Stadt Rotenburg sagt Nein zu Lagerstättenwasserleitung und Fracking

Die Stadt Rotenburg lehnt den Neubau einer Lagerstättenwasser-Leitung auf ihrem Gebiet ab. In der Vergangenheit kam es bei diesen Leitungen immer wieder zu Schäden. Auch diese soll wieder in unmittelbarer Nähe eines Trinkwasserschutzgebietes verlegt werden.

Die Verpressung von Lagerstättenabwasser ist eine kostengünstige Alternative für die Unternehmen. Alternativen sind die Behandlung als Industrieabwasser direkt am Ort der Entstehung.

Hintergrund ist die geplante Verlegung einer Lagerstättenwasserleitung im Bereich des Betriebs in Bötersen von Exxon Mobil, erklären Bürgermeister Detlef Eichinger und Andrea Rieß, die bei der Stadt für Umweltschutz zuständig ist. „Wir werden das Ganze ablehnen“, macht Eichinger deutlich.

Ebenfalls abgelehnt wird ein Fracking der Bohrung Z11.

„Für Stadt und Stadtwerke bleibt es dabei, das Fracking abzulehnen“, betont Eichinger insbesondere mit Blick auf den Trinkwasserschutz.“

Nach dem geltenden Bergrecht ist die Anhörung der betroffenen Gemeinden optional. Das Bergamt als Vertreter des Unternehmens kann beide Maßnahmen auch gegen den Willen des Rates und der Bevölkerung durchsetzen.

Quelle:
Stadt mit klarem Nein – Contra Lagerstättenwasserleitung und Fracking – Zeitung im Landkreis Rotenburg – Rotenburger Rundschau.

Author

Jörn Krüger

Jörn Krüger ist Software Entwickler und engagiert sich in verschiedenen Organisationen, die Internet und bürgerliches Engagement verbinden.

Im Oktober 2010 begann er mit dem Blog unkonventionelle-gasfoerderung.de, auf dem aktuelle und internationale Nachrichten, Meinungen und Berichte zur unkonventionellen Gasförderung veröffentlicht werden. Als informierter Laie schreibt er Gastbeiträge, informiert über Fracking und steht als Gesprächspartner für Parteien und Institutionen zur Verfügung. Zum Thema kam er, als ExxonMobil im September 2010 ankündigte, in seinem Wohnort Nordwalde nach unkonventionellen Gasvorkommen zu bohren. Nach wenigen Stunden Recherche über die weltweiten Folgen von Fracking und dem geringen Informationsstand auf allen Ebenen der Entscheidenden in Politik und Wirtschaft war für ihn klar, dass hier Handlungsbedarf besteht.

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