Sep 072015
 

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10.08.15 in der Provinz Queensland wurde die Förderung von Flözkohlegas nach drei fehlgeschlagegen Versuchen von Linc Energy mit ihrer Anlage in Chinchilla verboten. Es wurden bereits irreversible Schäden an guten Anbauflächen durch das toxische Gemisch aus Chemikalien und explosiven Gasen angerichtet.

Hunderte von Quadratkilometern guten Ackerlandes stehen vor dem Risiko, durch das toxische Gemisch geschädigt zu werden.

Linc Energy wurde zu einer Strafzahlung von 6,5 Mio Austral Dollar verurteilt.

Die Aufzeichnungen zu den Prozeßabläufen in der Tiefe von Linc selbst lassen erkennen, dass die Vorgänge sich unkontrolliert ausbreiten konnten und somit weit außerhalb der eigentlich beabsichtigten Förderzone Wirkungen entfalten.

http://www.abc.net.au/news/2015-08-10/linc-energy-secret-report-reveals-toxic-chemical-risk/6681740

Quelle: Nachricht von Mariann Lloyd-Smith von biomap@oztoxics.org vom 10.08.2015

Mai 252014
 

Frack-Betriebsplatz in Pungeşti (Chevron): Ein Toter ist zu beklagen

Frack-Betriebsplatz in Pungeşti (Chevron): Ein Toter ist zu beklagen

Ein Arbeitsunfall mit tödlichem Ausgang hat sich in der Nacht vom 18. zum 19. Mai auf Betriebsgelände ereignet, das das Unternehmen Chevron in dem rumänischen Dorf Pungeşti errichtet hat. Dies berichtet FRACK OFF ROMANIA aktuell. Der Arbeiter, der zum Subkontraktor Dafora gehörte, soll sofort tot gewesen sein, als er mit giftigen Substanzen in Kontakt kam, die auf dem Betriebsplatz lagerten, sagten lokale Gegner der örtlichen Ölbohrung. Eine anonyme Quelle innerhalb von Dafora bestätigte dies trotz Verschwiegenheitspflicht.

Bewohner des Dorfes berichteten von einem Krankenwagen und ungewöhnlichen Aktivitäten auf dem Betriebsgelände von Chevron. Nach vorläufigen Informationen soll die Leiche des Arbeiters in das gerichtsmedizinische Institut in Bacau gebracht worden sein und die Strafverfolgungsbehörden und Arbeitsschutzinspektoren begonnen haben, den Fall zu untersuchen.

Die Tatsache, dass die Presse bisher nicht über diesen schwerwiegenden Zwischenfall informiert worden sei, wirft für die Aktivisten von FRACK OFF ROMANIA die Frage auf, ob die Behörden jegliche Information über den Vorfall unterdrücken wollen – mit dem Ziel, die Bevölkerung nicht zu beunruhigen und auch nicht die Umweltaktivisten auf den Plan zu rufen, weil hier extrem gefährliche Chemikalien lagern, die in den Untergrund gepresst werden sollen. Chevron hat in Pungeşti unlängst mit der physikalischen Erkundung durch Fracking das Abteufen einer Bohrung begonnen.

Nachtrag 26.05.2014:
Eine vollständige Bestätigung dieser Meldung konnte von offiziellen Stellen bisher nicht erlangt werden. Fest steht, dass zum fraglichen Zeitpunkt sowohl Feuerwehr als auch Krankenwagen am Betriebsplatz waren, und dass besagter Arbeiter seitdem nicht mehr dort gesehen wurde. Die Information, dass Chevron in Pungeşti bereits frackt, hat sich als falsch herausgestellt: Chevron hat begonnen, eine Bohrung niederzubringen, die später gefrackt werden könnte.

Jun 092012
 

 

An einer Stahlleitung der RWE Dea AG wurde gestern erneut eine Leckage entdeckt. Die Leitung befindet sich auf dem Betriebsplatz der Bohrung Becklingen Z1 der RWE Dea AG und dient dem Transport von Lagerstättenwasser auf dem Betriebsplatz. Das Unternehmen informierte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie LBEG umgehend von dem Schaden.Nach ersten Schätzungen ist aus der Stahlleitung weniger als 1 Kubikmeter Lagerstättenwasser ausgetreten und auf den befestigten Betriebsplatz gelaufen. Die ausgetretene Flüssigkeit hat den Betriebsplatz nach jetzigem Kenntnisstand jedoch nicht verlassen. Dass in dem Wasser auch Benzol ist, erfahren wir erst auf Nachfrage. Auch die entsprechende Pressemitteilung erreichte uns nicht wie gewohnt automatisch, sondern erschien nur auf der Homepage des LBEG. Dazu Rochus Rieche vom Landesamt: “Lagerstättenwasser impliziert automatisch, dass Benzol freigesetzt wird. Die Pflanzen leiden aber eher unter dem Chlorid. Nach unserer Einschätzung ist das Benzol in dieser Menge nicht gefährlich – schließlich gibt’s das auch in jedem Trinkwasser.”

Quelle:
Erneut Schaden an Stahlleitung – “Benzol ist auch im Trinkwasser” | CelleHeute.

Mai 212012
 

Hört euch das mal an!
Bisher werden mehrere zig Millionen Liter radioaktiver, toxischer oder krebserregender Stoffe einfach in den Boden gepresst und das soll erlaubt sein. Die Politik muss die Industrie einfach stärker kontrollieren!

Bei der Förderung von Öl und Gas fallen gigantische Mengen giftiger Abwässer an. Entsorgt werden diese Stoffe oft dadurch, dass sie einfach wieder in den Boden oder ins Meer gepumpt werden. Die Opposition im Bundestag will das Thema nun stärker auf die Tagesordnung bringen.

Quelle:
Giftige Rohstoffe in Meer und Boden – Opposition kritisiert Umgang mit Abfällen der | Umwelt und Verbraucher | Deutschlandfunk.

Apr 052012
 

Wieder einmal soll klamm und heimlich nach unkonventionellem Erdgas gesucht werden. Nun ist die Politik aber anscheinend wachsamer, als noch vor Monaten. Aber lesen Sie selbst!

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg gehört zu einem 5000 Quadratkilometer Gebiet in Nordhessen, in dem der kanadische Konzern BNK mit der umstrittenen Fracking-Methode nach Erdgas suchen will.

Das gab am Mittwoch der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf bekannt. Der Kreis spricht sich gegen diese Suche aus, unter anderem wegen des Einsatzes giftiger Chemikalien.

Die deutsche Tochter des kanadischen Energieunternehmens hat beim zuständigen Regierungspräsidium Darmstadt eine Konzession zum Aufsuchen von Bodenschätzen beantragt. Dazu zählt Erdgas. Wo genau gesucht werden soll, sei bis jetzt völlig unklar, sagten Deutschendorf und Ralf Enderlein, Leiter des Fachdienstes Wasser in der Kreisverwaltung.

Das „Adler South“ genannte Untersuchungsgebiet umfasst auch Teile der Kreise Marburg-Biedenkopf, Schwalm-Eder, Kassel, Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg sowie die Stadt Kassel. Bis zum heutigen Donnerstag soll der Kreis eine Stellungnahme zu dem BNK-Antrag beim Darmstädter Regierungspräsidium abgeben. Das stieß im Korbacher Kreishaus auf massive Kritik. Denn dazu sei das Thema viel zu brisant, sagte der Erste Beigeordnete. So seien die Antragsunterlagen des Konzerns lückenhaft, außerdem sei in der kurzen Frist „nicht einmal die Behandlung in den Organen des Kreises möglich“, bemängelte Deutschendorf.

Quelle:
Fracking: Waldeck-Frankenberg sagt nein zu umstrittener Erdgas-Suche – Korbach/ Waldeck – Lokales – Nachrichten – HNA Online.

Apr 042012
 

… und genau deshalb haben wir uns dem von Exxon initierten Dialogprozess verschlossen. Der Tagesspiegel berichtet, dass die von Exxon bezahlten Wissenschaftler keine nennenswerten Gefährdungen durch die Frackingtechnologie erwarten, im gleichen Atemzug betonen sie aber immer wieder:  Wenn als richtig gemacht wird und die Aufsichtsbehörden richtig kontrollieren. Das darf man in Deutschland wohl nicht viel erwarten, wie es es sonst zu erklären, dass seit über 20 Jahren bekannt ist, dass PE Rohre nicht für die Durchleitung von Kohlenwasserstoffen geeignet sind, diese aber trotzdem Verwendung gefunden haben und nun kilometerlange Leitungen ausgetauscht werden müssen!

Eine offizielle Stellungnahme, ob Fracking eine beherrschbare Technik ist oder nicht, will der Expertenkreis am 25. April präsentieren. In Gesprächen zeichnet sich bereits eine Tendenz ab: Sofern die Anlagen nach dem heutigen Stand der Wissenschaft eingerichtet und betrieben werden, seien die Risiken vertretbar.„Die Gasfirmen werden alles tun, um Pannen zu vermeiden“, sagt der Toxikologe Ewers. „Andernfalls wäre das ohnehin geringe Vertrauen verspielt und die Technik erledigt

Quelle:
Shale Gas: Gefährliches Gemisch – Wissen – Tagesspiegel.