Kassel: Diskussionen zur unkonventionellen Gasförderung

Anregende Diskussionen und viele neue Informationen. Die Veranstaltung der Gruppe Post-Fossil war ein ausgezeichneter Beitrag zur Verbreitung der Informationen zur unkonventionellen Gasförderung.

Dem schönen Wetter mag es geschuldet sein, dass nur rund 30 Menschen zur Vorführung von „Gasland“ mit anschließender Diskussion kamen. Doch das Fazit ist, dass jetzt auch in Kassel – obwohl nicht direkt betroffen – sich Menschen gegen das weltweit umstrittene Fracking-Verfahren einsetzen werden.

In Kassel hat die die BASF Tochter Wintershall ihren Sitz, die in Nordrhein-Westfalen umfangreiche Aufsuchungserlaubnisse erhalten hat. Das Unternehmen versucht sich in Berichten vom Fracking zu distanzieren, ohne es auszuschließen.

Man versucht Frack-Flüssigkeiten zu entwickeln, die die Wassergefährdungsklasse 1 oder niedriger haben.“Überdies sei sein Unternehmen nicht unerfahren in dieser Technologie. In Deutschland habe man bereits 16 mal gefrackt – unfallfrei. Er räumte aber ein, dass zwischen 50 und 80 Prozent der Frack-Flüssigkeit in 2000 bis 5000 Metern tiefe in der Lagerstätte zurückbleiben.

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/hagen/Wintershall-will-beim-Fracking-transparent-informieren-id4466619.html

Mehrere Besucher der Veranstaltung regten einen aktiven Austausch mit Wintershall an. Viele haben Bekannte, die beim Unternehmen arbeiten. Ein erster Schritt könnte sein, daß Wintershall veröffentlich, wo es „16 mal gefrackt“ hat und welche Chemikalien dabei zum Einsatz kamen. Der Transparenz würde das gut tun.

Die Gruppe Post-Fossil, übrigens mit sehr guten Kontakten nach Frankreich, wird ihren Beitrag dazu leisten.

Author

Jörn Krüger

Jörn Krüger ist Software Entwickler und engagiert sich in verschiedenen Organisationen, die Internet und bürgerliches Engagement verbinden.

Im Oktober 2010 begann er mit dem Blog unkonventionelle-gasfoerderung.de, auf dem aktuelle und internationale Nachrichten, Meinungen und Berichte zur unkonventionellen Gasförderung veröffentlicht werden. Als informierter Laie schreibt er Gastbeiträge, informiert über Fracking und steht als Gesprächspartner für Parteien und Institutionen zur Verfügung. Zum Thema kam er, als ExxonMobil im September 2010 ankündigte, in seinem Wohnort Nordwalde nach unkonventionellen Gasvorkommen zu bohren. Nach wenigen Stunden Recherche über die weltweiten Folgen von Fracking und dem geringen Informationsstand auf allen Ebenen der Entscheidenden in Politik und Wirtschaft war für ihn klar, dass hier Handlungsbedarf besteht.

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