Feuer auf Versenkbohrstelle für Lagerstättenwasser von RWE DEA

RWE DEA kommt nicht aus den Schlagzeilen. Erneut kam es zu einem Vorfall bei der Gasförderung in Deutschland. Aktivkohlefilter auf der Versenkbohrstelle Grapenmühle bei Visselhövede standen in Flammen. Sie sollen das krebserregende Benzol aus dem kontaminierten Lagerstättenabwasser filtern.

Die auch als Disposalbohrung bezeichnete Anlage Grapenmühle Z1 muss zurzeit auch die mit aromatischen Kohlenwasserstoffen und Quecksilber belasteten Abwässer aus dem Bereich Völkersen aufnehmen. Dort musste die Disposalbohrung wegen undichter Leitungen und großflächiger Benzolkontaminierungen eingestellt werden.

Aktuell laufen bereits Untersuchungen wegen ausgetretenen Quecksilbers, das ebenfalls am Bohrplatz Grapenmühle Z1 gefunden wurde.

Über die Ursache des Brandes können wir nur spekulieren. So etwas hatten wir noch auf keiner von unseren Anlagen“, sagt RWE-Mann Stephan Schulze. Es sei aber klar, dass die Anlage zunächst einmal still gelegt werde, um den Störfall lückenlos zu dokumentieren. Schulze betont, dass in den Kesseln unter den Filtern „keine explosiven Stoffe oder Giftgase enthalten sind. Es sind nur Kohlenwasserstoffe, die bei der Erdgasförderung mit an die Oberfläche kommen und hier wieder verpresst werden.“ Auch das zuständige Bergamt ist gegen Mittag vor Ort, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Die Fachleute versprechen eine „lückenlose Aufklärung des Störfalls“.

Lagerstättenabwasser ist ein Begleitprodukt der Gasförderung und fällt täglich in großen Mengen an. In Niedersachsen wird es über ein knapp 800 Kilometer langes Leitungsnetz transportiert und in verschiedenen Versenkbohrstellen „entsorgt“.

Quelle:
Feuer auf der Anlage Z1: Großalarm in Grapenmühlen – Visselhövede – Lkr. Rotenburg – Lokales – Kreiszeitung.

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Jörn Krüger

Jörn Krüger ist Software Entwickler und engagiert sich in verschiedenen Organisationen, die Internet und bürgerliches Engagement verbinden.

Im Oktober 2010 begann er mit dem Blog unkonventionelle-gasfoerderung.de, auf dem aktuelle und internationale Nachrichten, Meinungen und Berichte zur unkonventionellen Gasförderung veröffentlicht werden. Als informierter Laie schreibt er Gastbeiträge, informiert über Fracking und steht als Gesprächspartner für Parteien und Institutionen zur Verfügung. Zum Thema kam er, als ExxonMobil im September 2010 ankündigte, in seinem Wohnort Nordwalde nach unkonventionellen Gasvorkommen zu bohren. Nach wenigen Stunden Recherche über die weltweiten Folgen von Fracking und dem geringen Informationsstand auf allen Ebenen der Entscheidenden in Politik und Wirtschaft war für ihn klar, dass hier Handlungsbedarf besteht.

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