Sep 062012
 

Die Umweltfolgen der Gasförderung haben unsere Freunde in Niedersachsen bereits zu spüren bekommen. Hier wird Lagerstätten und Frackflüssigkeit einfach in ausgediente Lagerstätten gepumpt. Kann das sicher sein?

In Bezug auf das Trinkwasser erklärt die Bürgerinitiative, dass sich die Bohrstelle Bötersen Z11 direkt über dem östlichen Arm der Rotenburger Rinne befinde, wo die Exxon nach Gas bohren und das Fracking-Verfahren mit Chemikalien einsetzen will. „An dieser Stelle ist die Rinne bereits durchbohrt. Das Lagerstättenwasser enthält Benzol Kohlenwasserstoff, leicht entzündbar, krebserregend, Strontium, Blei und Quecksilber toxisch sowie Radon radioaktives Element. Auch das wasserlösliche Radium 226, das mit dem Lagerstättenwasser versenkt wird, kann über das Grundwasser in Trinkwasserzonen und damit in die Nahrungskette gelangen.“ Im menschlichen Körper könne es Lungen- und Knochenkrebs auslösen, so die BI. Radium 226 hat eine Halbwertszeit von 1.600 Jahren. „Wir wollen keine Panik verbreiten, wir sind auch nicht gegen vernünftige Industrieprojekte. Wir wenden uns jedoch gegen eine Verharmlosung der Gefahrensituation und wollen uns nicht von statischen Berechnungen der Exxon abhängig machen“, so die Bürgerinitiative. „Die Energieunternehmen werden, wenn die Lagerstätten ausgebeutet und die Versenkbohrstellen bis an den Rand gefüllt sind, ihre Geräte und Anlagen abbauen und die Bohrstellen verlassen. Die örtliche Bevölkerung wird jedoch gegebenenfalls auf kontaminierten Böden und mit verseuchten Wasserzonen zurückbleiben. Das wollen wir im Interesse der Bevölkerung verhindern. Wir bitten darum, dass sich alle und insbesondere Politiker unabhängig informieren.“

Quelle:
Gefahren verharmlost – Bürgerinitiative reagiert auf Dreyers Äußerung – Zeitung im Landkreis Rotenburg – Rotenburger Rundschau.

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