Risiko: Entsorgung Frackwasser/Lagerstättenwasser

Mai 212012
 

Hört euch das mal an!
Bisher werden mehrere zig Millionen Liter radioaktiver, toxischer oder krebserregender Stoffe einfach in den Boden gepresst und das soll erlaubt sein. Die Politik muss die Industrie einfach stärker kontrollieren!

Bei der Förderung von Öl und Gas fallen gigantische Mengen giftiger Abwässer an. Entsorgt werden diese Stoffe oft dadurch, dass sie einfach wieder in den Boden oder ins Meer gepumpt werden. Die Opposition im Bundestag will das Thema nun stärker auf die Tagesordnung bringen.

Quelle:
Giftige Rohstoffe in Meer und Boden – Opposition kritisiert Umgang mit Abfällen der | Umwelt und Verbraucher | Deutschlandfunk.

Mai 182012
 

 

 

 

 

Das saubere Image der deutschen Erdgasindustrie bröckelt immer mehr. Wie sagte noch EXXONMOBIL Sprechesprecher Norbert Stahlhut im NDR Fernsehen: „Wir fördern seit 50 Jahren störungsfrei in Deutschland.“  Nun sollen schon ganze Gebiete durch Kollegen der RWE DEA verseucht worden sein! Die Bild berichtete heute wie folgt!

Die Schäden durch Erdgasförderungen im Kreis Verden sind nach Ansicht des Chefs der Grünen-Landtagsfraktion, Stefan Wenzel, größer als bislang erwartet. Die vom Niedersächsischen Landesbergamt erteilten Genehmigungen für die Förderung seien «leichtfertig» vergeben worden, sagte Wenzel am Donnerstag laut Mitteilung. Wenzel hatte sich am Mittwoch in Völkersen bei einem Ortstermin mit Vertretern des verantwortlichen Unternehmens RWE DEA ein Bild von den Fracking-Arbeiten gemacht. «In der Umgebung ist etwa eine Fläche von 120 bis 150 Hektar von Verseuchungen durch benzolhaltige Lagerstättenwässer betroffen», betonte Wenzel. Die Landwirte könnten auf diesen Flächen vorerst keinen Ackerbau betreiben. Ursächlich seien undichte Abwasserleitungen.

Quelle:
Grüne: Fracking-Schäden in Völkersen größer als erwartet – Hannover – Bild.de.

Mai 162012
 

Lange Zeit störte sich niemand daran, dass RWE DEA im Trinkwasserschutzgebiet nahe Völkersen seine mit Benzol und Schwermetallen kontaminierten Abfälle aus der Gasförderung in einer Versenkbohrung entsorgte.

Eingestellt wurde die Praxis, nachdem bekannt wurde, dass das Unternehmen über Jahre ungeeignete Rohre verwendete, die mehrere Kilometer Boden und Grundwasser mit Benzol vergifteten. Durch die Rohre wurde das bei der Gasförderung anfallende Lagerstättenabwasser von den Bohrplätzen zur Versenkbohrung bei Völkersen transportiert. Die Dekontaminierung wird noch Jahre dauern. Alles Benzol wird dabei nicht entfernt werden können. Die erlaubten Grenzwerte wurden um das bis zu 39.000-fache überschritten.

Mit dem Verbot der Nutzung der Rohrleitungen und heftiger Kritik an der Entsorgung in einem Trinkwasserschutzgebiet, wich RWE DEA auf eine weitere Versenkbohrstelle nahe Wittorf im Kreis Rotenburg aus. Täglich mehrere LKW Ladungen voll.

Am vergangenen Wochenende wurde auch diese Versenkbohrstelle stillgelegt, nachdem es aus bislang unbekannten Gründen zu einem Feuer kam. Über mehrere Stunden war nicht bekannt, ob dabei giftige Stoffe in der Umgebung freigesetzt wurden.

Mangels Alternativen wurde nun die Versenkbohrstelle im Trinkwasserschutzgebiet bei Völkersen wieder in Betrieb genommen. Zusätzlich zu den Abwässern aus dem Bereich Völkersen werden dort nun auch die Abwässer aus dem Kreis Rotenburg entsorgt. Dabei soll es laut Berichten der Kreiszeitung (noch nicht online verfügbar) zur Überschreitung der erlaubten Einpressmenge kommen. RWE DEA sieht keinen Grund, die umstrittene Verpressung einzustellen. Alternativen dazu gibt es bislang nicht. Möglich wäre die deutlich teurere Entsorgung als Industrieabfall mit entsprechender Behandlung, doch davor schreckt die Gasindustrie – unter anderem auch ExxonMobil, Wintershall und Gas de France – bislang zurück.

Kontaminierte Abwässer. Entsorgung in Trinkwasserschutzgebieten. Ungeklärte Brände. Sperrungen wegen Angst vor Vergiftung der Bevölkerung. Überschreitung von Einpressmengen. Jahrelange Dekontaminationsmaßnahmen…

All dies zeigt, wie fragil das System Gasförderung in Deutschland ist. Sollte es zu einem großflächigen Ausbau der unkonventionellen Gasförderung kommen, werden sich die Mengen der zu entsorgenden Abwässer noch vervielfachen. Lösungen dafür sind noch in weiter Ferne.

Quelle: http://www.nofracking.de/medien/Artikel82.htm

Apr 262012
 

Bei zwei Schadstellen gegenüber der Anlage Z11 zwischen der Bundesstraße 75 und dem Schnedebusch weg müssten Erde und Grundwasser gereinigt beziehungsweise ersetzt werden, da im Baugrubenwasser aller gefundenen Leckagen deutliche Überschreitungen der Geringfügigkeitsschwellenwerte für BTEX aromatische Kohlenwasserstoffe, Toluol, Ethylbenzol, Xylole und Benzol vorlägen, wissen die Aktiven aus vertraulicher Quelle. Auch könne der Schaden bereits seit Jahren bestehen.Unterirdisch gebe es kilometerlang ein Netz von Leitungen durch die Samtgemeinde Sottrum, das Lagerstättenwasser transportiere. Wer auf der B 71 zwischen Mulmshorn und Rotenburg unterwegs sei, bekomme gegenüber der Einfahrt zur Exxon-Station auf einem Acker eine Kostprobe davon, wie solche Rohre aussehen. Dort gebe es zudem Dutzende von gelben und roten Fähnchen, die einer bestimmten Markierung dienten. Welcher, das habe aber auch Exxon mit Verweis auf eine holländische Firma nicht klären können. Die Initiative sehe sich daher in der Pflicht, vorsorglich die Wasserbehörde zu benachrichtigen.

Quelle:
Bürgerinitiative sorgt sich um Verseuchung / ExxonMobil: „Keine Gefährdung“ – Sottrum – Lkr. Rotenburg – Lokales – Kreiszeitung.

Apr 202012
 

Position des Deutschen Bauernverbandes zum „Fracking“

Das Präsidium des Deutschen Bauernverbandes (DBV) lehnt das sogenannte „Fracking“ zur Förderung von unkonventionellem Erdgas, das sich ausschließlich in porösen Gesteinsvorkommen befindet, ab. Auf Basis der aktuellen Erkenntnisse stellten sich noch eine Vielzahl von offenen Fragen und ungelösten Problemen; Risiken stünden nicht im Verhältnis zu etwaigen Vorteilen, erklärte das DBV-Präsidium in einem Positionspapier. Den vollständigen Bericht lesen Sie hier:

1. Gefährdung der Produktionsgrundlagen
Auf der Basis bisheriger Erkenntnisse ist eine Gefährdung der nachhaltigen landwirtschaftlichen
Produktion zu befürchten. Die bisher bekannt gewordenen eingesetzten und
teilweise hoch toxischen Chemikalienmengen im Flowback liegen deutlich über den
Grenzwerten.

2. Hoher Flächenverbrauch
Darüber hinaus ist für die Landwirtschaft die Frage nach der Inanspruchnahme landwirtschaftlicher
Flächen für die Erdgasförderung von großer Bedeutung

3. Bergrechtliches Genehmigungsverfahren ohne Umweltverträglichkeitsprüfung und
Öffentlichkeitsbeteiligung
Genehmigungsverfahren zur Förderung von unkonventionellem Erdgas laufen bislang
allein über das Bergrecht, das weder die Beteiligung der breiten Öffentlichkeit, noch eine
Umweltverträglichkeitsprüfung oder in einem nach Art und Umfang vergleichbaren
Verfahren vorsieht, um mögliche Risiken und Gefährdungen für die Menschen und die
Umwelt auszuschließen.

4. Unzureichende Schadensersatzregelung
Ein weiteres ungelöstes Problem stellt sich aus Sicht der Landwirtschaft bei entstehenden
Schäden.

 

Apr 132012
 

Unglaublich, was sich in Bad Laer zugetragen hat. Der Leiter des Bergamtes Klaus Söntgerath berichtete, dass die PE Rohre in Niedersachsen weiter Verwendung finden dürfen, weil ein Eignungsnachweise von unabhängigen Sachverständigen vorliegen würde.
Bekannt ist aber seit den 1980 er Jahren, dass diese für Benzole nicht geeignet sind und nach längerer Zeit diffus werden. Tausende von Metern Lagerstättenleitungen werden derzeit in Niedersachsen aufwendig saniert.
Wer hat das Langzeitgutachten erstellt?
Nach unseren Erkenntnissen gibt es nur eine kurzfristige Materialprüfung über einen Prüfzeitraum von 28 Tagen des TÜV Nord, hier wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nach 28 Tagen keine Schäden festgestellt worden sind. Es müsse aber vor der Verwendung ein Langzeittest gemacht werden.

Wurden diese Ergebnisse abgewartet? Wer hat den Langzeittest durchgeführt? Sollte diese Langzeitmaterialprüfung nicht vorgenommen worden sein, wäre es dann nicht fahrlässig diese Rohre für Lagerstättenwasser weiter zu verwenden und das Grundwasser vor diesen krebserregenden Stoffen nicht zu schützen?

Mehr Informationen zu diesen unglaublichen Formulierungen des Chefs des Landesbergamtes, finden Sie im Artikel der Neuen Osnabrücker Zeitung!

Landesbergamt und Erdgasindustrie- was läuft da falsch?

 

Ebenso wenig gefiel den Zuhörern, dass das LBEG für etwaige Bergschäden nicht zuständig ist. Entstehen beispielsweise an Gebäuden Schäden durch die Bohrungen, haftet zwar der Unternehmer, in der Beweispflicht ist aber der Geschädigte. Nahezu fassungslos hörten die Gäste zu, als Klaus Söntgerath berichtete, dass die PE-Rohre, durch die an mehreren Bohrstandorten, unter anderem in Völkersen, Benzol in den Boden entwichen ist, weiter verwendet werden dürfen. „Uns sind Eignungsnachweise von unabhängigen Sachverständigen vorgelegt worden“, sagte der Redner. Demnach halten die Rohre den erforderlichen Belastungen stand, werden nun aber jährlich überprüft.Die Anwesenden im Saal warfen dem Redner vor, dass der Ermessensspielraum offenbar zugunsten des Unternehmers ausgenutzt werde. Söntgerath betonte nochmals, dass Genehmigungen zu erteilen sind, wenn die Zulassungsvoraussetzungen da sind. Und die würden eben erst nach Antragstellung geprüft.

Quelle:
Bad Laer: Vierstündige Diskussion um das Genehmigungsverfahren bei Fracking – Lokale Nachrichten, Bilder und mehr aus und für Bad Laer | noz.de.