Jul 022014
 

Während in NRW alle gucken was Exxon Mobil macht, bereitet die HammGas GmbH & Co. KG einen Antrag auf Probebohrungen vor. Wieder einmal nur auf Anfrage der Medien wurde das jetzt bekannt. Auffallend ist, dass erst kürzlich ein Gesellschafter aus dem Konsortium seine Anteile an der HammGas an die PVG verkauft hat. Dieser Ex-Gesellschafter, Dr. Gaschnitz, ist in „Gasbohrkreisen“ kein Unbekannter. In dem betroffenen Gebiet geht es um Kohleflözgas, das vor ca. 20 Jahren schon durch Probebohrungen (Conoco) untersucht wurde. Die Probe lässt schon den Schluss zu, dass eine Förderung des Gases ohne Fracking sehr unwahrscheinlich sein wird. So äußerte sich jedenfalls eben dieser Dr. Gaschnitz in einem TV-Beitrag der Lokalzeit Dortmund (WDR).Die kürzlich von HammGas engagierten Fachleute für Krisenkommunikation, Public affairs ( lt. Wikipedia Politikkontaktarbeit!) und Unternehmenskommunikation behauptet in diesem Beitrag „…wir verwenden hier nur Wasser. Hier werden keine zusätzlichen Stoff eingeführt… Fracking würde die natürlichen Gasmigrationswege zerstören…“.

Was soll nun dieser Unsinn wieder? Hier sollen wir doch schon wieder für dumm verkauft werden. Plötzlich soll Fracking die natürlichen Gasmigrationswege zerstören? Und außerdem Fracking steht für „Hydraulic Fracturing“. Nicht für „Nutzen von Chemikalien“! Nur mit Wasser fracken ist auch fracken. Und Lagerstättenwasser kommt auch mit hoch. Und Benzol, Quecksilber und Radioaktive Stoffe auch.  Und das Erdbebenrisiko steigt auch. Und eine ausreichende Haftungsregelung für Schäden durch die Erdbeben gibt es immer noch nicht. Und die Flächen müssen für die Bohrung (dafür braucht man auch Chemiekalien) auch versiegelt werden. Und der Schwerlastverkehr wird auch mehr. Und im Flächennutzungsplan steht immer noch nichts davon. Und Störfallmanagement gibt es immer noch nicht. Und ein Monitoring auch nicht. Und…. Und…. Und….

Wir sind gespannt in welchem Aufsuchungsfeld die Probebohrung stattfinden soll. Donar vielleicht? Sicher ist auf jeden Fall. Wir Bürgerinnen und Bürger wollen das nicht. Weder von Exxon Mobil oder von HammGas oder sonstwem. Weder mit noch ohne Chemie. Weder hier noch anderswo!

WDR-Lokalzeit

Artikel der WA

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