Mrz 152012
 

Am Freitag der Vorwoche zog die OMV die Konsequenzen aus dem massiven Widerstand, der dem Energieriesen aus dem kleinen Weinviertel entgegenschlug: „Die OMV nimmt die Sorgen und die Verunsicherung der Bevölkerung sehr, sehr ernst. Um den vielen Bedenken entsprechend Rechnung tragen zu können, werden die Ergebnisse der umfassenden Umwelt- und Sozialstudien vom Umweltbundesamt und von TÜV Austria abgewartet. Bis auf Weiteres wird es daher keinen Projektantrag geben!“, sagt OMV-Sprecher Johannes Vetter.Dass das Projekt Schiefergasförderung im Weinviertel nicht so glatt und flott ablaufen werde, wie ursprünglich geplant, hatte sich bereits abgezeichnet: In den Tagen zuvor wurde immer wieder betont, dass das Projekt „in einem sehr frühen Projektstadium ist und dass auch noch nichts bei der Montanbehörde eingereicht“ sei. Bis tatsächlich Probebohrungen starten könnten, kann noch einige Zeit dauern.

Quelle:
NÖN – Niederösterreichische Nachrichten – „Weil wir es nicht wollen!“.

Mrz 052012
 

Die Förderung von Schiefergas entpuppt sich als klimaschädlicher als bisher angenommen. Der geplante Abbau von Schiefergas im Weinviertel würde zu einer zusätzlichen Belastung der österreichischen Klimabilanz um eine Milliarde Tonnen CO2-Äquivalente führen. Das sind die Ergebnisse von Greenpeace-Berechnungen auf Basis eines aktuellen Artikels des Wissenschaftsmagazin Nature.

„Die ungeklärten Risiken rund um die Gasförderung sollten uns schon genug Sorgen bereiten. Jetzt wurde Schiefergas als Klimakiller entlarvt, die Gasförderung im Weinviertel würde die öster reichische Klimabilanz auf Jahrzehnte massiv verschlechtern. Daher muss die OMV gestoppt werden, die Bundesregierung muss die Schiefergasförderung verbieten“, fordert Greenpeace-Energieexperte Jurrien Westerhof.

Ein Artikel im renommierten Wissenschaftsmagazin ‚Nature‘ weist darauf hin, dass bei der Schiefergasförderung relativ große Mengen an Gas entweichen. Diese Methan-Emissionen sind größer als bei der herkömmlichen Erdgasförderungen, was die Klimabilanz von Schiefergas stark verschlechtert und in die Nähe von Steinkohle rückt. Legt man diese Zahlen auf Österreich um, dann wäre die Klima-Wirksamkeit des Weinviertler Schiefergasvorkommens gleichzusetzen

Quelle:
Schiefergas ist ein schlimmerer Klimakiller als bisher angenommen | Greenpeace Austria.

Mrz 032012
 

Nur wenige Monate, nachdem die Bürgerinitiative „Schiefesgas“ im Weinviertel vor Wien ihre Arbeit aufgenommen hat, verzichtet die OMV nun erst einmal „freiwillig“ auf Anträge für Probebohrungen.

Zuvor hatten bereits die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden beschlossen, keine Förderung zu erlauben. Das Landesparlament hat gemeinsam für verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfungen gestimmt.

OMV: „Bis auf weiteres kein Projektantrag“Die OMV wird das Verfahren zur Schiefergasförderung nun freiwillig Prüfungen unterziehen. Das Schiefergasprojekt werde jetzt genau geprüft, auch wenn es keine gesetzliche Verpflichtung dafür gebe, sagt Johannes Vetter von der OMV. „Die OMV nimmt die Sorgen und die Verunsicherung der Bevölkerung sehr, sehr ernst. Um den vielen Bedenken entsprechend Rechnung tragen zu können, werden die Ergebnisse der umfassenden Umwelt- und Sozialstudien vom Umweltbundesamt und von TÜV Austria abgewartet. Bis auf weiteres wird es daher keinen Projektantrag geben“, so Vetter. Konkret heiße das auch, dass keine Probebohrungen beantragt werden.

Quelle:
Schiefergasbohrung: OMV lenkt ein – noe.ORF.at.

Feb 232012
 

Der Energieexperte Johannes Wahlmüller von der Umweltorganisation Global 2000 zeigt sich „erschüttert“ darüber, dass die OMV die umstrittene „Fracking“-Methode offenbar bereits in Österreich einsetze, diesen Umstand bisher aber verschwiegen habe.

Fracking gängige Praxis
Die Methode sei bereits gängige Praxis in Österreich, berichteten die Bezirksblätter Mistelbach am Mittwoch und zitierten dazu den OMV-Deep-Gas-Abteilungsleiter Hermann Spörker, der auf Anfrage bestätigte: „Wir haben im Weinviertel schon 20- bis 30-mal gefrackt“.

Umweltschützer haben Angst um Grundwasser
Das sei allerdings nicht im Zusammenhang mit Schiefergas der Fall gewesen, sondern um herkömmliche Öl- und Gasfelder besser ausbeuten zu können. Beim „Fracking“-Verfahren wird mit Chemikalien versetztes Wasser in Bohrkanäle gepumpt. Umweltschützer befürchten, dass diese Chemikalien das Grundwasser verunreinigen könnten.

Daher weist die OMV den nun erhobenen Vorwurf zurück. „Derzeit gibt es in Österreich keine Schiefergasförderung. Deshalb kann von Fracking im amerikanischen Stil nicht die Rede sein“, hieß es in einer Stellungnahme auf Anfrage der APA.

Quelle:
Umstrittene Methode: „Fracking“ wird von OMV bereits eingesetzt | Heute.at.

Feb 222012
 

Knalleffekt in der Diskussion über die umstrittenen Schiefergas-Fracking-Pläne der OMV im Weinviertel. Bislang unbekannt war die Tatsache, dass die fragliche Methode in Österreich bereits gängige Praxis ist. „Wir haben im Weinviertel schon 20- bis 30-mal gefrackt“, bestätigt OMV-Projektleiter Hermann Spörker eine Anfrage der Bezirksblätter Mistelbach. „Allerdings nicht in Zusammenhang mit Schiefergas, sondern um herkömmliche Öl- und Gasfelder besser ausbeuten zu können.“ live-PR.com – Bislang wurde beteuert, für die geplante Förderung im Weinviertel eine umweltfreundliche Methode des Frackings entwickeln zu wollen. Da die Forschung aber noch nicht abgeschlossen ist, wurde bei den bisherigen Fracking-Einsätzen im Weinviertel die konventionelle Methode angewendet. Dabei kamen laut Bezirksblätter-Recherchen auch ähnlich grundwassergefährdende Stoffe zum Einsatz, die in den USA zu enormen Umweltschäden und Bürgerprotesten geführt haben.

Quelle:
OMV betreibt in Niederösterreich bereits „Fracking“ im US-Stil.

OMV will Mega-Gasvorrat im Weinviertel ab 2020 fördern

 Allgemein, OMV  Kommentare deaktiviert für OMV will Mega-Gasvorrat im Weinviertel ab 2020 fördern
Jan 232012
 

Nun ist der Zeitplan beschlossene Sache. Im Weinviertel sollen im Sommer 2013 Probebohrungen durchgeführt werden. Dem Konzern steht ein heftiger Widerstand von Teilen der Bevölkerung entgehen. Deshalb versucht man sich als „sauberer Gasförderer“ darzustellen. Das vom Konzern favorisierte spezielle Verfahren soll ganz ohne Chemie auskommen. Mit UV Licht will man schädliche Bakterien abtöten, statt wassergefährdender Chemikalien werde man Maisstärke und Sand einsetzen. Letztendlich muss ein großer Teil des Wasser – egal ob Frackwasser oder Lagerstättenwasser – aber wieder an die Oberfläche, damit das Gas überhaupt gefördert werden kann. Spätestens dann stellt sich erneut die Frage nach der Entsorgung. Übrig bleiben in jedem Fall die bei jeder Filterung anfallenden Stoffe wie Quecksilber, Arsen, Blei, Radium-226 und die teils krebserregenden Kohlenwasserstoffe wie Benzol.

 

Quelle:
OMV will Mega-Gasvorrat im Weinviertel ab 2020 fördern.