Jun 272013
 

11 Milliarden Liter Abwässser aus der Gasindustrie werden jährlich durch sogenannte Versenkbohrungen mit hohem Druck ins Erdreich verpresst. Das geschieht sogar in Wasserschutzgebieten. Nun erkennt die Ausichtsbehörde: „Ein gewisses Risiko bestehe“ dass giftiges Lagerstättenwasser durch Risse im Gestein ins Trinkwasser gelangen könnten, zumindest kann es  das Bergamt „nicht ausschließen“ und man sei gerade dabei, die Vorgänge zu verstehen. Die Behörde, die angeblich die Gasindustrie seit 30 Jahren „kontrolliert“, hält eine Reinigung des Abwassers technisch für möglich, verfügt diese jedoch nicht. Ein Verbot „sei nicht so einfach“, die Unternehmen könnten sich auf ihre Genehmigungen berufen und gegebenenfalls Klage einreichen und Schadenersatz fordern.

MÜSSEN DIE ERSTEN BRUNNEN ERST VERGIFTET SEIN, BIS MAN UMDENKT! DAS GANZE ERINNERT UNS  AN DIE ATOMENERGIE. ES MUSS ERST WAS SCHLIMMES PASSIEREN, BIS EIN POLITIKER SEIN TUN ÜBERDENKT!

 

Hier der Weserkurier:

Die Diskussion um das giftige Lagerstättenwasser aus der Erdgasförderung hat offenbar auch die zuständige Aufsichtsbehörde nachdenklich gemacht. „Wir werden die Versenkbohrstellen neu bewerten“, sagte jetzt Klaus Söntgerath, Abteilungsleiter im Landesamt für Bergbau, Energiewirtschaft und Geoinformationssystem LBEG, im Umweltausschuss des Landkreises. Er bekräftigte damit eine gleich lautende Aussage seiner Behörde in einem am Dienstag erschienenen Interview mit der WÜMME-ZEITUNG. Damit reagiert das LBEG offenbar auf die Sorgen vieler Menschen, durch das Verpressen großer Mengen belasteten Abwassers in das Erdreich könnte das Grundwasser gefährdet werden.Die neue Aufgeschlossenheit der Landesbehörde wird von der Bürgerinitiative „Frackloses Gasbohren“ als Durchbruch gesehen. Das Bergamt habe zu dem Problem lange geschwiegen, meint BI-Sprecher Harms von Quintus-Icilius. Und der Vorsitzende des Umweltausschusses, Volker Kullik, kommentierte die neue Linie der Behörde so: „Die Bevölkerung hat ihr Amt bisher als Beschwichtiger wahrgenommen. Nun sehe ich erstmals Fragezeichen bei Ihnen.“ Das sei erfreulich.

Quelle:
Bergamt will Fracking überprüfen – Zeitungen – WESER-KURIER.

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