Petitionen und Unterschriftenlisten

 

Laufende Petitionen

Europäische Petition an Energiekommissar Oettinger

Generelles zu Petitionen und Unterschriftenlisten

Als erfolgreich haben sich vor allem regionale, auf der Straße gesammelte Unterschriftenaktionen gezeigt. Im Vergleich zu den eher spärlichen Online Aktionen kamen so bereits mehrere zehntausend Unterschriften zusammen.

Besonders empfänglich für regional gesammelte Unterschriften sind die politischen Vertreter vor Ort. Egal ob auf Ebene der Gemeinde, des Landes oder des Bundes.

Online Petitionen

Unter openpetition.de wurde vom 28. Dezember 2010 bis 27. Juni 2011 eine Online Petition unter dem Titel “Stopp Fracking”durchgeführt. 4791 Unterzeichner kamen zusammen. Die Anzahl ist im Vergleich zu den “auf der Straße” gewonnen Unterschriften recht gering. Das zeigt, dass auch Online Petitionen kein Selbstläufer sind, sondern parallel mit Kampagnen begleitet werden müssen. Das bedeutet viel Aufwand und Koordination.

Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages

Der Deutsche Bundestag bietet die Möglichkeit, ePetitionen an den Petitionsausschuss einzureichen. Eine Petition zum “Verbot von Hydrofracturing”wurde am 9.11.2011 eingereicht. Hier gilt das gleiche wie für Online-Petitionen. Ohne parallel laufende und abgestimmte Kampagnen kommen selten die notwendigen Unterschriften zusammen.

Die ePetition hat eine relativ hohe Hürde, weil vorab eine Registrierung erforderlich ist. Damit ist zwar theoretisch auch eine höhere Legitimation verbunden, doch in der Praxis verzichten viele Menschen ab der Registrationsaufforderung auf eine Unterzeichnung.

Regionale Unterschriftenaktionen

Praktisch alle Interessengemeinschaften bieten die Möglichkeit, sich an Unterschriftenlisten zu beteiligen. Diese werden zum Teil auch zum Download angeboten, damit jeder im Bekanntenkreis selber Unterschriften sammeln kann. Die lokalen Unterschriftenlisten dienen vor allem dazu, den Umfang der regionale Betroffenheit zu demonstrieren. Sie sind darüber hinaus ein gutes Mittel, um in eine aktive Diskussion zu gelangen und direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt zu kommen.

Weitere Artikel über Unterschriftenlisten und Petitionen

http://www.petitions24.net/for_a_ban_of_fracking_in_europe_2_en

  9 Antworten zu “Petitionen und Unterschriftenlisten”

  1. Gasbohren in Bad Rothenfelde muss unbedingt verhindert werden. Folgen und Risken sind unabsehbar, die Gesetzgebung unzureichend.

  2. Servus Ihr Wohltäter der Menschheit,
    vielen Dank für Eure tolle und erfolgreiche Initiative.
    Ich bin ein Bürger nahe am Langbürgner See, wo wie Ihr wisst ein zurzeit großer Erfolg gegen die dort geplante Gasbohrung gefeiert wird.
    Während der Veranstaltungen und Demonstrationen habe ich erfahren, dass es sehr wichtig sei, dass Bergrecht zu reformieren.
    Da ich gerade dabei bin, die Argumente, die für eine Änderung des Bergrechts sprechen nochmals nachzulesen, bin ich auf Eure Internetseite gestoßen.
    Jedoch konnte ich hierzu keine Informationen auf Eurer Seite finden.
    Ich denke, dass diese Information sehr wichtig für alle Bürger ist, die Eure Initiative weiter unterstützen wollen.
    Was haltet Ihr davon, eine Petition für die Änderung des Bergrechts ins Leben zu rufen?
    Mit freundlichen Grüßen
    Georg Daisenberger aus Eggstätt

  3. Denke sowas brauchen wir in Nordhessen auch nicht,
    Bin der meinung das unsere Erde schon genug vergiftet ist
    Nur das sich die Konzerne reicher machen können.und wenns
    schief geht hauen sie ab ,und der bürger bezahlt die zeche

  4. Die Aussage, dass die Thüringen Landesregierung “Fracking ablehnt” ist eigentlich Aussage genug. Das ist für mich im Klartext, dass sie es geschehen lassen wird. Hier muss eine Aussage her, dass “Fracking in Thüringen untersagt ist”. Punkt und Ende.

  5. Auch wenn wir 30 km südlich des Bodensees in Vorarlberg wohnen, so möchte ich mich sehr gegen das Fracking-Gasbohren in der Bodensee-Region und weit darüber hinaus wehren. Es kann nicht sein, dass in der unersättlichen Gier nach Erschließung von Energiequellen auch diese für die Trinkwasserversorgung bedrohliche Gasförderung zum Einsatz kommt.
    Ich denke auch an unsere Enkelkinder, die ein Menschenrecht darauf haben, eine intakte Umwelt und sauberes Trinkwasser vorzufinden.
    Ich bitte mit Nachdruck alle Bürgerorganisatoren, sich dauerhaft mit allen legalen und gewaltfreien Mitteln gegen solche gefährlichen Bohrversuche zur Wehr zu setzen.

    Liebe Grüße aus Rankweil, in Vorarlberg

    Kurt Knecht mit Familien

  6. bei uns in der Region Gift ins Gartengemüse pumpen – iiih. Sollen die Fracker es doch selbst essen. Kein Fracking in Bocholt & Umgebung – am besten nirgends!

  7. Facking ist genau wie Kernenergie eine Form der Energiegewinnung mit Folgen, die von Lobbyismus und kurzsichtigen Politikern verschleiert und kleingeredet werden. Mit Folgen, die spätestens von unseren Kindern mit Zins und Zinseszins bezahlt werden müssen, so wie wir inzwischen auf einem Riesenhaufen Atomschrotts sitzen, ohne jede endgültige Lösung.
    Es ist jetzt der Zeitpunkt, sich mit aller Entschlossenheit gegen diese Technik auszusprechen, denn wenn einmal zugelassen, ist sprichwörtlich die Büchse der Pandora geöffnet.
    Fracking und die Privatisierung der Wasserwirtschaft werden eine unheilige Allianz eingehen, die wir mit muffigem oder erheblich teureren Trinkwasser für den Rest unseres Lebens bezahlen werden. Der einzige Grund, weshalb ich gerne bereit bin, einen höheren Erdgas-Preis zu bezahlen ist, unsere Böden vor Fracking zu schützen. Ich werde im Herbst keine Partei wählen, die Fracking nicht kategorisch ausschließt.

  8. Hallo,

    Ich bin gegen das Fracking.
    Laut einer Meldung in der AKS: Ist durch das Fracking – das Deutsche Reinheitsgebot von 1516 in Gefahr!

    Also, müssen wir uns eventuell darauf einstellen, dass unser Bier verunreinigt wird?
    Aus den USA gibt es sogar Bilder in denen es an Wasserhähnen zu Bränden kommt.

    Lilly

  9. In der Diskussion und der Studie des Landes NRW zu unkonventioneller Gasförderung, d.h. Gasförderung durch Rissbildung (Fracking), werden meines Erachtens folgende Aspekte nicht hinreichend beachtet:
    Freisetzung von Erdgas nach Beendigung der Förderung, insbes. vorzeitiger Beendigung:
    Bei „konventioneller“ Gasförderung wird das Gas aus Lagerstätten entnommen, die zwar eine lokale Bewegung bzw. Mobilisierung des Gases ermöglichen, aber eine Abdichtung nach oben aufweisen, die über Jahrmillionen dicht war. Wenn solche Lagerstätten an einer Stelle angebohrt werden, besteht eine gewisse Erwartung, dass das restliche Gas in der Lagestätte verbleibt, wenn die Förderung beendigt und das Bohrloch verschlossen wird. (Ob dieser Abschluss des Bohrloches immer zuverlässig gelingt, sei zunächst dahingestellt.) Vergleichbar ist das vielleicht mit einem Behälter bzw. Tank, der an einer Stelle angebohrt und nach weitgehender Entleerung wieder geflickt wird.
    Bei „unkonventioneller“ Gasförderung wird es dagegen an einer solchen „natürlichen“ Umgrenzung der Lagerstätte in der Regel fehlen. Durch die erzwungene Rissbildung wird dann eine Mobilisierung des in der Lagerstätte enthaltenen Erdgases ermöglicht, ohne dass eine äußere Umschließung vorhanden sein muss.

    Solange das Erdgas aktiv gefördert wird, sollte dies nicht allzu bedeutsam sein, weil sich die Risse grundsätzlich in der Nähe der Förderbohrung befinden und das freiwerdende Gas ja nach Möglichkeit entnommen wird. In dieser Zeit können sich allerdings auch weitere Risse bilden, die nicht in einer strömungsoffenen Verbindung mit der Förderbohrung stehen, so dass sich anderswo im Untergrund Gas ansammelt, das nicht gefördert wird. Dieses Gas, das nicht von einer Förderbohrung „erreicht“ wird, kann sich dann andere Wege suchen.

    Die Gaswirtschaft könnte nun einwenden, dass grundsätzlich eine vollständige Erfassung des mobilisierbaren Gases beabsichtigt ist, so dass eine „Lagerstätte“ erst dann sich selbst überlassen würde, nachdem sie weitgehend entleert wurde. Diese Überlegung ist aus mehreren Gründen nicht stichhaltig:
    In jedem Fall verbleibt bei Beendigung der Förderung ein Rest des Gases im Gestein. Eine Förderung erfolgt grundsätzlich nur so lange, wie sie wirtschaftlich ist. Der Gasdruck und das an einem Bohrpunkt mögliche Fördervolumen reduzieren sich aber im Laufe der Zeit. Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo zu wenig nachströmt, um eine wirtschaftliche Förderung zu gewährleisten. Wird dann bei konventionellen Lagerstätten die Bohrung (genügend sicher) verschlossen, sollte dann die Gefahr des Austritts von Gas geringer sein als vor der Förderung, weil ja weniger Gas verblieben ist und die Lagerstätte mitsamt ihrer Abdichtung nicht grundsätzlich beeinträchtigt wurde.
    Wird jedoch nach Beendigung der Förderung ein von Rissen durchsetztes Gebirge hinterlassen, so besteht eine vergleichsweise wesentlich größere Gefahr des Gasaustritts.
    Dieser Gasaustritt könnte sich durchaus über längere Zeitdauer hinziehen als die ursprüngliche Förderung. Bislang fehlen wohl jegliche Erfahrungen, wie sich eine aufgegebene Förderstätte auf lange Sicht verhält.

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