Mrz 292012
 
Das ist auch mal wieder typisch. Nachdem Anfang 2011 festgestellt wurde, dass es durch undichte Polyethylenrohre aromatische Kohlenwasserstoffe entweichen konnten, hat man Exxon erst 1 Jahr später die Verwendung dieser Rohre untersagt. Aber wir Bürger müssen uns keine Gedanken machen, angeblich  hat zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden. Fragen stellen wir uns aber wohl!
  • Warum darf sich die Industrie hier wieder selbst kontrollieren?
  • Warum werden die Sanierungsmaßnahmen nicht von staatlicher Stelle geleitet und die Kosten der Firma übertragen?

Hier ein Auszug aus der NW-Zeitung.

Im Bereich der Erdgasförderstellen von Exxon Mobil im Raum Hengstlage/Westerburg/Charlottendorf werden in den kommenden Wochen vorbereitende Arbeiten zur Räumung des im Februar außer Betrieb genommenen Lagerstättenwasserleitungssystems vorgenommen. Zugleich werden die im vergangenen Jahr festgestellten Verunreinigungen des Erdreichs eingegrenzt und die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen in Abstimmung mit den zuständigen Behörden festgelegt. Es geht um die Beseitigung der „Altschäden“, die Anfang 2011 im Zuge der Leitungsüberprüfung festgestellt wurden. Wie die NWZ  berichtete, waren lokal begrenzte Verunreinigungen durch aromatische Kohlenwasserstoffe festgestellt worden. „Eine Gefährdung für das Umfeld besteht und bestand nicht“, so Exxon-Sprecher Hans-Hermann Nack. Deshalb wurde der Betrieb der problematischen Leitungen noch für ein Jahr von den Behörden genehmigt. Jetzt aber ist Schluss.

Quelle:
Umwelt Hengstlage: Exxon gräbt alte Leitungen aus – NWZonline.de.

Mrz 142012
 

Die CDU in Schwerte diskutierte im Rahmen eines Diskussionsforums über die Gefahren der Frackingtechnologie.

Auf Fracking in Trinkwasserschutzgebieten zu verzichten ist eine Position, die der Bund der Energiewirtschaft vertritt, dem 1800 Unternehmen angehören. Bislang liegt aber noch kein Gesetz vor, dass dieses Verfahren untersagt, ging aus den Erläuterungen von Ulrich Peterwitz hervor. Erst Mitte des Jahres werde die Landesregierung das von ihr in Auftrag gegebene Gutachten vorstellen, das sich mit Fracking befasst. Man gehe davon aus, dass die Ergebnisse maßgeblich die Haltung des Landes zum künftigen Umgang mit Fracking bedingen werde, meinte der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft.Bei der Diskussionsrunde gehörte allerdings nicht ein Vertreter von Wintershall, sondern Manager Klaus Angerer von BNK. Dieser in Kanada beheimatete Konzern will vornehmlich im Sauerland forschen, ob es dort Lagerstätten von Gas in Schiefergestein gibt und sich eine Förderung auch wirklich rechnet.Angerer erklärte, dass – anders als in den USA – die Zahl der Fördertürme sehr gering gehalten werde. Die chemischen Substanzen seien unbedenklich und das Abwasser werde den Vorschriften nach entsorgt.Peterwitz bezweifelte die Aussagen von Angerer, die er in ähnlicher Form auch von anderen Konzernen schon gehört habe. Vor allem der Vergleich, wonach die chemischen Mittel Küchenreiniger ähneln würden, bezweifelte er doch sehr. Um das Gestein, das in 1500 oder 2000 Meter Tiefe liege, aufzubrechen, könne man auf „gewisse Zusätze nicht verzichten“. Solche Beigaben könnten dann durchaus gesundheitsgefährdend sein.Große Fragezeichen setzt Peterwitz auch hinter die Entsorgung des Abwassers, das beim Fracking entsteht. Es sei schwermetallhaltig und unter Umständen auch radioaktiv belastet. Bedenklich stimme auch die Eile, die manche Konzerne geboten sehen, meinte Peterwitz. Die Gasvorräte reichen nach seinen Worten noch über 100 Jahre, von Knappheit könne aktuell keine Rede sein.

Quelle:
Chemie-Cocktail beunruhigt die Bürger | DerWesten.

Mrz 102012
 

Die Überschrift ist mal wieder nicht richtig. Wer Exxon`s Wortwahl kennt, weis mehr. Stahlhut hat lediglich bestätigt dass Leitungen in Abstimmung mit den Behörden entfernt werden. Ob das alle für alle zutrifft steht da nicht geschrieben.

Nach Bodenbelastungen in Hengstlage durch kontaminiertes Lagerstättenwasser hat ExxonMobil 13 Kilometer lange Leitungen stillgelegt. Sie werden in Abstimmung mit den Behörden entfernt. Das hat Exxon-Mitarbeiter Norbert Stahlhut einer FDP-Delegation aus dem Landkreis mit der Bundestagsabgeordneten Angelika Brunkhorst und dem Landtagsfraktionschef Christian Dürr an der Spitze bei einem Firmenbesuch berichtet. Das vor einem Jahr schon einmal im Kreishaus erörterte Thema müsse noch einmal im Fachausschuss dargestellt werden, regt Ernst-August Bode, der Vorsitzende der Kreistagsfraktion, an.Bode will außerdem dafür sorgen, dass der Fachausschuss über das umstrittene „Fracking“-Verfahren zur Erdgasförderung informiert wird. Exxon habe sich sofort bereiterklärt, dem Landkreis und den Kommunen seine Kenntnisse zu übermitteln, berichtet Bode.

Quelle:
Exxon entfernt undichte Rohre.

Mrz 092012
 

Die Öffentlichkeit zu Informieren ist leider nur ein Lippenbekenntnis. Dem Bergamt, das dem Wirtschaftsminister Bode von der FDP untersteht, sind im Zusammenhang mit der Gasförderung noch weitere etwa 200 Umweltschäden bekannt, die aber zum Schutze der Gaskonzene geheim gehalten werden.
Unfassbar ist, dass bekannterweise ungeeignete und billige Werkstoffe seit Jahren von den Gaskonzernen mit ausdrücklicher Billigung durch das Bergamt eingesetzt werden. Und obwohl dadurch schon nachweislich grosse Mengen krebserregendes Benzol ins Grundwasser gelangt sind, werden diese Materialien weiterhin eingesetzt. Auch in vielen anderen Bereichen werden bei der Gasförderung minderwertige Werkstoffe mit Genehmigung der Bergamtes eingesetzt.
Nur wenn der Schaden zu groß wird und der öffentliche Druck zu groß wird, werden ausnahmsweise diese Leitungen einmal kurzzeitig still gelegt.

Wie man dem Bericht entnehmen kann, wird die großflächige Vergiftung des Grundwassers verharmlost und von den Gaskonzernen nicht ernst genommen.

Quelle:
Gasproduktion Großenkneten: 13 Kilometer Leitungen werden entfernt – NWZonline.de.

Mrz 082012
 

das wissen aber nur wir Laien, den Mitarbeitern des Landesberamtes Niedersachsen blieb das wohl verborgen.

Im Erdgasförderfeld Völkersen sind diese PE-Rohre komplett stillgelegt worden. „Wir wollen, dass sie entfernt und nicht durch neue Leitungen ersetzt werden“, so Noltemeyer. Seines Wissens arbeite die RWE Dea an Alternativen. Die BI finde es absolut unverständlich, dass die Rohre überhaupt vom Landesbergamt genehmigt worden seien. Noltemeyer: „Als Laien haben wir innerhalb kurzer Zeit herausgefunden, dass die Schwachstellen des Materials seit 30 Jahren bekannt sind.“

Nach Angaben von Benjamin Berg wurde am Dienstagabend bekanntgegeben, dass eine Neustrukturierung des Landesbergamtes geplant ist. Derzeit kontrolliert sich die Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde selbst, für diese Aufgabe solle nun eine eigene Abteilung geschaffen werden. Außerdem sei bei Schäden eine Umkehr der Beweislast geplant wie künftig auch Umweltverträglichkeitsprüfungen vorgeschrieben werden sollten. „Da ist viel in Bewegung geraten“, sagt Noltemeyer und übt sich zugleich in Geduld: „Politisch ist das Ganze unheimlich zäh.“

Quelle:
BI: Leitungen nicht ersetzen | WESER-KURIER.

Mrz 082012
 

 

Conrad informierte vorab über die gestern verkündete Anordnung der Stilllegung von 22 Kunststoffleitungen für Lagerstättenwasser in Niedersachsen. Im April vergangenen Jahres war die Überprüfung der Leitungen angeordnet worden, im Dezember war dann ein Benzolaustritt im Bereich Völkersen festgestellt worden. Was mit den im Erdreich befindlichen Leitungen zu passieren hat, dazu haben Ministerium und Bergamtbislang keine Aussage getroffen. „Dies muss noch im Detail entschieden werden“, erklärte Söntgerath.

Dem Thema Diffusion habe man sich zu wenig gewidmet, räumte der LBEG-Mitarbeiter auf Nachfrage ein, dies könne aber auch nicht die einzige Ursache für den Benzolaustritt sein sein. Dafür seien die Konzentration an Benzol zu hoch, das passe nur zu einer Diffusion über 250 Jahre, so Söntgerath.

Durch Leitungen ist Benzol ins Erdreich gelangt, aber die Bürgerinitiative „No Fracking“ fragt sich auch: Was wurde bei dem jahrelangen Abfackeln freigesetzt?

Die RWE und anderen Konzerne dürfen machen was sie wollen, monierte ein Gast. Söntgerath wies darauf hin, dass auch das Abfackeln genehmigungspflichtig sei – wenn es dauerhaft erfolgt, kurzfristiges Abfackeln dagegen nicht.

„Und was ist kurzfristig?“, so die Nachfrage aus dem Publikum. Söntgeraths Antwort sorgte für Gelächter: „Weniger als ein Jahr.“ ·

Quelle:
„Dies muss noch im Detail entschieden werden“ – Langwedel – Lkr. Verden – Lokales – Kreiszeitung.