Jul 172013
 

Ein ganzer Kreis gegen Fracking!!!!

Doch das sah die Mehrheit des Kreistags anders. SPD-Fraktionschef Thomas Förderer erklärte, dadurch, dass der nördliche Bereich der Gemeinde Finnentrop in der so genannten „Fracking-Kulisse NRW“ liege, sei in jedem Fall eine Betroffenheit vorhanden. Er beantragte, das Wörtchen „nicht“ in der Beschlussvorlage zu streichen und damit der Resolution beizutreten.

Auch die UWG positionierte sich klar. Gerhard Jung erklärte: „Gift in die Erde zu pressen, ist ethisch und moralisch nicht zu vertreten.“ Fred Josef Hansen (Grüne) fand, man solle sich „ohne Wenn und Aber“ anschließen. Kreisdirektor Theo Melcher versuchte, die Rechtslage aus seiner Sicht noch einmal darzustellen: „Es geht nicht um Inhaltliches, sondern um Formales. Ich sehe darin keine Angelegenheit des Kreises, Sie können diese Betroffenheit konstruieren, ich habe damit kein Problem.“ Dorothe Jung, Einzel-Abgeordnete der Linken, erklärte, ihre Partei sei grundsätzlich gegen das Fracking. Josef Geuecke (CDU) hingegen betonte, er sei als Landwirt wahrlich kein Freund des Fracking, aber er habe etwas gegen „Resolutionen, die uns nicht helfen“. Doch sein Parteifreund Frank Kersting meldete sich: Er habe kürzlich den Film „Gasland“ gesehen, und wer diesen gesehen habe, der müsse gegen Fracking sein.

Quelle:
Olpe – Fanal gegen das Fracking – Siegener-Zeitung – Nachrichten aus Siegen, Wittgenstein, Olpe u. Umgebung.

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