Risiko: Entsorgung Frackwasser/Lagerstättenwasser

Apr 042012
 

… und genau deshalb haben wir uns dem von Exxon initierten Dialogprozess verschlossen. Der Tagesspiegel berichtet, dass die von Exxon bezahlten Wissenschaftler keine nennenswerten Gefährdungen durch die Frackingtechnologie erwarten, im gleichen Atemzug betonen sie aber immer wieder:  Wenn als richtig gemacht wird und die Aufsichtsbehörden richtig kontrollieren. Das darf man in Deutschland wohl nicht viel erwarten, wie es es sonst zu erklären, dass seit über 20 Jahren bekannt ist, dass PE Rohre nicht für die Durchleitung von Kohlenwasserstoffen geeignet sind, diese aber trotzdem Verwendung gefunden haben und nun kilometerlange Leitungen ausgetauscht werden müssen!

Eine offizielle Stellungnahme, ob Fracking eine beherrschbare Technik ist oder nicht, will der Expertenkreis am 25. April präsentieren. In Gesprächen zeichnet sich bereits eine Tendenz ab: Sofern die Anlagen nach dem heutigen Stand der Wissenschaft eingerichtet und betrieben werden, seien die Risiken vertretbar.„Die Gasfirmen werden alles tun, um Pannen zu vermeiden“, sagt der Toxikologe Ewers. „Andernfalls wäre das ohnehin geringe Vertrauen verspielt und die Technik erledigt

Quelle:
Shale Gas: Gefährliches Gemisch – Wissen – Tagesspiegel.

Apr 012012
 

Unsere Freunde in Völkersen vermissen  die vom Konzern RWE DEA versprochene Transparenz.

 

“Die Dea plant eine neue Einpressbohrung – direkt neben Völkersen”. Dieser anonyme Hinweis hat gestern die Bürgerinitiative (BI) “No Fracking” aufschrecken lassen. Deren Sprecher Andreas Noltemeyer begab sich sofort zum angegebenen Ort, zur Bohrstelle Z3 nahe der Straße Düvelshagen mitten in der Feldmark. Was er dort sah, ließ ihn vermuten, dass der unbekannte Schreiber recht haben könnte – was sich inzwischen bestätigt hat.
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Die RWE Dea gab auf Nachfrage zunächst an, dass es sich bei den Arbeiten um eine sogenannte Perforationswäsche mit Salzwasser handele. Damit sollten Salzablagerungen in der Bohrung beseitigt und die Porenräume im bohrlochsnahen Lagerstättenbereich gereinigt werden, so Konzernsprecher Derek Mösche in einer E-Mail. Kurz darauf fügte er indes telefonisch hinzu, dass zugleich überprüft werde, ob das Rotliegend (eine Gesteinsschicht) für eine Verpressung des benzolhaltigen Lagerstättenwassers in Frage komme. Das wäre dann in 5000 Meter statt in gut 100 Meter Tiefe wie am Verpressungspunkt Scharnhorst.

“Was wir machen, gehört zum ganz normalen betrieblichen Ablauf”, so Mösche in der ersten Erklärung zu den jetzigen Arbeiten. Deswegen seien weder Bürger noch Bürgerinitiative informiert worden, zumal man für den gestrigen Abend eines der regelmäßigen Treffen vereinbart habe. Ergänzend sagte Mösche dann, dass die RWE Dea doch bereits angekündigt habe, nach Alternativen für die Entsorgung des Lagerstättenwassers zu suchen, nachdem ein weiterer Transport durch Kunststoffrohre ausgeschlossen worden sei. Das bei der Erdgasförderung anfallende Wasser wieder dorthin zu pumpen, wo es herkomme, sei eine Option bei den derzeitigen Überlegungen.

Quelle:
Einpressbohrung in Völkersen | WESER-KURIER.

Mrz 292012
 

Diese Überschrift hätte man nicht unbedingt von der WELT erwartet, aber recht haben sie.

Während E.on oder RWE anfangen, die Energiewende mitzugehen, bleiben Ölkonzerne in der Vergangenheit stehen. Sie nutzen Gewinne zu immer neuen Förderinvestitionen. Die Zukunft sieht aber anders aus. Das schottische Dorf Elgin wird wohl zu trauriger Berühmtheit gelangen. Nach ihm ist die Bohrinsel des französischen Konzerns Total benannt, auf der Erdgas in nicht bekannten Mengen ausströmt.Niemand weiß, ob der Schaden rasch behoben werden kann oder ob die Welt über Wochen Zuschauer einer Umweltkatastrophe sein wird wie zuletzt bei der BP-Plattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko.

….

Den Firmen scheint ihr Ansehen egal zu sein. Anstatt die Rekordgewinne aus dem Ölgeschäft in die Erforschung erneuerbarer Energien zu stecken, gehen sie einen anderen Weg. Exxon etwa macht keinen Hehl daraus, dass der größte Ölkonzern der Welt nur in der Förderung seine Aufgabe sieht. BP versuchte zwar, sich ein grünes Image zu geben – ist aber in Deutschland aus der Solarenergie ausgestiegen.

Quelle:
“Bohrloch der Hölle”: Den großen Ölkonzernen ist ihr Ansehen egal – Nachrichten Debatte – Kommentare – WELT ONLINE.

Mrz 292012
 
Das ist auch mal wieder typisch. Nachdem Anfang 2011 festgestellt wurde, dass es durch undichte Polyethylenrohre aromatische Kohlenwasserstoffe entweichen konnten, hat man Exxon erst 1 Jahr später die Verwendung dieser Rohre untersagt. Aber wir Bürger müssen uns keine Gedanken machen, angeblich  hat zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden. Fragen stellen wir uns aber wohl!
  • Warum darf sich die Industrie hier wieder selbst kontrollieren?
  • Warum werden die Sanierungsmaßnahmen nicht von staatlicher Stelle geleitet und die Kosten der Firma übertragen?

Hier ein Auszug aus der NW-Zeitung.

Im Bereich der Erdgasförderstellen von Exxon Mobil im Raum Hengstlage/Westerburg/Charlottendorf werden in den kommenden Wochen vorbereitende Arbeiten zur Räumung des im Februar außer Betrieb genommenen Lagerstättenwasserleitungssystems vorgenommen. Zugleich werden die im vergangenen Jahr festgestellten Verunreinigungen des Erdreichs eingegrenzt und die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen in Abstimmung mit den zuständigen Behörden festgelegt. Es geht um die Beseitigung der „Altschäden“, die Anfang 2011 im Zuge der Leitungsüberprüfung festgestellt wurden. Wie die NWZ  berichtete, waren lokal begrenzte Verunreinigungen durch aromatische Kohlenwasserstoffe festgestellt worden. „Eine Gefährdung für das Umfeld besteht und bestand nicht“, so Exxon-Sprecher Hans-Hermann Nack. Deshalb wurde der Betrieb der problematischen Leitungen noch für ein Jahr von den Behörden genehmigt. Jetzt aber ist Schluss.

Quelle:
Umwelt Hengstlage: Exxon gräbt alte Leitungen aus – NWZonline.de.

Mrz 262012
 

Anlässlich des jüngst stattgefundenen Weltwassertages fordert die Bürgerinitiative Fracklos Gasbohren BI: “Das Trinkwasser muss vor Risiken aus der Erdgasförderung geschützt werden.“AnzeigeAnzeigeFracking und die Verpressung von Lagerstättenwasser seien tickende Zeitbomben, warnen die Aktivisten der BI. “Das mit Fracking und Abwasserverpressung verbundene Risiko für die Trinkwasserversorgung steht in keinem Verhältnis zum Nutzen

Quelle:
Trinkwasser schützen – BI fordert weiterhin Frackingverbot – Rotenburger Rundschau.

Mrz 182012
 

Die Veranstaltung wurde mit über 200 Zuschauern regelrecht überrannt. Haben sich die Energiekonzerne nicht mal hinterfragt, ob sie es auf ein bundesweites Stuttgart 21 ankommen lassen wollen. Ist es das wert?

Die Sorgen sind groß bei den Bürgern. Und ihre Haltung gegenüber der Fracking-Methode, der unkonventionellen Erdgasförderung, bei der Chemikalien ins Erdreich gepumpt und künstliche Risse im Gestein erzeugt werden, ist eindeutig: Sie wollen nicht, dass in der Region gebohrt wird, weil sie ihr Trinkwasser in Gefahr sehen, wenn Chemie ins Grundwasser gelangt. Das wurde am Donnerstagabend bei einer Infoveranstaltung zum Thema deutlich.„Wir wollen das nicht vor unserer Haustür haben. Jetzt will wieder ein Unternehmen etwas machen, was gefährlich ist.“

Quelle:
Fracking im Kreis Mettmann? Erdgassuche schreckt Bürger auf – Kreis Mettmann – Lokales – Westdeutsche Zeitung.