Politische Mehrheit in Thüringen gegen Fracking

In Thüringen hat sich der Gasinvestor BNK Petroleum große Gebiete für die Erschließung von Schiefergasvorkommen  gesichert. Die Vorkommen können nur mit dem weltweit umstrittenen, teils verbotenen Fracking Verfahren erschlossen werden.

Der Landtag in Thüringen will sich jetzt dem faktischen Moratorium von Nordrhein-Westfalen anschließen. Erst soll untersucht werden, ob und wie eine Gewinnung ohne Risiken für Mensch und Natur überhaupt möglich wäre.

Das Gutachten aus NRW soll im September 2012 veröffentlicht werden. Bislang sieht es so aus, als ob sich daraus kein abschließendes Urteil ergeben wird. Unternehmen wie Wintershall und RWE DEA erschweren außerdem die Faktensammlung, da sie keine Informationen über die beim Fracking eingesetzten Chemikalien veröffentlichen wollen.

Dass der Landtag mit breiter Mehrheit Fracking ablehnt, ist ziemlich sicher Linke und Grüne hatten bereits vorher gegen diese Erdgas-Gewinnung Stellung bezogen.Allerdings lassen CDU und SPD den Erdgas-Suchern in Thüringen ist es der kanadische Konzern BNK eine Hintertür offen. Sie binden ihre endgültige Position an Studien des Umweltbundesamts und des Landes Nordrhein-Westfalen zu den Risiken für Mensch und Umwelt aus der Gasgewinnung per Fracking. Solange diese Studien nicht hinreichend ausgewertet seien, soll es in Thüringen keine Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten geben, sagte Egon Primas , umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.

Quelle:
CDU und SPD gegen Fracking als Erdgas-Gewinnung in Thüringen | OTZ.

Author

Jörn Krüger

Jörn Krüger ist Software Entwickler und engagiert sich in verschiedenen Organisationen, die Internet und bürgerliches Engagement verbinden.

Im Oktober 2010 begann er mit dem Blog unkonventionelle-gasfoerderung.de, auf dem aktuelle und internationale Nachrichten, Meinungen und Berichte zur unkonventionellen Gasförderung veröffentlicht werden. Als informierter Laie schreibt er Gastbeiträge, informiert über Fracking und steht als Gesprächspartner für Parteien und Institutionen zur Verfügung. Zum Thema kam er, als ExxonMobil im September 2010 ankündigte, in seinem Wohnort Nordwalde nach unkonventionellen Gasvorkommen zu bohren. Nach wenigen Stunden Recherche über die weltweiten Folgen von Fracking und dem geringen Informationsstand auf allen Ebenen der Entscheidenden in Politik und Wirtschaft war für ihn klar, dass hier Handlungsbedarf besteht.

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