Mai 132013
 

Anders als das Handelsblatt, berichtet das manager-magazin viel kritischer über den Fracking Boom. Man nimmt  hier die Stimmung von mehreren Ratingagenturen und Finanzjongleuren auf. Diese sind der Überzeugung, dass die Gasblase bald platzen wird. Die förderbaren Mengen sollen mindestens 100 % schlechter sein.  Es werden sogar Vermutungen geäußert, dass Parallelen zur Banken und Immobilienkrise vorhanden sind. Wohl möglich fallen deswegen die vielen Rohstofffonds. Noch fataler wäre ist, dass sogar Praktiken vorhanden sein sollen, die bei der Pleite des Energieriesen Encon eine wichtige Rolle spielten. (Wiki zu Encon: Enron beschäftigte etwa 22.000 Mitarbeiter und verursachte im Jahr 2001 aufgrund fortgesetzter Bilanzfälschungen einen der größten Unternehmensskandale, den die US-Wirtschaft bislang erlebte)

 

Diese Thesen stellt das Magazin im Einzelnen auf. Wir empfehlen ihnen diesen Artikel ausdrücklich.

  • 1.  Amerikas Schiefergas-Boom droht jähes Ende

 Auszug: Trotz des Fracking-Booms: Die viel beschworene Renaissance der US-Industrie durch niedrige Energiepreise lässt auf sich warten. Zudem drohen Quellen vorzeitig zu versiegen. Im schlimmsten Fall könnte die Gas-Gier ähnliche Folgen haben wie 2008 der Immobilienhype.

  • 2. Rosige Prognosen der Wall Street in der Kritik

Auszug: Einer der Kritiker ist Arthur Berman, ein Geologe und Teilhaber der Beratungsgesellschaft Labyrinth Consulting Services in Houston. Berman wirft den Analysten der Wall Street und deren Investmentbanken vor, viel zu rosige Prognosen abgegeben zu haben.Berman kritisiert, in die gängigen Vorhersagen seien die eklatanten Erschöpfungsraten, die zu jährlichen Produktionsminderungen bestehender Bohrquellen von 30 bis 60 Prozent führen, nicht eingearbeitet worden. Die Aussicht auf eine Unabhängigkeit der USA von Energieimporten hält der Geologe schlicht für eine „Illusion.

  • 3. Banken basteln wieder toxische Verbriefungen – mit erhofften Gas-Gewinnen

Auszug: „Als die Preise plumpsten“, so Rogers, „spielte die Wall Street das Anlagevermögen gebeutelter Schieferfirmen den größeren Playern der Branche zu.“ Brisanter noch ist aber dieser Vorwurf von Rogers: „Die zu erwartenden Einnahmen von Schieferfirmen wurden ähnlich wie die hypothekenbesicherten Derivate vor der Finanzkrise 2008 gebündelt und mit der fragwürdigen Besicherung an Fonds verkauft.“

  • 4. Chesapeake – ein „Enron mit Bohrtürmen“?

Auszug: In US-Medien wurde Chesapeake als „Enron mit Bohrtürmen“ bezeichnet, nachdem bekannt wurde, dass der CEO des Unternehmens, Aubrey McClendon einen Milliardenkredit für die Expansion der Bohrkapazität aufgenommen hatte und dafür seinen Anteil in den neuen Bohrtürmen als Sicherheit verwendete. McClendon bezeichnete Chesapeake im Frühjahr 2012 als den „weltweit größten Fracker“

 

 

Quelle:
Fracking: Amerikas Schiefergas-Boom droht jähes Ende – manager magazin – Unternehmen.

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