Bürgerinitiative in Märkisch Buchholz setzt Bürgerbefragung zu Gasbohren durch

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Aug 042015
 
2. Bohrplatzbesetzung durch 'Landschaftspaten'

2. Bohrplatzbesetzung durch ‚Landschaftspaten‘

Widerstand gegen Pläne von HammGas-Partner GdF auch in Ostdeutschland

Der weltweit viertgrößte Gasproduzent GdF treibt nicht nur im Münsterland seine Gasbohren-Pläne rücksichtslos voran. Der Konsortialpartner von HammGas beabsichtigt, auch im Landschaftsschutzgebiet und Biosphärenreservat am Tor zum Spreewald die Förderung und Aufbereitung von Gas durchzuführen. Innerhalb von 30 Jahren soll dort in einer sensiblen Landschaft zwischen Münchehofe, Birkholz, Leibsch und Märkisch Buchholz/Köthen Gas gefördert und direkt in einer Gasindustrieanlage aufbereitet und abtransportiert werden.

„Damit wird deutlich, dass Unternehmen wie GdF statt Nachhaltigkeit und Verantwortung nur die Verpflichtung zum steigenden Aktienkurs kennen“, so Jürgen Blümer von der Aktionsgruppe ‚Landschaftspaten‘, die bereits mit mehreren symbolischen Bohrplatzbesetzungen in Herbern auf die Bedrohung von Mensch und Umwelt durch Gasförderung aufmerksam gemacht haben.

Einzige Konsequenz aus dem Widerstand gegen die Bergbaupläne von GdF ist bisher die Umbenennung in ‚Engie‘. Für das Projekt in der Nähe des Spreewalds hat GdF bereits grünes Licht von der Stadtverordnetenversammlung von Märkisch Buchholz erhalten. Doch in der vergangenen Woche ist es der Bürgerinitiative vor Ort gelungen, eine Befragung der Bevölkerung zu den Gasbohren-Plänen herbei zu führen.

„Wir hoffen natürlich, dass auch in Ostdeutschland die Vernunft siegt und die Bevölkerung die Umwandlung des Spreewalds in eine Industrie- und Erdbebenregion stoppen wird“, so Blümers optimistischer Blick auf die erzwungene Befragung. Die Bürgerinitiativen gegen Gasbohren im Münsterland haben für ihren Widerstand aktuell eine Petition laufen, die sich für die Energiewende und gegen die Gasbohrenpläne des Rats der Stadt Hamm ausspricht.

https://www.openpetition.de/petition/online/fossilfreie-zukunft-fuer-hamm-buergeranregung-fuer-klimaschutz-und-gegen-gasbohren-unterstuetzen

Autor: Jürgen Blümer

 Veröffentlicht von am 4. August 2015
Sep 242014
 

200 m entfernt vom nächsten Gehöft, 500 m entfernt vom Dorf Bramhar explodierte eine Ölbohrung und brannte stundenlang

200 m entfernt vom nächsten Gehöft, 500 m entfernt vom Dorf Bramhar explodierte eine Ölbohrung und brannte stundenlang

Gestern Abend bei Einbruch der Dunkelheit ereignete sich eine Gasexplosion in einer Ölbohrung, die eben gewartet wurde. Dabei wurden vier Arbeiter schwer verletzt. Die Feuerwehren hielten das nicht löschbare Feuer über Nacht unter Kontrolle, bis es niedergebrannt war. Das Umland ist nicht umbesiedelt, wie n-tv berichtete: Für die Anwohner in den umliegenden Einzelgehöften und dem Dorf Bramhar in wenigen Hundert Metern Entfernung war es sicher eine helle Nacht.

Das LBEG nennt den Vorfall ein „Unglück“ und teilte heute Nachmittag mit:
„Bei einer Explosion und dem anschließenden Brand an der Bohrung Bramhar 10a im Erdölfeld Bramberge, in der Gemeinde Geeste (Landkreis Emsland), wurden am Abend des 23.09.2014 ein Mitarbeiter des Betreibers des Ölfeldes, der GdF SUEZ E&P GmbH, sowie drei Mitarbeiter eines Subunternehmens schwer verletzt. Die vier Verletzten wurden mit schweren Brandverletzungen in Spezialkliniken gebracht.

Das Unglück ereignete sich bei Arbeiten an der Erdölbohrung. Dazu wurde die Bohrung mit Salzwasser aufgefüllt und anschließend der Bohrlochverschluss demontiert. Beim Fortgang der Arbeiten stieg unerwartet Gas aus der Bohrung und führte zur Explosion des Gases und dem anschließendem der Brand der Ölfeldwinde. Die genaue Herkunft des Gases und die Zündquelle sind noch nicht bekannt. Der Zugang zum Bohrlochkopf wird durch die stark beschädigte Ölfeldwinde behindert, die zunächst gesichert und abgebaut werden muss. Feuerwehrkräfte sind noch im Einsatz. Durch das THW wurden vorsorglich Ölsperren in angrenzenden Gräben eingerichtet.“

Das ausströmende Gas konnte nicht gelöscht werden und musste kontrolliert abbrennen. Am Vormittag war der Brand gelöscht. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) habe als zuständige Aufsichtsbehörde am Unfallort die Ermittlungen zur Schadensursache aufgenommen, hieß es im Geozentrum Hannover. Unterstützt werde es dabei durch Polizei und Feuerwehr. Die Ermittlungen dauern derzeit noch an. LBEG-Präsident Andreas Sikorski und Minister Olaf Lies seien vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen.

Ölbohrungen im Emsland (Quelle: NIBIS-Kartenserver)

Ölbohrungen im Emsland (Quelle: NIBIS-Kartenserver)

 Veröffentlicht von am 24. September 2014

GDF Suez will am Steinhuder Meer bohren und eventuell Fracken

 Allgemein, GDF Suez, IG NRÜ "Gegen Fracking", Initiativen  Kommentare deaktiviert für GDF Suez will am Steinhuder Meer bohren und eventuell Fracken
Jan 092012
 

Das Un­ter­neh­men „GDF Suez E&P Deutsch­lan­d“ will mit der elf­ten Boh­rung wei­ter nach Erd­gas su­chen. Der Bohr­platz trägt den Na­men „Schnee­ren Süd Z1“ und liegt rund 1900 Me­ter nörd­lich von Mar­dorf ent­fernt auf ei­ner Acker­fläche am Rand des Wald­ge­bie­tes Hä­fern. Das Lan­des­amt für Berg­bau, Ener­gie und Geo­lo­gie (L­BEG) hatte aus die­sem Grund die Be­völ­ke­rung zu ei­ner In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung in das Bau­ern­café ein­ge­la­den. ­Gut 50 In­ter­es­sierte fan­den sich ein. Das LBEG geht da­von, die Ge­neh­mi­gung Ende Ok­to­ber zu er­tei­len.

„Ein mög­li­cher Frack ist Teil ei­nes ge­son­der­ten Ge­neh­mi­gungs­ver­fah­rens, das auch er­neut öf­fent­lich vor­ge­stellt wird“, sagte GDF-Pres­se­spre­cher Dr. Ste­fan Bries­ke.

„Gas de France“ – GDF – darf in Frankreich kein Fracking mehr einsetzen:

http://www.unkonventionelle-gasfoerderung.de/2011/10/06/gdf-suez-chef-haelt-fracking-fuer-unsicher-exploration-am-steinhuder-meer/

Quelle:
Weiter gehts am Häfern – Wunstorfer Stadtanzeiger – Das Mitteilungs- und Anzeigenblatt für die Wunstorfer Region.