Bohrtürme im Einsatz für die Öl- und Erdgasförderung in Nordamerika

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Dez 062019
 

Bericht zum November 2019 – von Volker Fritz

Berichtszeitraum 09.11. bis 06.12.2019

Im Berichtszeitraum nahm die Zahl der im Einsatz befindlichen Bohrtürme weiter ab. Nach insgesamt 88 stillgelegten Bohrtürmen im Februar, 99 im März, 37 im April und einer leichten Zunahme im Mai um 27 Türme, einer Abnahme um 3 Türme im Juni und um 1 Turm im Juli nahm sie im August um 54 Türme, im September um 18, im Oktober um 45 und im November 20 Türme ab. Seit Februar 2018 nahm die Gesamtzahl der eingesetzten Türme um 356 Stück ab. Das entspricht ca. 27% der Gesamt-Bohrkapazität.

Die November-Abnahme ergab sich durch eine weitere Stilllegung von Ölbohrtürmen und in geringerem Maß von Gasbohrtürmen in den USA bei gleichzeitig fast konstantem Einsatz in Kanada. Die Zahl der Türme in den USA sank auf 799 und in Kanada auf 138 Stück. In Summe bleibt damit das Einsatzvolumen in Nordamerika zunehmend deutlicher unter der bereits im Februar 2018 erreichten Zahl von insgesamt 1.293 Türmen.

Die Rohölpreise auf WTI-Basis notierten am 14.12.2018 bei 51,20, sackten dann bis zum Jahreswechsel auf 46,32 USD/barrel ab und stiegen danach wieder kontinuierlich bis auf 53,34 USD/barrel an und bis Ende Frbruar auf 58,34 USD/barrel. Zur Zeit werden 64,47 USD/barrel gehandelt. Damit lagen die erzielbaren Marktpreise für US-Fracking-Öl wieder über der Rentabilitätsschwelle von ca. 60 USD/barrel für US-Fracking-Öl. Im Verlauf des April gaben die WTI-Notierungen aber wieder leicht nach auf 61,99 USD/barrel und auch im Mai fielen die Notierungen für WTI weiter auf 51,70 USD/barrel.

Die politisch bedingten Preiswetten auf Rohöl in den Juniwochen führten zum Preisanstieg für WTI-Rohöl auf 60,27 USD/barrel per 12.07.2019. Danach jedoch sackte der Preis wieder ab und stand am 10.08.bei 52,31 USD/barrel. Nach lebhaften zwischenzeitlichen Sprüngen lag er am 13.09. bei 55 USD/barrel und am 11.10. bei 54,60 USD/barrel. Am 08.11. lag er bei 56,39 USD/barrel und notiert zur Zeit bei 56,32 USD/barrel.

Meine Kommentare zu den möglichen Markthintergründen sind dem Bericht zum Jahreswechsel vom 18.01.2019 zu entnehmen. Hinzu kommt, dass Russland jetzt einen sehr starken Einfluss auf die OPEC-Länder hat, obwohl es kein OPEC-Mitglied ist. Es wird inzwischen von der „OPEC +“ gesprochen (einschließlich Russlands). Entsprechend groß ist jetzt der Einfluss Präsident Putins auf die OPEC-Länder – besonders in Nah- und Mittelost. Der weitgehende Rückzug der USA aus diesem Gebiet kommt Putin sehr gelegen.

Ein erster sichtbarer Erfolg ist Putin in der Türkei gelungen, indem Erdogan – gegen den ausdrücklichen Wunsch der NATO-Partner und besonders der USA, ein modernes russisches Raktenabwehrsystem beschafft, anstatt im NATO-System zu bleiben. Die Türkei ist auf dem Weg, sich als NATO-Partner zu verabschieden, wodurch neue Konflikte heraufbeschworen werden dürften und die US-Stützpunkte in der Region nicht mehr sicher sein werden.

Seit Anfang Oktober haben die USA ihre in Nord-Syrien noch vorhandenen geringen Truppen-Kontingente gänzlich abgezogen und damit den Weg für die Türkei frei gemacht, die Kurdengebiete im Südwesten hinter der Staatsgrenze anzugreifen, was ein alter Plan Erdogans ist. Auch die Russen haben sich nicht gerührt, als die Angriffe der türkischen Armee Mitte September begannen. Damit haben die USA aber den einzigen kampfbereiten Verbündeten am Boden in der Region verraten und jedermann weis nun, dass man sich auf die USA als Partner bei Konflikten nicht mehr verlassen kann.

Der verschärfte Öl-Konflikt zwischen den USA und Persien, mit den Zwischenfällen am Persischen Golf in der Straße von Hormuz ist unberechenbar in seiner weiteren Entwicklung. Der Angriff auf die saudische Ölproduktion wird den Iranern in die Schuhe geschoben, die aber bestreiten das vehement. US-Präsident Trump will den Persern den Öl-Exporthahn völlig zudrehen. Das kann sehr schnell zu Lieferengpässen führen, wenn Persien die Passage „dicht“ macht, um sich gegen die Aggression der USA zu wehren.

Die OPEC hat gerade heute eine drastische Kürzung der Ölförderung auf ihrer Sitzung beschlossen. 500.000 barrel/Tag sollen in den nächsten Monaten weniger produziert werden. Man will die Marktpreise nach oben stabilisieren. Nach Abschätzungen der IEA (Intern. EnergieAgentur) produziert die OPEC zur Zeit über dem internationalen Bedarf und das drückt die Ölpreise.

Allerdings reicht die heute beschlossene Kürzung nach Ansicht der IEA nicht aus um die Überproduktion zu beseitigen. Dazu müsste noch stärker reduziert werden, zumal der weltweite Rohölbedarf in der ersten Hälfte 2020 ebenfalls abnehmend beurteilt wird. Die IEA hält es für möglich, dass beide Einflüsse auf den Rohölpreis sich im Ende aufheben werden und dass die Preiserhöhungsabsicht der OPEC ins Leere laufen könnte.

Zudem bleibt zu bedenken, dass die USA die Rohölförderung ganz kurzfristig durch die Fracking-Förderung im Volumen erhöhen können, wenn die Weltmarktpreise wieder Gewinne erlauben, während die OPEC in dieser Hinsicht vergleichsweise schwerfällig ist.

Die Entwicklung in den USA und in Kanada verlief im November unterschiedlich, wobei Kanada natürlich bei viel geringerem Umfang an Aktivitäten steht. Nachfolgend noch einmal die Entwicklung, nachdem es in den Monaten vor Juli 2017 eine stete Zunahme der im Einsatz befindlichen Bohrtürme gegeben hatte und im Juli Stillstand und danach einen Rückgang – mit erneuter Belebung zum Jahresbeginn 2019 und kontinuierlichem Rückgang seit März bis November 2019:

Monat/ Jahr gesamt im Einsatz in Nordamerika USA Kanada US Rohölpreis WTI USD / barrel
30.07.17 1178 958 220 46
30.09.17 1155 935 220 52,13
31.10.17 1115 913 202 51,94
15.11.17 1090 889 192 54,27
30.11.17 1123 915 208 56,18
15.12.17 1168 930 238 56,64
19.01.18 1261 936 325 63,72
16.02.18 1293 975 318 60,74
16.03.18 1209 990 219 60,85
13.04.18 1110 1008 117 66,74
15.06.18 1198 1059 139 66,6
13.07.18 1251 1054 197 70,6
14.09.18 1281 1055 226 70,3
12.10.18 1258 1063 195 71,31
09.11.18 1277 1081 196 61,59
14.12.18 1245 1071 174 51,2
18.01.19 1259 1050 209 52,32
15.02.19 1275 1051 224 53,34
15.03.19 1187 1026 161 58,34
12.04.19 1088 1022 66 64,47
10.05.19 1051 988 63 61,99
07.06.19 1078 975 103 51,7
12.07.19 1075 958 117 60,27
09.08.19 1074 934 140 52,31
13.09.19 1020 886 134 55
11.10.19 1002 856 146 54,6
08.11.19 957 817 140 56,39
06.12.19 937 799 138 56,32

Insgesamt sind jetzt in Nordamerika 750 Ölbohrtürme und 186 Gasbohrtürme aktiv.

Die Gebiete der Hauptaktivitäten sind in USA: Texas(400), New Mexico(103), Louisiana (56), North Dakota(50), Oklahoma(50), Wyoming (29), Pennsylvania(24), Colorado(23), Kalifornien (15), West Virginia(13) u. Ohio(13).

Den etwa 20%igen Rückgang der Rohölpreise seit Mitte Oktober 2018 führen die Länder der OPEC-Gruppe auf das erhöhte Angebot in den Monaten ab Juli 2018 zurück und auf die hohen Förderquoten der USA. Auch die Entwicklung der Erdgaspreise auf der Basis Henry Hub spiegelt diese Entwicklung wider. Der Henry Hub Gaspreis ist nach zwischenzeitlich mehr als 4,60 USD/mmBtu und 2,811 USD/mmBtu Mitte Mai auf 2,94 USD/mmBtu stabil auf niedrigem Niveau, Mitte Juli Stand 2,88 USD/mmBtu. Seit Oktober stieg der Preis dann schrittweise bis 4,40 USD und fiel dann ab Mitte Dezember 2018 deutlich bis auf unter 3,00 USD. Am 07.06.2019 lag er bei 2,324 USD/mmBtu und fiel bis zum 20.06. auf unter 2,20 USD. Danach erfolgte ein leichter Anstieg bis auf 2,453 USD am 12.07.19 und bis zum 09.08.19 ein kontinuierlicher Rückgang bis auf 2,083 USD/mmBtu. Am 13.09. stand er bei 2,614 USD/mmBtu und am 08.11. lag er bei 2,772 USD/mmBtu. Zur Zeit werden 2,427 USD/mmBtu notiert, das bedeutet weiterhin „ruhiges Geschäft zu nicht-kostendeckenden Preisen im Henry Hub“. Um Geld zu verdienen müssten die Gaskonzerne 6 – 7 USD/mm Btu im Henry Hub erzielen.

Die internationalen Bohraktivitäten verringerten sich um 34 Türme. 1.096 Bohrtürme werden weltweit im November 2019 im Einsatz außerhalb Nordamerika gemeldet.

Meine Kommentare zur gesamten politisch/strategischen Lage rund um die weltweite Kohlenwasserstoff-Förderung aus dem Bericht vom 18.01.2019 haben weiter Bestand. Der Nachdruck, mit dem Präsident Trump persische Öllieferungen verhindern will und Persien unverhohlen wiederholt droht, kann jedoch noch allerhand Überraschungen in den nächsten Monaten auslösen. Die Perser haben erkennen lassen, dass sie sich nicht einschüchtern lassen wollen. Wenn Trump dort etwas „vom Zaune bricht“, könnte das seiner Wiederwahl sehr schaden. Er hat den Heißsporn John Bolton, der ständig drängte, gegen den Iran militärische Aktionen zu fahren, aus dem Amt des obersten Militärberaters entlassen. Dennoch ist Lage so unsicher wie schon Jahrzehnte nicht, zumal nach dem Ausfall von etwa 40% der saudischen Ölproduktion, ausgelöst durch die Anschläge mit Lenkkörpern. Die Urheber dieser Angriffe werden von den Saudis und von den USA den Iranern in die Schuhe geschoben, diese wiederum weisen derartige Vorwürfe entschieden zurück.

Und es zündelt weiter (Heißsporne auf allen Seiten wünschen sich kriegerische Auseinandersetzung). Am 11.10.2019 erfolgte der neueste „Zwischenfall“, dieses Mal im Roten Meer vor der saudischen Küste, nahe Dschidda. Ein iranischer Tanker wurde, nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Irna von 2 Raketen getroffen und 2 Laderäume wurden beschädigt. Das Schiff blieb aber manövrierfähig und hat mit geändertem Kurs das Rote Meer verlassen.

Die Rohölspekulanten warten nur auf den ersten Schuss, um die Preise massiv anzuheben, obwohl es noch keine Ölknappheit gibt. Russland wird mit seinem Rohöl-Angebotsvolumen zum Schlüsselanbieter, erst recht, da der Iran seine großen Kapazitäten nicht in den Markt bringen kann, wie die neuesten Analysen zeigen und nun noch der 40%-ige Ausfall der saudischen Produktion für zumindest einige Zeit hinzu kommt. Der aktuelle Rohölpreis in den USA mit 56,32 UDS/barrel zeigt, dass es noch keine wirkliche Verknappung gibt. Dieses Preisniveau war schon im Februar 2019 erreicht.

Herr Trump zündelt weiter und wir alle können nur hoffen, das niemand die Nerven verliert. Und kürzlich kam noch Indien mit seiner geänderten Kaschmirpolitik dazu, die Pakistan herausfordert. 2 Atommächte in Asien stehen sich gegenüber, deren Führungen beide mit Heißspornen und Fanatikern durchsetzt sind.

Und Herr Erdogan droht der EU und Deutschland unverhohlen damit, die über 3 Mio Flüchtlinge in seinen Lagern nach Europa in Bewegung zu setzen, falls die EU in seine Machtinteressen und seinen Plan die Kurden in Nord-Syrien „auszuräuchern“ eingreift. Präsident Sadat hat sein Militär in Bewegung gesetzt, um einer endgültigen Abspaltung der türkeinahen Grenzregion im Norden zu begegnen, aber er ist von Russland abhängig. Bis auf weiteres zerstört er rücksichtslos die restlichen Städte der Widerstandsnester im Norden und Nordwesten von Syrien, und Hunderttausende neue Flüchtlinge sind in Bewegung, um ihr Leben zu retten. Das Elend in dieser Region hört einfach nicht auf.

Volker Fritz – im AK Fracking Braunschweiger Land

 Veröffentlicht von am 6. Dezember 2019

Bericht zum Oktober 2019 – Bohrtürme im Einsatz für die Öl- und Erdgasförderung in Nordamerika

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Nov 092019
 

Berichtszeitraum 12.10. bis 08.11.2019 / Volker H.A. Fritz, Wolfenbüttel, den 08.11.2019

Im Berichtszeitraum nahm die Zahl der im Einsatz befindlichen Bohrtürme weiter deutlich ab. Nach insgesamt 88 stillgelegten Bohrtürmen im Februar, 99 im März, 37 im April und einer leichten Zunahme im Mai um 27 Türme, einer Abnahme um 3 Türme im Juni und um 1 Turm im Juli nahm sie im August um 54 Türme und im September um 18 und im Oktober um weitere 45 Türme ab. Seit Februar 2018 nahm die Gesamtzahl der eingesetzten Türme um 336 Stück ab. Das entspricht ca. 26% der Gesamt-Bohrkapazität.

Die Oktober-Abnahme ergab sich durch eine weitere kräftige Stilllegung von Ölbohrtürmen und in geringerem Maß von Gasbohrtürmen in den USA bei gleichzeitig geringer Abnahme in Kanada. Die Zahl der Türme in den USA sank auf 817 und in Kanada auf 140 Stück. In Summe bleibt damit das Einsatzvolumen in Nordamerika zunehmend deutlich unter der bereits im Februar 2018 erreichten Zahl von insgesamt 1.293 Türmen.

Die Rohölpreise auf WTI-Basis notierten am 14.12.2018 bei 51,20, sackten dann bis zum Jahreswechsel auf 46,32 USD/barrel ab und stiegen danach wieder kontinuierlich bis auf 53,34 USD/barrel an und bis Ende Frbruar auf 58,34 USD/barrel. Zur Zeit werden 64,47 USD/barrel gehandelt. Damit lagen die erzielbaren Marktpreise für US-Fracking-Öl wieder über der Rentabilitätsschwelle von ca. 60 USD/barrel für US-Fracking-Öl. Im Verlauf des April gaben die WTI-Notierungen aber wieder leicht nach auf 61,99 USD/barrel und auch im Mai fielen die Notierungen für WTI weiter auf 51,70 USD/barrel.

Die politisch bedingten Preiswetten auf Rohöl in den Juniwochen führten zum Preisanstieg für WTI-Rohöl auf 60,27 USD/barrel per 12.07.2019. Danach jedoch sackte der Preis wieder ab und stand am 10.08.bei 52,31 USD/barrel. Nach lebhaften zwischenzeitlichen Sprüngen lag er am 13.09. bei 55 USD/barrel und am 11.10. bei 54,60 USD/barrel. Zur Zeit liegt er bei 56,39 USD/barrel.

Meine Kommentare zu den möglichen Markthintergründen sind dem Bericht zum Jahreswechsel vom 18.01.2019 zu entnehmen. Hinzu kommt, dass Russland jetzt einen sehr starken Einfluss auf die OPEC-Länder hat, obwohl es kein OPEC-Mitglied ist. Je nach dem Agieren Russlands auf der Rohölangebotsseite kann die OPEC-Politik wirkungslos werden. Entsprechend groß ist jetzt der Einfluss Präsident Putins auf die OPEC-Länder – besonders in Nah- und Mittelost. Der weitgehende Rückzug der USA aus diesem Gebiet kommt Putin sehr gelegen.

Ein erster sichtbarer Erfolg ist Putin in der Türkei gelungen, indem Erdogan – gegen den ausdrücklichen Wunsch der NATO-Partner und besonders der USA, ein modernes russisches Raktenabwehrsystem beschafft, anstatt im NATO-System zu bleiben. Die Türkei ist auf dem Weg, sich als NATO-Partner zu verabschieden, wodurch neue Konflikte heraufbeschworen werden dürften und die US-Stützpunkte in der Region nicht mehr sicher sein werden.

Seit Anfang Oktober haben die USA ihre in Nord-Syrien noch vorhandenen geringen Truppen-Kontingente gänzlich abgezogen und damit den Weg für die Türkei frei gemacht, die Kurdengebiete im Südwesten hinter der Staatsgrenze anzugreifen, was ein alter Plan Erdogans ist. Auch die Russen haben sich nicht gerührt, als die Angriffe der türkischen Armee Mitte September begannen. Damit haben die USA aber den einzigen kampfbereiten Verbündeten am Boden in der Region verraten und jedermann weis nun, dass man sich auf die USA als Partner bei Konflikten nicht mehr verlassen kann.

Der verschärfte Öl-Konflikt zwischen den USA und Persien, mit den Zwischenfällen am Persischen Golf in der Straße von Hormuz ist unberechenbar in seiner weiteren Entwicklung. Der Angriff auf die saudische Ölproduktion wird den Iranern in die Schuhe geschoben, die aber bestreiten das vehement.

US-Präsident Trump will den Persern den Öl-Exporthahn völlig zudrehen. Das kann sehr schnell zu Lieferengpässen führen, wenn Persien die Passage „dicht“ macht, um sich gegen die Aggression der USA zu wehren.

Die Entwicklung in den USA und in Kanada verlief im September tendenziell gleich, wobei Kanada natürlich bei viel geringerem Umfang an Aktivitäten steht.

Nachfolgend noch einmal die Entwicklung, nachdem es in den Monaten vor Juli 2017 eine stete Zunahme der im Einsatz befindlichen Bohrtürme gegeben hatte und im Juli Stillstand und danach einen Rückgang – mit erneuter Belebung zum Jahresbeginn 2019 und kontinuierlichem Rückgang seit März bis Oktober 2019:

Monat/ Jahr In Nord-
amerika

gesamt
USA Kanada US Rohöl-
preis WTI
USD / barrel
30.07.17 1178 958 220 46
30.09.17 1155 935 220 52,13
31.10.17 1115 913 202 51,94
15.11.17 1090 889 192 54,27
30.11.17 1123 915 208 56,18
15.12.17 1168 930 238 56,64
19.01.18 1261 936 325 63,72
16.02.18 1293 975 318 60,74
16.03.18 1209 990 219 60,85
13.04.18 1110 1008 117 66,74
15.06.18 1198 1059 139 66,6
13.07.18 1251 1054 197 70,6
14.09.18 1281 1055 226 70,3
12.10.18 1258 1063 195 71,31
09.11.18 1277 1081 196 61,59
14.12.18 1245 1071 174 51,2
18.01.19 1259 1050 209 52,32
15.02.19 1275 1051 224 53,34
15.03.19 1187 1026 161 58,34
12.04.19 1088 1022 66 64,47
10.05.19 1051 988 63 61,99
07.06.19 1078 975 103 51,7
12.07.19 1075 958 117 60,27
09.08.19 1074 934 140 52,31
13.09.19 1020 886 134 55
11.10.19 1002 856 146 54,6
08.11.19 975 817 140 56,39

Insgesamt sind jetzt in Nordamerika Ölbohrtürme und Gasbohrtürme aktiv: Die Gebiete der Hauptaktivitäten sind in USA: Texas (413), New Mexico (104), Louisiana (56), North Dakota(51), Oklahoma(51), Wyoming (32), Pennsylvania (25), Colorado (24), Kalifornien (15), West Virginia (15) u. Ohio (11).

Den etwa 20%igen Rückgang der Rohölpreise seit Mitte Oktober 2018 führen die Länder der OPEC-Gruppe auf das erhöhte Angebot in den Monaten ab Juli 2018 zurück und auf die hohen Förderquoten der USA. Auch die Entwicklung der Erdgaspreise auf der Basis Henry Hub spiegelt diese Entwicklung wider. Der Henry Hub Gaspreis ist nach zwischenzeitlich mehr als 4,60 USD/mmBtu und 2,811 USD/mmBtu Mitte Mai auf 2,94 USD/mmBtu stabil auf niedrigem Niveau, Mitte Juli Stand 2,88 USD/mmBtu. Seit Oktober stieg der Preis dann schrittweise bis 4,40 USD und fiel dann ab Mitte Dezember 2018 deutlich bis auf unter 3,00 USD. Am 07.06.2019 lag er bei 2,324 USD/mmBtu und fiel bis zum 20.06. auf unter 2,20 USD. Danach erfolgte ein leichter Anstieg bis auf 2,453 USD am 12.07.19 und bis zum 09.08.19 ein kontinuierlicher Rückgang bis auf 2,083 USD/mmBtu. Am 13.09. stand er bei 2,614 USD/mmBtu und zur Zeit liegt er bei 2,772 USD/mmBtu.

Die internationalen Bohraktivitäten verringerten sich um 1 Turm auf 1.130 – Bohrtürme werden weltweit im Oktober im Einsatz außerhalb Nordamerika gemeldet.

Meine Kommentare zur gesamten politisch/strategischen Lage rund um die weltweite Kohlenwasserstoff-Förderung aus dem Bericht vom 18.01.2019 haben weiter Bestand. Der Nachdruck, mit dem Präsident Trump persische Öllieferungen verhindern will und Persien unverhohlen wiederholt droht, kann jedoch noch allerhand Überraschungen in den nächsten Monaten auslösen. Die Perser haben erkennen lassen, dass sie sich nicht einschüchtern lassen wollen. Wenn Trump dort etwas „vom Zaune bricht“, könnte das seiner Wiederwahl sehr schaden. Er hat den Heißsporn John Bolton, der ständig drängte, gegen den Iran militärische Aktionen zu fahren, aus dem Amt des obersten Militärberaters entlassen. Dennoch ist Lage so unsicher wie schon Jahrzehnte nicht, zumal nach dem Ausfall von etwa 40% der saudischen Ölproduktion, ausgelöst durch die Anschläge mit Lenkkörpern. Die Urheber dieser Angriffe werden von den Saudis und von den USA den Iranern in die Schuhe geschoben, diese wiederum weisen derartige Vorwürfe entschieden zurück.

Und es zündelt weiter (Heißsporne auf allen Seiten wünschen sich kriegerische Auseinandersetzung). Am 11.10.2019 erfolgte der neueste „Zwischenfall“, dieses Mal im Roten Meer vor der saudischen Küste, nahe Dschidda. Ein iranischer Tanker wurde, nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Irna von 2 Raketen getroffen und 2 Laderäume wurden beschädigt. Das Schiff blieb aber manövrierfähig und wird nun mit geändertem Kurs das Rote Meer verlassen.

Die Rohölspekulanten warten nur auf den ersten Schuss, um die Preise massiv anzuheben, obwohl es noch keine Ölknappheit gibt. Russland wird mit seinem Rohöl-Angebotsvolumen zum Schlüsselanbieter, erst recht, da der Iran seine großen Kapazitäten nicht in den Markt bringen kann, wie die neuesten Analysen zeigen und nun noch der 40%-ige Ausfall der saudischen Produktion für zumindest einige Zeit hinzu kommt. Der aktuelle Rohölpreis in den USA mit 56,39 UDS/barrel zeigt, dass es noch keine wirkliche Verknappung gibt. Dieses Preisniveau war schon im Februar 2019 erreicht.

Herr Trump zündelt weiter und wir alle können nur hoffen, das niemand die Nerven verliert. Und kürzlich kam noch Indien mit seiner geänderten Kaschmirpolitik dazu, die Pakistan herausfordert. 2 Atommächte in Asien stehen sich gegenüber, deren Führungen beide mit Heißspornen und Fanatikern durchsetzt sind.

Und Herr Erdogan droht der EU und Deutschland unverhohlen damit, die über 3 Mio Flüchtlinge in seinen Lagern nach Europa in Bewegung zu setzen, falls die EU in seine Machtinteressen und seinen Plan die Kurden in Nord-Syrien „auszuräuchern“ eingreift. Präsident Sadat hat sein Militär in Bewegung gesetzt, um eine endgültige Abspaltung der türkeinahen Grenzregion im Norden zu begegnen, aber er ist von Russland abhängig. Bis auf weiteres zerstört er die restlichen Städte der Widerstandsnester im Norden und Nordwesten von Syrien, ohne Rücksicht und Hunderttausende neue Flüchtlinge sind in Bewegung, ihr Leben zu retten. Doch wo sollen sie hin?

 Veröffentlicht von am 9. November 2019
Feb 092017
 

Die Regierung Trump – in Zusammenarbeit mit der republikanischen Mehrheit im U.S.-Parlament – verfolgt offenbar eine Doppelstrategie, um – so oder so – die U.S.-Umweltbehörde EPA auszuschalten. im Hintergrund wirkt die mächtige fossile Lobby und legt die Noten auf, nach denen dann die Trump-Regierung spielt.

Einerseits wurde von Matt Gaetz, Senator aus Florida, ein Gesetzesvorschlag zur Auflösung der EPA eingebracht, andererseits arbeitet Myron Ebell, der Leiter des Trump‘ schen „Übergangs-Teams“ für die EPA, daran, die Mitarbeiterzahl von ca. 15.000 auf 5.000 zu reduzieren und den Etat der EPA zu halbieren auf 4 Mrd USD/Jahr.    http://www.washingtonpost.com/news/powerpost/wp/2017/01/30/trump-transition-leaders-goal-is-two-thirds-cut-in-epa-employees/?utm_term=.c7a903ece66a

Myron Ebell ist ein großer Klimawandelleugner. Nach Vollendung des „Umbaus“ der EPA soll nach Präsident Trump’s Wunsch ihre Leitung von Anwalt Scott Pruitt übernommen werden, einem weiteren eingefleischten Klimawandelleugner und EPA-Gegner.

Schon in den letzten Jahren waren die Personaldecke der EPA und ihr Etat viel zun knapp bemessen, um die vielen Aufgaben der Überwachung flächendeckend in den USA wahrnehmen zu können und um gegebenenfalls eigene Untersuchungen zu Kontaminationen durchführen zu können. Insbesondere die geradezu explosive Ausweitung  der Fracking-Förderung, in mehreren Fördergebieten gleichzeitig und mit jährlich Tausenden neuer Bohrungen ab etwa 2007 erforderte massive Verstärkungen. Entsprechende Etat-Anträge und Personalforderungen waren von den Republikanern im Parlament stets abgelehnt worden, wodurch die Behörde systematisch geschwächt worden war.

Der beabsichtigte „Umbau“ wird von einem früheren Rechtsanwalt der EPA, David Doninger, der jetzt für den National Resources Defense Council tätig ist, gegenüber der New York Times nach seinen Eindrücken aus den Gesprächen mit den Trump-Leuten so beschrieben: „der zentrale Punkt ist: mehr als unter jeder anderen Regierung vorher soll die Effizienz der EPA so weit abgebaut werden, dass sie sich davon nicht wieder erholen wird, selbst wernn der politische Wind sich wieder drehen sollte“.   http://www.truth-out.org/news/item/39377-republicans-introduce-bill-to-terminate-the-environmental-protection-agency.htm

Sollte der Gesetzesvorschlag zur Auflösung der EPA nicht durchkommen, wird dafür gesorgt, dass die Behörde künftig von innen heraus nicht mehr arbeitsfähig ist. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/donald-trump-wie-der-us-praesident-den-klimaschutz-lahmlegen-will-a-1133651.html

Die fossilen Konzerne können nun ungehindert mit ihren Aktivitäten das Land, das Wasser, die Luft und die Bürger der USA beschädigen. Die zuständige Behörde EPA wird nicht mehr in der Lage sein, Fachpersonal vor Ort zu entsenden, um Missstände aufzudecken.

Unter solchen Voraussetzungen wird die Klimarettung nicht gelingen können.

Volker Fritz                 den 09.02.2017

im Arbeitskreis Fracking Braunschweiger Land

Klima: eine nie dagewesene Schmelze polaren Eises entwickelt sich trotz der Ableugnung des Klimawandels

 AK Fracking Braunschweiger Land, Allgemein, Gesundheit, International, Klima, Nachrichten aus USA, Risiko: Klimaerwärmung  Kommentare deaktiviert für Klima: eine nie dagewesene Schmelze polaren Eises entwickelt sich trotz der Ableugnung des Klimawandels
Feb 062017
 

Übersetzung (auszugsweise) „Eine nie dagewesene Schmelze des polaren Eises entwickelt sich, während die Klimaverleugnung sich überschlägt“ Truth-Out-Beitrag vom 09.01.2017  Autor Dahr Jamail  http://www.truth-out.org/news/item/39020-unprecedented-polar-melting-unfolds-as-climate-disruption-denial-goes-wild                                                                                                                                               Originaltitel: Unprecedented Polar Melting Unfolds as Climate Disruption Denial Goes Wild

Vorwort Volker Fritz: Eine Fülle weiterer neuer Untersuchungsergebnisse und Berichte ist seit dem Dezemberbericht zur Klimaveränderung vom selben Autor zugänglich geworden und gibt Hinweise auf die gewaltigen, vor uns liegenden Veränderungen. Meine Übersetzung des Truth-Out-Berichtes zur Klimaveränderung vom 29.12.2016 wird mit diesem Beitrag bekräftigt. Es zeichnet sich ab, dass die Klimaveränderung noch schneller erfolgen wird, als bisher schon angenommen, wesentlich hervorgerufen durch menschlioches Handeln mit hohen CO2-Emissionen und – etwa ab 2007 – durch immer stärkere Emissionen unverbrannten Methans direkt in die Atmosphäre.

Ich zähle aus der im Originalbericht von Dahr Jamail erwähnten Fülle nur einige, mir besonders wichtig erscheinende Beispiele auf:  Im November 2016 wiesen sowohl die Arktis als auch die Antarktis beide rekord-niedrige Meereis-Bedeckungen auf und die NASA konnte aufzeigen, dass die Gletscher rund um den Globus mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit schmelzen. Vor dem Hintergrund, dass weltweit Gletscher ca. 69% des gespeichertern Süsswassers dere Erde enthalten, ist die Bedeutung für uns Menschen, gekoppelt mit dem Anstieg der Meeresspiegel, offensichtlich.                                                       Ende Dezember 2016 hielt der Erwärmungstrend weiter an, mit Temperaturen am Nordpol in der Spitze fast am Taupunkt des Eises, atemberaubende 50 Grad Fahrenheit höher als normal um diese Jahreszeit, trotz der völligen Abwesenheit von Sonnenlicht.      NASA-Aufnahmen über der Antarktis ergaben, dass sich entlang dem Larsen C Eisgletscher ein Riss gebildet hat und dass eine Eisfläche von ca. 5.000 km2 abzubrechen droht und ins Meer zu gleiten. Ferner wurde ein Bruch im Pine Island Gletscher entdeckt und damit auch ein weiteres Zerstörungssystem: viele Gletscher in der Antarktis schmelzen von unten durch wärmeres Meerwasser, das sie unterspült.                                                         Gleichzeitig regt sich das Eis der östlichen Antarktis, die bisher als „stabil“ gehalten wurde. Zwei neue wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass die Eismasse der östlichen Antarktis von oben und von unten schmilzt. Da die östliche Antarktis 2/3 des gesamten Eises dieses Kontinents trägt, ist nun die gesamte Region ihrer Stabilität beraubt.  Anfang Janur 2017 waren die Temperaturen in Barrow (nördliches Alaska) statt normal 5 Grad Fahrenheit unter Null auf plus 33 Grad Fahrenheit geklettert. Wissenschaftler der NOAA haben die Arktis, wegen der dramatischen Veränderungen, zu einem „unbekannten, neuen Klima-Territorium“ erklärt, da bisherige Kenntnisse keine Gültigkeit mehr haben.

Die Erde: Wenn man an die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf Wälder denkt, kommen einem allgemein die Gedanken von Trockenheit und Waldbränden als Beeinträchtigungen. Die größte Gefahr für die Wälder sind aber Schädlinge. Eine neue Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass die U.S.- Waldbestände bis 2027 zu 63% zerstört sein werden. Und ähnliche Wirkungen werden sich überall auf dem Globus abspielen: Baumschädlinge, ansteigende Temperaturen und Trockenperioden können eine Baumart in wenigen Jahren verschwinden lassen.      Hinzu kommt, dass sie sich nicht mehr aus eigner Kraft revitalisieren können.               Es wurden bei den letzten Großfeuern so viele alte Samen tragende Bäume vernichtet, in ganzen Landstrichen, dass die Wälder nicht mehr in der Lage sind, durch eigene Samen die Wiederaufforstung zu schaffen. Aber, wo die Wälder verschwinden, ändert sich auch das Klima. Und wenn große Waldflächen brennen, dann wirkt sich das natürlich auch global aus, weil die  Luftströmungen die Bindeglieder darstellen. Weit von einander entfernte Gegenden beeinflussen sich dann gegenseitig. Hoch im Norden nehmen die Rentiere an Gewicht und Größe ab, zu allererst auf Grund  des schwindenden Futterangebotes. Seit 1990 hat sich ihr durchschnittliches Gewicht deutlich verringert. Die weltweit größte Herde wilder Rentiere, in Russland, auf der Taimyr Halbinsel, hat seit demn Jahr 2000 über 40% ihrer Tiere verloren. Und sie nimmt weiter schnell ab. Die Steller Seelöwen vor den westlichen Aleuten verlieren stark an Population. Das schrumpfende Nahrungsangebot und die veränderten Temperaturen werden für diese Entwicklung als die Gründe angesehen. Die Eisbären sind in Gefahr.  Sie drohen  Opfer der Orkas und Grönlandhaie zu werden, weil das Meerwasser immer offener ist und sie viel schwimmen müssen. Sie sind jetzt jetzt schon unter hoher Belastung durch die Erwärmung, weil die Schollen, auf denen die Robben sich ausruhen, verschwinden. Auch die kanadische Hudson Bay, das „Eisbären Zentrum der Erde“, hat sich bereits stark verändert. Die Bay war im November 2016 noch eisfrei, wie an einem typischen Sommertag. Wenn diese Trends anhalten, werden diec Eisbären 2050 ausgestorben sein. Lachse im Yukon River in Alaska werden deutlich weniger, weil die Wasserqualität sich durch den auftauenden Permafrostboden verändert hat. Es kommen weniger Lachse zum Laichen zurück. Eingeborene, die ihre jährlichen Wanderungsbewegungen auf die Rückkehr der Lachse aufgebaut haben, verlieren zum Teil ihre Ernährungsgrundlage.

Das Wasser: Wie immer, die am deutlichsten erkennbaren Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels zeigen sich auf den mit Wasser bedeckten Gebieten der Erde. Eine Fläche polaren Meereises von der Größe Indiens ist mitten in den rekordwarmen Ozean- und Lufttemperaturen verschwunden. Das erstaunt nicht, wenn man bedenkt, dass Teile der Arktis im November 2016 für Tage Temperaturen von 20 Grad Celsius höher aufwiesen, als zu dieser Jahreszeit bisher normal.  Grönland hat nach einer neuen Studie schlechte Nachrichten zu erwarten. Der Grönland-Zentralgletscher wird vierl schneller schmelzen, als bisher angenommen. Das wiederum  wird zum beschleunigten Anstieg der Meere führen.        Außerdem kann die atlantische Strömung und Zirkulation des Meerwassers beeinträchtigt werden durch die einströmenden Schmelzwassermassen. Das hätte dann weitreichende katastrophale Folgen für Nordeuropa und Nordamerika und alles noch weiter nördlich. Es würde insgesamt kälter und trockener mit längeren Trockenperioden, aber auch mit Überschwemungen durch starke Niederschläge. Die Agrarproduktion würde stark beeinträchtigt.                   Unten, in der Antarktis ist es aber auch nicht besser. Die Gletscher dort schrumpfen ebenfalls, teilweise um bis zu 20 Fuß Höhe pro Jahr (Satelliten-Vermessung). Und die Everglades in Florida werden vom steigenden Merrwasser mit Salzwasser ertränkt werden. Metropolen in Küstenbereichen sind durch den Meeresspiegelanstieg in besonderer Weise betroffen: Miami, New Orleans, New York, Hong Kong, Shanghai und Hunderte weitere.  Groß Brittannien ist im Winmer 2013/2014 nur mit Glück einer Katastrophe entgangen. in dieser Jahreszeit ereigneten sich mehrere extrem hohe Tiden bei Fluten, die zum Teil mehr als die Hälfte des normalen Tidenhubes höher ausfielen. Es waren etliche Schäden zu verzeichnen gewesen. Jedoch in keinem Fall fiel eine der Fluten mit einem der winterlichen Orkane zusammen. Wenn das geschehen wäre, hätten die Folgen an der britischen Küste zu schwersten Verwüstungen geführt.  Aber, das ist nur eine Frage der Zeit, wann eine solche hohe Tide mit einem Sturm  zusammen erscheint, meinen die Wissenschaftler.

Feuer: Die Erwärmung begünstigt natürlich auch Waldbrände und Tundrabrände, zumal wenn mit ihr auch noch große Trockenheit auftritt. Die Brände werden großflächiger, häufiger und länger anhaltend. Nicht nur in Alaska und anderen nördlichen Waldgebieten, sondern auch in den Buschgebieten Süd Afrikas gibt es verstärkt Brände, die wegen fehlender Niederschläge und anhaltender Trockenheit zugenommen haben. Zum Jahreswechsel gab es in Süd Afrika über 100 aktive Brände.

Luft: Schon bald wird das Jahr 2016 das wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen genannt werden. Das stimmt ganz sicher für die Arktis, wo die Herbsttemperaturen 2016 um bis zu 36 Grad Fahrenheit über normal lagen und an einigen Plätzen sogar noch höher. Derartige Veränderungen des arktischen Wetters haben natürlich Auswirkungen auf das globale Klima. Die Jet-Streams werden sich in Stärke und Richtung verschieben, mit den Folgen regional großer Trockenheiten und starker Niederschläge mit Überflutungen. Die Nahrungsmittelproduktion wird davon dramatisch beeinträchtigt werden. Krankheiten, die durch Fluginsekten übertragen werden, wie Malaria und Dengue Fieber, haben die Möglichkeit, sich mit der Erwärmung und der Ausdehnung küstennaher Überschwemmungsgebiete auszubreiten.

übersetzt  14.01.2017 Volker Fritz

Nachsatz:  Die University of California in Berkeley hat am 04.01.17 die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Überprüfung der Berichte zur Erderwärmung veröffentlicht. Ergebnis: die in den letzten Jahren ermittelten Erwärmungswerte der Erde, durch Überwachung der Seewassertemperaturen an der Oberfläche, waren zu niedrig. In den vergangenen 19 Jahren stiegen die Werte von 0,07 Grad auf 0,12 Grad Celsius pro Dekade. Chief Researcher: Zeke Hausfather.   http://advances.sciencemag.org/content/3/1/e1601207

 

 

 

 

 

Größte Anti-Fracking Demonstration in Philadelphia/USA am 24.07.2016 unter dem Slogan: „Clean Energy Revolution!“

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Aug 062016
 

Grafik: pixabay

Grafik: pixabay

Weit über 10.000 Teilnehmer trafen sich in Philadelphia zur bisher größten Demonstration gegen Fracking in den USA, trotz der großen Hitze dort. Food & Water Watch hatte zusammen mit Americans Against Fracking und Pennsylvanians Against Fracking die Organisation übernommen. Über 900 Initiativen aus 50 US-Bundesstaaten unterstützten diese Aktion.

Die Demonstranten forderten ihre politischen Führer auf, jetzt schnell zu reagieren und Fracking zu verbieten, die fossilen Brennstoffe im Boden zu lassen, die schmutzige Energie zu stoppen und auf 100% erneuerbare Energien zu wechseln und für Umweltgerechtigkeit für alle zu sorgen. Auch auf die Möglichkeit der Schaffung vieler neuer Arbeitsplätze bei Aufbau und Betrieb der Erneuerbaren wiesen sie hin.

Die Medienreaktion war nach dem Bericht von Wenonah Hauter, der U.S. Bundesvorsitzenden von Food & Water Watch hervorragend! The New York Times, The Philadelphia Inquirer, MSNBC und Reuters berichteten ausführlich.

Wenonah Haunter glaubt, dass sie das Thema „Clean Energy“ jetzt im U.S.-Wahlkampf fest etablieren konnten und sie werden weiter daran arbeiten die Präsidentschaftsbewerber in ihrem Sinne zu beeinflussen.

Eine sehr interessante Bilderstrecke kann unter dem Link betrachtet werden:

http://act.foodandwaterwatch.org/site/R?i=LXXR2b-PzV4xJCNrBAzyZq

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Offener Brief an die Bundestagsabgordneten – Gesundheitliche Gefahren durch Fracking Förderung

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Jun 132016
 

GENUK2_Hand_Stop_fracking1-150x1

Schon wieder neue Enthüllungen zu gesundheitlichen Gefahren durch die Fracking-Förderung aus den USA:

Bisher unbekannte Reaktionen im Frack-Bereich der Bohrungen ergeben neue Umwandlungs-produkte, die mit dem Gasstrom nach oben gespült werden.

Die Bundestagsabgeordneten wurden über diese erhöhten Gefahrenpotentiale durch Offenen Brief persönlich informiert:

Link zum versendeten Brief