Staatssekretär Doods (Umweltministerium NI) im Brookmerland wegen Vermilion-Klage

 Niedersachsen, Pressemitteilungen, Vermilion  Kommentare deaktiviert für Staatssekretär Doods (Umweltministerium NI) im Brookmerland wegen Vermilion-Klage
Nov 132019
 

Besuch des Staatssekretärs Frank Doods des Niedersächsischen Umweltministeriums am 08.11.2019 im Süd-/Brookmerland wegen der Vermilion-Klage gegen das erweiterte Wasserschutzgebiet des Wasserwerkes Siegelsum.

Wiard Siebels (SPD und MdL im Wahlkreis Ostfriesland) hatte ihn dazu eingeladen, wie bereits vor fast 18 Monaten bei einer Podiumsdiskussion zugesagt.

Mit Schildern, Treckern, Fahnen und Transparenten protestierten ca. 200 Menschen vor dem verschlossenen ehemaligen Bohrplatz der Firma Vermilion Energy in Engerhafe bei dem Ortstermin mit Frank Doods.

Bürgerprotest vor Erdgasförderstelle in Engerhafe
Versammlung der Anwohner im Brookmerland vor dem Zaun der ehemaligen Erdgasförderstelle in Engerhafe (im Hintergrund sind die Wohnhäuser zu sehen). [Theo Gehrken 08.11.2019 Bild 009]

Die Bürgerinitiative gegen Bohrungen im Südbrookmerland und Brookmerland sowie Anwohner und Landwirte begleiteten den Besuch von Doods vor den Zaun der verschlossenen Anlage. Beim Vor-Ort-Termin wurde dem Staatssekretär mehr als deutlich vor Augen geführt, wie dicht die Förderstelle an der direkt daneben befindlichen Wohnbebauung liegt. Am Endes des Ortstermins sagte MdL Wiard Siebels auch vor den Teilnehmern zu, eine Anfrage an die Landesregierung zu stellen, da auch er denke, dass das Preußische Bergrecht aus den 30er Jahren durchaus verbesserungswürdig sei.

Vor Beginn des Ortstermins hatten Doods, Siebels und Vertreter des Landkreises im Rathaus in Victorbur etlichen Vertretern der lokalen Politik und der BI Rede und Antwort gestanden. Auch erster Kreisrat Dr. Puchert nahm an dem Gespräch im Rathaus Victobur und der anschließenden Ortsbegehung in Engerhafe teil.

Die Frage, ob eine Wiederaufnahme der Erdgasförderung am ehemaligen und 1992 verfüllten Bohrplatz im Südbrookmerlander Ortsteil Engerhafe verhindert werden kann, konnte auch der angereiste Staatssekretär aus dem Niedersächsischen Umweltministerium vor Ort nicht beantworten.

Von MdL Siebels wurde eine weitere Informationsveranstaltung für die Bürger angeboten, wenn es Neuigkeiten bzw. eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts in Lüneburg gibt, wo seit Dez. 2017 eine Normenkontrollklage von Vermilion Energy anhängig ist, die der ebenfalls in 2017 erfolgten Vergrößerung des hiesigen Wasserschutzgebietes widerspreche, in dem nunmehr die alte Bohrung Engerhafe liegt.

Die Bürgerinitiative sowie die Grünen begrüßten dies, machten aber auch deutlich, dass zu diesem noch offenen Termin kein Staatssekretär, sondern der Umweltminister persönlich anwesend sein sollte.

MdL Siebels wurden etliche – noch zu klärende – Fragen durch die Bürgerinitiative mitgegeben, für deren Beantwortung er sich in Hannover einsetzen will.

Thomas Puhahn – für die Bürgerinitiative gegen Bohrungen im Süd-/Brookmerland – Mitglied im Zusammenschluss „Gegen Gasbohren“

 Veröffentlicht von am 13. November 2019
Aug 162019
 

Am 29. Juli 2019 informierte die niedersächsische Landesregierung die Bevölkerung darüber, dass im Landkreis Grafschaft Bentheim seit Anfang 2014 möglicherweise bis zu 220.000 Kubikmeter Lagerstättenwasser (LAWA) in den Untergrund gelangt sind. Ursache sollen Leckagen an der Einpressbohrung Emlichheim 132 der Firma Wintershall DEA sein. Dabei soll das stark salzhaltige Lagerstättenwasser nach Einschätzung von Wintershall Dea einen oberen Grundwassereinleiter erreicht haben. Dieser Grundwasserschaden ist vermutlich einer der größten Umweltschäden in der Geschicht der deutschen Erdölförderung. (Wir berichteten bereits hier.)

Wintershall DEA hat zum großen Grundwasserschaden von Emlichheim inzwischen das hier verlinkte „Factsheet“ – besser: „alternative Faktenblatt“ – auf seiner Website bereitgestellt.

Wintershall DEA stellt darin auf Seite 3 dar, dass ab 36 m Tiefe bereits natürlich versalztes Grundwasser anfängt. LAWA wurde im Bereich 99-109 m Tiefe festgestellt. Weiter schreibt Wintershall DEA: „Das Lagerstättenwasser weist Chloridkonzentrationen in einer Größenordnung von ca. 30 bis 50 g/l auf. Damit ist der Chloridgehalt des Lagerstättenwassers etwa doppelt so hoch wie im Meerwasser der Nordsee.“

Das ist eine für Wintershall typische Verharmlosung. Das Nordseewasser mit einem Chloridgehalt von 19,3 g/l würde niemand trinken und auch nicht zur Bewässerung in Gärten und Landwirtschaft verwenden, da boden-, pflanzen und wasserschädlich. Diese Argumentation hatte Wintershall bereits früher versucht im Zusammenhang mit der Bohrschlammgrube Bohlsen/Lk. Uelzen.

Die Angaben im Factsheet zum natürlich versalzten Grundwasser widersprechen den hier verlinkten Angaben im Nibis-Kartenserver des LBEG.

Für den Bereich bei der Em 132 ist kein versalzter Grundwasserkörper angegeben, wohl aber für einen Bereich südlich von Emlichheim. Bei Klick auf die blaue Fläche erscheint folgender Text:

„Unterer Teil des Grundwasserleiters versalzt (>250 mg/l Chlorid). Einschränkungen der Trinkwassergewinnung möglich.“

Nachfolgend das Verhältnis Salzgehalt, hier als Parameter Chlorid, von Lagerstättenwasser in Emlichheim zu unbelastetem Grundwasser:

Chlorid-Gehalt
52.100 mg Cl/l          Eingepresste Lagerstättenwasser (Quelle: Schreiben des Wirtschaftsministeriums von 2. August 2019)

24 mg Cl/l           NLWKN-Grundwassermessstellen Kleinringerwösten I (3,5 km südöstlich von EM 132) und Volzel I, Zeitraum 2006 bis 2017  (Quelle: Wasserbuch des Landes Niedersachsen)

Das hochsaline Lagestättenwasser ist ca. 2.100 fach höher mit Chlorid verschmutzt als das vorhandene obere Grundwasser in ca. 10 m Tiefe.

Die nächste Grundwassermessstelle bei der EM 132 ist hier.

Forderungen an Wintershall DEA/LBEG/Wirtschaftsministerium sind:

1. Zur Transparenz sind die Daten der gemessenen Grundwasseranalysen zu veröffentlichen, insbesondere die Daten der zur Zeit abgeteuften Grundwassermessstelle und in den Tiefen zwischen 100 bis 10 m unter Gelände.
2. Veröffentlichung der Komplettanalyse des LAWA
3. Daten der neuen (in April 2019 hergestellten) Grundwassermessstellen, welche alle max. 10,0 m tief sind.
4. Steigen die im LAWA enthaltenen Kohlenwasserstoffe wie z.B. Benzol, MKWs in flüssiger oder gasförmiger Form nach oben auf im Grundwasserkörper, da sie ja leichter sind als das Grundwasser?
5. In der Pressekonferenz, bei 12.10 min im Video nannte Klaus Sönthgerath/LBEG kurz die Em 121, korrigierte aber gleich zu EM 132. Die Em 121 (ebenfalls 1954 gebohrt) befindet sich auf dem gleichen Gelände wie die Einpressbohrung Em 132 und ist verfüllt. Gab es an der Bohrung Em 121 ebenfalls Korrosionsschäden oder andere Schäden?

Autor: Dipl.-Ing. (FH) Bernd Ebeling (15.08.2019). Vielen Dank für die Veröffentlichung.

 Veröffentlicht von am 16. August 2019

Vermutlich größter Grundwasserschaden in der Geschichte der deutschen Erdölförderung – Lagerstättenwasser-Skandal in Niedersachsen. Wintershall Dea verunreinigt Grundwasser

 Wintershall  Kommentare deaktiviert für Vermutlich größter Grundwasserschaden in der Geschichte der deutschen Erdölförderung – Lagerstättenwasser-Skandal in Niedersachsen. Wintershall Dea verunreinigt Grundwasser
Jul 312019
 

Pressemitteilung vom 31.07.2019

Am 29. Juli 2019 informierte die niedersächsische Landesregierung die Bevölkerung darüber, dass im Landkreis Grafschaft Bentheim seit Anfang 2014 möglicherweise bis zu 220 000 Kubikmeter Lagerstättenwasser in den Untergrund gelangt sind. Ursache sollen Leckagen an der Einpressbohrung Emlichheim 132 der Firma Wintershall DEA sein. Dabei soll das stark salzhaltige Lagerstättenwasser nach Einschätzung von Wintershall Dea einen oberen Grundwassereinleiter erreicht haben.

Dr. Reinhard Knof (Kein CO2-Endlager e.V., Schleswig-Holstein): „Wie kann es sein, dass solche extremen Verunreinigungen über vier Jahre hinweg unbemerkt erfolgen können und weder der Betreiber noch das für die Aufsicht zuständige Bergamt etwas bemerkt haben? Seit Anfang 2019 weiß die Regierung über den Skandal Bescheid. Warum wird die Bevölkerung nicht informiert? Wie viele Bohrungen sind eigentlich noch undicht? Vor diesem Hintergrund wird die Notwendigkeit unseres am 2. September startenden Volksbegehrens zum Schutz des Wassers in Schleswig-Holstein noch einmal deutlich. Mit den Gesetzesinitiativen soll der Schutz des Wassers bei Bergbauvorhaben verbessert und Behörden und Gemeinden Transparenz im Umgang mit brisanten Unternehmensinformationen möglich werden.“

Bernd Ebeling, Wasserwirtschaftsingenieur aus Niedersachsen: „Über einen langen Zeitraum gelangten hoch saline Lagerstättenwässer aus der Erdölproduktion in unbelastetes Grundwasser. Das eingepresste Lagerstättenwasser mit einem Salzgehalt von 200 bis 300 g pro Liter ist ca. 10.000 mal höher mit Salzen belastet als unbelastetes Grundwasser. Bei kompletter Vermischung des ausgeströmten Lagerstättenwassers mit dem anstehenden unbelastetem Grundwasser wären bis zu 220 Mio. m³ versalzen und somit für eine Trinkwassergewinnung oder Verwendung für die Landwirtschaft unbrauchbar.“

Sigrun Franzen (Berliner Wassertisch): „Der größte deutsche Erdölförderer Wintershall DEA hat vermutlich einen der größten Grundwasserschäden in der Geschichte der deutschen Ölförderung verursacht. Die Öl- und Gasförderung gefährdet unser immer knapper werdendes Grundwasser und damit unsere Trinkwasserversorgung. Damit muss endlich Schluss sein!“

Weder Betreiber noch Bergamt scheinen diesem Schaden Beachtung zu schenken, denn am 26. Juli 2019, also genau drei Tage vor der offiziellen Bekanntgabe des Lagerstättenwasseraustritts, wurde mitgeteilt, dass die Wintershall Dea Deutschland AG im Erlaubnisfeld Unterweser bis zum 31. Juli 2021 weiter nach Kohlenwasserstoffen suchen darf.

Hintergrund:
Bei der Erdgas- und Erdölförderung fällt Lagerstättenwasser an. Es gelangt bei der Förderung automatisch an die Tagesoberfläche. Die Zusammensetzung variiert je nach Lagerstätte. Es besteht aus Wasser, gelösten Salzen, Kohlenwasserstoffen und kann Schwermetalle und natürliche radioaktive Stoffe enthalten. Im vorliegenden Fall soll das Lagerstättenwasser u.a. Strontium und Barium enthalten. Bei einer Einpressbohrung wird das Lagerstättenwasser wieder zurück in die Öl- oder Gaslagerstätte geleitet. Undichte Leitungen und Verrohrungen sind bei der Öl- und Gasförderung keine Ausnahme, sondern treten regelmäßig auf, auch in Deutschland. In Schleswig-Holstein beispielsweise sind 98 Schadensfälle im Zusammenhang mit der Ölförderung bekannt geworden. Die meisten dieser Schäden sind der Wintershall DEA, bzw. deren Vorgängerunternehmen zur Last zu legen.

Piratenfraktion NRW: Kleine Anfrage an die Landesregierung NRW zur Kohleflözgasförderung

 Bundestag, NRW-Landtag, HammGas, NRW, Piraten  Kommentare deaktiviert für Piratenfraktion NRW: Kleine Anfrage an die Landesregierung NRW zur Kohleflözgasförderung
Apr 072017
 

Kleine Anfrage an die Landesregierung NRW zur Kohleflözgasförderung

Die Suche nach Erdgas in Kohlenflözen, insbesondere die abgeschlossene Probebohrung in Herbern-Nordick wirft einige Fragen auf.

Hanns-Jörg Rohwedder, Mitglied des Landtages NRW von der Fraktion der Piratenpartei, hat deshalb am 30.3. 2017 fünf kleine Anfragen an die Landesregierung NRW gestellt. Ihn beschäftigen Fragen zum Thema Tektomechanik, Abläufe während der Probebohrung und die finanziellen Zuverlässigkeit der PVG und HammGas.

1. Anfrage: Kohleflözgasförderung – Was ist Tektomechanik? 

1. Was ist Tektomechanik?

2. Wie funktioniert sie im Kohleflöz?

3. Mit welchem Verfahren würde das Gas gefördert, falls es durch die Tektomechanik in den Klüften nachgewiesen, aber nicht gefördert werden kann?

2. Anfrage: Kohleflözgasförderung – Nachgang der Probebohrung Herbern-Nordick 

1. Wurde dort Tektomechanik eingesetzt?

2. Wieviel Bohrklein ist bei der Probebohrung angefallen und wie wurde dieses entsorgt?

3. Wie viel Bohrschlamm fiel bei der Probebohrung an und wie wurde dieser entsorgt?

4. Durch welche Behörde wurde die Entsorgung kontrolliert?

5. Bitte listen Sie auf, wo, wie oft und mit welchen Ergebnissen Kontrollen stattfanden!

3. Anfrage: Kohleflözgasförderung – Wasserschutz bei der Probebohrung Herbern-Nordick 

1. Welche Stoffe befanden sich in der Bohrspülung?

2. Wie oft wurden die angelegten Probestellen bisher beprobt?

3. Auf welche Stoffe wird das Grundwasser untersucht?

4. Wie lange und in welchen Abständen wird das Grundwassermonitoring fortgesetzt, nach-dem das Bohrprojekt beendet und die Bohrung abgedichtet ist?

5. Wie wird die Landesregierung die Veröffentlichung der Daten sicherstellen?

4. Anfrage: Kohleflözgasförderung – finanzielle Zuverlässigkeit der Betreiber der Probebohrung Herbern-Nordick 

1. Wie stellt die Bezirksregierung gemäß Berggesetz sicher, dass die finanziellen Vorausset-zungen für eine Aufsuchungserlaubnis vorliegen, ohne dass die PVG GmbH ihren Veröf-fentlichungsverpflichtungen nachkommt?

2. Bitte listen Sie auf, wie hoch die HammGas GmbH gegen Umweltschäden und gegen Schäden der Anlieger mit einer Haftpflichtversicherung abgesichert sind, welche Scha-densszenarien von der Haftpflichtversicherung ausgenommen wurden, wie hoch die Ham-mGas GmbH und ihre Gesellschafter gegen Fehlentscheidungen ihrer Organe (Ge-schäftsführer, Prokuristen, Aufsichtsrat) mit einer D&O-Versicherung abgesichert sind und wie hoch die HammGas GmbH und ihre Gesellschafter für das Gasbohr-Geschäft durch eine Vermögenseigenschadenversicherung abgesichert sind!

3. Welches Ergebnis hatte die Prüfung durch die Genehmigungsbehörde, ob diese Versi-cherungssummen ausreichen?

4. Wer haftet, wenn in einem Schadensfall die Versicherungssummen nicht ausreichen?

5. Existiert eine zeitliche Befristung in der Zukunft für die Versicherungszusage?

5. Anfrage: Kohleflözgasförderung – Konsequenzen des Ausstiegs der Stadtwerke Hamm GmbH auf die finanzielle Zuverlässigkeit der Betreiber der Probebohrung Herbern-Nordick 

1. Wie stellt sich nach dem Ausstieg die wirtschaftliche Situation der PVG dar?

2. Wie verändert sich durch den Ausstieg die Bonität der HammGas GmbH?

3. Bitte legen Sie dar, wie sich durch den Ausstieg die Haftungsverhältnisse verändern bei Schäden, die durch das Gasbohren – auch durch Probebohrungen entstehen bzw. noch entstehen werden?

4. Welche Konsequenzen hat der Ausstieg auf die abgeschlossenen Versicherungen?

Kreis Warendorf: Exxon lässt nicht locker!

 Exxon, Pressespiegel  Kommentare deaktiviert für Kreis Warendorf: Exxon lässt nicht locker!
Mrz 032017
 

Exxon hat erneut einen Antrag auf Erlaubnis zu Probebohrungen nach Erdgas in Kohleflözgestein im Kreis Warendorf gestellt. Betroffen wären die Gemeinden und Städte: Ahlen, Drensteinfurt, Enningerloh, Everswinkel, Sendenhorst und Telgte.

Mit dem Antrag von Exxon will sich der Planungs- und Umweltausschuss des Kreistags am 3.3.17 in einer öffentlichen Sitzung beschäftigen.

Zum Artikel

Terminhinweis Dokumentation: Die Tricks der Öl- und Gaskonzerne – verschmutzen und verharmlosen

 Fernsehbeiträge, Mediathek, Unternehmen  Kommentare deaktiviert für Terminhinweis Dokumentation: Die Tricks der Öl- und Gaskonzerne – verschmutzen und verharmlosen
Mrz 022017
 

 

Foto: pixabay

Kommenden Montag zeigt das NDR-Fernsehen um 21 Uhr die 45-minütige Dokumentation:
Die Tricks der Öl- und Gaskonzerne – verschmutzen und verharmlosen

Recherchiert, gedreht, Proben genommen und Bewertungen wurden u. a. an Anlagen der Erdgasindustrie in den Landkreisen Rotenburg, Heidekreis und Altmarkkreis Salzwedel gemacht.

https://www.ndr.de/fernsehen/epg/import/Verschmutzen-und-verharmlosen,sendung626226.html

 

Sendetermine

Montag, 06. März 2017, 21:00 bis 21:45 Uhr
Dienstag, 07. März 2017, 01:25 bis 02:10 Uhr
Mittwoch, 08. März 2017, 06:35 bis 07:20 Uhr

Erdgas- und Ölproduzenten versprechen eine sichere Erdgasförderung und installieren ihre Bohranlagen quer durch Norddeutschland. Doch regelmäßig geht etwas schief: mit gefährlichen Folgen für Mensch und Umwelt, wie diese Dokumentation zeigt.

Macht Erdgas- und Erdölförderung krank?

Jo Hiller recherchiert, mit welchen Marketing-Tricks Energiekonzerne arbeiten.
Markt-Moderator Jo Hiller ist den Öl- und Gaskonzernen auf der Spur. Er hinterfragt den angeblich zuverlässigen Umweltschutz und geht dem Verdacht nach, dass die Erdgas- und Erdölförderung im Norden die Bürger in den betroffenen Gebieten krank machen kann. Jo Hiller zeigt, mit welchen Marketingtricks Energiekonzerne arbeiten. Er trifft Ärzte, die die Verbreitung medizinischer Falschinformationen kritisieren.

Jo Hiller konfrontiert

Laboranalysen, die im Auftrag des NDR durchgeführt wurden, beweisen, dass im Umfeld der Förderstellen Schadstoffe in die Umwelt gelangen. Erdbeben häufen sich in den Regionen der Ergasförderung und stehen vermutlich damit im Zusammenhang. Jo Hiller trifft Anwohner, deren Häuser zerstört sind. Mit den beunruhigenden Ergebnissen der umfassenden Recherche konfrontiert Jo Hiller die Aufsichtsbehörde und die Öl- und Gaskonzerne.