Der schleswig-holsteinische Umweltminister kann Ölbohrungen im Wattenmeer umgehend untersagen. Das Recht ist auf seiner Seite, so ein Gutachten im Auftrag von Greenpeace

 RWE DEA  Kommentare deaktiviert für Der schleswig-holsteinische Umweltminister kann Ölbohrungen im Wattenmeer umgehend untersagen. Das Recht ist auf seiner Seite, so ein Gutachten im Auftrag von Greenpeace
Dez 152016
 

(15.12.2016) Greenpeace hat die möglichen Auswirkungen von Ölaustritten bei Bohrschäden auf den beantragten Förderplätzen der DEA im schleswig-holsteinischen Wattenmeer durch Wanderungsmessungen schwimmender Bojen untersucht.

Das Schadensausmaß wäre gewaltig.

Das schleswig-holsteinische Nationalparkgesetz gibt bestimmte Schutzvorgaben vor, die unbedingt einzuhalten sind. Der § 5 (1) ist hier entscheidend.

Deshalb ist das DEA-Vorhaben durch Minister Habeck zu verweigern.

Hier der ausführliche Greenpeace-Bericht dazu.

Jun 092012
 

 

An einer Stahlleitung der RWE Dea AG wurde gestern erneut eine Leckage entdeckt. Die Leitung befindet sich auf dem Betriebsplatz der Bohrung Becklingen Z1 der RWE Dea AG und dient dem Transport von Lagerstättenwasser auf dem Betriebsplatz. Das Unternehmen informierte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie LBEG umgehend von dem Schaden.Nach ersten Schätzungen ist aus der Stahlleitung weniger als 1 Kubikmeter Lagerstättenwasser ausgetreten und auf den befestigten Betriebsplatz gelaufen. Die ausgetretene Flüssigkeit hat den Betriebsplatz nach jetzigem Kenntnisstand jedoch nicht verlassen. Dass in dem Wasser auch Benzol ist, erfahren wir erst auf Nachfrage. Auch die entsprechende Pressemitteilung erreichte uns nicht wie gewohnt automatisch, sondern erschien nur auf der Homepage des LBEG. Dazu Rochus Rieche vom Landesamt: “Lagerstättenwasser impliziert automatisch, dass Benzol freigesetzt wird. Die Pflanzen leiden aber eher unter dem Chlorid. Nach unserer Einschätzung ist das Benzol in dieser Menge nicht gefährlich – schließlich gibt’s das auch in jedem Trinkwasser.”

Quelle:
Erneut Schaden an Stahlleitung – “Benzol ist auch im Trinkwasser” | CelleHeute.

Mai 182012
 

 

 

 

 

Das saubere Image der deutschen Erdgasindustrie bröckelt immer mehr. Wie sagte noch EXXONMOBIL Sprechesprecher Norbert Stahlhut im NDR Fernsehen: „Wir fördern seit 50 Jahren störungsfrei in Deutschland.“  Nun sollen schon ganze Gebiete durch Kollegen der RWE DEA verseucht worden sein! Die Bild berichtete heute wie folgt!

Die Schäden durch Erdgasförderungen im Kreis Verden sind nach Ansicht des Chefs der Grünen-Landtagsfraktion, Stefan Wenzel, größer als bislang erwartet. Die vom Niedersächsischen Landesbergamt erteilten Genehmigungen für die Förderung seien «leichtfertig» vergeben worden, sagte Wenzel am Donnerstag laut Mitteilung. Wenzel hatte sich am Mittwoch in Völkersen bei einem Ortstermin mit Vertretern des verantwortlichen Unternehmens RWE DEA ein Bild von den Fracking-Arbeiten gemacht. «In der Umgebung ist etwa eine Fläche von 120 bis 150 Hektar von Verseuchungen durch benzolhaltige Lagerstättenwässer betroffen», betonte Wenzel. Die Landwirte könnten auf diesen Flächen vorerst keinen Ackerbau betreiben. Ursächlich seien undichte Abwasserleitungen.

Quelle:
Grüne: Fracking-Schäden in Völkersen größer als erwartet – Hannover – Bild.de.

Mai 162012
 

Lange Zeit störte sich niemand daran, dass RWE DEA im Trinkwasserschutzgebiet nahe Völkersen seine mit Benzol und Schwermetallen kontaminierten Abfälle aus der Gasförderung in einer Versenkbohrung entsorgte.

Eingestellt wurde die Praxis, nachdem bekannt wurde, dass das Unternehmen über Jahre ungeeignete Rohre verwendete, die mehrere Kilometer Boden und Grundwasser mit Benzol vergifteten. Durch die Rohre wurde das bei der Gasförderung anfallende Lagerstättenabwasser von den Bohrplätzen zur Versenkbohrung bei Völkersen transportiert. Die Dekontaminierung wird noch Jahre dauern. Alles Benzol wird dabei nicht entfernt werden können. Die erlaubten Grenzwerte wurden um das bis zu 39.000-fache überschritten.

Mit dem Verbot der Nutzung der Rohrleitungen und heftiger Kritik an der Entsorgung in einem Trinkwasserschutzgebiet, wich RWE DEA auf eine weitere Versenkbohrstelle nahe Wittorf im Kreis Rotenburg aus. Täglich mehrere LKW Ladungen voll.

Am vergangenen Wochenende wurde auch diese Versenkbohrstelle stillgelegt, nachdem es aus bislang unbekannten Gründen zu einem Feuer kam. Über mehrere Stunden war nicht bekannt, ob dabei giftige Stoffe in der Umgebung freigesetzt wurden.

Mangels Alternativen wurde nun die Versenkbohrstelle im Trinkwasserschutzgebiet bei Völkersen wieder in Betrieb genommen. Zusätzlich zu den Abwässern aus dem Bereich Völkersen werden dort nun auch die Abwässer aus dem Kreis Rotenburg entsorgt. Dabei soll es laut Berichten der Kreiszeitung (noch nicht online verfügbar) zur Überschreitung der erlaubten Einpressmenge kommen. RWE DEA sieht keinen Grund, die umstrittene Verpressung einzustellen. Alternativen dazu gibt es bislang nicht. Möglich wäre die deutlich teurere Entsorgung als Industrieabfall mit entsprechender Behandlung, doch davor schreckt die Gasindustrie – unter anderem auch ExxonMobil, Wintershall und Gas de France – bislang zurück.

Kontaminierte Abwässer. Entsorgung in Trinkwasserschutzgebieten. Ungeklärte Brände. Sperrungen wegen Angst vor Vergiftung der Bevölkerung. Überschreitung von Einpressmengen. Jahrelange Dekontaminationsmaßnahmen…

All dies zeigt, wie fragil das System Gasförderung in Deutschland ist. Sollte es zu einem großflächigen Ausbau der unkonventionellen Gasförderung kommen, werden sich die Mengen der zu entsorgenden Abwässer noch vervielfachen. Lösungen dafür sind noch in weiter Ferne.

Quelle: http://www.nofracking.de/medien/Artikel82.htm

Mai 122012
 

RWE DEA kommt nicht aus den Schlagzeilen. Erneut kam es zu einem Vorfall bei der Gasförderung in Deutschland. Aktivkohlefilter auf der Versenkbohrstelle Grapenmühle bei Visselhövede standen in Flammen. Sie sollen das krebserregende Benzol aus dem kontaminierten Lagerstättenabwasser filtern.

Die auch als Disposalbohrung bezeichnete Anlage Grapenmühle Z1 muss zurzeit auch die mit aromatischen Kohlenwasserstoffen und Quecksilber belasteten Abwässer aus dem Bereich Völkersen aufnehmen. Dort musste die Disposalbohrung wegen undichter Leitungen und großflächiger Benzolkontaminierungen eingestellt werden.

Aktuell laufen bereits Untersuchungen wegen ausgetretenen Quecksilbers, das ebenfalls am Bohrplatz Grapenmühle Z1 gefunden wurde.

Über die Ursache des Brandes können wir nur spekulieren. So etwas hatten wir noch auf keiner von unseren Anlagen“, sagt RWE-Mann Stephan Schulze. Es sei aber klar, dass die Anlage zunächst einmal still gelegt werde, um den Störfall lückenlos zu dokumentieren. Schulze betont, dass in den Kesseln unter den Filtern „keine explosiven Stoffe oder Giftgase enthalten sind. Es sind nur Kohlenwasserstoffe, die bei der Erdgasförderung mit an die Oberfläche kommen und hier wieder verpresst werden.“ Auch das zuständige Bergamt ist gegen Mittag vor Ort, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Die Fachleute versprechen eine „lückenlose Aufklärung des Störfalls“.

Lagerstättenabwasser ist ein Begleitprodukt der Gasförderung und fällt täglich in großen Mengen an. In Niedersachsen wird es über ein knapp 800 Kilometer langes Leitungsnetz transportiert und in verschiedenen Versenkbohrstellen „entsorgt“.

Quelle:
Feuer auf der Anlage Z1: Großalarm in Grapenmühlen – Visselhövede – Lkr. Rotenburg – Lokales – Kreiszeitung.

Apr 012012
 

Unsere Freunde in Völkersen vermissen  die vom Konzern RWE DEA versprochene Transparenz.

 

„Die Dea plant eine neue Einpressbohrung – direkt neben Völkersen“. Dieser anonyme Hinweis hat gestern die Bürgerinitiative (BI) „No Fracking“ aufschrecken lassen. Deren Sprecher Andreas Noltemeyer begab sich sofort zum angegebenen Ort, zur Bohrstelle Z3 nahe der Straße Düvelshagen mitten in der Feldmark. Was er dort sah, ließ ihn vermuten, dass der unbekannte Schreiber recht haben könnte – was sich inzwischen bestätigt hat.
nicht mit Facebook verbundennicht mit Twitter verbundennicht mit Google+ verbundenEinstellungen
Die RWE Dea gab auf Nachfrage zunächst an, dass es sich bei den Arbeiten um eine sogenannte Perforationswäsche mit Salzwasser handele. Damit sollten Salzablagerungen in der Bohrung beseitigt und die Porenräume im bohrlochsnahen Lagerstättenbereich gereinigt werden, so Konzernsprecher Derek Mösche in einer E-Mail. Kurz darauf fügte er indes telefonisch hinzu, dass zugleich überprüft werde, ob das Rotliegend (eine Gesteinsschicht) für eine Verpressung des benzolhaltigen Lagerstättenwassers in Frage komme. Das wäre dann in 5000 Meter statt in gut 100 Meter Tiefe wie am Verpressungspunkt Scharnhorst.

„Was wir machen, gehört zum ganz normalen betrieblichen Ablauf“, so Mösche in der ersten Erklärung zu den jetzigen Arbeiten. Deswegen seien weder Bürger noch Bürgerinitiative informiert worden, zumal man für den gestrigen Abend eines der regelmäßigen Treffen vereinbart habe. Ergänzend sagte Mösche dann, dass die RWE Dea doch bereits angekündigt habe, nach Alternativen für die Entsorgung des Lagerstättenwassers zu suchen, nachdem ein weiterer Transport durch Kunststoffrohre ausgeschlossen worden sei. Das bei der Erdgasförderung anfallende Wasser wieder dorthin zu pumpen, wo es herkomme, sei eine Option bei den derzeitigen Überlegungen.

Quelle:
Einpressbohrung in Völkersen | WESER-KURIER.