Mrz 082012
 

Egal ob Atomkraft oder Erdgasförderung, wenn es um die Aufklärung von Missständen geht, tuen sich beide Branchen sehr schwer. Was hat der Bürger eigentlich zu Zeiten erfahren, als es noch kein ROBINWOOD oder WWW.GEGEN-GASBOHREN.DE gab?

„Vattenfall bleibt seiner Linie der Geheimhaltung und Vertuschung treu.Erst über den TÜV erfuhr die zuständige Atomaufsicht, dass im AKW verrostete Atommüllfässer gefunden wurden“, kommentiert ROBIN WOOD-Energiereferent Dirk Seifert. „Die bisher vorliegenden Hinweise lassen die Vermutung zu, dass zahlreiche der 500 Fässer betroffen sein könnten. Das würde insbesondere für die MitarbeiterInnen in dem AKW das Risiko einer erhöhten Strahlenbelastung bedeuten.“Ähnliche Rost-Probleme könnten auch an Atommüllfässern an anderen AKW-Standorten auftreten. Allein deshalb hätte Vattenfall umgehend die Atomaufsicht informieren und eine bundesweite Überprüfung ermöglichen müssen.

Quelle:
Robin Wood » Newsdetails.

Mrz 072012
 

Wann merkt es EXXONMOBIL endlich. Wieder wurde die Bevölkerung nicht informiert!

Steyerberg/Hannover mt/dpa. Erneut ist es in Niedersachsen bei der Förderung von Erdgas zu einem Störfall gekommen. In der Gemeinde Steyerberg im Landkreis Nienburg wurde bereits in der vergangenen Woche der Austritt von Benzol aus sogenannten Lagerwasser-Transportleitungen gemeldet, sagte der Präsident des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie LBEG, Ralf Pospich, am Mittwoch in Hannover.Nach Gesprächen mit dem Förderunternehmen Exxon Mobil sei jedoch entschieden worden, die Bevölkerung zunächst nicht zu informieren. Eine Gefahr für Mensch und Umwelt bestehe nicht, betonte Pospich. Das Unternehmen hatte Benzolverunreinigungen im Boden festgestellt. Das Landesamt hatte daraufhin die Stilllegung der Leitung und eine weitere Überprüfung angeordnet.

Quelle:
Steyerberg: Erneuter Störfall mit Benzol bei Erdgasförderung | Mindener Tageblatt – Letzte Meldungen aus der Region.

Feb 292012
 

In den zurückliegenden Tagen wurde über die Medien kommuniziert, dass für Thüringen, so auch für Teile der Landkreise Nordhausen, Eichsfeld und für den Kyffhäuserkreis Aufsuchungserlaubnisse durch das Landesbergamt erteilt worden sind. Dazu erklären John Dauert, Landratskandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Christian Darr, OB-Kandidat selbiger Partei…

Die Darstellungen zum Fracking der letzten Woche, u.a. von Umweltminister Reinholz, haben wenig zur Klarheit über die Gefahren der Ausbeutung von unkonventionellen Erdgaslagerstätten beigetragen. Es wurde der Eindruck vermittelt als wäre das Fracking in Deutschland aufgrund strenger Umweltauflagen sicher.

Es ist aber Realität, dass die Politik der Industrie in diesem Fall deutlich hinterherhinkt. Denn für das Fracking ist bisher keine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgeschrieben. Mit einem solchen gesetzlich vorgeschriebenen Prüfverfahren werden die Auswirkungen eines größeren Vorhabens auf Mensch und Natur bereits im Vorfeld der Entscheidung beschrieben und bewertet.

Im Falle des Frackings kommt gerade dieser hohe Standard der deutschen Umweltgesetzgebung nicht zur Anwendung. Das heißt, dass man bisher mit einem nur den erdgasfördernden Firmen bekannten Chemiecocktail unter Tage Gesteinschichten aufbricht, um an bisher nicht erkundete und abgebaute Erdgaslagerstätten heranzukommen. Mit welchen Risiken dies behaftet ist, zeigt beispielsweise Report München vom 29.11.2011 mit Erfahrungen aus Niedersachsen. Dort wurde an verschiedenen Orten regionales Brunnenwasser durch benzolhaltiges Lagerstättenwasser verseucht.

Quelle:
Wenig Klarheit : 29.02.2012, 13.01 Uhr.

Feb 192012
 

Als sich die Interessengemeinschaft gegen-Gasbohren.de im September 2010 gründete, fiel uns zu erst auf,dass es zwischen den Behörden und der Politik auf der einen Seite und der Industrie auf der anderen Seite eine „merkwürdige“ Zusammenarbeit gab. Folgende Dinge haben uns alarmiert:

  • Auf Info-Veranstaltungen wurden identische Folien einmal mit dem Logo des Landesbergamt und der Firma ExxonMobil gezeigt. ^1
  • Das Landesbergamt verschickt einen Werbeflyer des Erdgasverbandes an von Probebohrungen betroffener Bürgermeister. Dieser Flyer soll zur Versachlichung dienen. ^2
  • Jürgen Döschner, Wirtschaftsjournalist vom WDR berichtet uns auf einer Informationsveranstaltung, dass ein Erdgasförderunternehmen bis zu 2000 Tonnen radioaktive Abfälle  jährlich aus der Erdgasförderung ohne Meldezwang entsorgen kann. Er zweifelte zumindest an, ob diese Grenze nicht schon überschritten ist. Eine staatliche Kontrolle findet derzeit nicht statt. ^3
  • Der Bundesumweltminister zieht für das Gutachten welches im Sommer diesen Jahres veröffentlicht werden soll, Informationsbroschüren des Erdgas-Wirtschaftsverbandes mit ein. Andere, unabhängige Studien werden dagegen nicht mit einbezogen. ^4
  • Im letzten Jahr besuchte eine Abteilung des Landesbergamtes Niedersachsen die USA. Einhelliger Tenor war, dass die Verhältnisse nicht auf Deutschland übertragbar seien. Die staatliche Überwachung dort sei nur ungenügend. Nach den niedersächsischen Zwischenfällen und Benzolaustritten aus einfachen PE-Leitungen stellen wir die Aufsichtspflicht der hiesigen Genehmigungsbehörden zumindest stark in Frage. Zumindest dann, wenn nicht wie jetzt wenige Dutzend, sondern mehrere Hundert Bohrungen jährlich erfolgen werden. ^5
  • Der FDP- Wirtschaftsminister Bode belohnt Erdgasfirmen, die in Niedersachsen nach unkonventionellen Erdgas bohren mit bis zu 2 Millionen Euro pro Bohrung. ^6
  • Was passieren kann, wenn sich eine Branche selbst kontrollieren darf, haben wir letztes Jahr in Fukushima erlebt. Auf Pressekonferenzen versuchte uns ein Mitarbeiter der Firma immer wieder einzutrichtern, dass selbst nach den ersten Explosionen vor Ort keine Gefahr für die Bevölkerung bestehen würde. Die Folgen sind hinreichend bekannt. Wir fragen uns, kann man einem RWE- Presseverteter noch glauben schenken, wenn er einräumt dass ein Grenzwert für krebserzeugendes Benzol mit 12.000 facher Menge überschritten ist, er aber gleichzeitig keine Gefahr für Flora, Fauna und Mensch sieht. ^7

Wir fordern dass diese Verquickung von staatlicher Aufsicht und und Industrie aufzuhören hat und die Industrie viel stärker überwacht werden muss!

Quelle:
^1 http://www.gegen-gasbohren.de/2010/12/26/landesbergamt-und-exxon-teil-2/

^2 http://www.gegen-gasbohren.de/wp-content/uploads/2010/12/WN-22.12.2010.pdf?cda6c1

^3 http://www.gegen-gasbohren.de/wp-content/uploads/2011/01/NORM-und-Shale-Gas.pdf?cda6c1

^4 http://www.gegen-gasbohren.de/2011/11/11/norbert-roettgen-bleibt-mit-fracking-studie-weit-hinter-seinen-versprechungen-zurueck/

^5 http://www.unkonventionelle-gasfoerderung.de/2011/04/22/usa-evakuierungen-nach-fracking-unfall-bei-erdgassuche/

^6 http://www.revista-online.info/archiv/online-archiv/16-058/83-gasfoerderung-durch-fracking.html

^7 http://www.weser-kurier.de/Artikel/Region/Landkreis-Verden/537679/Neuer-Rekordwert-bei-Benzol.html

 

 

Feb 182012
 

12000 Mikrogramm ist der höchste je im Zusammenhang mit der hiesigen Erdgasförderung genannte Wert.

„Wir bestätigen diese Werte“, sagte gestern Abend RWE-Sprecher Derek Bösche auf Anfrage. Sie seien in Holtebüttel an zwei Stellen in 1,20 bis 1,50 Meter Tiefe festgestellt worden.

Quelle:
Neuer Rekordwert bei Benzol | WESER-KURIER.

Feb 032012
 

Nun berichtet auch die Taz wie folgt über die undichten Leitungen in Niedersachsen.

Die Erdgasförderung in Niedersachsen ist offenbar mit einer unangenehmen Nebenwirkung verbunden. Schon zum zweiten Mal ist Benzol im Erdreich neben der Abwasserleitung einer Förderstätte gefunden worden. Das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) vermutet, dass die Plastik-Rohre, durch die das Abwasser fließt, benzoldurchlässig sind. Derzeit wird entlang des gesamten Leitungsnetzes in Niedersachsen nach Benzol gespürt.
Benzol gilt als stark Krebs erregend. Dass es im Abwasser auftaucht, hat nichts mit der umstrittenen Fördertechnik des Fracking zu tun, wie verschiedene Stellen versichern. Vielmehr gelangt es mit dem sogenannten Lagerstättenwasser an die Erdoberfläche. Wie Derek Mösche, ein Sprecher des Energiekonzerns RWE-Dea, sagt, steht in den Erdgaslagerstätten in mehreren tausend Metern Tiefe stark salzhaltiges Wasser. Wegen des hohen Drucks und der hohen Temperaturen, löst sich das Benzol aus dem Gas im Wasser.

Quelle:
Gefahr für die Umwelt: Gasförderung nicht ganz dicht – taz.de.