Okt 092014
 
Internationaler Aktionstag gegen Fracking und gegen die Freihandelsabkommen
Weltweit Protestaktionen angekündigt

decentral

Von Düren bis Perth, von Vermont bis Bayern, von Indien bis zum Senegal – am kommenden Samstag sind weltweit Tausende Aktionen und Demonstrationen gegen Fracking und gegen die geplanten Freihandelsabkommen angekündigt. Auch in Deutschland organisieren zahlreiche Initiativen, NGOs, Verbände und Gewerkschaften viele dezentrale Aktionen. Anlässlich des internationalen Aktionstags gegen Fracking – Global Frackdown Day – rufen der Zusammenschluss der Initiativen Gegen Gasbohren und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) zur Teilnahme oder auch zur Selbstorganisation von weiteren Aktionen auf. Der BBU setzt sich konsequent für ein ausnahmsloses Fracking-Verbot ein und ist gerne bei der Planung von Aktionen behilflich.

An dem Aktionstag „Global FrackDown“ beteiligen sich Initiativen und Verbände in zahlreichen Ländern mit Schwerpunkten in den USA und in Europa. In Europa werden u. a. in Frankreich, Spanien, Großbritannien sowie in der Bundesrepublik Deutschland Aktionen stattfinden. Aber auch in Ländern wie Indien, Peru und Senegal werden am Samstag Anti-Fracking-Proteste durchgeführt. „Die Risiken, die mit der Gasförderung nach dem Fracking-Verfahren verbunden sind, gefährden die Umwelt und die Menschen in vielen Staaten. Das löst weltweit berechtigte Proteste gegen Energiekonzerne und industriehörige Regierungen aus“, so BBU-Pressereferent Udo Buchholz.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU betont, dass es sich bei Fracking um eine unbeherrschbare Risikotechnologie handelt. „Großflächige Grundwasserverunreinigungen, unkontrollierbare Gasmigrationen, erhebliche Belastungen der Luft und eine ungelöste Entsorgungsproblematik des Flowbacks, der gefährlichen Mischung aus verbrauchten Frackflüssigkeiten und Lagerstättenwasser, drohen.”

In der Bundesrepublik wird es am Samstag gleich in mehreren Bundesländern Anti-Fracking-Aktionen geben. Mit Unterschriftensammlungen – insbesondere für die selbstorganisierte „Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA“ (http://www.ttip-unfairhandelbar.de/start/ebi), Informationsständen und Demonstrationen wird über die Gefahren des Fracking informiert. In einigen Städten wie in Hamburg oder Kassel finden Demonstrationen statt, mit denen gleichzeitig auch gegen das Freihandelsabkommen „TTIP“ protestiert wird. Diese Proteste finden auch anläßlich des europaweiten Aktionstages gegen TTIP statt, der ebenfalls am Samstag durchgeführt wird.

Eine Übersicht einiger Aktionsorte der Anti-Fracking-Aktionen in der Bundesrepublik ist auf der Internetseite des BBU aufgeführt:
http://www.bbu-online.de/Termine/Termine.htm.
Unterschriftenlisten liegen hier bereit.

Informationen zum europäischen Aktionstag gegen das Freihandelsabkommen TTIP
mit Aktionsterminen in der Bundesrepublik gibt es z. B. hier.

Unterschriftenlisten für die sEBI sind hier zu finden (runterscrollen).

 Veröffentlicht von am 9. Oktober 2014

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