Mai 312013
 

„Eine Reise, die man sich hätte sparen können: viel gesehen, aber nichts dazu gelernt!“

So kommentiert Ingrid Remmers, LINKE Bundestagsabgeordnete, die Äußerungen der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Kraft nach ihrem Besuch kanadischer Fracking-Anlagen.

„Der Erkenntnisgewinn der Ministerpräsidentin scheint recht klein zu sein, bleibt sie doch unverändert dabei, Fracking ohne den Zusatz von giftigen Chemikalien erlauben zu wollen. Ihre restlichen Äußerungen, also eine vermeintlich große Skepsis gegenüber dem Verfahren, kann man angesichts dessen unter der Kategorie Wahlkampfrhetorik abhaken. DIE LINKE wird sich weiterhin, an der Seite zahlreicher Bürgerinitiativen und der Mehrheit der Bevölkerung, für ein wirkliches Fracking-Verbot einsetzen.“

 

Ein generelles Fracking-Verbot sei dringend notwendig, so Remmers weiter. Es stehe viel zu viel auf dem Spiel bei der weiteren Erprobung der hochriskanten Fördermethode. Auch ohne den Einsatz von giftigen Chemikalien, dem so genannten „clean Fracking“, blieben Risiken, deren Auswirkungen im Ernstfall nahezu irreperabel seien. Remmers erklärt:

„Die Frage der geordneten Entsorgung der durch die Förderung stark belasteten Frack-Flüssigkeiten ist bislang ungelöst. Eine Verpressung in alten Bohrungen, wie derzeit von der Industrie als billigste Lösung favorisiert, kann nicht in Frage kommen. Die Gefahr von Erdstößen besteht weiterhin oder die Tatsache, dass entweichendes Methan zu negativen Klimabilanzen für diese Art der Energiegewinnung führt.“

Hinzu käme der erhebliche Flächenbedarf und kaum neue Arbeitsplätze.

„Das hätte Frau Kraft in Kanada erfahren können,“ kritisiert die LINKE Abgeordnete.

 

Ingrid Remmers fordert die Ministerpräsidentin auf, endlich Farbe zu bekennen. „Frau Kraft täte gut daran, sich nicht weiter weg zu ducken und das Thema auf den Tag nach der Bundestagswahl zu verschieben. Diese Strategie fällt derzeit schon der Bundesregierung auf die Füße. Glaubt man in den Parteizentralen von SPD, Grünen und CDU ernsthaft, dass die Menschen nicht durchschauen, dass alle drei Fracking erlauben wollen, sich nur über den Zeitpunkt und den Umfang der Zugeständnisse noch uneins sind?“

 

„Ich begrüße ausdrücklich die Entscheidung des spanischen Regionalparlaments von Kantabrien, das Fracking Vorhaben aufgrund von Umweltbedenken abgelehnt hat. Und auch hier müssen wir mit Hochdampf an einer ökologisch sinnvollen und sozial gerechten Energiewende arbeiten. Fracking genügt keinem der beiden Ansprüche. Warum sollten wir es dann in Deutschland zulassen? Dafür habe ich noch kein vernünftiges Argument gehört!“

so Remmers abschließend

 

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