Jul 242013
 

Von Volker Fritz:

Das Thema induzierter Erdbeben durch Fracking und durch das Verpressen von Lagerstättenwasser kann nach diesem Bericht des „The Guardian“ vom 11.07.13 nicht mehr einfach vom Tisch gewischt werden. Der Titel ist schon interessant: PUMPING WATER UNDERGROUND COULD TRIGGER MAJOR EARTHQUAKE

Die Argumentationen des LBEG und der BGR sind damit nicht mehr zu halten!

Die Wissenschaftler fanden deutliche Zusammenhänge zwischen der Menge des eingepressten Wassers und der Zahl von Erdbeben. Es ist schon bekannt, dass das Einpressen großer Wassermengen in den Untergrund kleine Erdbeben in der Nähe von Geothermie-Kraftwerken  und Fracking-Plätzen auslösen kann. Jedoch legt die neue Feststellung das Potential für viel größere Erdbeben offen, mit Ausschlägen von 4 oder 5 auf der Richter-Skala, in Abhängigkeit von der Schwächung schon vorhandener Störungen im Untergrund durch den erhöhten Flüssigkeitsdruck. Die Wasserinjektionen scheinen Risse im Gestein auszulösen, wodurch es anfällig wird für Anstöße durch Beben, die Tausende von Meilen entfernt erfolgen.

Nicholas van der Elst, ein führender Mitautor der Untersuchung:

„Diese Flüssigkeiten bringen Untergrundstörstellen an ihre Kipppunkte.“ 

Die Untersuchungen wurden im Fachjournal „Science“ am 01.07.2013 veröffentlicht. Prof. Brodsky sagte, sie hätten einen klaren Zusammenhang zwischen den Mengen an Wasser, die in den Boden gepresst und die daraus gefördert wurden und der Zahl der Erdbeben gefunden. Eine andere Schlüsselaussaage aus dieser Forschung zeigt, dass Plätze, an denen große Mengen Wasser über längere Zeit in den Untergrund gepumpt worden sind, über Jahrzehnte hinweg, anfälliger für große Beben sind, die durch Erdbeben in anderen Teilen der Welt verursacht wurden. Durch starke Erdbeben in Chile 2010, Japan 2011 und Sumatra 2012 wurden jedes Mal mittelstarke Beben in den zentralen US-Staaten ausgelöst in Bereichen, wo in der Nähe Wasser in den Boden gepumpt worden war. Das stärkste dieser induzierten Erdbeben mit einer Stärke von 5,7 nach Richter zerstörte 14 Häuser und verletzte 2 Menschen.

Van der Elst:

Es ist ein wichtiges Thema für die Zukunft, dass wir über das Verpressen von Flüssigkeiten Erkenntnisse gewinnen.“

Fazit: Die Befürchtung auf verstärkte Erdbeben bei verstärkter Förderung hat an Gewicht zugenommen.

Quelle: http://www.guardian.co.uk/science/2013/jul/11/fracking-water-injection-major-earthquakes

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