IG Gegen Frac in Borken

 

Kontakt zur IG Borken

Jürgen Kruse
Schlichtenkamp 12a
46325 Borken
Email: gegen.frac.in.Borken@googlemail.com

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Die ausgefüllten Listen bitte an Jürgen Kruse zurück senden.

Zur geologischen Situation in Borkenwirthe

Die Verhältnisse sind dort für die Bohrfirma günstig, da die für die Gasgewinnung vorgesehenen Schichten des Flözführenden Oberkarbons in einer Sattelposition unter relativ geringer Überdeckung anstehen.

Ausführliche Dokumentation hier: Geologie in Borkenwirthe

Auszug: Mögliche Auswirkungen der Gas-Gewinnung

Es ist zunächst zu befürchten, dass durch das Einpressen der Fracking-Flüssigkeit neben dem Aufbrechen von Spalten und der Auflockerung des Gesteinsverbandes auch Kluftzonen und Störungsbereiche in den höheren Schichten geöffnet und somit Wege zum Aufstieg von Gasen und Flüssigkeiten in das obere Grundwasserstockwerk geschaffen werden. Zudem besteht die Gefahr, dass es während des Fracking-Vorgangs durch den hohen Druck zu Brüchen der Verrohrung unterhalb der bis etwa 350 m reichenden „Zementierung“ (Zementummantelung des äußeren Bohrrohres) und damit zu unkontrollierten Austritten der Fracking-Flüssigkeit kommt. Im Bereich von Borkenwirthe gibt es zwar kein Wasserwerk, aber circa 6 km südöstlich der geplanten Bohrung Borkenwirthe Z1 beginnt die in den „Halterner Sanden“ bestehende bedeutendste Grundwasserlagerstätte des Münsterlandes, die von zahlreichen Wasserwerken genutzt wird.

Weitere Umweltbeeinträchtigungen stellen sich bei der Produktion ein. Da die einzelnen „Gasquellen“ relativ schnell versiegen, müssen in nicht allzu großer Entfernung weitere Bohrungen abgeteuft werden (pro Quadratkilometer etwa 4 Bohrungen), was neben der Inanspruchnahme großer Flächen vor allem auch einen gewaltigen Verbrauch von Wasser nach sich zieht, dass mit Tanklastzügen zu den Bohrstellen befördert werden muss. Nach Abschluss des Fracking-Vorgangs fließt mit dem Nachlassen des Druckes ein erheblicher Teil der Fracking-Flüssigkeit beziehungsweise des mit toxischen Stoffen belasteten Wassers wieder aus dem Bohrloch aus.

Wichtige Fragen, die im Vorfeld geklärt sein sollten: 

  • Wo sollen die zum Fracking benötigten großen Wassermengen entnommen werden– aus den knappen Grundwasserreserven beziehungsweise aus den Wasserwerken der Region?
  • Wo sollen die restlichen kontaminierten Fracking-Abwässer „deponiert“ oder „entsorgt“ werden – in neu anzulegenden Teichen, über die Luft oder  in (nicht dafür ausgelegten) öffentlichen Kläranlagen?
  •  Wegen der zu befürchtenden nicht unerheblichen Beeinträchtigungen der Umwelt bei der Gewinnung von „unkonventionellem Erdgas“ muss eine ausführliche Information der politischen Vertreter der betroffenen Gemeinden und Landkreise und auch der Öffentlichkeit erfolgen: über weiteren Planungen, über Art und Anzahl weiterer Bohrungen, über die Zusammensetzung der Frack-Flüssigkeit und über das von ihr ausgehende Gefahrenpotential. Erst dann kann eine endgültige Entscheidunggetroffen werden – alles andere passt nicht mehr in unsere Zeit! Zum Schluss bleibt noch die Frage, ob sich der Aufwand bei den zu erwartenden geringen Gasmengen überhaupt lohnt. Es drängt sich das Bild einer trockenen Zitrone auf, der mit erheblichem technischem beziehungsweise finanziellem Aufwand  noch einige Tropfen ausgepresst werden sollen. Diese Mengen werden unsere Energiebilanz nicht entscheidend verbessern. Wäre es deshalb nicht vernünftiger, das Geld in die Erforschung und Entwicklung zukunftsträchtiger erneuerbarer Energiequellen zu investieren und dabei zugleich die Umwelt im Münsterland zu schonen?

  8 Antworten zu “IG Gegen Frac in Borken”

  1. Es wird Zeit, dass wir Bürgern den Politikern (dem „Kapital“) deutlich machen, was wir wollen.Die technische Argumentation bezieht sich immer auf ein „Restrisiko“, was man im Griff hat. Ich denke da anders.Wenn es ein „Restrisiko“ gibt muss man (siehe Japan) die Finger davon lassen!!!

    P.S. Die Argumentation der Stadtwerke man wäre nicht betroffen, da man nicht im Einzugsgebiet liege, finde ich beschämend.

    Grüße und weiter so

    Bernd Woeste

  2. RESTrisikoENERGIE… der Preis ist heiß!

    Letztendlich haben die Energiekonzerne die Langzeitfolgen des Fracking ebenso „IM GRIFF“ wie die (Rest)RISIKEN der Atomenergie – nämlich ÜBERHAUPT NICHT.

    Müssten die Erzeuger des ATOMSTROM die Endlagerung des ATOMMÜLL selbst sicherstellen und für Tausende von Jahren die LAGERKOSTEN tragen, dann wäre die MÄHR vom BILLIGEN ATOMSTRON längst mausetot.

    In den Preis der ATOMSTROM-kilo-Watt-Stunde hätte ich auch gern die KOSTEN für STRAHLEN-KRANKE Menschen, VERSTRAHLTEN LEBENSRAUM und VERSTRAHLTE GRUNDNAHRUNGSMITTEL / GRUNDWASSER eingerechnet.

    Das menschliche LEID ist ohnehin unbezahlbar.

    Kann es sein, dass die vom Bürger in den Bundestag gewählten Politiker in den FührungsZirkeln das Rechnen verlernt haben? Oder ist es so, das die Politik von der Energie-Lobby so GESCHMIERT wird, das sie nicht rechnen wollen?

    Was kostet das GEWISSEN…?
    Wissen die (noch)ATOMKRAFT-BEFÜRWORTER überhaupt was ein Gewissen ist?
    Wenn ja, wo versteckt sich das G… denn zur Zeit?

    Herr Kauder und Herr Röttgen… ich hoffe SIE können rechnen oder rechnen lassen.
    Was kostet der bundesdeutschen Gesellschaft eine ATOMSTROM-KILO-WATT-STUNDE tatsächlich,

    das fragt
    Horst Bauhof

    Ohne GAU, meine ich, denn mit GAU in Deutschland ist die Rechnung garantiert nicht bezahlbar.

  3. Steine, Pflanzen, Tiere und Menschen sind in der abendländischen Kultur Waren, mit denen man sich auf jede erdenkliche Weise bereichern kann.
    Wie lange wollen wir dieser Kultur noch angehören?
    Rauben, plündern, brandschatzen und Brunnen vergiften sind zutiefst kriminelle Machenschaften verirrter Köpfe.
    Was wir benötigen ist Weisheit, statt Wissen.
    Wir können unseren Kindern und Kindeskindern eine Welt hinterlassen, die artenreich, schön und lebenswert ist.
    Als Menschen tragen wir Verantwortung für den Erhalt der Lebensräume auf unserer Mutter Erde. Sie ist und bleibt für immer unser Heimatplanet.
    Schützen wir sie vor weiterer räuberischer Ausbeutung und Vergiftung. Im Namen aller Arten, Völker und Kinder. Das ist unser Beitrag und unsere Pflicht.

  4. Es spricht alles(!!) dafür, dass der Spezies Mensch insgesamt nur eine sehr kleine Zeitspanne auf dem Stern “Erde“ vergönnt ist und diese kleine Zeitspanne wird durch die Globalisierung – der ohnmächtige Politiker benebelt das Wort reden – noch verkürzt. Globalisierung… das ist nichts anderes als die maximale schnellstmögliche Überausbeutung sämtlicher nur denkbarer Rehcourchen zur Investor-Spelkulanten-Kapitalmaximierung.

    Diese unbeschreiblich egoistisch verblendete dreiste Kaste wird mit ihren Dollar- Euro- und Yen-Scheinen (in Hals und Ohren steckend) letztendlich nur minimal länger ÜBER-leben.

    Aber vorher doch bitteschön alles noch mal fix “durchfracken“ und das aussichtslose Merkel-Experiment, mit ein paar läppischen Billionen “Hebel-Euro“ (schon die Bezeichnung ist eine Lach- oder Luftnummer) auf völlig aussichtslosem Posten gegen die global vernetzte Spekulanten-Maffia mit ihrem X-fach Billionen Dollar-Volumen zocken.

    Alternativlos oder… geht’s noch ???????

  5. Das ganze Leben besteht aus Restrisiken … sollen wir dann auch die Finger vom Leben lassen ?

    • Klar! Risiken sind aber unbekannt das RISIKO hier ist bekannt und sollte nicht eingegangen werden.

  6. Lieber Gast… es gibt noch immer (genug) Menschen die sich (freiwillig) mit dem Hammer auf den Daumen hauen und sich freuen, wenn der Schmerz nachlässt.

  7. Klar ist man nicht betroffen wenn man eigenwasser aus 80m Tiefe holt!!
    Träumt weiter. Sollte Fracking wirklich Realität werden muss man sich halt zusammenschließen und persönlich etwas unternehmen, zur Not mit Straßensperren (Landwirte) und massiven Behinderungen.