Jul 172015
 
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Für Widerstand sorgen die Pläne von ExxonMobil, im Nordwesten Walsrodes die doppelte Menge von Lagerstättenwasser in den Untergrund zu verpressen, wie bisher genehmigt. Einen Antrag hierzu hatte der Konzern am 2. Juli 2015 bei der zuständigen Bergbehörde gestellt.

http://www.kreiszeitung.de/lokales/rotenburg/rotenburg-ort120515/wohin-lagerstaettenwasser-exxonmobil-ziel-5111766.html

Die Verpressung von Hochdruckflüssigkeiten in den Untergrund kann zu Grundwasserkontaminationen führen und Erdbeben hervorrufen. Aus diesem Grund fordert die Bürgerinitiative Umweltschutz Uelzen das Niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) auf, den Antrag von ExxonMobil nicht zu genehmigen.

http://www.bi-uelzen.de/2015/07/exxonmobil-beantragt-erhoehung-der-lagerstaettenwasser-versenkung-in-walsrode-buergerinitiative-fordert-das-landesbergamt-lbeg-auf-keine-genehmigung-zu-erteilen/

Doch nicht nur die Bürgerinitiative wehrt sich gegen die Versenkbohrungen. Auch die Bürgermeisterin reiht sich in den lokalen Widerstand ein. Sie will eine Sondergenehmigung für den Transport des Lagerstättenwassers in Tanklastzügen des Unternehmens, der zum Teil über Gemeindestraßen erfolgen soll, verweigern.

http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Walsrode-laesst-ExxonMobil-nicht-auf-die-Strasse-,fracking660.html

Erneut zeigt sich: Die Energiekonzerne brauchen engagierten und phantasievollen Widerstand vor Ort. Nur so kann die umweltgefährdende Verpressung von Lagerstättenwasser und Flowback gestoppt werden.

 Veröffentlicht von am 17. Juli 2015
Apr 042012
 

… und genau deshalb haben wir uns dem von Exxon initierten Dialogprozess verschlossen. Der Tagesspiegel berichtet, dass die von Exxon bezahlten Wissenschaftler keine nennenswerten Gefährdungen durch die Frackingtechnologie erwarten, im gleichen Atemzug betonen sie aber immer wieder:  Wenn als richtig gemacht wird und die Aufsichtsbehörden richtig kontrollieren. Das darf man in Deutschland wohl nicht viel erwarten, wie es es sonst zu erklären, dass seit über 20 Jahren bekannt ist, dass PE Rohre nicht für die Durchleitung von Kohlenwasserstoffen geeignet sind, diese aber trotzdem Verwendung gefunden haben und nun kilometerlange Leitungen ausgetauscht werden müssen!

Eine offizielle Stellungnahme, ob Fracking eine beherrschbare Technik ist oder nicht, will der Expertenkreis am 25. April präsentieren. In Gesprächen zeichnet sich bereits eine Tendenz ab: Sofern die Anlagen nach dem heutigen Stand der Wissenschaft eingerichtet und betrieben werden, seien die Risiken vertretbar.„Die Gasfirmen werden alles tun, um Pannen zu vermeiden“, sagt der Toxikologe Ewers. „Andernfalls wäre das ohnehin geringe Vertrauen verspielt und die Technik erledigt

Quelle:
Shale Gas: Gefährliches Gemisch – Wissen – Tagesspiegel.

Feb 032012
 

Nun berichtet auch die Taz wie folgt über die undichten Leitungen in Niedersachsen.

Die Erdgasförderung in Niedersachsen ist offenbar mit einer unangenehmen Nebenwirkung verbunden. Schon zum zweiten Mal ist Benzol im Erdreich neben der Abwasserleitung einer Förderstätte gefunden worden. Das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) vermutet, dass die Plastik-Rohre, durch die das Abwasser fließt, benzoldurchlässig sind. Derzeit wird entlang des gesamten Leitungsnetzes in Niedersachsen nach Benzol gespürt.
Benzol gilt als stark Krebs erregend. Dass es im Abwasser auftaucht, hat nichts mit der umstrittenen Fördertechnik des Fracking zu tun, wie verschiedene Stellen versichern. Vielmehr gelangt es mit dem sogenannten Lagerstättenwasser an die Erdoberfläche. Wie Derek Mösche, ein Sprecher des Energiekonzerns RWE-Dea, sagt, steht in den Erdgaslagerstätten in mehreren tausend Metern Tiefe stark salzhaltiges Wasser. Wegen des hohen Drucks und der hohen Temperaturen, löst sich das Benzol aus dem Gas im Wasser.

Quelle:
Gefahr für die Umwelt: Gasförderung nicht ganz dicht – taz.de.

Jan 092012
 

RWE DEA hat trotz Suche mit Überdruck und Schnüffelgas bisher noch keine Schadstelle an der Leitung finden können, an der in der ersten Januar Woche 2012 Benzol gemessen wurde. Trotzdem sei es an mehreren Stellen zu Kontaminierungen mit Benzol gekommen. RWE DEA rgeht von einem „erheblichen Schadensfall“ aus. Die Leitung verläuft in unmittelbarer Nähe zu einem Wasserschutzgebiet.

„Er sei am Freitagabend von Sven Burmester, dem Leiter des Förderbetriebs Niedersachsen, informiert worden. Dieser habe ihm gesagt, dass er mit einem „erheblichen Schadensfall“ rechne, dessen Beseitigung langwierig sein könne.

Brandt spricht von einer „großen Verunsicherung“ in der Bevölkerung, zumal im Bereich der Leitung Kartoffeln und Getreide angebaut würden. Und wenn die Leitung hier undicht sei, dann ja womöglich auch am Rande des Trinkwasserschutzgebietes. „Das alles ist sehr besorgniserregend“, so Brandt.

Benzol ist krebserregend und hochgiftig. Bei ExxonMobil waren es erst ungeeignete Rohe, später dann ungeeignete Ventile, durch die Benzol in das umgebene Erdreich gleich mehrfach „diffundierte“.

Quelle:
Benzol im Erdreich: RWE Dea hat keine Erklärung | WESER-KURIER.

Jan 072012
 

RWE DEA meldet eine erhöhte Belastung mit Benzol im Erdreich zwischen der Bohrung Völkersen Nord-Z1 und dem Betriebsplatz der RWE DEA in Völkersen.

Die dort verlaufende Lagerstättenwasserleitung 951 wurde vorsorglich außer Betrieb genommen.

In Abstimmung mit den Behörden wird eine detaillierte Beprobung ab der zweiten Kalenderwoche Klarheit über eine möglicherweise entstandene Verunreinigung geben. Bis zur vollständigen Klärung des Sachverhaltes mit den Behörden wird die Leitung außer Betrieb bleiben. Der Transport von Lagerstättenwasser findet stattdessen mit Tankkraftwagen statt.

RWE DEA hat aus dem letzten Vorfall mit Benzolkontaminierungen aus dem August 2011 bei Völkersen immerhin gelernt, diesmal die Bevölkerung unmittelbar zu informieren. Das Unternehmen verspricht ebenfalls, unverzüglich über weitere Erkenntnisse zu berichten.

Die generellen Probleme mit dem Transport des Lagerstättenwassers, besonders die Kontaminierung von Boden und Grundwasser, bleiben dagegen bestehen. Angesichts der Häufung der Meldungen in den letzten Monaten ist damit zu rechnen, dass aus 50 Jahren Erdgasförderung in Niedersachsen noch weitere Kontaminierungen bekannt werden.

Quelle:
RWE-DEA: Leitung für Lagerstättenwasser vorsorglich außer Betrieb genommen

Jul 052011
 

In der gestrigen Ausgabe des Magazin Markt auf NDR wurde auf die Gefahr der Radioaktivität hingewiesen, die mit der Förderung von unkonventionellem Erdgas verbunden ist.  Dort heist es unter anderem: Das Märchen von der sauberen Erdgasförderung verliert nun endgültig seinen Zauber.

Auch das Ziel der fördernden Unternehmen wird hier angeprangert. So heißt es:  Ausbeute erhöhen, auch die letzten Gasreserven sollen aus dem Boden geholt werden.

Vor allem die fehlenden Kontrollen durch die Behörden in Niedersachsen werden in dem Beitrag kritisiert.

Die Einzigen, die die Werte des Lagerstättenwassers und der anfallenden Bohrgestänge, Tanks und Filter überprüfen, sind die fördernden Firmen selbst.

Alleine im letzten Jahr seien in Niedersachsen 970 Millionen Liter kontaminiertes Lagerstättenwasser wieder an anderen Stellen ins Erdreich gepumpt worden.

Hier kann man sich die Sendung nochmals ansehen.