Bohrtürme im Einsatz für die Öl- und Erdgasförderung in Nordamerika

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Dez 062019
 

Bericht zum November 2019 – von Volker Fritz

Berichtszeitraum 09.11. bis 06.12.2019

Im Berichtszeitraum nahm die Zahl der im Einsatz befindlichen Bohrtürme weiter ab. Nach insgesamt 88 stillgelegten Bohrtürmen im Februar, 99 im März, 37 im April und einer leichten Zunahme im Mai um 27 Türme, einer Abnahme um 3 Türme im Juni und um 1 Turm im Juli nahm sie im August um 54 Türme, im September um 18, im Oktober um 45 und im November 20 Türme ab. Seit Februar 2018 nahm die Gesamtzahl der eingesetzten Türme um 356 Stück ab. Das entspricht ca. 27% der Gesamt-Bohrkapazität.

Die November-Abnahme ergab sich durch eine weitere Stilllegung von Ölbohrtürmen und in geringerem Maß von Gasbohrtürmen in den USA bei gleichzeitig fast konstantem Einsatz in Kanada. Die Zahl der Türme in den USA sank auf 799 und in Kanada auf 138 Stück. In Summe bleibt damit das Einsatzvolumen in Nordamerika zunehmend deutlicher unter der bereits im Februar 2018 erreichten Zahl von insgesamt 1.293 Türmen.

Die Rohölpreise auf WTI-Basis notierten am 14.12.2018 bei 51,20, sackten dann bis zum Jahreswechsel auf 46,32 USD/barrel ab und stiegen danach wieder kontinuierlich bis auf 53,34 USD/barrel an und bis Ende Frbruar auf 58,34 USD/barrel. Zur Zeit werden 64,47 USD/barrel gehandelt. Damit lagen die erzielbaren Marktpreise für US-Fracking-Öl wieder über der Rentabilitätsschwelle von ca. 60 USD/barrel für US-Fracking-Öl. Im Verlauf des April gaben die WTI-Notierungen aber wieder leicht nach auf 61,99 USD/barrel und auch im Mai fielen die Notierungen für WTI weiter auf 51,70 USD/barrel.

Die politisch bedingten Preiswetten auf Rohöl in den Juniwochen führten zum Preisanstieg für WTI-Rohöl auf 60,27 USD/barrel per 12.07.2019. Danach jedoch sackte der Preis wieder ab und stand am 10.08.bei 52,31 USD/barrel. Nach lebhaften zwischenzeitlichen Sprüngen lag er am 13.09. bei 55 USD/barrel und am 11.10. bei 54,60 USD/barrel. Am 08.11. lag er bei 56,39 USD/barrel und notiert zur Zeit bei 56,32 USD/barrel.

Meine Kommentare zu den möglichen Markthintergründen sind dem Bericht zum Jahreswechsel vom 18.01.2019 zu entnehmen. Hinzu kommt, dass Russland jetzt einen sehr starken Einfluss auf die OPEC-Länder hat, obwohl es kein OPEC-Mitglied ist. Es wird inzwischen von der „OPEC +“ gesprochen (einschließlich Russlands). Entsprechend groß ist jetzt der Einfluss Präsident Putins auf die OPEC-Länder – besonders in Nah- und Mittelost. Der weitgehende Rückzug der USA aus diesem Gebiet kommt Putin sehr gelegen.

Ein erster sichtbarer Erfolg ist Putin in der Türkei gelungen, indem Erdogan – gegen den ausdrücklichen Wunsch der NATO-Partner und besonders der USA, ein modernes russisches Raktenabwehrsystem beschafft, anstatt im NATO-System zu bleiben. Die Türkei ist auf dem Weg, sich als NATO-Partner zu verabschieden, wodurch neue Konflikte heraufbeschworen werden dürften und die US-Stützpunkte in der Region nicht mehr sicher sein werden.

Seit Anfang Oktober haben die USA ihre in Nord-Syrien noch vorhandenen geringen Truppen-Kontingente gänzlich abgezogen und damit den Weg für die Türkei frei gemacht, die Kurdengebiete im Südwesten hinter der Staatsgrenze anzugreifen, was ein alter Plan Erdogans ist. Auch die Russen haben sich nicht gerührt, als die Angriffe der türkischen Armee Mitte September begannen. Damit haben die USA aber den einzigen kampfbereiten Verbündeten am Boden in der Region verraten und jedermann weis nun, dass man sich auf die USA als Partner bei Konflikten nicht mehr verlassen kann.

Der verschärfte Öl-Konflikt zwischen den USA und Persien, mit den Zwischenfällen am Persischen Golf in der Straße von Hormuz ist unberechenbar in seiner weiteren Entwicklung. Der Angriff auf die saudische Ölproduktion wird den Iranern in die Schuhe geschoben, die aber bestreiten das vehement. US-Präsident Trump will den Persern den Öl-Exporthahn völlig zudrehen. Das kann sehr schnell zu Lieferengpässen führen, wenn Persien die Passage „dicht“ macht, um sich gegen die Aggression der USA zu wehren.

Die OPEC hat gerade heute eine drastische Kürzung der Ölförderung auf ihrer Sitzung beschlossen. 500.000 barrel/Tag sollen in den nächsten Monaten weniger produziert werden. Man will die Marktpreise nach oben stabilisieren. Nach Abschätzungen der IEA (Intern. EnergieAgentur) produziert die OPEC zur Zeit über dem internationalen Bedarf und das drückt die Ölpreise.

Allerdings reicht die heute beschlossene Kürzung nach Ansicht der IEA nicht aus um die Überproduktion zu beseitigen. Dazu müsste noch stärker reduziert werden, zumal der weltweite Rohölbedarf in der ersten Hälfte 2020 ebenfalls abnehmend beurteilt wird. Die IEA hält es für möglich, dass beide Einflüsse auf den Rohölpreis sich im Ende aufheben werden und dass die Preiserhöhungsabsicht der OPEC ins Leere laufen könnte.

Zudem bleibt zu bedenken, dass die USA die Rohölförderung ganz kurzfristig durch die Fracking-Förderung im Volumen erhöhen können, wenn die Weltmarktpreise wieder Gewinne erlauben, während die OPEC in dieser Hinsicht vergleichsweise schwerfällig ist.

Die Entwicklung in den USA und in Kanada verlief im November unterschiedlich, wobei Kanada natürlich bei viel geringerem Umfang an Aktivitäten steht. Nachfolgend noch einmal die Entwicklung, nachdem es in den Monaten vor Juli 2017 eine stete Zunahme der im Einsatz befindlichen Bohrtürme gegeben hatte und im Juli Stillstand und danach einen Rückgang – mit erneuter Belebung zum Jahresbeginn 2019 und kontinuierlichem Rückgang seit März bis November 2019:

Monat/ Jahr gesamt im Einsatz in Nordamerika USA Kanada US Rohölpreis WTI USD / barrel
30.07.17 1178 958 220 46
30.09.17 1155 935 220 52,13
31.10.17 1115 913 202 51,94
15.11.17 1090 889 192 54,27
30.11.17 1123 915 208 56,18
15.12.17 1168 930 238 56,64
19.01.18 1261 936 325 63,72
16.02.18 1293 975 318 60,74
16.03.18 1209 990 219 60,85
13.04.18 1110 1008 117 66,74
15.06.18 1198 1059 139 66,6
13.07.18 1251 1054 197 70,6
14.09.18 1281 1055 226 70,3
12.10.18 1258 1063 195 71,31
09.11.18 1277 1081 196 61,59
14.12.18 1245 1071 174 51,2
18.01.19 1259 1050 209 52,32
15.02.19 1275 1051 224 53,34
15.03.19 1187 1026 161 58,34
12.04.19 1088 1022 66 64,47
10.05.19 1051 988 63 61,99
07.06.19 1078 975 103 51,7
12.07.19 1075 958 117 60,27
09.08.19 1074 934 140 52,31
13.09.19 1020 886 134 55
11.10.19 1002 856 146 54,6
08.11.19 957 817 140 56,39
06.12.19 937 799 138 56,32

Insgesamt sind jetzt in Nordamerika 750 Ölbohrtürme und 186 Gasbohrtürme aktiv.

Die Gebiete der Hauptaktivitäten sind in USA: Texas(400), New Mexico(103), Louisiana (56), North Dakota(50), Oklahoma(50), Wyoming (29), Pennsylvania(24), Colorado(23), Kalifornien (15), West Virginia(13) u. Ohio(13).

Den etwa 20%igen Rückgang der Rohölpreise seit Mitte Oktober 2018 führen die Länder der OPEC-Gruppe auf das erhöhte Angebot in den Monaten ab Juli 2018 zurück und auf die hohen Förderquoten der USA. Auch die Entwicklung der Erdgaspreise auf der Basis Henry Hub spiegelt diese Entwicklung wider. Der Henry Hub Gaspreis ist nach zwischenzeitlich mehr als 4,60 USD/mmBtu und 2,811 USD/mmBtu Mitte Mai auf 2,94 USD/mmBtu stabil auf niedrigem Niveau, Mitte Juli Stand 2,88 USD/mmBtu. Seit Oktober stieg der Preis dann schrittweise bis 4,40 USD und fiel dann ab Mitte Dezember 2018 deutlich bis auf unter 3,00 USD. Am 07.06.2019 lag er bei 2,324 USD/mmBtu und fiel bis zum 20.06. auf unter 2,20 USD. Danach erfolgte ein leichter Anstieg bis auf 2,453 USD am 12.07.19 und bis zum 09.08.19 ein kontinuierlicher Rückgang bis auf 2,083 USD/mmBtu. Am 13.09. stand er bei 2,614 USD/mmBtu und am 08.11. lag er bei 2,772 USD/mmBtu. Zur Zeit werden 2,427 USD/mmBtu notiert, das bedeutet weiterhin „ruhiges Geschäft zu nicht-kostendeckenden Preisen im Henry Hub“. Um Geld zu verdienen müssten die Gaskonzerne 6 – 7 USD/mm Btu im Henry Hub erzielen.

Die internationalen Bohraktivitäten verringerten sich um 34 Türme. 1.096 Bohrtürme werden weltweit im November 2019 im Einsatz außerhalb Nordamerika gemeldet.

Meine Kommentare zur gesamten politisch/strategischen Lage rund um die weltweite Kohlenwasserstoff-Förderung aus dem Bericht vom 18.01.2019 haben weiter Bestand. Der Nachdruck, mit dem Präsident Trump persische Öllieferungen verhindern will und Persien unverhohlen wiederholt droht, kann jedoch noch allerhand Überraschungen in den nächsten Monaten auslösen. Die Perser haben erkennen lassen, dass sie sich nicht einschüchtern lassen wollen. Wenn Trump dort etwas „vom Zaune bricht“, könnte das seiner Wiederwahl sehr schaden. Er hat den Heißsporn John Bolton, der ständig drängte, gegen den Iran militärische Aktionen zu fahren, aus dem Amt des obersten Militärberaters entlassen. Dennoch ist Lage so unsicher wie schon Jahrzehnte nicht, zumal nach dem Ausfall von etwa 40% der saudischen Ölproduktion, ausgelöst durch die Anschläge mit Lenkkörpern. Die Urheber dieser Angriffe werden von den Saudis und von den USA den Iranern in die Schuhe geschoben, diese wiederum weisen derartige Vorwürfe entschieden zurück.

Und es zündelt weiter (Heißsporne auf allen Seiten wünschen sich kriegerische Auseinandersetzung). Am 11.10.2019 erfolgte der neueste „Zwischenfall“, dieses Mal im Roten Meer vor der saudischen Küste, nahe Dschidda. Ein iranischer Tanker wurde, nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Irna von 2 Raketen getroffen und 2 Laderäume wurden beschädigt. Das Schiff blieb aber manövrierfähig und hat mit geändertem Kurs das Rote Meer verlassen.

Die Rohölspekulanten warten nur auf den ersten Schuss, um die Preise massiv anzuheben, obwohl es noch keine Ölknappheit gibt. Russland wird mit seinem Rohöl-Angebotsvolumen zum Schlüsselanbieter, erst recht, da der Iran seine großen Kapazitäten nicht in den Markt bringen kann, wie die neuesten Analysen zeigen und nun noch der 40%-ige Ausfall der saudischen Produktion für zumindest einige Zeit hinzu kommt. Der aktuelle Rohölpreis in den USA mit 56,32 UDS/barrel zeigt, dass es noch keine wirkliche Verknappung gibt. Dieses Preisniveau war schon im Februar 2019 erreicht.

Herr Trump zündelt weiter und wir alle können nur hoffen, das niemand die Nerven verliert. Und kürzlich kam noch Indien mit seiner geänderten Kaschmirpolitik dazu, die Pakistan herausfordert. 2 Atommächte in Asien stehen sich gegenüber, deren Führungen beide mit Heißspornen und Fanatikern durchsetzt sind.

Und Herr Erdogan droht der EU und Deutschland unverhohlen damit, die über 3 Mio Flüchtlinge in seinen Lagern nach Europa in Bewegung zu setzen, falls die EU in seine Machtinteressen und seinen Plan die Kurden in Nord-Syrien „auszuräuchern“ eingreift. Präsident Sadat hat sein Militär in Bewegung gesetzt, um einer endgültigen Abspaltung der türkeinahen Grenzregion im Norden zu begegnen, aber er ist von Russland abhängig. Bis auf weiteres zerstört er rücksichtslos die restlichen Städte der Widerstandsnester im Norden und Nordwesten von Syrien, und Hunderttausende neue Flüchtlinge sind in Bewegung, um ihr Leben zu retten. Das Elend in dieser Region hört einfach nicht auf.

Volker Fritz – im AK Fracking Braunschweiger Land

 Veröffentlicht von am 6. Dezember 2019

Erdgas beschleunigt den Klimawandel durch alarmierende Methanemissionen

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Sep 232019
 
Neue Studie von Energy Watch Group: Umstellung von Kohle und Erdöl auf Erdgas erhöht Treibhauseffekt des Energieverbrauchs um rund 40%
Die Bundesregierung plant am Freitag ihre Klimaschutzstrategie zu verabschieden.Vor diesem Hintergrund legte die Energy Watch Group am Montag die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Zukunftstauglichkeit von Erdgas vor, das von der Bundesregierung häufig als Beitrag zum Klimaschutz bezeichnet wird. Das zentrale Ergebnis entlarvt dieses vielfach verbreitete Bild von Erdgas als klimaschonende Brückentechnologie: Durch alarmierende Methanemissionen erhöht die Umstellung von Kohleverstromung und Ölheizung auf Erdgas den Treibhauseffekt der Energieversorgung um rund 40%. Somit leistet Erdgas entgegen der von weiten Teilen der Öffentlichkeit vermittelten Darstellung keinen Beitrag zum Klimaschutz, sondern verursacht stattdessen eine zusätzliche Beschleunigung des Klimawandels.
Die Studie des unabhängigen Berliner Think-and-Do-Tanks berechnet erstmalig die Klimawirkung einer fossil-fossilen Substitution durch Erdgas auf Basis der neuesten Forschung zu den Methan- und Kohlendioxidemissionen der gesamten Lieferkette. Zudem wurde die Klimawirkung hinsichtlich des für potenzielle Klima-Kipppunkte relevanten 20-Jahres Horizonts ausgewertet. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass eventuelle CO2-Einsparungen durch die hohen Methanemissionen von Erdgas bei weitem überkompensiert werden, sodass eine Umstellung von Kohle und Erdöl im Strom-, Wärme-, und Verkehrssektor auf Erdgas die höchst negative Klimawirkung von Kohle und Erdöl sogar noch deutlich übertrifft.
„Die Studie bestätigt, dass die Förderung des höchst klimaschädlichen Erdgases den Klimawandel weiter verschärft“, erklärte Hans-Josef Fell, ehemaliger Abgeordneter des Deutschen Bundestages und Präsident der Energy Watch Group. Fell, der als Autor an der Studie beteiligt war, fordert ein Umdenken in der aktuellen politischen Debatte um die Zukunft des Energiesektors. „Der Plan der CDU, allen voran der Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer, eine Abwrackprämie für Ölheizungen, aber nicht auch für Erdgasheizungen einzuführen, dient weder dem Klimaschutz noch den VerbraucherInnen. Abwrackprämien muss es für Erdöl-, Erdgas- und Kohleheizungen geben.“ „Wir haben jüngst aufgedeckt, dass sich die jährlichen Subventionen für klimaschädliches Erdgas in Deutschland in 2017 auf enorme 1,4 Mrd. Euro beliefen.“, kommentierte Uwe Nestle, Geschäftsführer des Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS). Bestehende und neue Subventionen in fossile Energien seien aber kontraproduktiv zur Erfüllung der Pariser Klimaziele. „Investitionen in die erneuerbaren Energien hätten dagegen umgehend und dauerhaft einen sehr positiven Effekt auf das Klima.“, so Nestle.Was hieraus folgt ist für Dr. Thure Traber, Mitautor und leitender Wissenschaftler der EWG, eindeutig: „Wenn die Klimaziele auf deutscher und internationaler Ebene wirklich erreicht werden sollen, dann ist es für Investitionen in Erdgas schlichtweg unmöglich sich zu amortisieren. Was bleiben wird sind Stranded Investments in Milliardenhöhe.“
Was genau die Politik tun muss, um ein zukunftsfähiges Energiesystem aufzubauen, ist für die Studienautoren eindeutig: Eine sofortige Abschaffung aller Subventionen für fossile Energieträger und eine flächendeckende Einführung emissionsfreier, erneuerbarer Technologien, dabei kann durchaus auch die bereits vorhandene Erdgas-Infrastruktur für klimafreundliches Biogas und grüne Gase wie Wasserstoff aus Ökostrom verwendet werden. Da ein weltweiter Umstieg des Energiesystems auf 100% erneuerbare Energien 55% der globalen Treibhausgasemissionen einsparen würde muss diese Maßnahme im Zentrum aller Klimaschutzbemühungen stehen. Die vorliegende Studie zeigt eindrucksvoll, dass für eine verantwortlich betriebene Politik fossile Energien keine Rolle spielen dürfen, auch nicht das fälschlicherweise als klimafreundliche Brückentechnologie bezeichnete Erdgas.

Die Studie ist frei verfügbar unter:
http://energywatchgroup.org/wp-content/uploads/EWG_Erdgasstudie_2019.pdf
 Veröffentlicht von am 23. September 2019

Eiliger Offener Brief an die Bundestagsabgeordneten 21.06.2016

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Jun 222016
 

2_Hand_Stop_fracking1-150x1
Nach dem überraschenden Bekanntwerden der geplanten Verabschiedung der Gesetzesvorschläge zur Regelung der Fracking-Förderung von Kohlenwasserstoffen aus deutschem Boden am 24.06.2016 im Bundestag wurde es dringend erforderlich, die dem Team Gesundheit von „Gegen Gasbohren“ in den letzten Tagen bekannt gewordenen neuen Informationen aus den USA auch den Bundestagsabgeordneten noch vor dem 24.06.16 zur Kenntnis zu geben.

Der Offene Brief vom 21.06.16 enthält sowohl umfangreiche und als auch überraschenden Neuigkeiten.

Die Atmosphärenschädigung durch Methan-Leckagen aus der Erdgasförderung ist weit größer, als bisher angenommen. Erdgas ist kein „Brückenbrennstoff“, sondern das „Killergas“ für unsere Atmosphäre.

Die Gesundheitsschädigung von Anwohnern durch emittierte Fördergasanteile und flüchtige Begleitstoffe ist nachgewiesenermaßen sehr bedeutsam. Die eingeatmeten Gifte entfalten im Körper ihre Wirkung und führen bei bestimmten Konzentrationen zu Krebs.

Genügend Gründe für eine Ablehnung von Fracking in Deutschland, zumal der Erdgasverbrauch bei uns ohnehin als weiter abnehmend prognostiziert wird.

V. Fritz

Pennsylv.Health Care Council_14.06.16_Vorabveröffentlichug Untersuchung Gesundheitsschäden Fracking

Scan Skizze 1 aus NC WARN Brief vom 08.06.16 mit Methanleckage-Bewertungen.

Alles für uns!?

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Feb 242016
 

„Alles für uns !?“,

unter diesem Thema hat PowerShift eine Ausarbeitung von Nicola Jaeger herausgebracht.

open-pit-mining-284497_1280

Darin beschreibt sie die globalen Einflüsse der europäischen Handels- und Investitionspolitik in Bezug auf Rohstoffausbeutung und die damit einhergehenden, teils verheerenden weltweiten Auswirkungen dieser fortschreitenden Rohstoffausbeutung – nahezu unberücksichtigt von ökologischen Katastrophen über Menschenrechtsverletzungen bis zur Verschärfung sozialer und wirtschaftlicher Ungerechtigkeiten.

Zum Ende hin stellt sie 10 Forderungen, in fünf große Bereiche aufgeteilt, um der Ausbeutung im Rohstoffsektor zu entkommen.

Die Themen dieser Bereiche sind Ausfuhrbeschränkungen und -zölle, Investitionen und Investitionsschutz, Sorgfaltspflichten entlang der gesamten Lieferkette, Transparenz sowie Partizipation und Information.

http://power-shift.de/wordpress/wp-content/uploads/2016/02/Alles-f%C3%BCr-uns_webversion.pdf

 Veröffentlicht von am 24. Februar 2016

Die BGR nimmt völlig überzogenen Schiefergasschätzungen von 2012 endlich offiziell zurück – Überarbeitung der Studie förderbarer Kohlenwasserstoffe wird dreist zur Propaganda pro Fracking benutzt.

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Jan 192016
 

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Zuerst der eigentlich wichtige Inhalt der überarbeiteten BGR-Studie:

Die für „förderbar“ abgeschätzten Vorkommen an Kohlenwasserstoffen in Deutschland werden nun von der BGR wieder in die Bedeutungslosigkeit entlassen, aus der sie von ihr 2012 hervorgeholt worden waren. Jetzt werden die Vorkommen nur noch 29 %  so groß bewertet. Nun zeigt auch die BGR auf, dass diese Vorkommen es eigentlich nicht wert sind, sie überhaupt zu fördern, da sie nur ein kurzes Intermezzo sein können.

Hier der Zahlenvergleich:

2012:

    6,8 Billionen m3 bis 22,6 Billionen m3 Erdgas unkonv. Vorkommen
    Annahme der BGR: davon 10% förderbar ca. 0,7 bis ca. 2,3 Billionen m3 max. förderbar
    gemittelt 1,3 Billionen m3 max. förderbar (geschätzt)

2016:

    max. 6,5 Billionen m3 Erdgas unkonv. Vorkommen ab 1.000 m Tiefe
    trotzdem werden für Schiefergas max. 0,8 Billionen m3
    förderbar geschätzt von der BGR, das ist jedoch völlig illusorisch

Die Geologie hat sich ja nicht verändert, also ist es angebracht, so zu rechnen wie schon 2012:

    Annahme wie 2012 , davon 10% förderbar = 0,65 Billionen m3 max.
    theoretisch förderbar, davon gemittelt 50 % = 0,325 Billionen m3

Es bleiben also bei gleicher Vorgehensweise wie von der BGR in 2012 theoretisch nur 325 Milliarden m3 Gas förderbar übrig bei einem Jahresverbrauch Deutschlands von ca. 90 Milliarden m3. Damit sind alle Fracking-Projekte in Deutschland generell verlorene Investitionen, weil die tatsächlich förderbaren Gasmengen ja viel zu gering sind.

Hinzu kommt noch, dass die BGR bei ihren Potentialberechnungen keinerlei Abstriche macht für Wasserschutzgebiete, Bergbau-bedingte Sperrflächen, geschlossene Wohngebiete, Infrastrukturflächen, Wasserläufe und Stauseen und deren Zuläufe (soweit aus ihnen Wasser zur Trinkwasserherstellung entnommen wird), große Aquifere aus denen Grundwasser für Trinkwasser entnommern wird (Beispiel „Rotenburger Rinne“, Beispiel Halterner Seen) und Naturschutzgebiete, aber auch Industrie-Komplexe.

Und nun zur Pro-Fracking-Propaganda der von Prof. Dr. Kümpel geleiteten BGR:
Es ist schon eine unverfrorene Maßnahme, die eigentlich blamable Rücknahme der 2012 viel zu hoch eingeschätzten förderbaren unkonventionellen Kohlenwasserstoffe aus deutschem Boden in eine Werbeunterlage für den Einsatz von Fracking in Deutschland umzufunktionieren. All zu deutlich ist hier erkennbar, dass der Einfluss der Förderindustrie groß ist.

Es ist eine blanke Ignoranz der täglich in den USA ablaufenden Vorgänge, auf die wir schon wiederholt hingewiesen haben. Die BGR, vertreten von Prof. Kümpel, behauptet zum Beispiel – wider besseres Wissen -in dem Bericht der WELT, dass die „brennenden Wasserhähne“ nichts mit Fracking zu tun hätten, obwohl schon im Jahr 2000, und wiederholt erst kürzlich, der Nachweis geführt wurde, dass es eben doch Produktionsgas aus der Tiefe ist, das an den Leitungen hochsteigt und sich oberflächennah im Boden verteilt.

Die Gefahr der durch Fracking selbst hervorgerufenen Erdbebeben, die gerade durch Ereignisse in den USA dokumentiert sind, versucht, die BGR herunterzuspielen.

Ob „Erdbeben“ jedoch vom Fracking-Vorgang selbst, oder später durch das Verpressen der großen Mengen an Abfallflüssigkeiten auftreten, ist letztendlich unerheblich. Wird die Fracking-Förderung in Deutschland zugelassen, ist mit mehr induzierten Erdbeben zu rechnen, auch mit Amplituden deutlich über 3,0 Richter.

Zur „Gefährdung der Bevölkerung“ ist in den USA längst genügend ermittelt worden, weshalb der Bundesstaat New York auch in seinem Territorium Fracking verboten hat. Und bei uns gibt es auch Gebiete mit vielen Geschädigten aus der Gas- und Öl- Förderung. Da ist zum Beispiel die Altmark mit dem ehemaligen Förderbetrieb VEB Erdgas, dessen Mitarbeiter zu Hunderten schwer geschädigt wurden und krankheitsbedingt eine stark verkürzte Lebenserwartung haben. Viele sind schon verstorben. Dann sind da die „Hotspots“ mit einer Häufung seltener Blutkrebse in Niedersachsen in Fördergebieten wie Samtgemeinde Bothel, Stadtgebiet Rotenburg, Samtgemeinde Steimbke und Gemeinde Rodewald. Die Verdachtsmomente, dass die Ursachen dieser Krebshäufungen mit der vorherigen Förderung in Zusammenhang stehen, sind groß, denn auch in den USA und in Kanada sind an Förder- und Verarbeitungsplätzen Anwohner mit den gleichen Blutkrebsarten belastet. Die giftigen Emissionen, die krebserregende Substanzen weit tragen, werden bisher von der Förderindustrie abgeleugnet und von den Geologen ignoriert. Das passiert ja über der Erde. Und dass es keine gibt, ist die schlichte Unwahrheit.

Und dass das „Grundwasser nicht gefährdet“ sein soll, ist geradezu grotesk. In den USA werden Hunderte Brunnenzerstörungen öffentlich zugegeben und viele Tausende zerstörte weitere Brunnen werden wegen der Geheimhaltungsverträge der Förderfirmen mit den Grundbesitzern nicht öffentlich. Doch die vielen großen Außentanks für Trinkwasser neben den Häusern, die von den Fördergesellschaften regelmäßig befüllt werden, sind deutliche Zeichen.

Niemand kann die Druckausbreitung im Untergrund bei bis zu 1.500 bar Druck wirklich kontrollieren. Die ganzen Rechenspiele sind Erklärungsversuche, mehr nicht. Und wie die Geologie an der Stelle der beabsichtigten hydraulischen oder anderen Druckbeaufschlagung zur Zerbröselung des Trägergesteins wirklich beschaffen ist, stellt sich erst im Nachhinein heraus.

Und dann sind da noch allein in Niedersachsen 32.000 Altbohrungen der Kohlenwasserstoff-Förderung, über deren genauen heutigen Zustand die zuständige Aufsichtsbehörde LBEG keine Aussagen machen kann.

Und nun noch einmal zum Begriff „heimische Förderung“:
Auch Professor Kümpel sollte allmählich begriffen haben, dass es „heimisch“ nicht in Deutschland gibt. Es gibt Förderunternehmen, die das Gas fördern und dazu vorher eine Genehmigung eingeholt haben, verbunden mit der Zahlung einer
„Förderabgabe“ pro Volumeneinheit an das Bundesland des Förderstandortes. Das geförderte Gas ist dann kein „heimisches“ oder „deutsches“ Gas, sondern es ist Exxon-Gas, Wintershall-Gas, Suez-Gas usw. und diese Firmen verfügen uneinge-schränkt über seinen Besitz. Sie sind börsennotierte Unternehmen, die ihre Erträge maximieren. Daran ist nichts „heimisch“.

Und ganz zum Schluss:
„Einfluss der Klimaerwärmung“ ist für Prof. Kumpel kein erwähnenswertes Thema in diesem Zusammenhang. Obwohl ihm bewusst sein müsste, dass wir heute keineswegs davon ausgehen dürfen, dass Deutschland insgesamt die gleichen häufigen und recht gleichmäßigen Niederschläge behalten wird, wie wir sie bis jetzt kennen. Deshalb ist es um so wichtiger, dass unsere möglicherweise künftig noch viel kostbarere Ressource „trinkbares Grundwasser“ nicht wegen eines insgesamt so geringfügigen zusätzlich ausbeutbaren fossilen Bodenschatzes riskiert wird, zumal Beschädigungen in den allermeisten Fällen irreparabel sein werden.

Volkswirtschaftlich betrachtet ist das Befürworten der Fracking-Förderung das Verschleudern von Volksvermögen und die Gefährdung unserer Trinkwasserversorgung.

Volker Fritz 1-1 20.01.16

http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article151159123/Bundesanstalt-erklaert-Fracking-fuer-unbedenklich.html

Öl- und Gasproduzenten kontrollieren die unter Federführung der EPA (Environmental Protection Agency) erstellte Irische Studie zur Erforschung der Umweltauswirkungen von Gasförderung aus unkonventionellen Lagerstätten

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Nov 052015
 

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“Oil and Gas Producers control Irish Study under EPA Governance “ Environmental Impacts of Unconventional Gas Exploration & Extraction (UGEE)”

Irische Fracking-Gegner decken Verflechtungen der beratenden durchführenden Unternehmen mit der Öl- und Gasindustrie auf und fordern sofortigen Studienabbruch und die Beendigung aller Ausschreibungen, insbesondere seismischer Messungen beidseits der Grenze.

IRELAND/UK-Northern Ireland   1 – 3 November 2015

http://goodenergiesalliance.com/2015/10/21/stop-the-study-rising-to-a-new-challenge/

GEAI: Good Energies Alliance Ireland

Unter der Aufsicht der amerikanischen Umweltbehörde EPA wurde eine Studie über die „Umweltauswirkungen der Aufsuchung und Förderung unkonventionellen Erdgases“ in Irland gestartet. Originaltitel: „Environmental Impacts of Unconventional Gas Exploration & Extraction” (UGEE).

Die EPA beauftragte die U.S.-Beratungsfirma CDM-Smith mit der Leitung der Studie und  als zweite Hauptbeteiligte die britische Beratungsfirma AMEC Foster Wheeler.

Diese beiden Firmen entwickelten den weit überwiegenden Teil der Studie. Zur Wahrung der Unabhängigkeit sollten dann noch irische Universitäten beteiligt werden.

Die Prüfung der Fracking-Gegner ergab:

CDM-Smith und AMEC Foster Wheeler sind beide fortlaufend als Beratungsfirmen für die Öl- und Gasindustrie tätig, beide waren oder sind Mitglied in der „Marcellus Shale Coalition“ deren Kunden BP, SHELL, ExxonMobil, GdF Suez, Ontario Power Generation, KNPC und BR Petrobas sind. Damit wird diese Studie in der Essenz von der Industrie für die Industrie gemacht.

Die Nachprüfung des Umfangs der Beteiligung der irischen Universitäten ergab:

Die Queen’s University, Belfast (QUB) zog sich aus dem Konsortium im Oktober 2014 zurück und war zu keinem Zeitpunkt Teil des Forschungsteams (während die EPA im Juni 2014 anderes behauptete). UCD und University of Ulster (UU) spielen nur minimale Rollen.

Deshalb stellten sich für die GEAI in diesem Zusammenhang ernsthafte Fragen.

Ferner wird ein inakzeptables Geheimnis um diese Untersuchung gemacht. Zwischenberichte werden nicht veröffentlicht, eine Beteiligung der Öffentlichkeit ist nicht erlaubt, bevor der fertige Bericht vorgelegt wird. Die Plausibilitätsprüfung der Studie durch unabhängige Dritte („peer-review“) ist nicht vorgesehen.

Fazit der GEAI:

Diese Studie ist nicht unabhängig, sie ist vorgesehen, die Regierung über Fracking zu informieren. Sie ist nicht auf die Politik fokussiert, sondern auf den Prozess. Sie fragt nicht, ob Irland Fracking erlauben sollte, sondern sie untersucht, wie die Auswirkungen von Fracking durch Gesetzesmaßnahmen minimiert werden können.

Diese Studie ist für den Zweck nicht geeignet

Die GEAI fordert: Studie sofort stoppen!

Die ausgeschriebenen seismischen Erkundungen im Rahmen der Studie beidseits der Grenze in Nordwest-Irland sind sofort zu widerrufen, ebenso wie weitere Messaufgaben.

Die Gesundheitsauswirkungen von Fracking sind zu untersuchen, wobei die Ergebnisse aller bedeutenden „peer-review“ Studien und Berichte zu berücksichtigen sind, Durchführung nach der Methode der „N.Y. State Health Commission“ vom Dezember 2014.

Als Durchführenden fordern wir die Gesundheitsbehörde unter der Aufsicht der HSE und des Gesundheitsministeriums“.

Im Lauf den Monats November 2015 sind in Dublin Gespräche mit Politikern geplant, um ihnen die Ergebnisse der Nachforschungen der GEAI zu präsentieren.

Folgende Fragen drängen sich auf:

Könnte es sein, dass die Förderindustrie, unter dem Deckmantel dieser Studie schon umfangreiche seismische Untersuchungen zur Abklärung der Vorkommen in Nordwestirland – beidseits der Grenze durchführen will, während das Moratorium läuft und die Studie also evtl. nur als Vorwand benutzt werden soll?

Könnte es sein, dass über weitreichende Kontakte der betroffenen Industrie Eingriffe in die Erstellung von Studien vorgenommen werden sollen?

Die offenbar nicht vorgesehene öffentliche Beteiligung an den Inhalten, ebenso wie die nicht vorgesehene Plausibilitätsprüfung der Studienergebnisse lassen Befremden aufkommen.

Handelt es sich bei dieser Art Studien um Einzelfälle?

So stellt sich die Frage, ob Studien und Untersuchungen, die von Förderunternehmen finanziert werden, tatsächlich „unabhängig“ durchgeführt werden können?

Der vielbeachtete „InfoDialog“ des „Neutralen Expertenkreises“ mit Abschluss im April 2012 in Osnabrück, zur Bewertung der Risiken und Chancen von Fracking-Förderung in Deutschland, wurde zum Beispiel von ExxonMobil finanziert.

Gesundes Misstrauen erscheint angebracht.

In den USA – und dort in besonderem Maße im Bereich der Öl- und Gasindustrie – hat es den Anschein, dass die Benutzung von Gutachten zur Durchsetzung von Unternehmenszielen verbreitet ist. Die drohende Beschränkung der Schiefergas-(Shale Gas) Produktion wegen hoher, extrem die Atmosphäre schädigender Methan-Leckagen hat man durch ein Gutachten abgewendet.

Das generelle Ergebnis der Studie: Die Methan-Emissionen an den Förderplätzen sind gering, nur 0,42% im Mittel der 190 gemessenen Plätze.

Siehe auch: http://www.pnas.org/content/110/44/17768.full.pdf  (EDF-Studie vom 10.2013)

Methan als Klima-Killer wegen hoher Leckagewerte wird durch dieses Ergebnis entlastet, während mehrere unabhängige Studien genau das gegenteilige Ergebnis ausweisen. Es wird nur auf den Bereich der Förderstelle Bezug genommen, während tatsächlich im Verlauf des Zyklusses, bis zum Verbraucher, weitere Emissionsquellen in erheblichem Umfang vorliegen.

Die im Herbst 2013 veröffentlichte Studie des „Environmental Defense Fund“ (EDF) über Methan-Emissionsmessungen auf U.S. Förderplätzen wird vom Autor Steve Horn von DeSmogBlog am 16.09.13 kommentiert.

Der EDF selbst hat im Juni 2015 eine neue Studie mit höheren Werten herausgebracht, die von Food and Water Watch kommentiert wurde. Danach sind Gesamtleckagen von 3% und mehr realistisch.

Quellen:

http://www.desmogblog.com/2013/09/16/frackademia-people-money-behind-edf-fracking-methane-emissions-study Autor Steve Horn, Datum 16.09.2013; teilweise Übersetzung des desmogblog-Berichtes vom 16.09.2013, VF vom 24.06.2014

http://www.pnas.org/content/110/44/17601.full.pdf                  EDF-Studie vom 10.2013

http://www.engr.utexas.edu/news/7416-allenemissionsstudy Bericht zum Start der EDF-Studie vom 10.10.2012, Cockrell School of Engineering der Austin University

http://www.theguardian.com/environment/2015/jun/24/natural-gas-leaks-methane-environment

https://www.edf.org/energy/study-finds-substantial-loss-natural-gas-us-federal-and-tribal-lands