Steht ein Fracking in Oppenwehe unmittelbar bevor? Bewachung notwendig!

Update:

Unmittelbar nach der Zulassung hatte ExxonMobil jedoch erklärt, die zugelassenen Maßnahmen nicht durchzuführen, sodass damit die Zulassung gegenstandslos geworden ist. Sollte ExxonMobil Frac-Maßnahmen nunmehr dennoch vornehmen wollen, wäre ein neues Genehmigungsverfahren erforderlich.

Quelle: http://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/presse/2011/05/066_11/index.php

Die Einrichtung der Bohrung in Oppenwehe im Nördlichen Münsterland ging rasch. Genau so schnell gab es die erste Probebohrung, doch im Januar wurde das eigentlich von ExxonMobil geplante Probefracking überraschend abgesagt:

Bei Stemwedes Bürgermeister Gerd Rybak klingelte gestern Mittag das Telefon. Hans-Hermann Nack, Sprecher des Energie-Unternehmens Exxon Mobil, war am Apparat. Kurz und knapp habe Nack ihm mitgeteilt, dass Exxon das in Oppenwehe geplante Frac-Verfahren auf Eis lege, sagte Rybak…“

Im Artikel ist auch zu lesen, das die Bezirksregierung zu diesem Zeitpunkt sagte, dass eine Gehnehmigung für das Fracking noch nicht vorliege:

Um das Frac-Verfahren einzusetzen, müsste Exxon bei der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg einen Sonderbetriebsplan beantragen. Das ist nach Angaben von Behördensprecher Jörg Linden bis zum gestrigen Tag nicht geschehen. Nur wenn die Bergbehörde einen solchen Sonderbetriebsplan genehmigen würde, hätte das Unternehmen auch die Erlaubnis, das Verfahren zur Erprobung einzusetzen, sagte Linden auf NW-Anfrage.

Ohne die Öffentlichkeit zu informieren, wurde diese aber zu einem unbekannten Zeitpunkt erteilt. Erst am 20. April 2011 erfuhr die Landesregierung vom Fracking.

Die Bezirksregierung Arnsberg berichtete dann am 20. April 2011 über eine erteilte, wenn auch nicht zur Ausführung gekommene Sonderbe­triebsplanzulassung für sogenannte Stimulationsmaßnahmen.

Momentan läuft eine Dichtheitsprüfung Lagerstättendrucktest in Oppenwehe, bei der eine unbekannte Menge Dieselöl in die Bohrung eingebracht wurde. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es immer noch in den Leitungen. Die Bezirksregierung besteht auf eine vollständige Rückführung des Dieselöls.

Die Dichtheitsprüfung könnte auf ein unmittelbar bevorstehendes Fracking hinweisen. Wir rufen die Bevölkerung in Oppenwehe auf, alle verdächtigen Arbeiten oder das Eintreffen von Lastwagen, voraussichtlich der Firma Halliburton bei uns zu melden.

Gemeinsam stoppen wir Fracking!

Quellen:
http://www.nw-news.de/lokale_news/luebbecke/luebbecke/4170031_Exxon_legt_Vorhaben_auf_Eis.html
http://www.nrw.de/meldungen-der-landesregierung/minister-voigtsberger-lueckenlose-informa-tionen-zu-erdgasbohrungen-10825/

Author

Jörn Krüger

Jörn Krüger ist Software Entwickler und engagiert sich in verschiedenen Organisationen, die Internet und bürgerliches Engagement verbinden.

Im Oktober 2010 begann er mit dem Blog unkonventionelle-gasfoerderung.de, auf dem aktuelle und internationale Nachrichten, Meinungen und Berichte zur unkonventionellen Gasförderung veröffentlicht werden. Als informierter Laie schreibt er Gastbeiträge, informiert über Fracking und steht als Gesprächspartner für Parteien und Institutionen zur Verfügung. Zum Thema kam er, als ExxonMobil im September 2010 ankündigte, in seinem Wohnort Nordwalde nach unkonventionellen Gasvorkommen zu bohren. Nach wenigen Stunden Recherche über die weltweiten Folgen von Fracking und dem geringen Informationsstand auf allen Ebenen der Entscheidenden in Politik und Wirtschaft war für ihn klar, dass hier Handlungsbedarf besteht.

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