Redaktion

Bericht zum Januar 2021 Bohrtürme im Einsatz für die Öl- und Erdgasförderung in Nordamerika

 Allgemein  Kommentare deaktiviert für Bericht zum Januar 2021 Bohrtürme im Einsatz für die Öl- und Erdgasförderung in Nordamerika
Jan 152021
 
© pixabay.com

Volker H.A. Fritz Wolfenbüttel, den 15.01.2021

Bericht zum Januar 2021 Bohrtürme im Einsatz für die Öl- und Erdgasförderung in Nordamerika

Berichtszeitraum 12.12. bis 15.01.2021 (5 Wochen)

Im Berichtszeitraum nahm die Zahl der im Einsatz befindlichen Bohrtürme vom niedrigen erreichten Niveau vom August weiter leicht zu, wie schon September/Oktober, da die Rohölpreise nun doch deutlich über die 50 USD für WTI gestiegen sind und die Tendenz weiter steigend ist. Das wird voraussichtlich jetzt die Aktivitäten der US-Förderer in den nächsten Monaten anfachen, die noch am Markt sind. Es ist zu erwarten, dass die OPEC und Russland jetzt wieder das Angebot vergrößern werden, um den Ölpreis dicht bei 40 USD/barrel zu halten und so die US-Fracking-Förderung unattraktiv zu machen. .

Die weltweiten Abnahmemengen haben sich durch den rasanten Wiederanstieg der chinesischen Volkswirtschaft im Verlauf des Jahres wieder deutlich erhöht, trotz der Ausbreitung der Pandemie in bevölkerungsstarke Länder wie Indien und Brasilien. In Europa hat die 2. Infektionswelle der CORONA-Pandemie, wie vorhergesagt, im Herbst begonnen und mehrere Volkswirtschaften sind genötigt, erneut große Aktionen zur Kontaktbeschränkung zu fahren, bis einsetzbare Impfstoffe in ausreichender Menge verfügbar sind. Impfungen haben bereits in gößerem Umfang in UK, den USA und in Israel begonnen. Auch in D wurde mit Kleinmengen begonnen, die aber keinesfalls den großen Bedarf decken. Bisher sind ca. 1% der Bevölkerung geimpft. Jetzt sind die beiden höher ansteckenden Varianten des CORONA-Virus aus UK und Süd Afrika auch in D nachgewiesen worden. Die Bundesregierung plant, den Lockdown vom Januar 2021 noch zu verschärfen, da zu befürchten ist, dass die Infektionen bei uns ebenso stark zunehmen, wie in Irland.

Die 744 stillgelegten Bohrtürmen der Monate März bis Juni umfassen über 70% Stillegung der nordamerikanischen Bohrkapazitäten vom Jahresanfang. Im Juli kam zwar die Wende, nachdem die Rohölpreise WTI wieder bis auf 40 USD/barrel angestiegen waren, die erwartete weitere Steigerung über 50 USD/barrel kam in der 2.Hälfte Dezember. Zur Zeit liegt der Preis bei 52,35 USD. Die Reaktivierung der Bohranlagen war daher in den Monaten Oktober/November/Dezember verhalten. Erste Unternehmen in Kanada und in den USA haben trotz der schlechten Gesamtlage begonnen, wieder mehr ins Bohrgeschäft zu investieren. Zum Jahreswechsel wurden in Kanada umfangreich Bohranlagen stillgelegt, wie gewohnt. In den ersten Wochen im Januar 21 gingen sie dann wieder in Betrieb, jedoch mit starkem Zuwachs. Insgesamt ist im Berichtszeitraum eine kräftige weitere Zunahme festzustellen.

Der durch den Ölpreiskrieg der OPEC und der Russen gegen die USA ausgelöste Preisverfall wurde April/Mai immer spürbarer zusätzlich überlagert durch die Nachfrageausfälle der inzwischen über 90 Mio Menschen weltweit, die wegen der CORONA-Pandemie ihr gewohntes Leben und Arbeiten unterbrochen haben und „abgesperrt“ zu Hause leben mussten und weiter müssen. Viele Unternehmen haben Zwangspausen einlegen müssen. In China hat die Industrie inzwischen die Produktion wieder hochgefahren und für das 4.Quartal 2020 sogar mit einem massiven Wachstum. Infektionsnester werden durch strengste Quarantäne- und Absperrmaßnahmen unter Kontrolle gehalten. Doch es wird immer wieder von erheblichen örtlichen Ausbrüchen berichtet, so dass die offiziellen Infektionszahlen die Wirklichkeit nicht abbilden dürften.

Die von der OPEC und weiteren Ländern beschlossen massiven Förderkürzungen, um den Ölpreis zu stabilisieren, haben in den vergangenen 27 Wochen Wirkung gezeigt, in Verbindung mit der wieder zunehmenden und weiter verstärkten Nachfrage aus China. Die angekündigte Verknappung durch Produktionskürzungen führte zu weiterer Stabilisierung auf zwischenzeitlich über 50 USD/barrel. Doch die noch immer weiter zunehmende weltweite CORONA-Ausbreitung – auf inzwischen über 90 Mio nachgewiesen Betroffene und fast 2 Mio Tote dämpft den Rohölbedarf so, dass der Preis am 15.01.21 bei 52,35 USD/barrel WTI für Lieferung Februar 2021 lag.

Neue Infos von Fracking-Ölproduzenten im Permian Basin in Texas besagen, dass sie innerhalb eines Jahres seit Mitte 2019 bis jetzt die Förderkosten um 20% senken konnten und jetzt in der Lage sind, für 40 USD/barrel zu fördern statt 50 bis 60 USD/barrel vorher. Von den in den USA inzwischen in den letzten Monaten wieder reaktivierten Bohrtürmen steht mehr als die Hälfte im Permian Basin.

Der derzeitige Weltbedarf an Rohöl liegt weiterhin noch immer unter der globalen Fördermenge. Die erfolgte Wiederaufnahme und Beschleunigung der Industrieproduktion in China stimmt die Rohölproduzenten optimistisch.

In Nordamerika entwickelt sich die Katastrophe immer weiter. Das zeigt auch der Konkurs des größten Frackingförderers in Nordamerika, der Chesapeake Energy, mit einem Volumen an 12 Mrd USD an ungedeckten Schulden. Nach Auskunft der Wirtschaftskanzlei Haynes& Boone hat die Zahl der Konkurse im 4. Quartal weiter zugenommen, sowohl bei den Förderfirmen, als auch bei den Dienstleistern.

Continue reading »
 Veröffentlicht von am 15. Januar 2021

Offener Brief an Svenja Schulze

 Allgemein  Kommentare deaktiviert für Offener Brief an Svenja Schulze
Sep 232020
 

Offener Brief an die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Frau Svenja Schulze

„Nationale Wasserstrategie“, Prioritätenliste

Sehr geehrte Frau Bundesministerin,

aus öffentlichen Berichten haben wir entnommen, dass Sie in Anbetracht des sich immer deutlicher abzeichnenden Klimawandels und der hierdurch gefährdeten Wasserversorgung infolge zu geringer Niederschläge, eine „Nationale Wasserstrategie“ planen. Der niedersächsische Umweltminister Lies hat die drohende Wasserknappheit ebenfalls öffentlich angesprochen.

Gutachten haben schon vor längerer Zeit davor gewarnt, den sehr hohen Nutzungsgrad unseres Grund- und Oberflächenwassers weiter zu intensivieren. Nachlassende Niederschläge und damit sinkende Grundwasserspiegel könnten schnell zu ernsten Problemen führen.Schon jetzt müssen Landwirte ihre Felder beregnen, und Wasserwerke machen sich Gedanken über die Zuteilung von beantragten Wassermengen.Medien schreiben über Befüllen von Schwimmbecken oder Bewässerung von Gärten.

Wir, die Mitglieder von Gegen Gasbohren, sehen die extreme Gefahr für unser Wasser in der Technik des Frackings, der Förderung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten, mit immensem Wasserverbrauch. Wir beobachten äußerst aufmerksam und mit einigem Misstrauen die Tätigkeit der Expertenkommission Fracking, gemäß § 13a Abs. 6 S. 1 WHG.

Mit wissenschaftlicher Begleitung könnenmaximal 4 Versuchsbohrungen (gemäß § 13a Abs. 2 WHG) unter Anwendung von Fracking in Schiefer-, Ton-, Mergel-, oder Kohleflözgestein unter deutschen Bedingungen durchgeführt werden. Bis dato sind uns keine Versuchsbohrungen bekannt geworden.

Unsere Befürchtung ist, dass am Ende dem Bundestag die Aufhebung des Frackingverbotes empfohlen wird und dann in Deutschland in unkonventionellen Lagerstätten gefrackt werden darf.Dies würde bedeuten, dass riesige Mengen sauberen Grundwassers bei den Frackvorgängen benutzt werden.

Überlegungen der Erdgasindustrie1 sehen z.B. für einen ca.12 x 10 km zu erschließenden Förderplatz 9-12 Cluster mit je 20 Bohrungen vor.Jede einzelne Bohrung im Schiefergestein wird mit ca. 20 000-30 000 m3 Frackfluid, das zu 95-98 % aus Wasser besteht, beaufschlagt. Für einen Cluster werden 600 000 bis 700 000 m3 Frischwasser benötigt und aufgrund der beigesetzten Chemikalien dauerhaft dem Wasserkreislauf entzogen.

Für einen 12 x 10 km großenFörderplatz mit den darauf geplanten 9-12 Clustern würden im Laufe der Förderung ca. 5 bis 7 Millionen m3 Wasser benötigt. Von ExxonMobil war geplant, nach und nach weit über 100 Förderplätze zu errichten.Ein großer Teil des Wassers, kontaminiert mit Lagerstättenwasser, das bei der Gasförderung zu Tage tritt, wird später wieder in die Erde verpresst, wo es eine Gefahr für das trinkbare Grundwasser darstellt.

Continue reading »

 Veröffentlicht von am 23. September 2020

Bericht: Bohrtürme in Nordamerika

 Allgemein  Kommentare deaktiviert für Bericht: Bohrtürme in Nordamerika
Jul 212020
 

Volker H.A. Fritz Wolfenbüttel, den 17.07.2020

Bericht zum Juli 2020

Bohrtürme im Einsatz für die Öl- und Erdgasförderung in Nordamerika
Berichtszeitraum 20. Juni 2020 bis 17. Juli 2020

Im Berichtszeitraum stagnierte die Zahl der im Einsatz befindlichen Bohrtürme auf dem niedrigen erreichten Niveau, da die Rohölpreise wieder etwas gestiegen sind.
Die 744 stillgelegten Bohrtürmen der Monate März bis Juni umfassen über 70 Prozent Stillegung der nordamerikanischen Bohrkapazitäten. Im Juli kam die Wende, nachdem die Rohölpreise WTI wieder bis auf 40 USD/barrel angestiegen waren.
Weitere Stillegungen blieben aus und erste Unternehmen kündigten trotz der schlechten Gesamtlage an, wieder stärker ins Bohrgeschäft investieren zu wollen.

Der durch den Ölpreiskrieg der Saudis und der Russen gegen die USA ausgelöste Preisverfall wurde April/Mai immer spürbarer zusätzlich überlagert durch die Nachfrageausfälle der inzwischen über 2 Milliarden Menschen weltweit, die wegen der CORONA-Pandemie ihr gewohntes Leben und Arbeiten unterbrochen haben und „abgesperrt“ zu Hause leben mussten, um die Ausbreitung des CORONA-Virus auszubremsen. Viele Unternehmen haben Zwangspausen einlegen müssen. In China hat die Industrie wieder die Produktion wieder aufgenonmmen, es herrscht aber große Sorge vor eine 2. CORONA-Ansteckungswelle.
Die von der OPEC und weiteren Ländern beschlossen massiven Förderkürzungen, um den Ölpreis zu stabilisieren, haben in den vergangenen 5 Wochen Wirkung gezeigt, in Verbindung mit der wieder zunehmenden Nachfrage aus China.
Die angekündigte Verknappung durch Produktionskürzungen führte zu weiterer Stabilisierungauf heute knapp über 40 USD/barrel.

Das macht offenbar den noch verbliebenen Fracking-Förderunternehmen in den USA Mut, den weiteren forcierten Abbau von Bohrkapazitäten zunächst zu stoppen, in Kanada ist man sogar optimistisch und reaktiviert bereits.
Sie benötigen allerdings WTI-Öl-Preise von 50 bis 60 USD/barrel.
Die Strategie der OPEC und Russlands ist dabei die, durch die Preisgestaltung die Fracking-Förderer der USA aus dem Geschäft zu halten.
Wir können also erwarten, dass die Fördermengensteuerung dieser Gruppe so erfolgt, dass der WTI-Preis bei 40 bis 45 USD/barrel eintariert werden wird.
Zur Zeit liegt der Rohölpreis auf WTI-Basis bei 40,77 EUR/barrel.
Weiterhin gilt, dass abseits des Handelsplatzes New York auch Rohöl zu Notierungen gehandelt wird, die deutlich unter WTI-Niveau liegen.

Der derzeitige Weltbedarf an Rohöl weiterhin deutlich unter der globalen Fördermenge.
Die Hauptölproduzenten haben ihre Notlage erkannt und ihre Förderungen kurzfristig drastisch rduziert, viel mehr als vorher angekündigt, um den Ölpreis wieder auf ein ökonomisch besseres Gleis zu bringen. Die Saudis haben ihren Hauptabnehmern die Liefermengen drastisch reduziert, in Asien, in Europa aber auch gegenüber den USA.
Die erfolgte Wiederaufnahme großer Teile der Industrieproduktion in China stimmt die Rohölproduzenten optimistisch.

Continue reading »
 Veröffentlicht von am 21. Juli 2020

Beitrag zum Thema „Weltklima“ von Volker Fritz

 Allgemein  Kommentare deaktiviert für Beitrag zum Thema „Weltklima“ von Volker Fritz
Jul 152020
 

Weltklima wohin gehst Du?

Die Menschheit hat seit Dezember 2015, als in Paris das Welt-Klimaabkommen unterzeichnet wurde, keine wesentlichen Schritte zur Reduzierung der Emissionen an Treibhausgasen unternommen, obwohl reichlich wohlfeile Erklärungen abgegeben worden waren.

Wir sind in wenigen Monaten 5 Jahre weiter. Diese kostbaren Jahre an Zeit wurden mehr oder weniger verplempert. Egoistisch wurde hauptsächlich daran gedacht, wie man als Nation mit möglichst wenig Einsatz und Hinhaltetaktik „billig“ davon kommen kann.

2015 wurden noch etwa 20 Jahre Zeitraum geschätzt, die die Menschheit haben wird, um aktiv ins Klimageschehen einzugreifen. Danach, so war die Befürchtung, würden im Zuge der weiteren Erwärmung selbst beschleunigende Regelkreise in Gang gesetzt werden, auf die der Mensch keinen Einfluss mehr hat.

Inzwischen sind viele solcher Wechselwirkungen erkannt worden, die in Summe die Klimaerwärmung beschleunigen. Und im weiteren Fortgang der wissenschaftlichen Bearbeitung der einzelnen Phänomene wurde auch erkannt, dass zahlreiche frühere Annahmen zum Klimageschehen viel zu optimistisch waren und das tatsächliche Bild viel zu freundlich erscheinen ließen. Auch Deutschland handelt ignorant und von Lobbyisten gesteuert.

Die aussichtsreiche neue Sparte „Solarenergie“ wurde wegen angeblich zu hoher notwendiger Staatszuschüsse komplett stillgelegt und das angereicherte Wissen floss ins Ausland ab.

Der Ausbau der Windkraft auf regionaler Genossenschaftsebene wurde Schritt für Schritt immer mehr erschwert, zu Gunsten des großen Kapitals, um letztendlich weiterhin eine zentrale Energieversorgung aufrecht zu erhalten – mit ihren schönen Abschöpfungsmöglichkeiten über „Netzentgelte“, „Bereitstellungskosten“ usw.

Die Schaffung geeigneter Großspeicher für Wind- und Solarstrom zur Überbrückung von Wind- und Sonnenflauten wurde bisher sträflich vernachlässigt, obwohl ohne sie die voll regenerative Energieversorgung nicht möglich ist.

Diese Bundesregierung hat sich auf den breiten Ersatz von Kohle und Erdöl durch Erdgas festgelegt (Treiber: Altmaier und hinter diesem die Gaskonzerne), anstatt konsequent den Umbau auf die Erneuerbaren voranzutreiben.

Diese Bundesregierung sorgt auch dafür, dass LNG über nationale Anlandestellen an Nord- und Ostsee aus billiger nordamerikanischer Fracking-Produktion bei uns vermehrt zum Einsatz kommen wird. Gerade das LNG aus Fracking-Erdgas ist ein besonders großer Atmosphärenschädiger.

Continue reading »
 Veröffentlicht von am 15. Juli 2020

Kommentar von Volker Fritz

 Allgemein  Kommentare deaktiviert für Kommentar von Volker Fritz
Jul 132020
 
Kommentar zur Erzwingung einer Grundstücksbetretung nach § 40 BergG durch das LBEG im Heidekreis zur Ermöglichung der Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen, gegen den erklärten Willen des Grundstückseigentümers.

https://www.lbeg.niedersachsen.de/aktuelles/pressemitteilungen/landkreis-heidekreis-lbeg-erlaubt-betreten-eines-bohrplatzes-190078.html

Das ist ein unerhöhrter Vorgang, der mit Billigung des Dienstherren des LBEG, des Wirtschaftsministers von Niedersachsen, Herrn Althusmann, abgelaufen ist.

Deutschland hat sich im Pariser Klimaabkommen von 2015 auf die schnelle Beendigung der Nutzung fossiler Brennstoffe verpflichtet, es aber im Inneren unterlassen, die notwendigen Gesetzesänderungen in vollem Umfang zu schaffen, damit nach diesen Prämissen auch von den Landesbehörden der Länder und von den Bundesbehörden gearbeitet wird.

Der „Kohlekompromiss“ zur Stillegung der Braunkohlrekraftwerke bis 2038 ist für eine aktive Maßnahme zur Klimarettung viel zu spät, denn 2050 wollte die Bundesregierung die fossile Nutzung völlig abgeschafft haben. Das wird absehbar so nicht erfüllt werden, zumal die Erweiterung der regenerativen Energieerzeugungssysterme offensichtlich ausgebremst wurde. Sie wären sonst schon viel weiter.

Mit der Pressemitteilung der Bundesregierung: „Moderne Kraftwerke schlagen Brücke ins regenerative Zeitalter“ wird erkennbar, wohin die Aktivitäten und Pläne des Ministers Altmaier uns führen. Es ist für Jahrzehnte noch geplant, mit fossilen Energieträgern so weiter zu machen, wie bisher, trotz der Verträge von Paris. Damit hilft Deutschland  dabei, unsere Lebensgrundlagen zu zerstören. Die Pläne, massiv Erdgas als Ersatz für andere fossile Energien einzusetzen, zeugen in besonderer Weise von der Uneinsichtigkeit der Entscheidungsträger, die eine solche Politik betreiben.

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/energiewende/energie-erzeugen/moderne-kraftwerke-schlagen-bruecke-ins-regenerative-zeitalter-404310

So ist es heute immer noch möglich, dass Bergrecht über vielen anderen Rechten steht. Alle Versuche, diese Vorrangstellung des Bergrechtes abzuschwächen und es verbrauchergerechter und umweltfreundlicher zu gestalten, scheiterten bisher an der erfolgreichen Lobbyarbeit der Förderindustrie bei den politischen Entscheidungsträgern.

 Veröffentlicht von am 13. Juli 2020

Methan-Leckagen bei der US-Erdgasförderung

 Allgemein  Kommentare deaktiviert für Methan-Leckagen bei der US-Erdgasförderung
Apr 302020
 

Volker H.A. Fritz                          Wolfenbüttel, den 28.04.2020

Methan-Leckagen bei der US-Erdgasförderung im Permian Basin neu mit 3,7 Prozent ermittelt.

Grafik: pixabay


Einem Bericht in www.ecowatch.com zufolge sind in den USA Methanmessungen über den Fördergebieten im Rahmen einer gemeinsamen Studie der Havard University und des Environmental Defense Fund (EDF) per ESA-Satellit TROPOMI durchgeführt worden.
Sie führten zu unerwarteten Erkenntnissen:
Die Methanemissionen über dem Permian Basin wurden über 11 Monate 2018/2019 erfasst. Im Permian Basin wird ein Drittel des Erdöles und 10 Prozent des Erdgases der USA gefördert.
Der ermittelte Leckagewert vom geförderten Methan betrug 3,7 Prozent.
Das war der höchste über den USA gemessene Wert. Dieser Wert liegt mehr als zweimal höher als die Abschätzungen der EPA.

Prof. Howarth von der Cornell University gibt an, dass nach ihren neuesten Untersuchungen bei 2,7 Prozent Methanleckage das Erdgas schädlicher ist als Kohle.
Zur Klimaauswirkung des in der Region geförderten Erdgases wird festgehalten, dass sie dadurch fast verdreifacht wird, bezogen auf die letzten 20 Jahre.
Der Wechsel zum fossilen Brennstoff Erdgas als Brücke zu einer regenerativen Energieversorgung in der Zukunft erweist sich nachdrücklich als ein Irrweg. https://www.ecowatch.com/permian-basin-methane-emissions-2645852936.html
Es wird Schritt für Schritt deutlicher, woher denn die rätselhaften hohen Methananstiege in der Atmosphäre kommen können.
Die Gefährdung der Atmosphäre ist schon viel weiter fortgeschritten, als man das wahrhaben will – durch menschliches Handeln.


Volker Fritz
im AK Fracking Braunschweiger Land

 Veröffentlicht von am 30. April 2020