Aug 072018
 
Bürgerinitiative
„Saubere Umwelt & Energie Altmark“

Pressemitteilung vom 3. August 2018                        

Inhaltsuntersuchungen der Giftschlammgrube Brüchau
[um eine „Deponie“ handelt es nicht, da die hierfür bestehenden gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllt werden] beginnen mit 10-monatiger Verspätung

Laut Teilgenehmigungsbescheid des Landesbergamtes (LAGB) für den Sonderbetriebsplan (SBP) „Aktualisierte  Gefährdungsabschätzung  auf Basis ergänzender Untersuchungen  der OTD Brüchau sowie Ableitung und Bewertung von  Schließungsvarianten“ wurde das Unternehmen
verpflichtet, vor Beginn der Sondierungsarbeiten, spätestens jedoch bis zum 31. Januar 2018 … eine Recherche zur Einlagerungshistorie der Abfälle vorzulegen.“
(Zulassungsbescheid des LAGB vom  26. Oktober 2017, Seite 1)

Mit Mail vom 26. Juni 2018 richteten wir (u.a.) diesbezüglich folgende Fragen bzw. Bitte an das LAGB :

1.) Ist das Unternehmen Ihrer Aufforderung fristgerecht nachgekommen?
2.) Falls ja, bitten wir um Kenntniserhalt der Einlagerungshistorie.
3.) Falls nein, was ist der Grund für die Nichtvorlage der Einlagerungshistorie und wie verhalten Sie sich dazu?

Unsere Mail wurde bis heute nicht beantwortet. Der Presse vom
1. August 2018 ist zu entnehmen, dass Untersuchungsarbeiten zum Inhalt der Grube jetzt beginnen sollen. Mit 10-monatiger Verspätung finden diese anscheinend derzeit statt: Ein Schlauchboot mit Arbeitern in Schutzanzügen bewegte sich gestern auf dem Silbersee, vermutlich um Messeinrichtungen zu platzieren. (siehe Fotos).

Foto:Firma bereitet Untersuchungen auf Wasserfläche der Giftschlammgrube Brüchau vor. Vorne rechts im Foto: Grundwassermeßstelle.

 

Zu einer genaueren Presseinformation war Neptun Energy anscheinend nicht bereit.

Der zwingend einzuhaltende Wasserstand, um das Ausgasen von Quecksilberdämpfen zu minimieren, ist zur Zeit niedrig. Aus dem Betriebsbrunnen wird daher Grundwasser in den Silbersee gepumpt.

Foto: oben Mitte (neben dem Rettungsring) zulaufendes Grundwasser zur Erhöhung des Wasserstandes, damit Quecksilberausgasungen verringert werden.

Am 2. August 2018 fanden auch erste Gespräche von Neptune Energy mit Brüchauer Grundbesitzern statt, wegen zu errichtender weiterer Brunnen. „Aber warum erst jetzt?“, fragt Landwirt David Serowy aufgebracht.

i.A. Christfried Lenz

 

 Veröffentlicht von am 7. August 2018

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