Mai 112012
 

Im Plenum des Deutschen Bundestages wurde über die unkonventionelle Gasförderung diskutiert. Die Regierungsparteien CDU, CSU und FDP stellen sich auf den Standpunkt, dass erst ausreichende Erkenntnisse vorliegen müssen, bevor politische Entschlüsse gefasst werden können. SPD und Grüne fordern dagegen ein Moratorium und die Partei die Linke ein Verbot.

Die Anträge von SPD, Grünen und Linker wurden abgelehnt. Laut CDU sollen im Juni die Ergebnisse der Studie des Bundesumweltamtes zu den Risiken von Fracking vorliegen. Auch die Einschätzung der Bundesanstalt für Geowissenschaften über die Potentiale unkonventioneller Gasvorkommen sollen dann vorliegen.

Abgewartet werden sollen im weiteren die Ergebnisse der Studien aus NRW, die im September 2012 vorliegen wird.

Inhaltlich ergibt sich damit nichts neues: Fracking bei konventionellen Gasvorkommen darf weiter durchgeführt werden. Die Entsorgung von Lagerstättenwasser über Disposalbohrungen wird ebenfalls nicht eingeschränkt. Wasserbehörden werden weiterhin nicht verpflichtend beteiligt. Anträge auf weitere Claims können weiter gestellt werden und fallen damit unter das veraltete Bergrecht.

Viel Hoffnung wird von den Regierungsparteien in die Studie des Bundesumweltamtes gesteckt, die schon im Vorfeld als völlig unzureichend kritisiert wurde. Vergleichbare Studien in den USA laufen über mehrere Jahre und können auf praktischen Erkenntnissen aufbauen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass auch im Herbst noch nicht genügend Erkenntnisse vorliegen werden. Zumal die praktische Umsetzung in Bezug auf Bereiche wie Bohrlochsicherheit und Entsorgung noch nicht einmal von der Industrie begonnen wurden.

Die volle Debatte als Video:

Brief der Emmericher FDP an den Bürgermeister

 Allgemein, British Gas International, FDP  Kommentare deaktiviert für Brief der Emmericher FDP an den Bürgermeister
Apr 052012
 

Nanu,es gibt auch FDP Politiker die anscheinend gegen Fracking sind  .

An den
Bürgermeister der Stadt Emmerich am Rhein
Geistmarkt 1
46446 Emmerich am Rhein
Emmerich, 29 März 2012.
Betr.: Gasbohrung (Fracking) am Niederrhein

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
lieber Herr Diks!

Einem Artikel der Rheinischen Post vom 28. März 2012 haben wir entnommen, dass die Bezirksregierung Arnsberg als zuständige Bergbehörde der Firma British Gas International eine „Aufsuchungslizenz“ für das Feld „Saxon 1 West“ erteilt habe. Zu diesem Feld gehöre auch Emmerich.

Zwar berechtigt diese Lizenz noch nicht zu Probebohrungen nach Gas, ist aber als Vorstufe dazu anzusehen, um letztendlich nach der so genannten „Fracking-Methode“ Gas zu fördern.
Diese Methode hat dem Vernehmen nach erhebliche negative Auswirkungen auf die Umwelt und damit auf Mensch und Tier.

Wir wären Ihnen für die Mitteilung dankbar, wie der Sachstand bezogen auf unsere Stadt ist und wie Sie in der Sache vorzugehen gedenken.

Mit freundlichen Grüßen,

Franz Josef Gabriel, Jan-Frens Bergman

Quelle:
Gasbohrung (Fracking) am Niederrhein – Brief der Emmericher FDP an den Bürgermeister – KLE-Point.