasfeldern innerhalb eines Zeitraumes von nur 9 Monaten stark verschlechtert haben.

Wir berichteten bereits am 14.2.2011 darüber!

Reaktion Exxon:

Ein ExxonMobil-Sprecher war gestern bis Redaktionsschluss nicht ans Telefon zu bekommen.

Reaktion des Leitenden  Bergdirektor Klaus Söntgerath:

„Wir arbeiten auf jeden Fall unsere Vorschriften ab, die wir einhalten müssen, und da ist schon einiges in dieser Hinsicht gemacht worden.“ Wenn das Bergamt Hinweise aus der Bevölkerung bekomme, werde das sofort überprüft.

Wir fragen uns:

  • Warum hat das Landesbergamt nicht schon jetzt umfangreiche Untersuchungen  des Bodens und der Luft vorgenommen?
  • Warum vertraut man immer den Angaben der Industrie?
  • Wird eine solche Behörde ihrer Aufgabe als Kontrollinstanz gerecht?
  • Hat diese Behörde überhaupt genug Mitarbeiter, um diese Kontrollen fachgerecht durchzuführen?

Wir sind mal gespannt, was in Niedersachsen demnächst noch alles ans Tageslicht kommt.

Frage:

Warum ist es in Hengstlage zu 2 Bohrlocheinstürzen gekommen? Muss das gemeldet werden, kann es dadurch zu Umweltbeeinträchtigungen gekommen sein?